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Den Haag: Ein (politisches) Gericht, das im Nachhinein anstatt der Versöhnung und Aufarbeitung den Westbalkan mehr spaltete als je zuvor?

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Und wie soll ein Serbe und viele andere internationale Experten das Haager Gericht nun objektiv betrachten, wenn es praktisch alle hohen serbischen Generäle verurteilt hat, während auf der anderen Seite ALLE obersten kroatische, bosniakische und albanische Kommandeure und Generäle, die schwere Kriegsverbrechen an Serben begangen haben, letztlich freigesprochen wurden?

Für viele serbische Opfer bedeutet das daher schlicht: KEINE GERECHTIGKEIT.

Den Haag – so dachten zunächst viele – sollte eigentlich dafür sorgen, dass Kriegsverbrecher unabhängig von ihrer Nationalität bestraft werden und dadurch einen Beitrag zur Aufarbeitung und Versöhnung leisten. Gerade durch die umstrittenen Urteile und Freisprüche ist jedoch bei vielen Serben das genaue Gegenteil erreicht worden. Wie soll es unter diesen Umständen jemals eine gemeinsame Aufarbeitung und wirkliche Versöhnung geben?


Wie soll ein serbisches Opfer das verstehen? „Ihr dürft die Männer, die für den Tod unserer Kinder und Frauen verantwortlich sind, als Helden feiern, während wir Serben demütig zu Boden schauen und gleichzeitig anerkennen sollen, wie schlimm und mörderisch unsere eigenen Generäle waren?“ So funktioniert Versöhnung nicht.


Und jetzt kommt der berühmt-berüchtigte serbische INAT ins Spiel: Aus Trotz und als Reaktion darauf wird nun möglicherweise auch Mladić mit einer höchsten Zeremonie bestattet – genauso, wie Kroaten, Bosniaken und Albaner ihre eigenen umstrittenen Kriegsfiguren verehren und mit Staatsbegräbnis die letzte Ehre erweisen.


Ich begrüße weder das eine noch das andere.
Aber man sollte auch verstehen, wie diese Entwicklung aus serbischer Sicht entstanden ist. Die Serben allein dafür verantwortlich zu machen, greift zu kurz. Das Haager Tribunal und seine widersprüchlich wahrgenommenen Urteile haben erheblich dazu beigetragen, dass bei vielen Menschen weltweit 🌍der Eindruck entstanden ist, dass es keine gleiche Gerechtigkeit für alle Seiten und zivile Opfer gab.

Beispiel Kroatien‘s Führer: Höchste Generäle Gotovina und Markač, erst zu je 24 und 18 Jahren Gegängnis verurteilt , nach Revisionsverfahren: BEIDE FREISPRUCH

Beispiel Bosniaken Führer:
Höchste Generäle wie Naser Oric, erst paar Jahre Gefängnis, dann Freispruch

UCK Kosovo albanische Komandanten:
Erst paar Jahre Knast, DANN FREISPRUCH

Serbische Generäle
für Kosovo so wie serbische Generäle im Bosnien und Kroatien Krieg: ALLE VERURTEILT

Genau hier liegt für viele Serben Problem, denn nicht nur Serben waren entsetzt über die beschämenden Freisprüche für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an serbischen Zivilisten: Wenn man die Bilanz betrachtet, entsteht der Eindruck einer eklatanten Ungleichbehandlung – und damit genau das Gegenteil von dem, was ein internationales Gericht eigentlich erreichen sollte: Aufarbeitung, Gerechtigkeit und Versöhnung.





Von welchen Versöhnen und Aufarbeiten reden wir dann hier? Sorry. Aber Serben und viele weltweit andere Experten haben jeden Grund wenn sie sagen, Den Haag war ein politisches Gericht, welches den USA und EU Mächte finanziert und quasi gegründet wurde, genau die Mächte die gegen Serbien und Serben waren. Das wäre fast so als wenn ein internationales Gericht von Russland und China finanziert und gelenkt wirdy
 
Als Serbe, der das Haager Tribunal grundsätzlich als wichtigen und notwendigen Schritt zur Aufarbeitung der Kriege der 1990er Jahre begrüßt, sehe ich die Sache differenziert:

Ich bin froh, dass es zu Verurteilungen gegen serbische Verantwortliche gekommen ist – darunter hochrangige Generäle und Politiker wie Ratko Mladić und Radovan Karadžić. Das war überfällig. Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen nicht ungestraft bleiben, egal von wem sie begangen wurden. Individuelle Schuld muss festgestellt werden, und das Tribunal hat hier in vielen Fällen Fakten geschaffen, die man nicht einfach wegwischen kann. Das ist ein Beitrag zur Wahrheit und zur Abschreckung.
Gleichzeitig teile ich die Frustration über die wahrgenommene Ungleichbehandlung und die Lücken. Die Bilanz ist unausgewogen, und das hat das Vertrauen vieler Serben in die Institution schwer beschädigt.

Konkret zu den Beispielen:
  • Ante Gotovina und Mladen Markač: In erster Instanz wurden sie 2011 zu 24 bzw. 18 Jahren verurteilt, unter anderem wegen Beteiligung an einem gemeinsamen kriminellen Unternehmen zur Vertreibung der serbischen Zivilbevölkerung aus der Krajina im Zuge der Operation Oluja. In der Revision 2012 wurden beide freigesprochen – die Berufungskammer kippte zentrale Feststellungen zu den Artillerieangriffen und dem JCE. Das war für viele serbische Opfer ein Schlag. Es gibt dokumentierte Tötungen, Plünderungen und die Flucht von rund 150.000–200.000 Serben. Dass die höchsten militärischen Verantwortlichen freikamen, hinterlässt den Eindruck, dass serbische Zivilopfer weniger zählen.
  • Naser Orić: In erster Instanz 2006 zu zwei Jahren verurteilt wegen unterlassener Maßnahmen gegen die Ermordung und Misshandlung serbischer Gefangener in Srebrenica 1992/93. 2008 freigesprochen, weil die Kammer die notwendigen Feststellungen zur effektiven Kontrolle nicht für ausreichend hielt. Auch hier: Verbrechen an Serben wurden festgestellt, die individuelle Verantwortung des Kommandeurs aber nicht.
  • Ramush Haradinaj (und Mitangeklagte der UÇK): Zunächst freigesprochen, dann Teilanfechtung wegen Zeugenbeeinflussung, erneuter Freispruch im Wiederaufnahmeverfahren 2012. Die Vorwürfe betrafen schwere Misshandlungen und Tötungen an Serben, Roma und anderen in Haftzentren. Wiederum: Keine Verurteilung der obersten Ebene.
  • Franjo Tuđman: Er starb 1999, bevor es zu einer Anklage oder einem Verfahren kommen konnte. In mehreren Urteilen (u. a. im Prlić-Verfahren) wird er jedoch als Teilnehmer an einem gemeinsamen kriminellen Unternehmen genannt, das auf die Schaffung eines kroatischen Gebiets in Bosnien durch ethnische Säuberungen abzielte. Dass der kroatische Staatspräsident nie vor Gericht stand, während serbische Spitzenkräfte (auch nach dem Tod Miloševićs während des Verfahrens) verurteilt wurden, ist eine eklatante Lücke.
Es ist wahr, dass die allermeisten serbischen Generäle und politischen Führer verurteilt wurden – und das zu Recht, wo die Beweise es hergaben (Srebrenica-Genozid, Belagerung von Sarajevo, Deportationen im Kosovo usw.). Die Zahlen des Tribunals zeigen eine klare Mehrheit serbischer Angeklagter und Verurteilter (rund 94 Indizierte und ca. 62 Verurteilte von serbischer Seite gegenüber deutlich weniger bei Kroaten, Bosniaken und Albanern).
Aber die Freisprüche auf der anderen Seite und das Fehlen von Verfahren gegen Figuren wie Tuđman erzeugen genau den Eindruck, den du beschreibst: selektive Gerechtigkeit.
Das ist das eigentliche Problem für die Versöhnung. Wenn serbische Opfer sehen, dass die Täter ihrer Angehörigen als Helden gefeiert werden dürfen, während sie selbst zur kollektiven Reue aufgefordert werden, funktioniert Aufarbeitung nicht. Genauso wenig funktioniert sie, wenn man serbische Kriegsverbrecher zu Märtyrern stilisiert, nur aus Trotz (Inat). Beides lehne ich ab.
Staatsbegräbnisse und Heldenverehrung für verurteilte oder umstrittene Figuren – egal ob Mladić, Gotovina oder andere – blockieren die notwendige individuelle und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Das Tribunal war kein reines politisches Instrument der „Westmächte“, auch wenn die Finanzierung und der politische Kontext (NATO-Interventionen, UN-Resolutionen) Einfluss hatten. Es hat echte Beweise gesichert, Archive geöffnet und in vielen Fällen fair gearbeitet. Es hat aber auch Fehler gemacht, die die Legitimität untergraben haben – vor allem durch die Asymmetrie bei den Freisprüchen und den verpassten Chancen, die höchste Ebene aller Seiten gleichermaßen zur Verantwortung zu ziehen. Eine gemeinsame Aufarbeitung und echte Versöhnung brauchen die Anerkennung, dass Verbrechen auf allen Seiten stattfanden, und dass serbische Zivilopfer (in der Krajina, in Bosnien, im Kosovo) denselben Anspruch auf Gerechtigkeit haben. Solange das Gefühl der Ungleichbehandlung dominiert, bleibt der Kreis des Misstrauens geschlossen. Das Tribunal hat einen Teil der Wahrheit geliefert – und das begrüße ich. Es hat aber nicht genug getan, um den Eindruck gleicher Gerechtigkeit für alle Opfer zu schaffen.

Das ist die Kritik, die man als Serbe, der Verantwortung und Aufarbeitung ernst nimmt, ehrlich äußern sollte.
 
Als Serbe, der das Haager Tribunal grundsätzlich als wichtigen und notwendigen Schritt zur Aufarbeitung der Kriege der 1990er Jahre begrüßt, sehe ich die Sache differenziert:

Ich bin froh, dass es zu Verurteilungen gegen serbische Verantwortliche gekommen ist – darunter hochrangige Generäle und Politiker wie Ratko Mladić und Radovan Karadžić. Das war überfällig. Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen nicht ungestraft bleiben, egal von wem sie begangen wurden. Individuelle Schuld muss festgestellt werden, und das Tribunal hat hier in vielen Fällen Fakten geschaffen, die man nicht einfach wegwischen kann. Das ist ein Beitrag zur Wahrheit und zur Abschreckung.
Gleichzeitig teile ich die Frustration über die wahrgenommene Ungleichbehandlung und die Lücken. Die Bilanz ist unausgewogen, und das hat das Vertrauen vieler Serben in die Institution schwer beschädigt.

Konkret zu den Beispielen:
  • Ante Gotovina und Mladen Markač: In erster Instanz wurden sie 2011 zu 24 bzw. 18 Jahren verurteilt, unter anderem wegen Beteiligung an einem gemeinsamen kriminellen Unternehmen zur Vertreibung der serbischen Zivilbevölkerung aus der Krajina im Zuge der Operation Oluja. In der Revision 2012 wurden beide freigesprochen – die Berufungskammer kippte zentrale Feststellungen zu den Artillerieangriffen und dem JCE. Das war für viele serbische Opfer ein Schlag. Es gibt dokumentierte Tötungen, Plünderungen und die Flucht von rund 150.000–200.000 Serben. Dass die höchsten militärischen Verantwortlichen freikamen, hinterlässt den Eindruck, dass serbische Zivilopfer weniger zählen.
  • Naser Orić: In erster Instanz 2006 zu zwei Jahren verurteilt wegen unterlassener Maßnahmen gegen die Ermordung und Misshandlung serbischer Gefangener in Srebrenica 1992/93. 2008 freigesprochen, weil die Kammer die notwendigen Feststellungen zur effektiven Kontrolle nicht für ausreichend hielt. Auch hier: Verbrechen an Serben wurden festgestellt, die individuelle Verantwortung des Kommandeurs aber nicht.
  • Ramush Haradinaj (und Mitangeklagte der UÇK): Zunächst freigesprochen, dann Teilanfechtung wegen Zeugenbeeinflussung, erneuter Freispruch im Wiederaufnahmeverfahren 2012. Die Vorwürfe betrafen schwere Misshandlungen und Tötungen an Serben, Roma und anderen in Haftzentren. Wiederum: Keine Verurteilung der obersten Ebene.
  • Franjo Tuđman: Er starb 1999, bevor es zu einer Anklage oder einem Verfahren kommen konnte. In mehreren Urteilen (u. a. im Prlić-Verfahren) wird er jedoch als Teilnehmer an einem gemeinsamen kriminellen Unternehmen genannt, das auf die Schaffung eines kroatischen Gebiets in Bosnien durch ethnische Säuberungen abzielte. Dass der kroatische Staatspräsident nie vor Gericht stand, während serbische Spitzenkräfte (auch nach dem Tod Miloševićs während des Verfahrens) verurteilt wurden, ist eine eklatante Lücke.
Es ist wahr, dass die allermeisten serbischen Generäle und politischen Führer verurteilt wurden – und das zu Recht, wo die Beweise es hergaben (Srebrenica-Genozid, Belagerung von Sarajevo, Deportationen im Kosovo usw.). Die Zahlen des Tribunals zeigen eine klare Mehrheit serbischer Angeklagter und Verurteilter (rund 94 Indizierte und ca. 62 Verurteilte von serbischer Seite gegenüber deutlich weniger bei Kroaten, Bosniaken und Albanern).
Aber die Freisprüche auf der anderen Seite und das Fehlen von Verfahren gegen Figuren wie Tuđman erzeugen genau den Eindruck, den du beschreibst: selektive Gerechtigkeit.
Das ist das eigentliche Problem für die Versöhnung. Wenn serbische Opfer sehen, dass die Täter ihrer Angehörigen als Helden gefeiert werden dürfen, während sie selbst zur kollektiven Reue aufgefordert werden, funktioniert Aufarbeitung nicht. Genauso wenig funktioniert sie, wenn man serbische Kriegsverbrecher zu Märtyrern stilisiert, nur aus Trotz (Inat). Beides lehne ich ab.
Staatsbegräbnisse und Heldenverehrung für verurteilte oder umstrittene Figuren – egal ob Mladić, Gotovina oder andere – blockieren die notwendige individuelle und gesellschaftliche Auseinandersetzung. Das Tribunal war kein reines politisches Instrument der „Westmächte“, auch wenn die Finanzierung und der politische Kontext (NATO-Interventionen, UN-Resolutionen) Einfluss hatten. Es hat echte Beweise gesichert, Archive geöffnet und in vielen Fällen fair gearbeitet. Es hat aber auch Fehler gemacht, die die Legitimität untergraben haben – vor allem durch die Asymmetrie bei den Freisprüchen und den verpassten Chancen, die höchste Ebene aller Seiten gleichermaßen zur Verantwortung zu ziehen. Eine gemeinsame Aufarbeitung und echte Versöhnung brauchen die Anerkennung, dass Verbrechen auf allen Seiten stattfanden, und dass serbische Zivilopfer (in der Krajina, in Bosnien, im Kosovo) denselben Anspruch auf Gerechtigkeit haben. Solange das Gefühl der Ungleichbehandlung dominiert, bleibt der Kreis des Misstrauens geschlossen. Das Tribunal hat einen Teil der Wahrheit geliefert – und das begrüße ich. Es hat aber nicht genug getan, um den Eindruck gleicher Gerechtigkeit für alle Opfer zu schaffen.

Das ist die Kritik, die man als Serbe, der Verantwortung und Aufarbeitung ernst nimmt, ehrlich äußern sollte.

Politisch sind wir uns gar nicht einig, aber in manchen Sachen denken wir schon sehr ähnlich.


Damit ich das klarstelle: Ich war von Anfang an auch für Den Haag, habe es zunächst begrüßt und auch die Schuldsprüche für serbische Kriegsverbrechen begrüßt. Eigentlich begrüße ich sie auch heute noch, wenn da nicht die Freisprüche für kroatische, bosniakische und albanische Kriegsverbrecher wären. Und aus diesem Grund bricht im Nachhinein betrachtet auch bei mir das berühmte serbische INAT aus.


Hätte ich vorher gewusst, dass sie uns damit „reinlegen“ und die Mörder unserer Kinder, Frauen und Zivilisten freisprechen würden, wäre ich gegen die Auslieferung unserer Kriegsverbrecher gewesen.


Jetzt muss ich demütig zu Boden schauen, wenn man mich auf Mladić anspricht, während der Kroate und der Albaner die Mörder unserer Zivilisten offiziell feiern dürfen.


Eee, pa nećeš ga, majčin sine.


PS: Für den Beitrag würde ich dir sogar ein Like geben. Leider verbietet mir Forumsinhaber Ivo seit über einem Jahr jede Like-Vergabe – aus einem einzigen Grund: damit ich solche Beiträge wie deinen nicht liken kann, denn sie entsprechen offenbar nicht seinen kroatischen Vorstellungen von Gerechtigkeit.




Aber die Freisprüche auf der anderen Seite und das Fehlen von Verfahren gegen Figuren wie Tuđman erzeugen genau den Eindruck, den du beschreibst: selektive Gerechtigkeit.

Das ist das eigentliche Problem für die Versöhnung.👇

Wenn serbische Opfer sehen, dass die Täter ihrer Angehörigen als Helden gefeiert werden dürfen, während sie selbst zur kollektiven Reue aufgefordert werden, funktioniert Aufarbeitung nicht. Genauso wenig funktioniert sie, wenn man serbische Kriegsverbrecher zu Märtyrern stilisiert, nur aus Trotz (Inat). Beides lehne ich ab.

Das ist genau der springende Punkt, den ich in diesem Thread eigentlich ansprechen wollte: Zu welchen Schlussfolgerungen kommen wir dabei?


Den Haag hat genau das Gegenteil von dem bewirkt, wofür es ursprünglich gedacht war. Statt zur Aufarbeitung und Versöhnung beizutragen, hat es einen ewigen Keil geschaffen, der für immer bestehen bleibt und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.


Ein beschämendes Gericht mit noch beschämenderen Urteilen. Das sieht man auch hier im Forum, und das hat leider auch Ivo übernommen. Ich werde jetzt wegen kleinster vermeintlicher Huldigungen verwarnt, wenn ich nur versuche, den Fall Srebrenica aufzuarbeiten, aber den Kroaten hier ist es erlaubt, aufgrund der politischen Urteile jeden Forums-Serben und seine Opfer mit der Verehrung ihrer Kriegsverbrecher zu verspotten.





Das ist die Kritik, die man als Serbe, der Verantwortung und Aufarbeitung ernst nimmt, ehrlich äußern sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Den Haag hat genau das Gegenteil von dem bewirkt, wofür es ursprünglich gedacht war. Statt zur Aufarbeitung und Versöhnung beizutragen, hat es einen ewigen Keil geschaffen, der für immer bestehen bleibt und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Niemand sollte ein Urteil benötigen, um Verbrechen anzuerkennen, aber wie du siehst, gibt es sogar mit Urteil, keine Anerkennung von Verbrechen.
 
Niemand sollte ein Urteil benötigen, um Verbrechen anzuerkennen,

Absolut. Deswegen hätten wir nach heutiger Erfahrung und aus heutiger Sicht unsere Generäle, Milošević, Karadžić und Co. niemals ausliefern sollen.
Jeder normale Mensch würde ihre Verbrechen auch so verurteilen, ganz ohne Gericht.

Vor 25 Jahren haben mich alle patriotischen Serben kritisiert: „Wie kannst du Den Haag gut finden? Es ist ein Gericht, das von unseren Feinden der 90er gegründet wurde, von den USA und der EU. Die werden nicht gerecht urteilen.“


Ich sagte damals: „Nein, jeder, der Verbrechen begangen hat, sollte bestraft werden, das wird schon.“


Heute sehe ich, wie verdammt recht sie doch hatten.


aber wie du siehst, gibt es sogar mit Urteil, keine Anerkennung von Verbrechen.
Aaa, pazi da nije – jetzt heißt es: „Oh Gottchen, Gottchen, die bösen Serben verehren ihren Mladić!“ Siehe nur hier im anderen Mladic Thread, wie sie abgehen, oj, oj, oj.


Aber die Gleichen, die heute heulen, haben hier 15 Jahre lang im Forum serbische User und ihre Opfer verspottet, indem sie die Verherrlichung von Kriegsverbrechern, die an serbischen Zivilisten beteiligt waren, gehuldigt und diese verehrt haben. Und darunter waren hier auch serbische User, die selbst ihr Haus und ihre Familie verloren haben.

Kako sad prca Srbin, jetzt tut es ihnen weh, aber als sie gleiches umgekehrt taten da haben sie gelacht wenn es uns Serben weh tat und ihre Monster gefeiert, bis heute.


So einfach ist es dann doch nicht, wie du es beschreibst. Du brauchst mir hier nicht den gemäßigten Serben vorzuspielen, wie Legija mich immer betitelt hat. ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Träumer, Versöhnung wird es geben wenn ihr die Schaden bezahlt aber dafür seid ihr zu arm und auch verwahrlost.

Auuu, auuuu, ma nemoj. Da hat Kroatien ja einiges zu tun, wenn es um die Aufarbeitung, Wiedergutmachung und Auszahlung an Kriegsopfern geht: Völkermord an rund 500.000 Serben auf dem Gebiet des heutigen Kroatiens und Bosnien-Herzegowinas 1941-1945, von der Zerstörung von Häusern und Kulturgütern ganz zu schweigen.


Na dann fangt ihr mal an. Der Zweite Weltkrieg war ja vor den 90ern – dann werden wir nachlegen. 👍
 
Mein gewissen ist rein ich würde niemanden auslieferen, weder Internationale Institution oder anderen Staat und ich fordere es auch von keinem anderen Staat
 
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