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Nachrichten aus Serbien

Naja und Wow
Vučićs Wahlzentrale nach der Niederlage: Brnabić mit Flagge, sie singen „Jeder Hundsfott…“
Nachdem Aleksandar Vučić die Niederlage bei den Parlamentswahlen in Serbien eingestanden hatte, wurde in der Wahlzentrale seiner Serbischen Fortschrittspartei (SNS) weiter gesungen. Sie brachten auch Akkordeonspieler mit, und unter den Anwesenden befanden sich die höchsten Parteifunktionäre.
Auf den Aufnahmen aus der Zentrale ist Ana Brnabić zu sehen, die in eine serbische Flagge gehüllt ist, während in der ersten Reihe der SNS-Vorsitzende Miloš Vučević steht. Die Anwesenden singen, klatschen und skandieren „Serbien, Serbien“.

Sie sangen auch ein Lied von Baja Mali Knindža

Unter den Liedern, die in der Zentrale zu hören waren, war auch „Čuvaj mi se, sine“ (Pass auf dich auf, mein Sohn), bekannt für die Zeile „Svaka bi fukara da ubije vuka“ (Jeder Hundsfott/Feigling möchte den Wolf töten).
Dabei handelt es sich um ein Lied von Baja Mali Knindža, einem Interpreten, der für seine serbisch-nationalistischen und chauvinistischen Lieder bekannt ist.
Die Anwesenden sangen auch „Đenerale, đenerale, nek je tvojoj majci hvala“ (General, General, Dank sei deiner Mutter), während sie von Akkordeonspielern begleitet wurden.
Die Szenen sind besonders bemerkenswert, da sie an dem Abend entstanden, an dem das Vučić-Regime nach 14 Jahren an der Macht die Parlamentswahlen und damit die Macht in Serbien verlor.

Brnabić in eine serbische Flagge gehüllt

Auf dem Video ist zu sehen, wie Ana Brnabić, in eine serbische Flagge gehüllt, inmitten von Parteifunktionären steht und sich an der von Gesang und Skandieren geprägten Atmosphäre beteiligt.
Einer der Wortführer beim Gesang war Miloš Vučević, der Vorsitzende der SNS und einer von Vučićs engsten Mitarbeitern.
Brnabić hatte die Wahlniederlage im Laufe des Abends zuvor als Sieg einer „Farbrevolution“ bezeichnet. Diesen Begriff nutzten Vučić und seine Mitarbeiter während der fast zweijährigen Studentenproteste regelmäßig, um Vorwürfe über versuchte Umstürze der Macht zu erheben.

Vučić gestand Niederlage ein und beschuldigte das Ausland

Vučić gab am Abend zu, dass die Studentenliste bei den vorgezogenen Parlamentswahlen gesiegt hat, machte jedoch bestimmte europäische Staaten, den „deep state“ (tiefen Staat) der USA sowie die Medien N1 und Nova S für die Niederlage verantwortlich.

 
Dass die oberste Etage einer "europäischen" Regierungspartei am Abend ihrer demokratischen Abwahl ausgerechnet mit Liedern von Baja Mali Knindza feiert, ist an politischer Reife kaum zu überbieten. Da wächst zusammen, was zusammengehört, wenn das eigene politische Fundament wegbricht, flüchtet man sich eben im kollektiven Schunkelkreis in den tiefsten ultranationalistischen Bodensatz der 90er-Jahre.
Ich kritisiere Thompson und seine Fans, vor allem auf der kroatischen Regierungsbank wo geht, aber gegen die lyrischen Ergüsse von Knindza wirkt ein Thompson-Konzert ja fast wie ein friedliches Treffen von Chorknaben. Da singt die Staatsspitze ergriffen von Wölfen und "Fukaras“ (Abschaum), während draußen das Volk den Aufbruch feiert. Ein wahres Fest der Realitätsverweigerung.
Und der Kreis schließt sich perfekt, Möchtegerngenozidler Aleksandar schiebt die Schuld für das Debakel mal wieder auf den "amerikanische Deep State“ und ausländische Mächte. Sonnenklar, es waren ganz bestimmt dunkle CIA-Agenten, Vatikanhörige, FBI und Ustascha die Millionen von Serben heimlich gezwungen haben, massenhaft zur Wahlurne zu gehen.
Man fühlt sich unweigerlich an Vucics legendäre Glina-Rede von 1995 erinnert, als er damals noch als radikaler Scharfmacher stolz verkündete, dass diese Region niemals kroatisch sein würde.
Das Muster bleibt sich nach über 30 Jahren treu, erst mit maximalem nationalistischem Pathos den großen Sieg versprechen, die Realität komplett ignorieren, krachend scheitern und am Ende waren es wieder die anderen.
Wenn die politische Karriere schon mit dem Megafon in Glina glanzvoll Form annahm, warum sie dann nicht im Jahr 2026 mit einer Schnapslaune, einer Akkordeon-Kapelle und den schlimmsten Hetzliedern der Balkankriege würdevoll zu Grabe tragen? Ein absolut stimmiges Finale.
 
Auch wenn ich mir kaum Änderungen bezüglich Kosovo erwarte, Glückwunsch für den Wahlsieg der Studentenliste. Eine verantwortungsvolle Führung wird langfristig auch das Zusammenleben der Völker und die Zusammenarbeit unter den Balkan-Staaten verbessern, zumindest hoffe ich das.

Jedenfalls gut, dass der Müllhaufen Vucic Geschichte ist.
 
Damit ist das Ende Serbiens eingeleitet

Disse, spätestens in drei Jahren werdet ihr merken, was ihr getan habt :lol:
Es wird auch definitiv zu einem Krieg kommen. Ich frag mich in welche Richtung.
Osten oder Richtung Westen?
Sprich Bosnien oder Kosova
Jedes Mal, wenn man diese westlichen Friedenstauben gewählt hat, kam genau das Gegenteil raus, was man sich erhofft hat

Ich hoffe, ich irre mich dieses Mal
 
Damit ist das Ende Serbiens eingeleitet

Disse, spätestens in drei Jahren werdet ihr merken, was ihr getan habt :lol:
Es wird auch definitiv zu einem Krieg kommen. Ich frag mich in welche Richtung.
Osten oder Richtung Westen?
Sprich Bosnien oder Kosova
Stimmt, absolute Katastrophe! Da geht ein Volk einfach friedlich wählen und entscheidet selbst über seine Zukunft, wie unverschämtauch. Wo kommen wir denn da hin, wenn man nicht mehr 20 Jahre lang von ein und demselben unfehlbaren Sultan regiert wird, der die Wirtschaft im Alleingang per Dekret gegen die Wand fährt? Demokratie ist echt überbewertet, gell.

Jedes Mal, wenn man diese westlichen Friedenstauben gewählt hat, kam genau das Gegenteil raus, was man sich erhofft hat.

Ich hoffe, ich irre mich dieses Mal
Ein Glück, dass du dich srändig irrst, während du gleichzeitig im Drei-Wochen-Takt den Dritten Weltkrieg auf dem Balkan prophezeist. Wenn das mit dem Krieg im Osten oder Westen nichts wird, kann Serbien ja zur Not immer noch den Krieg gegen deine Rechtschreibung und Zeichensetzung gewinnen. Das wäre doch mal ein echter westlicher Friedenserfolg, um es mit @Toruko-jin zu sagen :mrgreen:

Dünnpfiff Skythe eben
 
Aber alo (wie gewohnt ekelhaft peinlich)
Albanischer Lobbiest kündigte die Abkehr Serbiens von Russland und China an: Nach dem gestrigen Wahlergebnis trafen Botschaften aus Washington ein
(Hinweis zur Übersetzung: Im serbischen Originaltitel wird der abwertende Begriff „šiptarski“ verwendet).
Der Oppositionsführer Aleksandar Vučić hat gestern Abend seine Wahlniederlage eingestanden, und kurz darauf tauchten bereits Botschaften über eine mögliche Kehrtwende Serbiens in Richtung Westen sowie eine Abschwächung der Beziehungen zu Moskau und Peking auf.
Der Oppositionsführer Aleksandar Vučić hat seine Niederlage gegen die studentische Protestbewegung bei den Parlamentswahlen in Serbien eingestanden, was potenziell eine neue politische Ära eröffnen könnte, die enger mit Europa verbunden und weiter vom Kreml entfernt ist.
„Es ist klar, dass wir diese Wahlen verloren haben“, sagte Vučić auf einer Pressekonferenz am späten Abend des 25. Oktober, nachdem die Wahllokale in ganz Serbien geschlossen worden waren.
„Die Studentenliste hat gewonnen. Sie werden zwischen 135 und 140 Sitze haben, während wir 105 haben werden. Niemand sonst hat es ins Parlament geschafft“, sagte Vučić unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse, während unter den Studentenführern und ihren Anhängern in Belgrad, Novi Sad und anderen Städten die Feierlichkeiten begannen.

US-Kongressabgeordneter über den chinesischen Einfluss und russische Energie

Der US-amerikanische republikanische Kongressabgeordnete Joe Wilson, ein langjähriger Kritiker von Vučić, sprach über mögliche Änderungen in der serbischen Außenpolitik:
„Dies wird den Abbau des schädlichen Einflusses der Kommunistischen Partei Chinas sowie die Diversifizierung der Energiequellen beinhalten, um die Abhängigkeit von Russland zu verringern.“

Stradner: Dies ist eine Chance für Serbien, sich in Richtung Westen zu bewegen

Ivana Stradner, Forscherin an der Foundation for Defense of Democracies mit Sitz in Washington, schätzte ein, dass die politischen Veränderungen in Serbien eine Gelegenheit für eine stärkere Verbindung mit den westlichen Ländern darstellen könnten.
„Dies ist Serbiens Chance, dauerhafte demokratische Institutionen aufzubauen und das Land fest auf den Weg in den Westen zu bringen“, fügte sie hinzu.
Stradner wies darauf hin, dass Vučić während seiner politischen Karriere enge Beziehungen zu Russland und China unterhalten habe.
„Vučić pflegte enge Beziehungen zu Moskau und Peking und positionierte Serbien als einen ihrer engsten Partner in Europa. Jetzt verlieren Russland und China einen wichtigen Verbündeten und einen bedeutenden Stützpunkt in Europa“, erklärte Stradner.
Ihre Einschätzungen deuten auf die Erwartungen eines Teils der US-amerikanischen Analystenkreise hin, dass ein Regierungswechsel in Serbien auch die bisherigen Beziehungen Belgrads zu Moskau und Peking beeinflussen könnte.


 
Was für ein journalistisches Meisterwerk der Sonderklasse. könnte von Diego produziert worden sein. Da merkt man sofort, dass bei aber Alo die Creme de la Creme des unvoreingenommenen Qualitätsjournalismus am Werk ist. Wer braucht schon sachliche Berichterstattung, wenn man die Titelseite mit einem bunten Potpourri aus den Begriffen "Schmutzige Handlanger“,"„Böses“ und heraufbeschworenen Apokalypsen schmücken kann?
Besonders elegant ist natürlich das geopolitische Framing: Kaum gewinnen Studenten eine demokratische Wahl mit absoluter Mehrheit, mutieren sie in der Redaktionsstube blitzschnell zu einer wilden Horde, die mit Eisenstangen bewaffnet ist und ganz Serbien direkt in die absolute Armut stürzen will.
Und natürlich, der absolute Klassiker, kennt man ja auch von Diego so in der Art, der Balkandiplomatie darf nicht fehlen, wer nicht für das bisherige Regime gestimmt hat, arbeitet automatisch im Auftrag ausländischer Mächte und bereitet den Beitritt zum US-Imperium vor.
Man muss die prophetische Gabe von aber Alo einfach bewundern, die offiziellen Endergebnisse sind noch nicht einmal ganz ausgezählt, aber das Blatt weiß bereits ganz genau, dass ab morgen das Land kollabiert, Sanktionen gegen Russland kommen und im Pionier-Park die totale Anarchie ausbricht.
Es ist wirklich herzerwärmend zu sehen, wie gefasst und professionell das Boulevardblatt den Verlust des geliebten Regimes verkraftet, nämlich mit der journalistischen Reife eines dreijährigen Kindes, dem man im Sandkasten das Förmchen weggenommen hat. Wenn der eigene politische Untergang schon so spektakulär besiegelt wird, dann brennt man eben auf den letzten Seiten noch einmal das ganz große, hysterische Verschwörungs-Feuerwerk ab. Ein historisches Dokument des gepflegten Nervenzusammenbruchs!.
Diese angeblichen Journalisten sollten sich um einen anständigen Job umsehen
 
Auch wenn ich mir kaum Änderungen bezüglich Kosovo erwarte, Glückwunsch für den Wahlsieg der Studentenliste. Eine verantwortungsvolle Führung wird langfristig auch das Zusammenleben der Völker und die Zusammenarbeit unter den Balkan-Staaten verbessern, zumindest hoffe ich das.

Jedenfalls gut, dass der Müllhaufen Vucic Geschichte ist.
Nun, ich denke die SL wird sich reformieren oder verschwinden 🤣
 
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