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BF pro jugoslawische Serben...

Meinst du jetzt das sie sich au den Krieg gefreut haben oder wie jetzt?

Es gibt IMMER Leute die Krieg unterbewusst geil finden. Dann gibt es solche Leute in höheren Positionen von Ländern (die USA wäre ein Beispiel deswegen habe ich den Ausdruck "Falcons" verwendet) die Eskalationen gerne sehen, Schlichtungen im Weg stehen oder zwischendurch mal ein bisschen Öl ins Feuer nachgiessen.

Sie können auch einfach nur rumhocken und hoffen dass der andere losschlägt (wie es einige hier sicher aus Streiten in Kneipen kennen) damit man einen legitimen Grund hat um zurückzuschlagen. Und solche hat es gegeben und gibt es heute noch.

EDIT: Und Hand aufs Herz: Was meint ihr ist die Mehrheit? Die die es einfach sein lassen wollen oder die die den anderen gerne noch eins reinwürgen möchten?
 
Es gibt IMMER Leute die Krieg unterbewusst geil finden. Dann gibt es solche Leute in höheren Positionen von Ländern (die USA wäre ein Beispiel deswegen habe ich den Ausdruck "Falcons" verwendet) die Eskalationen gerne sehen, Schlichtungen im Weg stehen oder zwischendurch mal ein bisschen Öl ins Feuer nachgiessen.

Sie können auch einfach nur rumhocken und hoffen dass der andere losschlägt (wie es einige hier sicher aus Streiten in Kneipen kennen) damit man einen legitimen Grund hat um zurückzuschlagen. Und solche hat es gegeben und gibt es heute noch.

Bei uns waren es die fanatischen Fußballfans von Dinamo Zagreb und Roter Stern.
 
Ich checke nicht wie man als Serbe projugoslawisch sein kann. Was ist so toll daran?


EDIT: Kann mir irgend ein projugoslawischer Serbe sagen was so toll an einem Jugoslawien 2.0 wäre?

Ok, wahrscheinlich hast du Jugoslawien unter Tito nicht mehr erlebt und wahrscheinlich wohnst du in Deutschland, oder?
Schau, wenn du in Serbien leben würdest, würdest du dir nicht lieber wünschen in einem wirtschaftlich stärkerem Land zu leben? (du weißt bestimmt, wie abgeuckt es unten ist)
 
Ok, wahrscheinlich hast du Jugoslawien unter Tito nicht mehr erlebt und wahrscheinlich wohnst du in Deutschland, oder?
Schau, wenn du in Serbien leben würdest, würdest du dir nicht lieber wünschen in einem wirtschaftlich stärkerem Land zu leben? (du weißt bestimmt, wie abgeuckt es unten ist)

Ich habe den Bosnienkrieg bis zum Schluss mitgekriegt (kein Diaspora-Kiddie). Wirtschaftlich stark? Jugoslawien war ein Schuldenloch und so wie es jetzt ist, ist es besser da man sich nicht gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben kann wenn es nicht geht (ausser in Bosnien, dort fahren die Politiker noch gut damit). Wenn Kroatiens Wirtschaft abkackt ist Kroatien schuld. Wenn Serbiens Wirtschaft abkackt ist Serbien schuld. Wenn XY-Land Wirschaft XY-Fäkalausdruck dann ist...

Und wer sagt dass die Wirtschaft stärker wäre?
 
Also die einzigen Jugoslawen, die ich hier gesehen habe, sinder Dadi und Ado, mit Leib und Seele. Kenne sonst keine, weiss also nicht, von wem genau die Rede ist.
 
Ich habe den Bosnienkrieg bis zum Schluss mitgekriegt (kein Diaspora-Kiddie). Wirtschaftlich stark? Jugoslawien war ein Schuldenloch und so wie es jetzt ist, ist es besser da man sich nicht gegenseitig die Schuld in die Schuhe schieben kann wenn es nicht geht (ausser in Bosnien, dort fahren die Politiker noch gut damit). Wenn Kroatiens Wirtschaft abkackt ist Kroatien schuld. Wenn Serbiens Wirtschaft abkackt ist Serbien schuld. Wenn XY-Land Wirschaft XY-Fäkalausdruck dann ist...

Und wer sagt dass die Wirtschaft stärker wäre?


Respekt. Realisten braucht das Land
 
Kinder haben sich gegenseitig geschlagen und "Kolji baliju" "ubi ustasu" "vjesaj cetnika" gespielt...
Sie wurde zusammengeschlagen weil sie Serbin war. Und nein, das war auch noch bevor Milosevic seinen Protestierenden Mob nach Slowenien bringen wollte.


das war 1990. Darf man fragen von wem in Slowenien ? und wie äusserte sich das ? . ich mein ,man hat das doch niemand angesehen, was er ist.
 
das war 1990. Darf man fragen von wem in Slowenien ? und wie äusserte sich das ? . ich mein ,man hat das doch niemand angesehen, was er ist.

1988, von "national bewussten" Slowenen. Es waren Leute aus der Gegend die wussten wer was war und obwohl meine Mutter genau sagen konnte wer es gewesen ist, wurde niemand verhaftet. Man hat nix unternommen.
Die meisten Nachbarn wurden dann mit der zeit relativ feindlich und das war stark genug um die Jobs aufzugeben, die Sachen zusammen zu packen und zu gehen.
 
Zunächst mal Dank dem Threadersteller, der es eigentlich sehr schön zusammengefaßt hat.

niemand negiert die Verbrechen an serbischen Zivilisten. Dennoch besteht hier von einigen Usern der Drang die Geschichte als Kollektivschuld zu verkaufen in dem Kriegshandlungen in Betracht gezogen werden die darauf schliessen sollen ,daß Kroaten sowie Bosniaken oder Albaner schuld am Beginn sind.

Man spricht von einer serbischen Hochzeit in Sarajevo oder das Tudjman Serben entlassen hat. Das soll der Grund gewesen sein warum Bosniaken und Kroaten auch schuld sind. Malo morgen


Jugosalwien war und ist eine Lüge die sich hier im Forum deutlich bemerkbar macht, durch Unkenntnis, Faktenverdrehung und Pseudojugoslawentum.

Inzwischen müßte doch eigentlich jedem hier klar sein, daß es etliche Gründe gegeben hat, um das große Schlachten zu beginnen, zuviele haben sich irgendwelche Vorteile versprochen und zuwenige haben wirklich aktiv versucht, etwas dagegen zu unternehmen, das vor allem.

Jugoslawien war mit Sicherheit nicht das Paradies auf Erden, aber es war auch keine Hölle und erst recht keine Lüge. Aber eine sachliche Diskussion über das pro und contra ist in diesem Rahmen schon allein deshalb schwierig, weil es nur ein gutes Dutzend hier wirklich noch bewußt erlebt haben.
so schauts aus.
Die meisten Serben-"Jugoslawen" hier sind einfach rechts der mitte stehende, serbische Interessen vertretende im Jugo-Pelz. SO ein (belgraddominiertes) Jugoslawien kann mir den Buckel runterrutschen.
Das ist mir ein bißchen zu eindimensional. Gut, Beograd war die Hauptstadt Jugoslawiens, es war eben die größte Stadt des Landes, es gab schon eine gewisse Tradition aus SHS-Zeiten und die Serben waren nun einmal das zahlenmäßig größte Volk Jugoslawiens- irgendeines mußte es schließlich sein. Das bringt es mit sich, daß die obersten Verwaltungsebenen wie Ministerien eben auch in Beograd angesiedelt sind und daß naturgemäß die Menschen, die dort arbeiten, auch irgendwo in der Nähe wohnen. Um das zu kompensieren wurde ja gerade die föderale Struktur eingerichtet, einen anderen sinnvollen Grund gibt es eigentlich nicht. Und Jugoslawien war nie ein besonders zentralistisches Land, zumindest Zagreb und Sarajevo hatten in vielem Hauptstadtfunktion und Beograd hat für Jugoslawien nie die Rolle gespielt, wie bspw- Paris für Frankreich, London für Großbritannien, Wien für Österreich oder Prag für die ČSSR.

Sicherlich gab es einen gewissen "Hauptstadtbonus, wie in jedem anderen Land auch, aber speziell wirtschaftlich und infrastrukturell wurde für Kroatien und Slowenien mehr gemacht, als für die serbische Provinz, allein schon weil der Tourismus der Devisenbeschaffer Nummer 1 war.

Und nicht jeder hier, der pro-Jugoslawien ist, ist automatisch Serbe. Es gab ja auch zahlreiche "Mischehen" und die daraus entstandenen Kinder sind eben nicht monoethnisch, müßtest Du doch kennen.

Schlußendlich war es ein guter Versuch, diesen ethnisch so zersiedelten Landstrich politisch zu strukturieren. Letztenendes war auch nicht Jugoslawien an sich das Problem, sondern der wirtschaftliche Niedergang. Wäre man damals vernünftig gewesen und hätte das Land als Ganzes reformiert in eine Bundesrepublik à la Österreich oder Deutschland, wären heute alle wirtschaftlich weiter und um einige Traumata und Tragödien ärmer. Denn was hat man denn schon erreicht? Heute haben wir faktisch 7 mehr oder weniger unabhängige Staaten. Einer davon ist wirtschaftlich erfolgreich und ethnisch (halbwegs) homogen: Slowenien. Das war aber auch zu SFRJ-Zeiten schon so. Und die anderen 6? Immer noch voller Minderheiten, zerstritten, korrupt, vom Krieg verarmt, die Gelder versickern jetzt in fünf weiteren Hauptstädten: kein Problem wirklich gelöst.

So ein Quatsch! Verbrechen seitens der Kroaten und Bosniaken im Krieg gab es zweifellos und ich habe es extrem selten erlebt, dass das hier bestritten wurde. Ich kann mich hinstellen und sagen "Ja, es gab Verbrechen an Serben im Krieg, an Zivlisten, an Soldaten, whatever, PUNKT".

Ein Jugo-Serbe: "JA, Serbien hat viel Scheiße gebaut im Krieg, ABER..."
Jungs, steckt euch das "aber" bitte sonstwohin. Straight eingestehen und fertig, diese Relativierungen braucht kein Mensch.

Richtig. Gilt aber für alle Beteiligten. Es gibt keine "sauberen" Kriege und schon gar nicht "die Wahrheit" darüber. Es ist auch nicht fruchtbar, sich gegenseitig die Schuld zuzuweisen, vielmehr sollte man aus den geschehnissen lernen und versuchen es gemeinsam in der Zukunft besser zu machen, wie es bspw. nach dem II. WK zwischen Deutschland und Frankreich oder später auch mit Polen praktiziert wurde. Gerade wo die Gemeinsamkeiten die Unterschiede so überwiegen.

Eigentlich könnte man diesen Vorwurf allen Bosnien-Liebenden machen: Denn ein Bosnien, welches ihren Wünschen nach weiterbestehen sollte, kann nur multi-ethnisch sein. Ich verstehe demnach ihre häufige Abneigung gegenüber Jugoslawien nicht. Sehr wahrscheinlich halt weil dieses Konzept schon von den Serben benützt wird :).

BiH ist im Prinzip eine Miniaturausgabe von Jugoslawien. Und solange wie man die alten Probleme nicht gelöst hat, geht auch nichts weiter. Wer Jugoslawien für dauerhaft gescheitert und von Grund auf falsch findet, der kann die Hoffnung auf eine erstrebenswerte zukunft für BiH gleich begraben.


Schönes Lied, habe ich auch noch auf Kassette (falls jemand hier noch weiß, was das ist...). "Jugoton"...

was hat das ganze denn mit dem zu tun? oder hab ich was verpasst und die infrastruktur, bsp. kroatiens, ist plötzlich auf einem über-niveau?

Die infrastrukturellen Errungenschaften sind überwiegend zu SFRJ-Zeiten entstanden, basierend auf einem erschreckend niedrigen Anfangsniveau. Das darf man auch nicht außer Acht lassen, wenn man die Wirtschaftsleistung Jugoslawiens in Relation setzt zu der anderer Staaten. Es gab nicht viel, worauf man aufbauen konnte.

Ich checke nicht wie man als Serbe projugoslawisch sein kann. Was ist so toll daran?


EDIT: Kann mir irgend ein projugoslawischer Serbe sagen was so toll an einem Jugoslawien 2.0 wäre?

Bin zwar kein Serbe, versuche es aber dennoch:

Wirtschaftlich wäre es einfach vorteilhaft, wenn es einen gemeinsamen Markt gäbe, ohne Grenzkontrollen, ohne Zölle etc., das spart Zeit und Geld, aber das Modell EU liegt ja auf der Hand. Ein einheitlicher rechtlicher Rahmen wäre natürlich auch sinnvoll und man könnte einzelne Regionen gezielt entwickeln. Konsumentenpreise könnten sinken.

Für den Reisenden wäre das ebenfalls erstrebenswert. Keine Paßkontrollen, kein Geldumtausch, einheitliche Autobahnmaut

Die Minderheitenproblematik und die Verwaltung ethnisch gemischter Gebiete wäre leichter und effektiver.

Man bräuchte weniger Politiker (allein das wäre doch schon Grund genug).

Man hätte international mehr Gewicht (oder überhaupt welches).

Man hätte im Sport bessere Chancen.

Man könnte die Vergangenheit leichter aufarbeiten.

Und was spräche schließlich dagegen?
 
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