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Ballaballa-Balkan – Der Podcast

Mileva Marić und die Relativität der Anerkennung
Zum Weltfrauentag blicken wir auf das Leben von Mileva Marić –

Mileva Marić – einer der ersten Frauen in Europa, die ein Studium der Physik und Mathematik begann und dort 1896 in Zürich einen gewissen Albert Einstein kennenlernte. Die beiden diskutierten schon früh gemeinsam Fragen der Physik, Mileva Marić rechnete für ihn, und in erhaltenen Briefen spricht Albert Einstein sehr klar von „unserer Arbeit“, wenn es um die Grundlagen der Relativitätstheorie geht. Öffentlich von Albert Einstein anerkannt wurde ihr Beitrag nie. Auch aus seinen Veröffentlichungen wurde ihr Name getilgt. Stattdessen fiel Mileva Marić die Rolle der Hausfrau und Mutter zu – und nach der Scheidung die einer Bittstellerin, die ihren Ex-Mann regelmäßig um Geld bitten musste, um sich um die gemeinsamen Kinder kümmern zu können.

 
Bye Bye Orbán - Abschied von einem Idol der autoritären Rechten
Viktor Orbán ist abgewählt.

Wie das passieren konnte und was uns jetzt erwartet erzählt euch unser Gast - der Journalist Christian-Zsolt Varga, Ungarnexperte, heute als Reporter in Kyjiw tätig, der aktuell aber wieder aus Budapest berichtet. Gemeinsam sprechen wir über die Stimmung in der Wahlnacht und darüber, wie überraschend deutlich der Machtwechsel ausfiel. Wir schauen auf die Rolle der Medien und fragen, warum viele regierungsnahe Stimmen bis zuletzt ein anderes Bild gezeichnet haben. Im Fokus steht außerdem Péter Magyar und die Frage, ob er tatsächlich für einen demokratischen Neuanfang in Ungarn steht. Dabei diskutieren wir auch, wie es um Pressefreiheit und politische Kultur nach Orbán weitergeht. Natürlich darf ein Blick über die Grenzen nicht fehlen: Wir analysieren, was Orbáns Abwahl für seine autoritären Buddies auf dem Balkan bedeutet.

Außerdem erfahrt ihr warum die Regierungsbildung in Slowenien nach den Wahlen mal wieder kompliziert wird und ihr dürft euch anhören wie Krsto die bosnische WM-Hmyne singt.

 
Ballaballa-Balkan liest "Balkanblut" mit Frank Willman
Zu den Personen, die immer wieder in unserem Podcast auftauchen, zählt der Kriegsverbrecher Željko Ražnatović alias "Arkan".

Eine Karriere, die im kleinkriminellen Milieu Belgrads begann, ihren blutigen Höhepunkt in zahlreichen Kriegsverbrechen der von ihm gegründeten paramilitärischen Truppe "Tiger" fand und vielleicht immer noch anhalten würde, wenn Arkan nicht Anfang des Jahrtausends erschossen worden wäre. Bis heute wird "Arkan" von Teilen der serbischen Öffentlichkeit als Held verehrt - obwohl er in jeder Beziehung das Gegenteil war.

Frank Willmann, Autor und Journalist, versucht, sich in seinem aktuellen Buch "Balkanblut: Leben und Sterben des serbischen Mafiosos und Warlords Arkan" dem Phänomen "Arkan" auf den Grund zu gehen. Ob und wie ihm das gelungen ist, darüber unterhält er sich in dieser Zwischenfolge mit Danijel.

 
Der Kampf der Tito-Partisanen. Teil 1: Aufstand
Die Jubiläumsausgabe schreit natürlich nach einem ganz besonderen Thema. Deshalb widmen sich Krsto und Danijel der vielleicht wichtigsten Epoche der gesamt-jugoslawischen Geschichte: dem VOLKSBEFREIUNGSKAMPF bzw. der NARODNOOSLOBODILAČKA BORBA kurz NOB.

Gemeint ist natürlich der vierjährige Kampf der Partisanen unter Führung der Kommunistischen Partei Jugoslawiens gegen Nazi-Deutschland, das faschistische Italien sowie deren regionale Kollaborateure. Eine Mammutaufgabe. Und weil es überhaupt keinen Sinn macht, so ein umfangreiches Thema in eine Podcast-Folge packen zu wollen, ist diese hier nur der Auftakt zu einer neuen TRILOGIE.

Folge 100.1. widmet sich den Anfängen des Volksbefreiungskampfes. Warum marschierte die Wehrmacht eigentlich in Jugoslawien ein? Wie wurde das Land aufgeteilt? Und warum gelang es ausgerechnet einer nicht sonderlich großen kommunistischen Partei, die Führung im Kampf gegen Besatzer und einheimische Kollaborateure zu übernehmen?

Auf diese und weitere Fragen suchen Krsto und Danijel Antworten. Mit dabei sind die Historiker Hrvoje Klasić (Universität Zagreb) und Klaus Schmider (Militärakademie Sandhurst).

Außerdem erfahrt Ihr, wie es möglich ist, dass der Gesandte Gottes abtritt, warum Slowenien nun tatsächlich zum vierten Mal von Mini-Orban Janez Janša regiert werden wird und warum uns das Management von Kriegsverbrecherwitwe Ceca uns mit juristischen Konsequenzen droht.

 
Der Kampf der Tito-Partisaninnen: Armee, AFŽ und AVNOJ
Wir sprechen über die großen Schlachten und den entscheidenden Beitrag der Frauen zum Sieg über die faschistischen Besatzer.

Außerdem geht es um die Entstehung des künftigen Jugoslawiens und darum, wie es den Partisaninnen und Partisanen gelang, zunächst als Alliierte im Kampf gegen die Nationalsozialisten anerkannt und schließlich auch militärisch unterstützt zu werden.

Dabei helfen uns der Militärhistoriker Klaus Schmider von der Militärakademie Sandhurst und die feministische Historikerin Ivana Pantelić vom Institut für Zeitgeschichte in Belgrad.

Darüber hinaus erfahrt ihr, wie es um die Proteste und die Pressefreiheit in Serbien steht, wie Serben im Auftrag Russlands als Agenten in Frankreich und Deutschland eingesetzt werden, warum der Belgrader Polizeichef mutmaßlich versuchte, eine Leiche verschwinden zu lassen, und in welchen kroatischen Städten künftig ein nächtliches Alkoholverkaufsverbot eingeführt wird.

 
Der Kampf der Tito-Partisaninnen: Triumph!
Hier kommt der krönende Abschluss unseres Jubiläums-Dreiteilers!

Ein letztes Mal blicken wir auf die Partisaninnen-Bewegung Jugoslawiens im Zweiten Weltkrieg. Nach der verlustreichen Schlacht an der Sutjeska wendet sich nach und nach das Kriegsglück. Titos Aufstandsarmee hat sich den Respekt der Alliierten erarbeitet und wird von diesen nun offiziell als Bündnispartner akzeptiert. Die Reihen der Partisaninnen und Partisanen füllen sich - vor allem nach der Kapitulation Italiens. Der Sieg ist nur eine Frage der Zeit.

Doch als was für Sieger werden sich die Partisaninnen und Partisanen erweisen? Wie gehen sie mit den Besiegten um? Auch diesen Fragen gehen unsere beiden Hosts in dieser letzten NOB-Folge nach.

Außerdem erfahrt ihr, wie es um Edi Ramas Gemütszustand bestellt ist, warum serbische Pässe bei einer bestimmten Klientel sehr beliebt sind und welcher der beiden Hosts ein prinzipientreuer Mensch mit ausgeprägtem Anstandsgefühl und Selbstbeherrschung ist, während der andere WM guckt.

 
Flamingos gegen Trump - die Umweltproteste in Albanien
In Albanien wurde die Flamingorevolution ausgerufen

Gemeinsam mit Adelina Gashi sprechen wir darüber, wie aus dem Widerstand gegen ein Luxusresort der Trump-Familie eine landesweite Protestbewegung wurde. Die Großproteste für das Naturschutzgebiet begannen, als Videos viral gingen, auf denen Demonstrierende von Sicherheitskräften verprügelt wurden. Kurz darauf verbreitete sich auch ein Clip, in dem Ivanka „Kolumbus“ Trump behauptet, sie habe die Insel Sazan mit ihrem Mann Jared Kushner entdeckt und sie seien barfuß einen Berg hinaufgestiegen, denn eigentlich kein normaler Mensch barfuß erklimmen kann.

Die Proteste richten sich inzwischen auch gegen Premierminister Edi Rama, der absurde Verschwörungstheorien über die Demonstrierenden verbreitet und dabei immer stärker an Aleksandar Vučić erinnert. Und, ähnlich wie in Serbien, sind die Proteste sehr divers und vereinen verschiedene politische Strömungen, die sich auch untereinander nicht immer wohlgesonnen sind.

 
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