Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

FP-5 Flamingo: Ukraine weitet Produktion des Marschflugkörpers aus
Ein eigens entwickeltes und lokal hergestelltes Triebwerk soll die Tiefflugeigenschaften verbessern. In Moskau kursieren Warnungen: Keine Region Russlands ist mehr sicher

Die Ukraine setzt seit November 2025 zunehmend auf eine relativ neue, im Inland produzierte Waffe, um strategische Ziele tief im russischen Hinterland anzugreifen: Die Rede ist vom Marschflugkörper FP-5 Flamingo. Nun ist es dem Hersteller gelungen, eigene Motoren für die Langstreckenwaffe herzustellen. Diese werden lokal produziert.

Entwickelt und produziert wird der Flamingo von dem ukrainischen Rüstungsunternehmen Fire Point. Der FP-5 ist ein bodengestützter Marschflugkörper mit für die Waffengattung gewaltigen Ausmaßen: Er ist 14 Meter lang, wiegt 6000 Kilogramm und hat eine Flügelspannweite von sechs Metern.

Ausgestattet mit einem Trägheitsnavigationssystem sowie GPS- und Satellitenkomponenten, erreicht er eine Zielgenauigkeit von 14 Metern. Unabhängig bestätigen lassen sich die Angaben nicht. Der erfolgreiche Einsatz dieser Waffe ist aber belegt. Im Februar wurde die Maschinenfabrik Wotkinsk erfolgreich angegriffen. Dort stellt Russland Iskander-Raketen her.

 
Selenskyj fordert Beschlagnahmung von russischem Erdöl
Vor dem Hintergrund eines von Frankreich aufgebrachten Tankers der russischen „Schattenflotte“ hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Beschlagnahmung von russischen Erdöllieferungen gefordert.

„Solange der Krieg andauert, solange die (russischen) Angriffe fortgesetzt werden, muss auch der Druck auf den Aggressor anhalten“, sagte Selenskyj gestern Abend in einer Videobotschaft. Kiew arbeitet demzufolge mit europäischen Ländern daran, dass diese auf Gesetzesebene den Stopp von Öltankern und das Beschlagnahmen von russischem Erdöl gestatten.

Fortsetzung der Gespräche mit US-Amerikanern
Überdies haben ukrainische Unterhändler in den USA mit US-Vertretern zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine Gespräche geführt. „Wichtig für uns alle in der Welt ist, dass die Diplomatie fortgesetzt wird und wir versuchen diesen Krieg zu beenden – den Krieg Russlands gegen die Ukraine“, sagte Selenskyj.

 
Zwischen zwei Kriegen – Selenskyj kämpft für weitere Gespräche
Während der Fokus auf den Krieg mit Iran rutscht, versucht Wolodymyr Selenskyj, die Gespräche über die Ukraine wieder in Bewegung zu bringen. Drei Wochen lang ist alles ins Stocken geraten, Termine verschoben, Fortschritte ausgebremst. Jetzt schickt er Unterhändler in die USA, um zumindest einen Teil der Dynamik zurückzuholen. In Washington treffen ukrainische Vertreter auf die Gesandten von Trump. Gespräche laufen, werden als konstruktiv beschrieben, sollen fortgesetzt werden. Russland sitzt nicht mit am Tisch, spricht von einer Pause, die mehr nach Stillstand aussieht als nach Taktik. Was vorher langsam voranging, droht komplett zu versanden.

Selenskyj spricht offen von einem schlechten Gefühl. Der Krieg im Nahen Osten verändert die Lage für die Ukraine direkt. Steigende Ölpreise spielen Moskau in die Hände, Luftabwehrsysteme werden in andere Regionen verlagert, Aufmerksamkeit verschiebt sich. Gleichzeitig versucht Kiew, sich neu zu positionieren. Militärisches Know-how wird angeboten, insbesondere bei Drohnenabwehr. Nicht als Bitte um Hilfe, sondern als Angebot. Ein Signal, dass die Ukraine mehr sein will als Empfänger.

In Washington stößt das auf gemischte Reaktionen. Trump stellt Selenskyj weiter infrage, spricht ihm Einfluss ab und sieht ihn eher als Hindernis denn als Partner. In Kiew wird das registriert, aber nicht öffentlich eskaliert. Der Spielraum ist eng. Selenskyj kann es sich nicht leisten, den Kontakt zu verlieren, aber auch nicht, sich vollständig drängen zu lassen. Während ein Krieg weiterläuft, versucht er zu verhindern, dass der andere aus dem Blick gerät.
 
Russischer Hafen nahe Grenze zu Finnland von Drohnen getroffen
Ein Treibstofftank soll bei den Angriffen beschädigt worden sein. In der Folge sei in Primorsk ein Feuer ausgebrochen, heißt es.


Der russische Hafen Primorsk nahe der Grenze zu Finnland ist nach Angaben des Gouverneurs der nordwestrussischen Region Leningrad bei Drohnenangriffen beschädigt worden. Ein Treibstofftank sei beschädigt worden, wobei ein Feuer ausgebrochen sei, erklärte Regionalgouverneur Alexander Drosdenko am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Feuerwehr arbeite daran, den Brand zu löschen, das Personal sei evakuiert worden, fügte er hinzu.

Die russische Luftabwehr habe mehr als 50 Drohnen über der Region Leningrad zerstört. Die Bemühungen, den Angriff abzuwehren, dauerten demnach weiter an. Die Region ist kein häufiges Ziel von Angriffen im Konflikt mit der Ukraine.

 
Meinl-Reisinger: „Gewillt sein, auch mit Putin zu reden“
Österreichs Außenministerin fordert angesichts des aktuellen „Gesprächsvakuums“ eine europäische Verhandlungsinitiative, um den Ukraine-Krieg zu beenden.


Außenministerin Beate Meinl-Reisinger tritt für eine Friedenslösung in der Ukraine auch für Gespräche mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin ein. Gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“ (Montag) forderte die Neos-Politikerin angesichts des aktuellen „Gesprächsvakuums“ eine europäische Verhandlungsinitiative. Dabei müsse „man gewillt sein, auch mit Putin zu reden“, so Meinl-Reisinger. Den US-israelischen Krieg gegen den Iran kritisierte die Außenministerin scharf.

Bezüglich der Gespräche zur Ukraine könne man vielleicht auch gemeinsam mit anderen weltpolitischen Akteuren auftreten, meinte Meinl-Reisinger und nannte als Beispiel Indien, „das ja auch seine eigenen Gesprächskanäle zu Russland hat“. Es gebe einen einzigen Akteur, der in der Lage sei, diesen Krieg in der Ukraine von heute auf morgen zu beenden, so die Außenministerin: „Das ist Russland. Wobei man beim Erwartungsmanagement wohl realistisch sein muss. Bisher zeigt sich Putin nicht bereit zu echten Friedensgesprächen.“

Bezüglich der Angriffe Israels und der USA auf den Iran erneuerte Meinl-Reisinger ihre bereits vor wenigen Tagen gegenüber der „Presse“ geäußerte Haltung: „Man kann einen Regimewechsel nicht von außen herbeibomben.“ Sie habe von Anfang befürchtet, dass mit den Angriffen ein Flächenbrand in Gang gesetzt werde. „Das wurde innerhalb von 24 Stunden bestätigt. Der Krieg wirkt planlos. Was sind die Ziele? Das beantwortet die Trump-Administration unterschiedlich. Mich verwundert schon, warum manche überrascht sind, was die Sperre der Straße von Hormuz betrifft. Das war ein ganz klares Eskalationsszenario.“

 
Orbáns inszenierter Zugriff – Wie ein Bankkonvoi zur politischen Waffe wurde
Ungarns Anti-Terror-Einheit stoppt zwei gepanzerte Fahrzeuge, sieben Männer werden festgesetzt, Millionen in bar und Gold beschlagnahmt. Was wie ein Zugriff gegen organisierte Kriminalität aussieht, zerfällt bei genauerem Hinsehen. Dokumente in Ordnung, Transporte genehmigt, keine Waffen. Und trotzdem folgt ein Einsatz, der weder juristisch trägt noch operativ sauber vorbereitet war. Am 5. März wird ein Konvoi der staatlichen ukrainischen Oschadbank auf seiner Route von Wien in Richtung Ukraine zunächst an der Grenze kontrolliert. Die ungarische Steuerbehörde NAV prüft Papiere und lässt die Fahrzeuge weiterfahren. Kurz darauf greift die Anti-Terror-Einheit TEK zu. Ort des Zugriffs ist eine Rast auf der M0 nahe Alacska. Sieben Mitarbeiter werden festgenommen, befragt, ohne anwaltliche Begleitung, teils mit verbundenen Augen und gefesselt.

„Solche Recherchen sind aufwendig und legen offen, was Menschen betrifft und sonst verborgen bleibt.“

Im Hintergrund läuft eine andere Geschichte, Ungarische Dienste beobachten die Transportstrecke bereits seit Januar. Hotels in Wien werden identifiziert, Wege kartiert, Bewegungen verfolgt. Der Einsatz wird von Örs Farkas gesteuert, Staatssekretär für die zivilen Geheimdienste und enger Vertrauter von Antal Rogán, der im System von Viktor Orbán sowohl Kommunikation als auch Nachrichtendienste bündelt. Offiziell geht es um Gegenspionage rund um einen früheren SBU-Mitarbeiter im Sicherheitsteam des Konvois. Intern läuft ein anderer Plan. Ziel ist es, einen Fund zu erzeugen, der sich politisch verwerten lässt. Waffen wären ideal gewesen. Daraus hätte sich ein Bild konstruieren lassen, das sich gegen Kiew und westliche Unterstützung richten kann.

Der Plan scheitert

Keine Waffen, keine illegalen Güter, keine Grundlage für Festnahmen oder Beschlagnahme. Was folgt, ist Improvisation. Die Steuerbehörde wird nachträglich eingebunden, ein Geldwäscheverfahren gestartet, um dem Zugriff einen rechtlichen Rahmen zu geben. Innerhalb der Behörde sorgt das für Widerstand, weil die zuständigen Stellen vorher nicht eingebunden waren. Gleichzeitig zeigt sich, wie schlecht vorbereitet der Einsatz war. Die Einheit verfügt nicht einmal über ausreichende Transportkapazitäten, um die beschlagnahmten Fahrzeuge abzutransportieren. Militärfahrzeuge müssen nachgefordert werden. Das Verteidigungsministerium erfährt erst davon, als der Zugriff bereits läuft. Militärische Nachrichtendienste bleiben außen vor.

 
Tote bei heftigen russischen Luftangriffen
Russland hat die Ukraine mit einer neuen Welle von Luftangriffen überzogen. In allen Regionen außer Odessa wurde vorübergehend Luftalarm ausgelöst. Den ukrainischen Behörden zufolge gibt es mindestens drei Tote.

Zwei Menschen wurden bei einem russischen Angriff in der ostukrainischen Region Poltawa getötet. Elf weitere Menschen seien außerdem verletzt worden. In der südukrainischen Region Saporischschja wurden bei einem „massiven kombinierten Raketen- und Drohnenangriff“ ein Mensch getötet und drei weitere verletzt, wie der Regionalgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram schrieb.

Sechs Wohngebäude, zwei Wohnhäuser, ein Geschäft, eine industrielle Infrastruktureinrichtung sowie weitere Gebäude seien bei dem Angriff beschädigt worden.

 
Mehrere Städte getroffen
Angriff mit Hunderten Drohnen auf Ukraine
Russland hat am Dienstag die Ukraine mit Hunderten Drohnen angegriffen. In mehreren Landesteilen gab es Tote. Besonders betroffen war die westukrainische Stadt Lwiw. Laut Einschätzung Kiews waren die Luftangriffe die bisher stärksten bei Tageslicht seit Kriegsbeginn vor mittlerweile mehr als vier Jahren.

Bisher griff die russische Armee mit Drohnen meist in den Nacht- oder frühen Morgenstunden an, nicht so am Dienstag. Seit der Früh „haben sie bereits über 400 Drohnen abgefeuert“, sagte der Sprecher der ukrainischen Luftstreitkräfte, Jurij Ignat. „Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals Tagesangriffe in einem solchen Ausmaß gegeben hat.“

„In dieser Größenordnung ist das grundsätzlich das erste Mal“, sagte Ignat. Laut Angaben aus Kiew kamen mehrere Menschen ums Leben, darunter in der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk, In Lwiw gab es nach Angaben der Stadtverwaltung mehrere Verletzte.

Mittelalterliche Kathedrale in Lwiw getroffen

 
Aufnahmen zeigen, wie eine russische Drohne ein Gebäude in Lwiw in der Ukraine trifft. Zwei Menschen wurden schwer verletzt. Bei aller Dramatik des Krieges im Nahen Osten darf die Ukraine nicht aus dem Blick geraten. Das Land hat seit Beginn der Angriffe ein Vielfaches an Zerstörung und Leid erlebt und ist auf jegliche Unterstützung angewiesen.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.
 
400 Drohnen in einer Nacht – Russland erhöht den Druck auf die Ukraine
Die Angriffe kommen wieder in einer Dimension, die keinen Zweifel lässt. Russland hat in einer Nacht fast 400 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert, dazu Marschflugkörper und ballistische Raketen. Getroffen wurden Städte im ganzen Land, mindestens sieben gleichzeitig. Die Angriffe liefen nicht nur nachts, sondern auch am Tag weiter, selbst die Hauptstadt Kiew blieb unter Beschuss. Die Folgen sind konkret und sichtbar. Wohnhäuser brennen, Rettungskräfte kämpfen gegen Feuer, Menschen werden aus Trümmern gezogen. Mindestens sechs Tote, Dutzende Verletzte, darunter Kinder. In Lwiw wird ein Gebäude im Stadtzentrum getroffen, in unmittelbarer Nähe einer historischen Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die Teil des UNESCO-Welterbes ist. Auch Krankenhäuser, darunter eine Geburtsklinik in Iwano-Frankiwsk, werden beschädigt.

Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.


Parallel verschärft sich die Lage an der Front. Auf einer Linie von über 1.200 Kilometern greifen russische Einheiten gleichzeitig an mehreren Punkten an. Innerhalb von vier Tagen werden mehr als 600 Angriffe gezählt. Neue Truppen und schweres Gerät werden nachgeführt, die Intensität steigt spürbar. Ukrainische Einheiten halten dagegen, melden abgewehrte Vorstöße und Verluste auf russischer Seite. Ein Durchbruch gelingt bislang nicht, doch der Druck wächst. Die Kämpfe ziehen sich entlang der gesamten Front, von Donezk bis in den Süden.

Die Einschätzungen verdichten sich, dass eine neue Offensive begonnen hat. Mit besserem Wetter zieht Russland seine Operationen traditionell an, doch entscheidende Geländegewinne bleiben weiterhin aus. Stattdessen bleibt es bei langsamen, verlustreichen Bewegungen. Gleichzeitig verschiebt sich die Aufmerksamkeit international. Der Krieg im Nahen Osten bindet Ressourcen und politische Energie, während die Ukraine weiter unter Dauerbeschuss steht. Präsident Wolodymyr Selenskyj formuliert es deutlich. Ohne spürbare Verluste auf russischer Seite werde es in Moskau keinen Anreiz geben, diesen Krieg zu beenden. Die Realität zeigt derzeit genau das Gegenteil.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Zurück
Oben