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Auslaufmodell Studiengebühren

Studiengebühren abschaffen?

  • Ja

    Stimmen: 31 75,6%
  • Nein

    Stimmen: 10 24,4%

  • Umfrageteilnehmer
    41

Francis

Turk
Man kann ja eine Mindestanzahl von Prüfungen pro Semester verpflichtend machen. Und wer nicht teilnehmen kann der muss einen Grund nachweisen. Ärztliches Attest z-B. oder Bescheinigung vom Finanzamt über einen regelmäßigem Gehaltseingang wenn man nebenbei arbeiten muss.

Wenn dagegen eine Mutter mit Kleinkind langsamer studiert, weil sie auch noch in einen Nebenjob arbeiten muss wäre es ungerecht, dass sie dafür extra zahlt.

In Deutschland zahlt man ja Studiengebühren, sofern man die Maximalsemesterzahl überschreitet. Aber bis dahin dauert das. In der Praxis ist das mit den ärztlichen Attesten auch mega schwierig. An unserer Schule durfte man mehrmals ärztliche Atteste vorlegen, bevor man verpflichtet wurde zum Amtsarzt gehen zu müssen. Damit kann man die Klausur in zwei Semestern schreiben. :lol:

Und bei der Mutter mit Kleinkind kommt es auch immer darauf an ob es Erst- oder Zweitstudium ist. Wieso sollte die Allgemeinheit dafür aufkommen, dass eine Mutter sich nach 15 Jahren Karriere entscheidet nochmal etwas anderes zu studieren.
 

Francis

Turk
Witzig ist auch die Angelegenheit mit Bafög. :lol:

Während ich mir förmlich den Arsch aufgerissen habe mit Studentenjobs, weil ich kein Bafög beantragt habe, hat sich der ein oder andere faul zuhause rumgehockt und bei der Bafög-Erhöhung mussten diejenigen die studentisch versicht waren auf einmal mehr bezahlen. Mit meinem zusätzlichen Arbeiten habe ich also irgendwelche anderen Studierenden finanziert. :lol:
 

berliner

Top-Poster
In Deutschland zahlt man ja Studiengebühren, sofern man die Maximalsemesterzahl überschreitet. Aber bis dahin dauert das. In der Praxis ist das mit den ärztlichen Attesten auch mega schwierig. An unserer Schule durfte man mehrmals ärztliche Atteste vorlegen, bevor man verpflichtet wurde zum Amtsarzt gehen zu müssen. Damit kann man die Klausur in zwei Semestern schreiben. :lol:
Ja das ist so ne Sachen mit Attesten. Das Thema gibts ja überall.
Ich war froh als ich mir mit 18 in der Schule die Entschuldigungen selber schreiben durfte

Und bei der Mutter mit Kleinkind kommt es auch immer darauf an ob es Erst- oder Zweitstudium ist. Wieso sollte die Allgemeinheit dafür aufkommen, dass eine Mutter sich nach 15 Jahren Karriere entscheidet nochmal etwas anderes zu studieren.
Für das Zweitstudium kann man ja andere Regeln machen.
 

Kesaj

Top-Poster
Mag sein, dass es woanders oder früher mehr gekostet hat und man es im Vergleich dazu noch gut hat, aber es ist schon länger so krass exposed, dass der Staat einfach zu wenig in die Bildung investiert, und gerade hier einspart.

ich war vier Jahre ab der WWU und da war auch das Semesterticket inklusive ABER man hatte nicht die Wahl, das nicht zu kaufen. Es ist Pflicht. Man kann sich dass geld nur erstatten lassen, wenn man kp ein Urlaubssemester macht oder so. Außerdem kann man halt einsehen, dass das Ticket nur etwa 50% der Gebühr ausmacht. Der rest ist für „aufgaben des studierendenwerks“ usw. naja und man weiß nicht wirklich wofür genau man da bezahlt
Also ich weiß schon dass auch 300€ viel sind wenn man z.B. mit 500€ im Monat auskommen muss. Nur leider gibt es immer Leute die es ausnutzen wenn es kostenlos ist oder nur sehr wenig. Man bekommt dann zig Vergübstigungen wie eben auch ein Semesterticket etc. Du hast natürlich Recht dass man quasi gezwungen wird das in Anspruch zu nehmen, nur irgendwie muss man ja auch zur Uni etc. kommen also ich glaube 95% der Studis können etwas damit anfangen. Vielleicht sollte man da besondere „Ausstiegsklauseln“ realisieren, nur dann steigt die Bürokratie etc.

Ich kann dir versichern dass es schon mit den 300€ genug Leute gibt die nur auf dem Papier studieren. Es ist schwierig Regeln einzuführen um diese Leute zu filtern. Muss man auch von der anderen Seite betrachten. Ich musste auch für die Gebühren auch arbeiten und lief wie ein Penner rum :haha:
 

Kesaj

Top-Poster
Witzig ist auch die Angelegenheit mit Bafög. :lol:

Während ich mir förmlich den Arsch aufgerissen habe mit Studentenjobs, weil ich kein Bafög beantragt habe, hat sich der ein oder andere faul zuhause rumgehockt und bei der Bafög-Erhöhung mussten diejenigen die studentisch versicht waren auf einmal mehr bezahlen. Mit meinem zusätzlichen Arbeiten habe ich also irgendwelche anderen Studierenden finanziert. :lol:
Wir sind in der Deutschland recht verwöhnt mit unserer Solidargesellschaft. Ich sehe es eher so wie Francis, ich verstehe auch nicht, wieso das der Steuerzahler tragen muss.

Deutschland könnte aber bessere Prioritäten setzen, vielleicht weniger in Nonsens projekte und mehr in Schuldenabbau und Infrastruktur, wenn man schon seine Ziele gut erreicht.
Es gibt für alles einen Break-Even-Point, Hannibal. Natürlich sollte das Studieren vereinfacht werden und jedem unabhängig von seinem familiären Hintergrund die finanziellen Hürden genommen werden. Der Grund wieso die Gesellschaft dafür zahlen sollte ist der Nutzen der Gesellschaft (natürlich nicht nur). Eine gut ausgebildete Bevölkerung korreliert meistens auch mit einem höheren BIP/Kopf. Dass es wie immer Grenzen gibt sollte uns allen klar sein. Ich finde 1000€ Pros Semester zu viel, wenn es völlig kostenfrei ist, ist der Missbrauch allerdings vorprogrammiert. 300€ sind aus meiner Sicht ok.
 

daritus

Gesperrt
Studiengebühren rauf! es kann nicht sein das Linke und Grüne sich in einer Wohlfühloase sich ins Studium flüchten und sich vor der Verantwortung drücken.
 

Kesaj

Top-Poster
Studiengebühren rauf! es kann nicht sein das Linke und Grüne sich in einer Wohlfühloase sich ins Studium flüchten und sich vor der Verantwortung drücken.
Danke für diesen unqualifizierten Beitrag. Oft sind Menschen für höhere Studiengebühren, die entweder keine finanziellen Sorgen haben oder nie selber Studiengebühren hätten bezahlen müssen weil sie z.B. einen Hauptschulabschluss haben. :lol:
 

Jezersko

Balkaner
Es ist ein Thema, bei dem man es ohnehin nie Allen recht machen kann.

Grundsätzlich sollte ein Studium allen Menschen ermöglicht werden, welche die intellektuellen Anforderungen dafür mitbringen. Sorry wenn das möglicherweise überheblich klingt.
Man darf aber nicht vergessen, dass Menschen zu Beginn eines Studiums bereits erwachsen und voll Geschäftsfähig sind. Zumindest vor dem Gesetz. Da erwarte ich von diesen, dass sie sehr wohl so etwas wie einen ungefähren Plan für ihr Leben haben und in groben Zügen wissen, was sie wollen. Meiner Meinung nach eine Voraussetzung für einen positiven Abschluß eines Studiums.
Wenn ein Bildungssystem jedoch jährlich tausende Studienabbrecher produziert, dann laufen mit Sicherheit viele Dinge falsch. Und das nicht nur bei den Studierenden selbst.

Fehlendes Geld sollte allerdings nicht der Grund dafür sein, dass hervorragende Talente nicht gefördert werden. Auch wenn diese Menschen zumeist auch ohne Studium ihren Weg machen, sind sie zumindest für die Wissenschaft verloren. Bei aller Intelligenz in der Finanzierung eines Sozialstaates sollte es doch möglich sein, dass (fehlendes) Geld nicht die Ursache für verunmöglichte Bildungschancen ist.

In Wirklichkeit geht es aber um zwei Dinge:

1. Studiengebühren in der Höhe von ein paar hundert Euro, meinetwegen tausend Euro pro Halbjahr, sind doch ein Klacks, wenn man bedenkt, was das "bloße Leben" in diesem Zeitraum kostet. Wenn man ein Studium in möglichst kurzer Zeit, wenn möglich in der Mindeststudiendauer, abschließen will, ist ein Job und somit Einkommen neben dem Studium nur für extrem disziplinierte Menschen möglich.

2. Wirkliche Intelligenz entsteht üblicherweise in Mangelsystemen. Mangel an Ressourcen, Mangel an Zeit, Mangel an Geld,... "Not macht erfinderisch!".
Überfluss macht faul - und fett. Wozu anstrengen, wenn ohnehin alles da ist?
Ein gewisser "chronischer Geldmangel", zumindest über einen begrenzten Zeitraum, ist absolut positiv zu sehen. Zumindest im Nachhinein.

Um diese Aussagen ins rechte Licht zu rücken: Ich habe selbst nie studiert, ja nicht einmal Matura war mir möglich. Ich habe allerdings meinen zwei Kindern ein inzwischen abgeschlossenes Studium ermöglicht. Dabei war ich fast 20 Jahre Alleinverdiener. Glaubt mir: Ich weiß, was Schule und Studium kostet!
 
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