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Nachrichten aus Afrika

WHO meldet 64 Tote nach Angriff auf Krankenhaus im Sudan
Bei einem Angriff auf ein Krankenhaus im Sudan sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 64 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern befänden sich 13 Kinder, teilte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus gestern im Onlinedienst X mit.

Bei dem Angriff am Freitag mit „schweren Waffen“ auf das Lehrkrankenhaus in al-Daein in dem westlichen Bundesstaat Ost-Darfur wurden der WHO und Tedros zufolge außerdem 89 Menschen verletzt. Aufgrund der „schweren Schäden“ sei das Krankenhaus nun nicht mehr funktionsfähig. Das habe zu einer „kritischen Unterbrechung wesentlicher medizinischer Dienste“ geführt.

Armee soll hinter Angriff stehen
Hinter dem Angriff soll die sudanesische Armee stehen. Al-Daein, die Hauptstadt des von der Miliz Rapid Support Forces (RSF) kontrollierten Bundesstaats Ost-Darfur, wird immer wieder von ihr angegriffen. Zuletzt hatte ein Angriff auf den Markt der Stadt einen Brand verursacht.

 
UN-Resolution zum Verbrechen der Sklaverei belebt in Afrika die Reparationsdebatte neu
Über mehrere Jahrhunderte wurden Millionen Menschen verschleppt. Das hatte sowie langfristige soziale und wirtschaftliche Folgen – bis heute

Die Zahlen sind eindeutig – aber die Deutungen nicht. Mit 123 Stimmen verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende März eine Resolution, die den transatlantischen Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" einordnet und die zuletzt abgeebbte Debatte über Reparationen neu belebt. Drei Staaten stimmten dagegen – die USA, Argentinien und Israel. 52 Staaten enthielten sich – darunter Österreich und Deutschland.

An der Spitze des Vorstoßes steht John Mahama, der Präsident von Ghana, eines der am stärksten betroffenen Länder des transatlantischen Handels. "Lasst uns festhalten, dass wir, als die Geschichte uns rief, das Richtige getan haben", sagt er. Und weiter: "Sklaverei ist heute falsch – und sie war es auch damals." Mahama und andere Vertreter afrikanischer Staaten verweisen dabei auch auf wirtschaftliche Strukturen, die aus Kolonialzeit und Sklavenhandel hervorgegangen seien und bis heute nachwirkten.

Die US-Regierung argumentiert anders. Deren Vertreter Dan Negrea spricht von einem "zynischen Gebrauch historischer Verbrechen" und kritisiert den Versuch, daraus Ansprüche auf heutige Ressourcen abzuleiten. Zudem verweist Washington auf rechtliche Fragen: Für historische Vorgänge, die nach damaligem Recht nicht illegal gewesen seien, lasse sich kein Anspruch auf Reparationen begründen. Diese Position teilen auch andere Staaten zumindest teilweise, die sich enthalten haben und auf juristische Unsicherheiten sowie mögliche politische und finanzielle Folgen verweisen.

 
danke erdogan und türkei
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danke erdogan und türkei
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Klingt ja fast so, als würde man mit ein paar Elitekräften und einer Pressemitteilung jahrzehntelange Probleme wegzaubern. Wenn das wirklich so funktioniert, sollte man das Rezept exportieren.
Na dann. Wenn man schon keine funktionierende Infrastruktur hat, kann man wenigstens eine funktionierende PR‑Operation haben
 
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Es gibt Warnungen, dass die hochgerüsteten Gorgor-Truppen nicht nur gegen Terroristen, sondern auch zur Festigung der Macht der Zentralregierung gegen regionale Bundesstaaten (wie im aktuellen Konflikt mit dem Südwesten) eingesetzt werden könnten. Gut, damit hat ein Erdogan kein Problem als Terrorpate.
Nur provoziert die massive türkische Präsenz Nachbarn wie Äthiopien, was das Horn von Afrika zu einem gefährlichen Spielfeld für Stellvertreterkonflikte macht, ähnlich wie wir es im Nahen Osten sehen. Da sind dann auch Terroristen an der Macht, dank Erdogan.
 
türkische f-16 über somalia
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Militär bombardiert Markt: Viele Tote in Nigeria
Nach einem Luftangriff des nigerianischen Militärs auf einen Markt im Nordosten des Landes werden Dutzende Todesopfer befürchtet. Mehr als hundert Menschen seien bei dem Angriff ums Leben gekommen, teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gestern mit.

Lokale Medien berichteten mit Verweis auf Augenzeugen von zwischen 30 und 200 Toten. Behörden, darunter die Polizei, bestätigten den Vorfall, es wurden jedoch keine offiziellen Opferzahlen genannt.

Drei Militärjets hatten am Vortag den Markt in Jalli Futchimiram an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Borno und Yobe beschossen. Das Militär führt dort Einsätze gegen islamistische Terrorgruppen aus, darunter die mit der Terrormiliz Islamischer Staat verbundene Gruppe IS Westafrika Provinz (ISWAP).

Militär bestätigt Angriff in Gebiet
Das nigerianische Militär teilte mit, dass Luftangriffe in dem Gebiet durchgeführt worden seien, und erklärte, die Aktion habe „einen wichtigen Korridor für Terroristenbewegungen und einen Sammelpunkt für Terroristen der Islamischen Staats Westafrika Provinz und ihre Komplizen“ zum Ziel gehabt.

 
Guterres bei Sudan-Konferenz: „Albtraum muss Ende haben“
UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat den dritten Jahrestag des Bürgerkriegsbeginns im Sudan als „tragischen Meilenstein“ bezeichnet und mit Blick auf die Kämpfe in dem afrikanischen Land ein „Ende des Albtraums“ gefordert.

„Die Folgen beschränken sind nicht nur auf den Sudan. Sie führen zu einer Destabilisierung der gesamten Region“, sagte Guterres heute in einer Videobotschaft auf der Sudan-Konferenz in Berlin. „Dieser Albtraum muss ein Ende haben.“

Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan beriet eine internationale Geberkonferenz in Berlin über weitere Hilfen für die notleidende Bevölkerung. Ziel der Konferenz war neben der Mobilisierung von Hilfen auch eine Wiederbelebung der Friedensverhandlungen.

In dem drittgrößten Land Afrikas führen die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohammed Hamdan Daglo seit drei Jahren einen erbitterten Machtkampf. Vertreter der Konfliktparteien im Sudan nahmen an der Konferenz in Berlin nicht teil. Der Bürgerkrieg im Sudan hat zu einer der schlimmsten humanitären Krisen weltweit geführt.

 
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