Der Wind der Freiheit: Irans Frauen testen das Regime – auf zwei Rädern und ohne Kopftuch
Am Mittwoch jähren sich die "Frau, Leben, Freiheit"-Proteste zum vierten Mal. Sie haben das Land verändert, aber nicht die Regeln des Regimes. Im Schatten des Krieges loten Frauen immer neue Grenzen des Ungehorsams aus
Sechs Stunden lang waren Rojin, Kiana, Sara und Mersedeh auf ihren Motorrollern unterwegs. Am Montag fuhren die vier von Teheran nach Rascht im Nordwesten des Iran in die Nähe des Kaspischen Meeres. Und das ohne Kopftuch und ohne Führerschein – obwohl das für Frauen in der Islamischen Republik natürlich strengstens verboten ist.
Doch die vier jungen Frauen wollten zum vierten Jahrestag von "Frau, Leben, Freiheit" ein Symbol setzen. Der bekannte Slogan steht für die Großdemonstrationen, die nach dem Tod der jungen Iranerin Jina Mahsa Amini am 16. September 2022 in Gewahrsam der Sittenpolizei ausgebrochen waren.
"Ich habe jetzt erstmals mit 28 Jahren das Gefühl von Freiheit erlebt", sagt Mersedeh, die der STANDARD im Iran erreicht, über die gewagte Reise. Am Donnerstag fahren sie wieder zurück in die Hauptstadt. "Der Wind, der mir beim Motorradfahren durch die Haare wehte, hat mich so berauscht, dass die anderen ständig zu mir gesagt haben: 'Pass auf, dass du keinen Unfall baust'", fügt sie hinzu.
Keine Führerscheine für Frauen
www.derstandard.at
Am Mittwoch jähren sich die "Frau, Leben, Freiheit"-Proteste zum vierten Mal. Sie haben das Land verändert, aber nicht die Regeln des Regimes. Im Schatten des Krieges loten Frauen immer neue Grenzen des Ungehorsams aus
Sechs Stunden lang waren Rojin, Kiana, Sara und Mersedeh auf ihren Motorrollern unterwegs. Am Montag fuhren die vier von Teheran nach Rascht im Nordwesten des Iran in die Nähe des Kaspischen Meeres. Und das ohne Kopftuch und ohne Führerschein – obwohl das für Frauen in der Islamischen Republik natürlich strengstens verboten ist.
Doch die vier jungen Frauen wollten zum vierten Jahrestag von "Frau, Leben, Freiheit" ein Symbol setzen. Der bekannte Slogan steht für die Großdemonstrationen, die nach dem Tod der jungen Iranerin Jina Mahsa Amini am 16. September 2022 in Gewahrsam der Sittenpolizei ausgebrochen waren.
"Ich habe jetzt erstmals mit 28 Jahren das Gefühl von Freiheit erlebt", sagt Mersedeh, die der STANDARD im Iran erreicht, über die gewagte Reise. Am Donnerstag fahren sie wieder zurück in die Hauptstadt. "Der Wind, der mir beim Motorradfahren durch die Haare wehte, hat mich so berauscht, dass die anderen ständig zu mir gesagt haben: 'Pass auf, dass du keinen Unfall baust'", fügt sie hinzu.
Keine Führerscheine für Frauen
Der Wind der Freiheit: Irans Frauen testen das Regime – auf zwei Rädern und ohne Kopftuch
Am Mittwoch jähren sich die "Frau, Leben, Freiheit"-Proteste zum vierten Mal. Sie haben das Land verändert, aber nicht die Regeln des Regimes. Im Schatten des Krieges loten Frauen immer neue Grenzen des Ungehorsams aus