Nach dem Angriff auf die Opposition muss Erdoğan vom Westen wirklich nichts befürchten
Die kemalistische CHP unter Parteichef Özgür Özel wurde dem türkischen Präsidenten zu erfolgreich. Die regierungshörige Justiz ließ den alten Parteichef installieren, der gegen Erdoğan keine einzige Wahl gewonnen hat. Die vergangenen Tage waren selbst für die Verhältnisse Erdoğans ein neues Niveau an antidemokratischer Unverfrorenheit.
In der politischen Ahnengalerie in der Ankaraner Zentrale der kemalistischen CHP hingen bis vor Kurzem acht Porträts. Acht Parteichefs hatte die CHP seit ihrer Gründung vor mehr als 100 Jahren durch den Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk. Seit Montag hängt im Empfangsraum der Zentrale ein Bild zweimal: Jenes des ehemaligen Parteichefs Kemal Kılıçdaroğlu. Seit Neuestem ist er wieder Vorsitzender, per Gerichtsbeschluss der regierungstreuen Justiz und mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nach dem persönlichen Wunsch des Präsidenten, Recep Tayyip Erdoğan. Was sich in den vergangenen Tagen rund um die CHP-Zentrale abgespielt hat, ist selbst für die Verhältnisse Erdoğans ein neues Niveau an antidemokratischer Unverfrorenheit.
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Die kemalistische CHP unter Parteichef Özgür Özel wurde dem türkischen Präsidenten zu erfolgreich. Die regierungshörige Justiz ließ den alten Parteichef installieren, der gegen Erdoğan keine...
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