Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

Selenskyj: USA wollen Dreiergespräche verschieben
Die USA wollen nach ukrainischen Angaben die nächste Runde der Dreiergespräche zum Konflikt verschieben. Die US-Vertreter dürften wegen der Lage im Nahen Osten derzeit nicht reisen, zitierten gestern ukrainische Medien Präsident Wolodymyr Selenskyj zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs.

Die Suche nach einem Verhandlungsort gleiche einer Seifenoper, sagte Selenskyj demnach. Die Ukraine sei zu Treffen in Miami, Washington, der Schweiz, der Türkei oder den Emiraten bereit. Russland lehne jedoch die USA als Ort ab und bevorzuge die Türkei oder die Schweiz – was Washington wiederum zurückweise.

Die Entscheidung liege nun bei den USA. Seit Jahresbeginn fanden bereits zwei von den USA vermittelte Gesprächsrunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Genf statt. Hauptstreitpunkt bleiben die Gebietsansprüche im Donbas.

 
Stimmen für EU-Einreiseverbot für russische Ukraine-Kämpfer
Der deutsche Kanzler Friedrich Merz und sieben weitere Staats- und Regierungschefs von EU-Ländern fordern die Prüfung eines EU-Einreiseverbots für russische Soldaten, die am Krieg gegen die Ukraine beteiligt sind oder waren.

Die mögliche Einreise von Kämpfern in den Schengen-Raum stelle ein schwerwiegendes Risiko für die innere Sicherheit dar, heißt es heute in einem Brief der Politiker an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa.

Die Personen könnten etwa Gewaltdelikte verüben, in kriminellen Netzwerken und extremistischen Bewegungen tätig werden und feindliche Aktivitäten Russlands unterstützen. Als besonders groß werde die Gefahr angesehen, weil sich unter den Ukraine-Kämpfern mehr als 180.000 verurteilte Straftäter befinden, die aus russischen Gefängnissen rekrutiert und an die Front geschickt wurden.

 
Trump drängt auf Ukraine-Deal und streitet Hilfe ab – Selenskyj weist Druck aus Washington zurück!
Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj scharf kritisiert und ihm vorgeworfen, eine Einigung im Krieg mit Russland zu blockieren. Bei einem Auftritt erklärte Trump, er sei überrascht, dass Selenskyj keinen Deal machen wolle. Wörtlich sagte er, man solle Selenskyj sagen, er solle eine Einigung schließen, weil Wladimir Putin dazu bereit sei. Gleichzeitig behauptete Trump, mit dem ukrainischen Präsidenten sei es deutlich schwieriger zu verhandeln als mit dem russischen Staatschef. Die Äußerung fällt in eine Phase, in der der Krieg bereits seit Jahren andauert und die Frontlinien weitgehend festgefahren sind. Während Russland weiterhin große Teile ukrainischen Territoriums besetzt hält, fordert Kiew den vollständigen Rückzug russischer Truppen als Voraussetzung für Gespräche. Moskau wiederum verlangt Sicherheitsgarantien und territoriale Zugeständnisse.

Trumps Aussagen treffen deshalb auf heftige Kritik in der Ukraine und bei vielen westlichen Regierungen. Sie sehen darin eine einseitige Darstellung der Lage, die die militärische Realität ausblendet. Ein Waffenstillstand oder ein Friedensvertrag würde nach Ansicht vieler Beobachter nur dann Bestand haben, wenn beide Seiten grundlegende Sicherheitsfragen klären können. Solange russische Truppen in besetzten Regionen bleiben, gilt eine schnelle Einigung als unwahrscheinlich. In Washington wird Trumps Vorstoß auch innenpolitisch gelesen. Teile der Republikaner drängen seit Monaten darauf, die amerikanische Unterstützung für die Ukraine zu reduzieren und stärker auf Verhandlungen zu setzen. Die Regierung in Kiew warnt dagegen, dass ein erzwungener Deal Russland belohnen würde und langfristig neue Konflikte nach sich ziehen könnte.

Ebenfalls erklärte Donald Trump jetzt wieder öffentlich, die USA bräuchten diese Hilfe aus der Ukraine nicht. Recherchen von uns zeigen aber vor Ort ein anderes Bild. Tatsächlich arbeiten ukrainische Drohnenexperten parallel mit amerikanischen Verbündeten und US-Basen im Nahen Osten zusammen. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen unterstützen sie dort die Abwehr iranischer Drohnen und analysieren Angriffsmuster. Die Erfahrungen aus dem Krieg gegen Russland gelten inzwischen als besonders wertvoll. Zwischen Trumps öffentlicher Ablehnung und der militärischen Praxis entsteht so eine auffälliger Abgrund.
 
Selenskyj: Trilaterale Gespräche in den USA
US-Vermittler wollen laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj diese Woche in den USA trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Krieges abhalten. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei nötig, unterstrich Selenskyj gestern.

Der ukrainische Präsident mahnte überdies angesichts schwerer russischer Angriffe auf sein Land und den Krieg im Nahen Osten zur stärkeren Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau.

Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1.770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf Telegram. „Jede dieser Raketen beinhaltet mindestens 60 ausländische Bauteile, die Russland unter Umgehung der Sanktionen erhält.“ Das Schema der Sanktionsumgehung sei bekannt und müsse beendet werden, forderte er.

 
Luftalarm während Hauptverkehrszeit in Kiew
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind heute laut AFP mehrere Explosionen zu hören gewesen. Der Luftalarm wurde laut den Angaben gegen 8.30 Uhr Ortszeit (7.30 Uhr MEZ) ausgelöst. Einwohner und Einwohnerinnen suchten mitten in der Hauptverkehrszeit Schutz.

„Trümmer einer Drohne“ seien „mitten im Zentrum der Hauptstadt herabgefallen“, teilte Bürgermeister Witali Klitschko noch während des Angriffs mit. Er rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu verbleiben. Es seien vorerst keine Angaben über Verletzte bekannt, fügte Klitschko hinzu. Auch seien keine Brände ausgelöst worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte hätten mehrere Drohnenschwärme und mindestens ein Marschflugkörper die ukrainische Hauptstadt attackiert.

 
Kenianer sollen nicht mehr für Russland kämpfen
Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilte das heute nach Gesprächen mit dem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow in Moskau mit.

Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden bisher mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert.

 
Ungarn hält an Blockade von EU-Kredit fest
Das EU-Mitgliedsland Ungarn hat heute seinen Widerstand gegen einen geplanten Kredit der Europäischen Union für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro bekräftigt. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die „Druschba“-Pipeline geleitet werde, sagte Außenminister Peter Szijjarto in Brüssel.

Seit Ende Jänner fließt kein russisches Öl mehr durch die Leitung nach Ungarn und in die Slowakei. Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff in der Westukraine für den Ausfall verantwortlich, während die Slowakei und Ungarn der Ukraine die Schuld geben.


Hoffentlich wird Orban abgewählt. Er hat Ungarn zum korruptesten Land in der EU gemacht.
 
Selenskyj in London: Ukraine und Großbritannien planen engere Rüstungskooperation
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in London, um eine vertiefte Verteidigungs- und Industriepartnerschaft zu vereinbaren. Die beiden Regierungschefs wollen eine Erklärung zur gemeinsamen Produktion und Lieferung von Drohnen sowie anderen Militärtechnologien unterzeichnen, teilt die britische Regierung mit. Zu den Gesprächen über die euro-atlantische Sicherheit wird auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet. Drohnen und elektronische Kriegsführung seien inzwischen von zentraler Bedeutung für die nationale Sicherheit, erklärt Starmer.
 
Ukraine will „Druschba“-Pipeline bis Anfang Mai reparieren
Im Streit mit Ungarn über russische Öllieferungen will die Ukraine die „Druschba“-Pipeline laut einem Brief von Präsident Wolodymyr Selenskyj bis Anfang Mai reparieren.

Er rechne damit, dass die beschädigte Pumpstation „innerhalb von eineinhalb Monaten“ funktionsfähig sein werde, schrieb Selenskyj in dem Brief an Brüssel, den die EU-Kommission heute veröffentlichte.

Die Zusage könnte Ungarns Blockade eines Milliardendarlehens für die Ukraine lösen. Die Pipeline transportiert normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Jänner bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden.

Ungarn und die Slowakei warfen Kiew vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern und die mutmaßlichen Schäden als Vorwand für eine Stilllegung zu nutzen.

Hilfe der EU
Ungarns Regierungschef Viktor Orban blockiert mit Verweis auf die fehlenden Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Antonio Costa bemühten sich deshalb um eine Einigung.

 
Zurück
Oben