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Balkangreuel

eine der besten ja, aber bei Balkanthemen eben nicht. Jede Zeitung hat eine Schwachstelle. Aber das ist meine Meinung.

Mir geht es gar nicht um Opfer zweiter und erster Klasse. Für mich ist es schrecklich zu ertragen, dass die Planung eines GEnozids, sogar mit weißen Bändchen zur Markierung von Personen, die bleiben dürfen, nicht bestraft wurde. Keine einzige Moschee blieb unbeschadet, das war ein Standardvorgehen der Vertreibung und genau dazu diente der Krieg. Das wurde hier auf einige Dörfer bezogen. Warum hat man den ganzen Dreckhaufen von RS nicht in Grund und Boden verklagt, dazu noch Kroatien und Serbien.



Gerichte sind nicht dazu da, um allen moralischen Ansprüchen zu genügen, sondern ganz einfach Recht zu sprechen. Es haben sich über einen sehr sehr langen Zeitraum Grundsätze entwickelt, die auch Sinn machen, dass man sich vor Gericht (in der Rechtsprechung) an sie hält.

Beim YCTY haben sich so manche Richter und Richterinnen extrem aus dem Fenster gelehnt und ich habe das über einen sehr sehr langen Zeitraum, auch wenn ich mich nie richtig und im Detail mit dieser Rechtsprechung dort befasst habe, für extrem wichtig und jeder Hinsicht richtig gehalten, weil ich für mich persönlich 1. an der friedensstiftenden Wirkung und 2. der Genugtuung für die Opfer von Urteilen festgehalten habe. Sogar von der manchmal total überzogenen Chefica-Anklägerin war (und bin) ich ein Fan, weil sie für mich wie die Faust aufs Aug zum Balkan passte.

Und jetzt kommt das berühmt-berüchtigte "Aber": die Kritiker haben auch gute Argumente vorgebracht, die gar nicht so einfach von der Hand zu weisen sind, wie du das offensichtlich glaubst.

Es mag für dich schrecklich zu ertragen sein, aber das Problematische an deiner Ansicht ist, dass es im Ergebnis darauf hinausläuft, dass Völkermord eine Art "Gütesiegel" ist....das ist pervers!

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übrigens gab es gar keine Verurteilung dafür


Wozu gab es keine Verurteilungen?
 
Die Verbrechen der NS-Zeit werden natürlich als Genozide bezeichnet. Sklaverei ist per Definition eindeutig kein Genozid, da es sich um verbrecherische Ausbeutung handelt, nicht um Zerstörung. Und als solches wird es in den USA auch ohne Hemmungen gedacht.

Was ist mit den amerikanischen Ureinwohnern, den Aborigins und hunderte weitere Beispiele, die ich hier aufführen könnte? Werden diese als Genozide bezeichnet?
 
Was ist mit den amerikanischen Ureinwohnern, den Aborigins und hunderte weitere Beispiele, die ich hier aufführen könnte? Werden diese als Genozide bezeichnet?

Warum nicht? Ich hatte dir doch den deutschen Völkermord an den Nama und Herero auf dem Tablett serviert. Die Situation war eine ähnliche. War das für dich kein Völkermord und warum nimmst du diese Thematik so persönlich? Verstehe ich gerade bei dir nicht.
 
Warum nicht? Ich hatte dir doch den deutschen Völkermord an den Nama und Herero auf dem Tablett serviert. Die Situation war eine ähnliche. War das für dich kein Völkermord und warum nimmst du diese Thematik so persönlich? Verstehe ich gerade bei dir nicht.

Ich bin nicht beleidigt, nur sehr genau, das ist der feine Unterschied. Lasse mir halt ungerne etwas andichten, schon gar nicht von Leuten, die sich gar nicht mit dem Thema auskennen.

Zum Thema: werden diese von den Tätern anerkannt oder nicht? Soweit ich weiß, werden die Ereignisse nicht als Völkermorde anerkannt. Es wird also relativiert.

Danke :)

Und damit beende ich diese unendliche Geschichte, bis zum nächsten Mal. :lol:
 
Was ist mit den amerikanischen Ureinwohnern, den Aborigins und hunderte weitere Beispiele, die ich hier aufführen könnte? Werden diese als Genozide bezeichnet?


Die Aborigins sind ein ein gutes Beispiel für Genozid ohne dass es auch nur einen einzigen Toten braucht:
sie haben die Frauen zwangssterilisiert.
 
Was ist mit den amerikanischen Ureinwohnern, den Aborigins und hunderte weitere Beispiele, die ich hier aufführen könnte? Werden diese als Genozide bezeichnet?

Die Begrifflichkeit spielt keine große Rolle, zumal die Zuordnung auch nicht immer einfach ist. Gedacht wird den Verbrechen, wie auch immer man sie nennen mag, aber sehr ausgiebig. In der Türkei wird absolut null gedacht, und wenn das irgendjemand versucht, dann geht die Regierung dagegen aktiv vor.
 
Die Aborigins sind ein ein gutes Beispiel für Genozid ohne dass es auch nur einen einzigen Toten braucht:
sie haben die Frauen zwangssterilisiert.

Nicht nur das. Die Kinder wurden den Eltern entrissen und den sogenannten "Fosterparents" übergeben. Nur lese ich nichts von einem Genozid, wenns um die Aborigins geht. Sehr merkwürdig. ^^

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Die Begrifflichkeit spielt keine große Rolle, zumal die Zuordnung auch nicht immer einfach ist. Gedacht wird den Verbrechen, wie auch immer man sie nennen mag, aber sehr ausgiebig. In der Türkei wird absolut null gedacht, und wenn das irgendjemand versucht, dann geht die Regierung dagegen aktiv vor.

Die Begrifflichkeit spielt für uns eine sehr große Rolle. Ändere die Begrifflichkeit von "Genozid" zu "Massaker", dann wirst du auch in der Türkei erleben, dass man sich der Opfer erinnert.
 
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