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Nachrichten aus Afrika

türkei verlegt 3 f-16 nach somalia
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Und genau da liegt das Problem. Trump hält Somalia für ein beschissenes Land. Die Stationierung türkischer F‑16 in Somalia ist ein klarer geopolitischer Machtzug Ankaras – und ja, angesichts seiner früheren abwertenden Aussagen über Somalia dürfte Donald Trump damit politisch kaum glücklich sein. Die Faktenlage zeigt, die Türkei baut ihren Einfluss am Horn von Afrika massiv aus, während die USA gleichzeitig ihre Luftschläge in Somalia intensivieren.
Ein NATO‑Mitglied stationiert eigene Kampfjets in einem Land, das Trump öffentlich herabgewürdigt hat. Das ist geopolitisch eine Art "Show of Force“, die nicht in Trumps bevorzugtes Narrativ passt.
 
UNO-Menschenrechtsbüro: Kriegsverbrechen im Sudan
Das UNO-Menschenrechtsbüro hat der RSF-Miliz im Sudan Kriegsverbrechen bei der Eroberung der Stadt al-Faschir vorgeworfen. Bei ihrer Offensive im Oktober habe die Miliz eine Welle „heftiger Gewalt“ ausgelöst, die in ihrem Ausmaß und ihrer Brutalität schockierend sei, hieß es in einem gestern veröffentlichten Bericht des UNO-Menschenrechtsbüros. Die Gewalt komme „Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gleich.

Brutaler Krieg zwischen ehemaligen Alliierten
Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces (RSF) seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit April 2023 heftige Kämpfe.

Ende Oktober hatte die RSF al-Faschir erobert und damit die letzte große Stadt in der Region Darfur eingenommen, die bis dahin noch nicht unter ihrer Kontrolle stand.

Von Massentötungen bis Plünderungen
Laut dem UNO-Bericht begingen Kämpfer der RSF und mit ihr verbündeter arabischer Milizen Massentötungen und Massenhinrichtungen, sexuelle Gewalt, Entführungen zur Erpressung von Lösegeld, Folter und Misshandlung, Inhaftierungen, Verschleppungen und Plünderungen. Zudem warf ihnen das Menschenrechtsbüro vor, Kinder in den Kampfhandlungen eingesetzt und Hunger als Kriegsmittel genutzt zu haben.

 
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Und du blubberst was von kurdischen Terroristen. Schwere Panzer in einem Land mit Guerilla‑ und Terrorstrukturen sind militärisch mehr als fragwürdig. Die Türkei liefert Systeme, die eher politische Symbolik haben als taktischen Nutzen. Das stärkt Abhängigkeiten, nicht die somalische Eigenständigkeit.
 
Ähnlich könnte es auch in Somalia werden.
Angreifer töten mindestens 30 Dorfbewohner in Nigeria
Bei Angriffen auf drei Dörfer im Nordwesten Nigerias sind gestern Bewohnern zufolge mindestens 30 Menschen getötet worden. Bewaffnete Banditen auf Motorrädern hätten zudem Häuser und Geschäfte in Brand gesetzt, sagten geflohene Bewohner der Nachrichtenagentur Reuters zufolge.

In Nigeria überfallen bewaffnete motorisierte Gruppen immer wieder Dörfer, töten Menschen und entführen andere, um Lösegeld zu erpressen.

Ein Polizeisprecher bestätigte einen Angriff auf eines der Dörfer im nigerianischen Bundesstaat Niger. In der Ortschaft Tunga-Makeri seien sechs Menschen getötet worden. Eine noch unbekannte Zahl von Personen sei entführt worden.

Ein Bewohner des Dorfes Konkoso berichtete von mindestens 26 Toten allein in seinem Ort. Dort sei auch das Polizeirevier in Brand gesteckt worden. Ein weiterer Zeuge, der anonym bleiben wollte, sagte, die Angreifer seien mit mehr als 200 Motorrädern unterwegs gewesen.

 
Ghana will UNO-Resolution zu Sklavenhandel einbringen
Ghanas Präsident John Dramani Mahama will eine Resolution bei den Vereinten Nationen einbringen, um den Sklavenhandel als „schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ einzustufen.

Die Welt müsse endlich anerkennen, dass es in der Geschichte „keine schwerwiegendere Ungerechtigkeit gegen die Menschheit gegeben hat als den transatlantischen Sklavenhandel“, sagte Mahama gestern zum Abschluss eines Gipfeltreffens der Afrikanischen Union (AU) in Addis Abeba.

 
Hundert US-Soldaten in Nigeria eingetroffen
Die USA weiten ihren Militäreinsatz gegen Islamisten in Nigeria aus. Es seien etwa einhundert US-Soldaten eingetroffen, um die örtlichen Streitkräfte auszubilden und zu beraten, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums gestern. Sie würden sich nicht an Kampfhandlungen beteiligen.

Von der Nachrichtenagentur Reuters ausgewerteten Flugdaten zufolge steuerten in den vergangenen Tagen mehrere Maschinen mit Soldaten und Ausrüstung den Norden des Landes an.

Nigeria weist Trumps Vorwurf zurück
US-Präsident Donald Trump hatte der Regierung in der Hauptstadt Abuja vorgeworfen, Christen im Nordwesten nicht ausreichend vor militanten Islamisten zu schützen. Nigeria weist den Vorwurf der religiösen Diskriminierung zurück.

Die Sicherheitskräfte gehen nach Darstellung der Regierung gegen alle bewaffneten Gruppen vor, die sowohl Christen als auch Muslime angreifen. Dennoch benötige das Land „große Unterstützung der US-Regierung“ in Form von Kampfjets und Munition, sagte Präsidialsprecher Sunday Dare. Einzelheiten nannte er nicht.

Luftattacken gegen IS-Verbündete
Bisher unterstützte ein kleines US-Team die nigerianische Armee bei der Aufklärung. Im Dezember hatten die USA zudem Luftangriffe gegen mutmaßliche Verbündete der Miliz Islamischer Staat (IS) geflogen.

 
Drohnenangriff auf Markt im Sudan: Viele Tote gemeldet
Bei einem Drohnenangriff auf einen belebten Markt im Sudan sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 28 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

Mehrere Drohnen hätten am Sonntag den Al-Safija-Markt außerhalb der Stadt Sodari im Bundesstaat Nordkordofan beschossen, erklärte die Organisation Emergency Lawyers gestern. Sie dokumentiert Verbrechen in dem seit fast drei Jahren andauernden Konflikt zwischen der sudanesischen Armee und der Miliz Rapid Support Forces (RSF).

Der Markt sei zum Zeitpunkt des Angriffs voller Zivilisten und Zivilistinnen gewesen, darunter Frauen, Kinder und ältere Menschen, erklärte die Organisation. Die von ihr genannte Opferzahl ist den Angaben zufolge nur vorläufig, zu den möglichen Verantwortlichen machten die Aktivisten keine Angaben.

 
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