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Der Ukraine Sammelthread

UNO meldet russischen Angriff auf Hilfskonvoi
Die russischen Streitkräfte haben nach UNO-Angaben einen Hilfskonvoi der Vereinten Nationen im Süden der Ukraine angegriffen. Vier Lastwagen mit Hilfsgütern, „die klar als Eigentum der UNO gekennzeichnet waren“, seien in Biloserka in der Region Cherson nahe der Front von russischen Drohnen und Artillerie beschossen worden, erklärten die Vereinten Nationen heute.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angriff als „eine weitere brutale Verletzung des Völkerrechts“, die Moskaus „völlige Missachtung des Lebens von Zivilisten und seiner internationalen Verpflichtungen“ unter Beweis stelle.

„Solche Angriffe sind völlig inakzeptabel“
„Solche Angriffe sind völlig inakzeptabel. Humanitäre Helfer sind durch das humanitäre Völkerrecht geschützt und dürfen niemals angegriffen werden“, sagte der für die Ukraine zuständige humanitäre UNO-Koordinator Matthias Schmale. Zwei Lastwagen des Welternährungsprogramms (WFP) seien bei dem Angriff beschädigt worden.

 
Gibt Trump Selenskyj die Karten für ein Ende des Ukraine-Krieges in die Hand?
Die bisherigen Friedensbemühungen Trumps in der Ukraine verpufften, weil Putin ihn vorführte und er Kyjiw nicht die Waffen gab, um Russland empfindlich zu treffen

US-Präsident Donald Trump hat auf seine unorthodoxe Art womöglich eine neue Friedensperiode in Nahost eingeläutet. Vergleichbare Versuche in der Ukraine sind bisher jedoch verpufft. Trump hat sich vom Despoten im Kreml an der Nase herumführen und sich von ihm einreden lassen, dass es die Ukraine sei, die einem Kriegsende im Wege steht.

Dabei war Kyjiw bereit, in direkten Verhandlungen mit Wladimir Putin extrem schmerzliche Verluste hinzunehmen. Putin wollte nicht. Präsident Wolodymyr Selenskyj strafte damit all jene Friedenstauben Lügen, die behaupteten, die Ukraine und der Westen seien schuld an der Fortführung des Kriegs. Selenskyj betonte zu Recht, dass 2025 sogar die Hamas-Terrorbande mehr Verhandlungsbereitschaft als Putin zeigte.

 
Ukrainische Behörden räumen Dörfer nahe der Front
Die ukrainischen Behörden haben die Evakuierung mehrerer Dörfer in der Nähe der fast vollständig zerstörten nordöstlichen Stadt Kupjansk angeordnet. Als Grund wurde die „sich verschlechternde Sicherheitslage“ in der Region genannt, die schweren russischen Angriffen ausgesetzt ist. Der Gouverneur der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, schrieb auf Telegram, insgesamt 409 Familien mit 601 Kindern seien aufgefordert worden, 27 Ortschaften zu verlassen.

Ein anderer Beamter in dem betroffenen Gebiet sagte später dem öffentlich-rechtlichen Sender Suspilne, die Liste der zu evakuierenden Ortschaften sei auf 40 erweitert worden.

Die russischen Streitkräfte versuchen seit Monaten, auf die Stadt Kupjansk vorzurücken. Sie gilt als wichtiges Ziel bei ihrem Vorstoß nach Westen durch die Zentral- und Ostukraine in dem seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernden Krieg. Die Stadt wurde in den ersten Wochen der Invasion im Februar 2022 zunächst von russischen Truppen eingenommen, die ukrainischen Streitkräfte eroberten sie jedoch noch im selben Jahr zurück.

 
Laut dem ehemaligen Wirtschaftsminister Tymofij Mylowanow wird die Ukraine nach dem Krieg 10 Millionen Migranten brauchen, um ihre Wirtschaft wieder aufzubauen.

„Wie viele Arbeitsmigranten müssen wir anlocken, um positive Veränderungen in der ukrainischen Wirtschaft zu bewirken?“, fragte ihn ein Journalist.

„Etwa 10 Millionen. Machen Sie sich bereit für eine neue Ukraine. Wenn wir nicht lernen, klüger zu werden, werden wir nicht Zehntausende, sondern Millionen importieren. Vor allem für Arbeiterjobs. Schauen Sie sich an, wie viele Rentner wir haben, und berechnen Sie das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Rentnern. Das ist entscheidend“, antwortete Mylowanow.


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„Von 100 auf 1000 pro Woche“ – Anzahl der Schutz suchenden Ukrainer in Deutschland verzehnfacht
Die Ukraine hat Ende August die Ausreiseregeln für Männer zwischen 18 und 22 Jahren gelockert. Seitdem hat sich die Zahl an Ukrainern, die nach Deutschland kommen, laut dem Innenministerium verzehnfacht. Ob die Entwicklung anhält, kann die Bundesbehörde aktuell nicht abschätzen.

Die Zahl der in Deutschland Schutz suchenden Menschen aus der Ukraine ist in den vergangenen Wochen einem Medienbericht zufolge deutlich gestiegen. Die Aufhebung des Ausreiseverbots für wehrfähige ukrainische Männer zwischen 18 und 22 Jahren habe zu einer Zunahme von Schutzgesuchen dieser Gruppe „von etwa 100 pro Woche vor Inkrafttreten der Regelung auf derzeit circa 1000 pro Woche geführt“, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums der Funke Mediengruppe. Inwieweit das „eine vorübergehende Entwicklung“ sei, könne „zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingeschätzt werden“.

Die Ukraine hatte Ende August die Ausreiseregeln für Männer zwischen 18 und 22 Jahren gelockert. Auch junge Ukrainer aus dem Ausland können trotz Kriegsrechts zurückkehren und danach ungehindert wieder ausreisen. Das Bundesinnenministerium hob dem Bericht zufolge hervor, dass das Mobilisierungsalter zurzeit bei 25 Jahren liege.

Angestiegen sei über den Sommer auch insgesamt die Zahl der Menschen aus der Ukraine, die in Deutschland Schutz suchen. Seien im Mai 2025 nach Angaben des Innenministeriums noch 7961 Menschen aus der Ukraine über das Registrierungssystem „Free“ verteilt worden, seien es im August 11.277 und im September 18.755 gewesen. Anders als Asylsuchende etwa aus Syrien oder Afghanistan erhalten Schutzsuchende aus der Ukraine eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 24 des Aufenthaltsgesetzes, die einen sofortigen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Sozialleistungen erlaubt.

Zum Stichtag 4. Oktober 2025 waren dem Zeitungsbericht zufolge im Ausländerzentralregister insgesamt 1.293.672 Personen erfasst, die im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine seit Februar 2022 nach Deutschland geflohen sind. Wie viele Menschen aus der Ukraine Deutschland bereits wieder verlassen haben, habe das Bundesinnenministerium nicht genau mitteilen können. Eine Sprecherin habe aber erklärt, dass bei den deutschen Behörden Ende September rund 450.000 Menschen aus der Ukraine „nicht mehr als aufhältig“ registriert waren.
 
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Laut dem ehemaligen Wirtschaftsminister Tymofij Mylowanow wird die Ukraine nach dem Krieg 10 Millionen Migranten brauchen, um ihre Wirtschaft wieder aufzubauen.

„Wie viele Arbeitsmigranten müssen wir anlocken, um positive Veränderungen in der ukrainischen Wirtschaft zu bewirken?“, fragte ihn ein Journalist.

„Etwa 10 Millionen. Machen Sie sich bereit für eine neue Ukraine. Wenn wir nicht lernen, klüger zu werden, werden wir nicht Zehntausende, sondern Millionen importieren. Vor allem für Arbeiterjobs. Schauen Sie sich an, wie viele Rentner wir haben, und berechnen Sie das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Rentnern. Das ist entscheidend“, antwortete Mylowanow.

Dann mal Viel Glück beim Anlocken.
 
„Nicht im Interesse Polens“: Nord-Stream-Verdächtiger soll nicht an Deutschland ausliefert werden
Polen will Nord-Stream-Verdächtigen nicht an Deutschland ausliefern
Polen will einen im Zusammenhang mit den Sprengstoffanschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines von Deutschland gesuchten Ukrainer nicht ausliefern. Es sei nicht im Interesse Polens, den Verdächtigen an ein anderes Land auszuliefern, sagte Ministerpräsident Donald Tusk am Dienstag. „Das Problem Europas, der Ukraine, Litauens und Polens ist nicht, dass Nord Stream 2 in die Luft gesprengt wurde, sondern dass es gebaut wurde“, sagte Tusk auf einer Pressekonferenz. „Es liegt sicherlich nicht im Interesse Polens, diesen Bürger an ein anderes Land zu übergeben“, fügte Tusk hinzu.

Ein polnisches Gericht hatte am Montag nur die weitere Vorgehensweise im Verfahren festgelegt. Es ordnete an, dass der Mann für weitere 40 Tage in Polen in Haft bleiben müsse. In dieser Zeit soll darüber entschieden werden, ob der Verdächtige auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls an Deutschland überstellt wird. Der ukrainische Taucher Wolodymyr Z. war am vergangenen Dienstag in der Nähe von Warschau festgenommen worden. (Reuters)
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Der Ukrainer Wolodymyr Schurawlew, der in den Bombenanschlag auf Nord Stream 2 verwickelt war, wurde auf deutsches Ersuchen in Polen festgenommen. Ein Jahr zuvor hatte ihm Polen die Ausreise in die Ukraine in einem Auto mit ukrainischem Diplomatenkennzeichen gestattet, nachdem Berlin ein Haftersuchen gestellt hatte. Der polnische Außenminister Sikorski hält Schurawlew laut polnischen Medien für einen ordenwürdigen Helden. Das sind unsere „Verbündeten“, die einen begehen Staatsterrorismus, andere unterstützen sie :mrgreen:


Bei dem letzten Teil stimme ich dir nicht ganz zu. Es gibt in Russland immer die Option eines Volksaufstands, so etwas kommt aber überraschend und von daher kann man damit eben auch nicht rechnen.
Aufstände gegen die Regierung haben in Russland keine Tradition; in der modernen Geschichte gibt es dafür keine Beispiele. Die gescheiterte Erste Russische Revolution von 1904–1905 war zum einen auf den verlorenen Krieg gegen Japan zurückzuführen, zum anderen diente sie der Unterstützung des Zaren für eine starke zaristische Autokratie gegen die Intelligenz und die Juden, die nach Ansicht der russischen Bauernschaft (80 % der Bevölkerung) in Russland nach der Macht strebten. Die größte öffentliche Organisation in Russland war damals die rechtsextreme, antisemitische, nationalistische Bewegung der Schwarzen Hundertschaften, die rund 400.000 Mitglieder zählte; ganze Dörfer russischer Bauern schlossen sich ihr an. Seitdem ist das russische Wort „Pogrom“ in den internationalen Wortschatz eingegangen. Die Februarrevolution von 1917 war eine Revolution des Adels von oben, die Adligen zwangen den Zaren zur Abdankung, nicht das Volk. Und auch der bolschewistische Putsch vom Oktober 1917 wurde von der Intelligenz, nicht vom Volk, organisiert. Auch Gorbatschows „Revolution“ war eine Revolution von oben. Prigoschins gescheiterter Aufstand im Jahr 2023 richtete sich nicht gegen den „Zaren“; Prigoschin und die Wagnerowzi forderten von Putin einen wirklichen, entschiedeneren Krieg in der Ukraine zu führen. Von daher habe ich persönlich keine große Hoffnung, dass sich die Russen gegen Putin erheben werden, zudem unterstützt die Mehrheit von ihnen den Krieg in der Ukraine und wird auch einen Krieg gegen die NATO unterstützen, wenn es dazu kommt, weil für Russland der "verdammte Westen" (die Lateiner) ewiger Feind war und ist.
 
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Selenskyj stellt Odessa unter Militärverwaltung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Schwarzmeer-Metropole Odessa im Konflikt mit dem Bürgermeister heute unter Militärverwaltung gestellt. Per Dekret gründete das Staatsoberhaupt die neue Militärverwaltung und bestimmte den Geheimdienstgeneral Serhij Lyssak zu deren Chef.

Lyssak wurde zugleich als Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk nach mehr als zweieinhalb Jahren von seinem Amt entbunden, um der neuen Aufgabe nachzugehen.

Bürgermeister will klagen
Dem bisher verantwortlichen und gewählten Bürgermeister von Odessa, Hennadij Truchanow, hatte Selenskyj am Vortag die Staatsbürgerschaft entzogen. Angeblich soll er einen russischen Pass besitzen.

Truchanow weist die Vorwürfe zurück, will gegen die Entscheidung Selenskyjs klagen und hält an seinem Bürgermeisterposten fest. Mit dem Verlust der Staatsangehörigkeit ist das gewählte Stadtoberhaupt auch praktisch seines Amtes enthoben; ihm könnte sogar eine Abschiebung drohen.

Selenskyjs Vorgehen nicht ohne Kritik
Kritiker Selenskyjs beklagen, dass der Präsident zunehmend gewählten Volksvertretern eine Militärverwaltung mit seinen Vertrauten vorsetze. Aufgrund des geltenden Kriegsrechts werden die eigentlich Ende Oktober fälligen Kommunalwahlen ausgesetzt. Die Vollmachten aller kommunalen Vertreter wurden allerdings durch einen Parlamentsbeschluss bis Ende des Krieges bestätigt.

 
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