Per sofort raus: Der Mann, der Trumps Abschiebezahlen hüten sollte, sagt: „Ich bin begeistert, diese Beziehung zur Regierung zu beenden“
Wenn jener das Haus verlässt, dessen Aufgabe es war, die Wahrheit in Ziffern zu fassen, dann ist über dieses Haus etwas gesagt, das keine Pressemitteilung mehr einfängt. Marc Rosenblum, scheidender Leiter des Statistikamtes im amerikanischen Heimatschutzministerium und dort zugleich stellvertretender Staatssekretär, hat sein Amt niedergelegt und dabei getan, was in dieser Behörde fast niemand tut, er hat den Grund offen genannt. Traurig und zugleich begeistert sei er, schrieb er, dass sein letzter Arbeitstag hinter ihm liege. Die Traurigkeit galt seinem Team, die Begeisterung der Regierung, die er verließ.
Um zu verstehen, was hier zu Ende geht, muss man wissen, was da aufgebaut worden war. Als Rosenblum 2016 im Amt für Einwanderungsstatistik anfing, war es ein kämpferisches Häuflein von 11 Leuten, das schon mit dem Jahresbericht rang. In den folgenden zehneinhalb Jahren wuchs daraus ein Apparat von 45 Personen, der seinen Blick von der Einwanderung auf sämtliche Statistiken des Ministeriums weitete. Aus einmal im Jahr wurde einmal im Monat, dazu kamen tägliche und wöchentliche interne Berichte, eine stark ausgebaute Analysekraft, ein landesweiter Rat der Statistikbeauftragten, Hunderte geprüfter Standards, eine erneuerte Netzseite und eine in die Cloud überführte Datenverarbeitung. Es sei ihm eine Ehre gewesen, der Öffentlichkeit zu dienen, indem er die Datenqualität verbesserte und eine auf Belegen beruhende Politik ermöglichte. Ein Jahrzehnt Arbeit steckt in diesem einen Satz, und ein Jahrzehnt Arbeit steht nun im Regen.
Denn das Ministerium ist in Trumps zweiter Amtszeit zu einem Kriegsgebiet geworden, mit mindestens 10 Toten bei den Einsätzen, den Razzien in amerikanischen Städten, den ausufernden Ausgaben, dem wachsenden Geflecht von Haftlagern und den Versuchen, die Daten über all das dem Blick zu entziehen. Kaum ein Beamter aber hat die Behörde verlassen und ihren Weg offen kritisiert. Rosenblum ist einer der Ersten, und gerade sein früherer Posten macht seinen Abgang zu einer Auskunft über den Zustand des Apparats.
kaizen-blog.org
Wenn jener das Haus verlässt, dessen Aufgabe es war, die Wahrheit in Ziffern zu fassen, dann ist über dieses Haus etwas gesagt, das keine Pressemitteilung mehr einfängt. Marc Rosenblum, scheidender Leiter des Statistikamtes im amerikanischen Heimatschutzministerium und dort zugleich stellvertretender Staatssekretär, hat sein Amt niedergelegt und dabei getan, was in dieser Behörde fast niemand tut, er hat den Grund offen genannt. Traurig und zugleich begeistert sei er, schrieb er, dass sein letzter Arbeitstag hinter ihm liege. Die Traurigkeit galt seinem Team, die Begeisterung der Regierung, die er verließ.
Um zu verstehen, was hier zu Ende geht, muss man wissen, was da aufgebaut worden war. Als Rosenblum 2016 im Amt für Einwanderungsstatistik anfing, war es ein kämpferisches Häuflein von 11 Leuten, das schon mit dem Jahresbericht rang. In den folgenden zehneinhalb Jahren wuchs daraus ein Apparat von 45 Personen, der seinen Blick von der Einwanderung auf sämtliche Statistiken des Ministeriums weitete. Aus einmal im Jahr wurde einmal im Monat, dazu kamen tägliche und wöchentliche interne Berichte, eine stark ausgebaute Analysekraft, ein landesweiter Rat der Statistikbeauftragten, Hunderte geprüfter Standards, eine erneuerte Netzseite und eine in die Cloud überführte Datenverarbeitung. Es sei ihm eine Ehre gewesen, der Öffentlichkeit zu dienen, indem er die Datenqualität verbesserte und eine auf Belegen beruhende Politik ermöglichte. Ein Jahrzehnt Arbeit steckt in diesem einen Satz, und ein Jahrzehnt Arbeit steht nun im Regen.
Denn das Ministerium ist in Trumps zweiter Amtszeit zu einem Kriegsgebiet geworden, mit mindestens 10 Toten bei den Einsätzen, den Razzien in amerikanischen Städten, den ausufernden Ausgaben, dem wachsenden Geflecht von Haftlagern und den Versuchen, die Daten über all das dem Blick zu entziehen. Kaum ein Beamter aber hat die Behörde verlassen und ihren Weg offen kritisiert. Rosenblum ist einer der Ersten, und gerade sein früherer Posten macht seinen Abgang zu einer Auskunft über den Zustand des Apparats.
Per sofort raus: Der Mann, der Trumps Abschiebezahlen hüten sollte, sagt: "Ich bin begeistert, diese Beziehung zur Regierung zu beenden"
Wenn jener das Haus verlässt, dessen Aufgabe es war, die Wahrheit in Ziffern zu fassen, dann ist über dieses Haus etwas gesagt, das keine Pressemitteilung mehr einfängt. Marc Rosenblum, scheidender Leiter des Statistikamtes im amerikanischen Heimatschutzministerium und dort zugleich...