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☆ Nachrichten aus Marokko ☆

Marokko warnt vor erneutem Migrationssturm nach Ceuta
Marokko hat eine Gruppe von Menschen festgenommen, die im Verdacht steht, zu neuen Versuchen der illegalen Einreise in die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla angestiftet zu haben. Das teilte das Innenministerium des Landes gestern mit.

In sozialen Netzwerken würden Aufrufe zu gemeinsamen Massenüberquerungen am 15. August kursieren, hieß es.

In den vergangenen Tagen seien anonyme Beiträge und Nachrichten überwacht worden, in denen zu gemeinsamen Versuchen illegaler Einreisen in die beiden Exklaven aufgerufen worden war, teilte das Ministerium mit.

Strafen angekündigt
Es bezeichnete die Aufrufe als gefährlich und forderte die Bevölkerung dazu auf, „verdächtigen und irreführenden Aufrufen“ nicht zu folgen. Die Anstiftungen seien nach marokkanischem Recht strafbar, hieß es.

 
Jugend frustriert
WM-Traum dominiert Wahl in Marokko
In Marokko wird am Mittwoch ein neues Parlament gewählt. Große Überraschungen erwarten Fachleute nicht, die Regierungsparteien dürften danach in ähnlicher Konstellation weitermachen. Das Land investiert Milliarden in die Infrastruktur – auch mit Blick auf die Fußball-WM 2030, die zum Höhepunkt der nationalen Geschichte werden soll. Doch der Aufschwung kommt nicht bei allen an: Vor allem junge Menschen leiden unter hoher Arbeitslosigkeit und steigenden Lebenshaltungskosten, ihr Unmut könnte Marokkos WM-Traum trüben.

Als Wahlkampf „ohne richtigen Kampf“ beschreibt Anja Hoffmann von der den deutschen Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung die vergangenen Wochen in Marokko gegenüber ORF.at. Es habe weder große öffentliche Debatten noch viele Plakate gegeben, Hoffmann erklärt das mit einer fehlenden „Wechselstimmung“.

 
Extrem niedrige Wahlbeteiligung in Marokko
Bei der Parlamentswahl gestern in Marokko hat es eine historisch niedrige Wahlbeteiligung gegeben. Wie die Behörden gestern Abend mitteilten, lag die Beteiligung bei 38 Prozent, so niedrig wie seit 20 Jahren nicht. Mit ersten Ergebnissen wird noch heute gerechnet.

Bei der letzten Parlamentswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung noch bei 50 Prozent. Der niedrigste Wert wurde 2007 mit 36,8 Prozent verzeichnet.

Partei des Regierungschefs mit großen Verlusten
Die liberale Partei für Authentizität und Modernität (PAM) errang laut dem vorläufigen Ergebnis einen klaren Sieg. Die bisherige Koalitionspartei kam im Parlament auf 97 der 395 Sitze, wie das Innenministerium heute mitteilte.

 
Marokkos König ernennt erste Premierministerin
In Marokko wird zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: König Mohammed VI. hat die Bürgermeisterin von Marrakesch, Fatima Ezzahra El Mansouri, zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt. Wie sein Büro mitteilte, empfing er die 50-jährige Juristin, die zuletzt auch Bauministerin war, gestern im Königspalast und beauftragte diese offiziell mit der Bildung der neuen Regierung.

El Mansouris Partei fuhr klaren Sieg ein
Bei der Parlamentswahl am Mittwoch vergangener Woche hatte El Mansouris Partei für Authentizität und Modernität (PAM), die auch schon an der bisherigen Regierungskoalition beteiligt war, einen klaren Sieg eingefahren. Sie kommt im neuen Parlament auf 97 der 395 Sitze.

Die Nationale Sammlung der Unabhängigen (RNI) des bisherigen Regierungschefs Aziz Akhannouch kommt mit 66 Sitzen nur noch auf Platz zwei – dicht gefolgt von der Istiklal-Partei mit 65 Sitzen.

 
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