Die arabische Illusion von der Sicherheit am Persischen Golf ist kollabiert
Der Irak-Krieg von 2003 brachte den Aufstieg der Islamischen Republik Iran. Der Überfall der Hamas auf Israel 2023 leitete ihren Niedergang ein. Aber was kommt danach?
Drei Wochen dauert der große neue Iran-Krieg, und von einem kann man ausgehen: Die alte Sicherheitsordnung, die sich im Nahen Osten in den Jahren vor dem 7. Oktober 2023 – dem Tag, an dem die Hamas Israel überfiel – herauszubilden schien, ist nun endgültig Vergangenheit. Denn auch wenn dieser Krieg formell plötzlich vorbei sein sollte, weil US-Präsident Donald Trump es so entscheidet oder weil das iranische Regime zusammenbricht: Nichts wird so sein wie vorher.
Nicht einmal der Frieden im eng gefassten Sinn, als Abwesenheit von Kämpfen, ist garantiert. Ein Regime wie jenes in Teheran, ideologisch verhärtet und hochgerüstet, verschwindet nach fast einem halben Jahrhundert nicht klanglos. Ein Vakuum könnte Zerfallsprozesse auslösen. Wenn sich die Islamische Republik hingegen hält, wird sie noch brutaler sein. Aber auch fragiler. Die Opposition könnte sich doch noch militarisieren. Und fast überall an den Rändern des Iran gibt es Minderheiten, die die Chance nutzen könnten. Wird sich die Schwäche des Iran, wer immer ihn regiert, in Bürgerkriegen niederschlagen?
Und welche Auswirkungen wird das auf die Nachbarschaft haben, auf die arabischen Staaten auf der anderen Seite des Persischen Golfs oder Afghanistan, Pakistan und anderswo in Zentralasien? Saudi-Arabien hat erst im Herbst 2025 mit dem Atomwaffenstaat Pakistan einen beiderseitigen militärischen Beistandspakt unterzeichnet. Pakistan, das gerade Afghanistan bombardiert hat, wurde seinerseits 2024 im Konflikt um belutschische Extremisten vom Iran angegriffen. Lauter ungelöste Konflikte.
www.derstandard.at
Der Irak-Krieg von 2003 brachte den Aufstieg der Islamischen Republik Iran. Der Überfall der Hamas auf Israel 2023 leitete ihren Niedergang ein. Aber was kommt danach?
Drei Wochen dauert der große neue Iran-Krieg, und von einem kann man ausgehen: Die alte Sicherheitsordnung, die sich im Nahen Osten in den Jahren vor dem 7. Oktober 2023 – dem Tag, an dem die Hamas Israel überfiel – herauszubilden schien, ist nun endgültig Vergangenheit. Denn auch wenn dieser Krieg formell plötzlich vorbei sein sollte, weil US-Präsident Donald Trump es so entscheidet oder weil das iranische Regime zusammenbricht: Nichts wird so sein wie vorher.
Nicht einmal der Frieden im eng gefassten Sinn, als Abwesenheit von Kämpfen, ist garantiert. Ein Regime wie jenes in Teheran, ideologisch verhärtet und hochgerüstet, verschwindet nach fast einem halben Jahrhundert nicht klanglos. Ein Vakuum könnte Zerfallsprozesse auslösen. Wenn sich die Islamische Republik hingegen hält, wird sie noch brutaler sein. Aber auch fragiler. Die Opposition könnte sich doch noch militarisieren. Und fast überall an den Rändern des Iran gibt es Minderheiten, die die Chance nutzen könnten. Wird sich die Schwäche des Iran, wer immer ihn regiert, in Bürgerkriegen niederschlagen?
Und welche Auswirkungen wird das auf die Nachbarschaft haben, auf die arabischen Staaten auf der anderen Seite des Persischen Golfs oder Afghanistan, Pakistan und anderswo in Zentralasien? Saudi-Arabien hat erst im Herbst 2025 mit dem Atomwaffenstaat Pakistan einen beiderseitigen militärischen Beistandspakt unterzeichnet. Pakistan, das gerade Afghanistan bombardiert hat, wurde seinerseits 2024 im Konflikt um belutschische Extremisten vom Iran angegriffen. Lauter ungelöste Konflikte.
Die arabische Illusion von der Sicherheit am Persischen Golf ist kollabiert
Der Irak-Krieg von 2003 brachte den Aufstieg der Islamischen Republik Iran. Der Überfall der Hamas auf Israel 2023 leitete ihren Niedergang ein. Aber was kommt danach?
