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Sammelthread: Israel/Nahost-Konflikt

  • Ersteller Ersteller jugo-jebe-dugo
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Israel zahlt einen hohen Preis
In den USA zeichnet sich immer stärker ein Meinungsumschwung gegenüber dem Staat Israel ab

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran in der Nacht auf Sonntag ein neues Ultimatum gestellt. Sollte Teheran nicht binnen 48 Stunden die blockierte Straße von Hormus öffnen, würde die US-Armee die iranische Energieinfrastruktur zerstören. Der Iran reagierte mit der Gegendrohung, massive Angriffe in der ganzen Golfregion zu unternehmen.

Vor dieser Drohkulisse rechnen Beobachter mit weiteren sprunghaften Preissteigerungen und Versorgungsengpässen mit gravierenden Folgen für die Weltwirtschaft. Die wirren Erklärungen Trumps in den drei Wochen des Krieges der USA und Israels bestätigen die Meinung seines früheren Sicherheitsberaters, John Bolton, dass Trump "keine Strategie hat und von Tag zu Tag denkt."

Obwohl Bolton im Interview mit der NZZ (21.03) die These –"Amerika habe den Krieg auf Druck Israels begonnen" – als eine antisemitische Erfindung völlig abgelehnt hat, zeichnet sich in den Vereinigten Staaten immer stärker ein Meinungsumschwung gegenüber dem Staat Israel ab. Bereits vor dem Ausbruch des Irankriegs ergab eine Gallup-Umfrage in den USA höhere Sympathiewerte für die Palästinenser als für Israel. Der deutsch-jüdische Historiker Michael Brenner sieht den Ursprung des verschlechterten öffentlichen Meinungsbildes in der Besatzungspolitik unter der rechts-religiösen Netanjahu-Regierung und nach dem Terroranschlag vom 7. Oktober in der Studentenbewegung, die nicht nur den Gazakrieg und die Besatzung verurteilt, sondern Israel die Legitimität als Staat abspricht. Wenn Benjamin Netanjahu wiedergewählt und mit den gleichen Partnern in der Regierung weitermachen wird, meint Brenner, dürfte das Verständnis für die Existenz Israels immer geringer werden.

 
Israel will im Libanon Gebiet bis Fluss Litani kontrollieren
Beim Vorgehen gegen die proiranische Schiitenmiliz Hisbollah will Israel nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen.

Nach der Sprengung von fünf Brücken über den Fluss werde das israelische Militär „die restlichen Brücken und die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren“, sagte Katz heute beim Besuch eines Militärstützpunkts in Israel.

Die aus dem Südlibanon vertriebenen Hunderttausenden Bewohnerinnen und Bewohner dürften nicht in das libanesische Gebiet südlich des Flusses zurückkehren, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels „garantiert“ sei.

 
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Mit derselben Logik müsstest du dann auch behaupten, der faschistische Präsident der Türkei plane ein Groß‑Türkei‑Projekt, weil dort ähnliche Forderungen gestellt wurden.
Machst du aber nicht, weil du nur bei Israel aus Einzelmeinungen eine Weltverschwörung bastelst.
 
Israel ist nicht unverwundbar gegen Irans Raketenhagel
Das Land verfügt über ein ausgetüfteltes Luftabwehrsystem. Es fängt 92 Prozent der Raketen ab. Doch es sei nicht hermetisch, warnt das Militär.

Ausgebrannte Autos, zertrümmerte Fassaden, Straßen voller Schutt und Glasscherben: Auch Tage später zeigt die Wucht der Bilder von den Angriffen noch psychologische Wirkung: Israel ist nicht so unverwundbar, wie es oft glauben machen will. Zwei Einschläge, fast 200 Verletzte: Das ist die Bilanz der iranischen Angriffe auf Israel vom vorigen Samstag, als Raketen in den südisraelischen Städten Arad und Dimona einschlugen. Tags darauf trafen Raketenfragmente mehrere Gebäude im Großraum Tel Aviv, mindestens 15 Menschen wurden verletzt.

Wie lange hält Israel noch durch?
Israel verfügt über eines der modernsten Flugabwehrsysteme der Welt: Technologien wie Iron Dome und Arrow 3 fangen zahlreiche der feindlichen Geschosse ab. Doch die Einschläge der letzten Tage erinnern daran, dass die Abwehr nicht lückenlos ist – und befeuern Spekulationen darüber, wie lange Israel diesen Krieg noch durchhalten kann.

„Israels Himmel ist schutzlos“, höhnte Mohammad Bagher Ghalibaf, der iranische Parlamentspräsident, nach dem Einschlag in Dimona auf der Plattform X. Diese Übertreibung lässt sich als Kriegspropaganda verbuchen: Laut Angaben der israelischen Armee, der IDF, beträgt die israelische Abfangrate seit Kriegsbeginn 92 Prozent – ein Wert, der auch die Einschätzungen von Experten widerspiegelt.

 
Nahost-Krieg: „Was in Gaza straffrei blieb, wiederholt sich jetzt im Libanon“
Während sich die Lage im Iran aktuell etwas beruhigt – Donald Trump hat Verhandlungen mit Teheran angekündigt –, eskaliert parallel der Konflikt im Libanon. Bei israelischen Angriffen im Gebiet Sidon im Süden des Landes sind nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA vom Mittwoch erneut Menschen getötet worden. Vier Personen seien bei einem Angriff auf das Dorf Adloun ums Leben gekommen, berichtete NNA. Zwei weitere Menschen wurden demnach bei einem Angriff auf eine Wohnung im Flüchtlingslager Mieh Mieh getötet.

Zuvor hatte die israelische Armee die Bewohner der südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut zur Evakuierung aufgerufen und vor bevorstehenden Angriffen gewarnt. Die Armee greife dort „Infrastruktur der terroristischen Hisbollah“ an, erklärte der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst Telegram.

WHO warnt vor 10.000 Opfern im Libanon
Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah erneut massiv eskaliert. Israel beschießt Ziele der Hisbollah im Libanon und ist inzwischen auch mit Bodentruppen in Grenzgebiete auf libanesischem Territorium vorgerückt. Die libanesische Miliz reagiert mit wiederholten Raketen- und Drohnenangriffen auf israelisches Staatsgebiet.

 
Zunehmende Siedlergewalt im Westjordanland im Schatten des Irankriegs
Kritik an Siedlerattacken kam zuletzt auch von Israels Armeechef Zamir. Auch in Gaza verschärft sich die Not. Ärzte-ohne-Grenzen-Einsatzleiter Bachmann kritisiert humanitäre Blockade

"Wir werden unser Land in all seinen Teilen besiedeln". Solche Aussagen gehören schon lange zum Standardrepertoire von Israels Finanzminister Bezalel Smotrich. Diesen jüngsten Aufruf zur Annexion der Palästinensergebiete tätigte der Rechtsaußen-Hardliner am Wochenende bei dem Begräbnis eines jungen Mitglieds seiner extremistischen Siedlerbewegung, der bei einem Autounfall ums Leben gekommen war.

Der andere Autofahrer war ein Palästinenser, die Umstände sind noch nicht abschließend geklärt. Doch für Smotrich stand sofort fest: Es war "Mord". Anschließend zog ein Siedlermob durch das Westjordanland. In zwanzig palästinensischen Dörfern verprügelten sie Bewohner und setzten Gebäude in Brand.

 
Explosionen im Süden von Beirut gemeldet
Israel hat nach Berichten libanesischer Staatsmedien heute einen Angriff auf den Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut geflogen. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur berichtete, der Angriff habe in der Früh den südlichen Vorort Tahouitet al-Ghadir getroffen.

Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, waren mehrere Explosionen zu hören. Aufnahmen von AFPTV zeigten Rauch über den als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz geltenden südlichen Vororten.

Israelischer Aufruf zur Evakuierung
Die israelische Armee hatte im Vorfeld weder eine Warnung ausgesprochen noch zur Evakuierung aufgerufen. Die normalerweise dicht besiedelten Viertel haben sich seit der erneuten Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah weitgehend geleert. Es ist unklar, ob es Opfer gab.

 
Libanon: Israelische Armee rückt weiter im Süden vor
Die israelische Armee rückt mit Bodentruppen weiter im südlichen Libanon vor. Die Truppen seien im Süden acht Kilometer weit von der Grenze ins Landesinnere vorgedrungen, sagte der libanesische Verteidigungsminister Michel Menassa gestern in einer Kabinettssitzung.

Die Regierung wolle voraussichtlich eine Beschwerde beim UNO-Sicherheitsrat einreichen. Die dpa erfuhr aus Sicherheitskreisen ebenfalls, dass die israelische Armee weiter vordringe. Demnach waren dort auch israelische Panzer zu sehen.

Angriffe auf Beirut
Israels Armee teilte mit, die Truppen hätten in einer Schule im Ort al-Chiam Hunderte Waffen entdeckt, darunter Panzerabwehrraketen, Mörsergranaten und Sprengsätze. Libanesischen Medien zufolge flog Israel gestern auch einen Angriff auf den Süden Beiruts.

Teherans Außenministerium warf Israel einen tödlichen Angriff auf einen Wohnsitz iranischer Diplomaten im Libanon vor. Das Ministerium sprach in einer Mitteilung von sechs getöteten Diplomaten und verurteilte den Angriff aufs Schärfste.

Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die israelische Armee hatte im Vorfeld weder eine Warnung ausgesprochen noch zur Evakuierung aufgerufen.

 
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