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Der Ukraine Sammelthread

Laut Kreml ukrainische Angriffe auf Hafen und Energieanlage
Die ukrainische Armee hat nach Angaben russischer Behörden einen Hafen im Nordwesten Russlands und eine Energieanlage in der südwestrussischen Grenzregion Belgorod angegriffen. An dem Hafen in Ust-Luga werde ein Brand unter Kontrolle gebracht, erklärte der Gouverneur der westrussischen Region Leningrad, Alexander Drosdenko, heute.

Die Anlage sei ein Umschlagplatz für russische Exporte, darunter Düngemittel, Öl und Kohle. Bei dem Angriff sei niemand verletzt worden.

In der südwestrussischen Grenzregion Belgorod meldete Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow Störungen der Strom- und Wasserversorgung nach einem ukrainischen Raketenangriff. „Es wurden schwere Schäden an Energieinfrastrukturanlagen verursacht“, erklärte er auf X.

 
Ungarn will Gaslieferungen an Ukraine aussetzen
Im Streit über den Ausfall russischer Öllieferungen durch die Ukraine kündigt Ungarn den Stopp seiner Gaslieferungen an das Nachbarland an. Ungarn werde sie so lange einstellen, bis die Öllieferungen durch die „Druschba“-Pipeline wieder aufgenommen würden, sagte Ministerpräsident Viktor Orban heute.

„Wir stellen die Gaslieferungen von Ungarn in die Ukraine schrittweise ein und werden das Gas, das uns noch verbleibt, in Ungarn lagern“, so Orban in einem auf Facebook veröffentlichten Video. Die Lieferungen durch die Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Jänner ausgesetzt.

Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff auf die Pipeline in der Westukraine dafür verantwortlich. Die Slowakei und Ungarn geben dagegen der Ukraine die Schuld an der langen Unterbrechung. Sie sind stark von russischen Energielieferungen abhängig und pflegen trotz des Krieges weiter engere Beziehungen zu Russland.

In dem Streit hat Ungarn bereits einen 90 Milliarden Euro schweren EU-Kredit für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland blockiert, solange die russischen Öllieferungen über die „Druschba“-Pipeline unterbrochen sind.

 
Selenskyj setzt auf Waffenpartnerschaft mit Golfstaaten
Die Ukraine verhandelt nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit den Staaten der Golfregion über eine Waffenpartnerschaft. Diese hätten wegen des Iran-Kriegs größtes Interesse an der ukrainischen Expertise bei der Drohnenbekämpfung, sagte er gestern in seiner abendlichen Videobotschaft.

„Die Ukraine schlägt eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft vor: Wir können diejenigen stärken, die uns stärken können“, sagte er. Als Gegenleistung sei Kiew an Flugabwehrwaffen und Geld für den eigenen Abwehrkrieg gegen Russland interessiert, machte er deutlich.

Das neuerliche Angebot Selenskyjs an die Golfstaaten, bei der Drohnenabwehr zu helfen, hängt seinen Angaben nach auch mit der Blockadehaltung Ungarns zusammen, das die Auszahlung eines EU-Milliardenkredits an die Ukraine verhindert.

 
Plenković: Kroatien steht fest an der Seite der Ukraine und leistet weiterhin Hilfe
Kroatien steht fest an der Seite der Ukraine und wird weiterhin Hilfe und Fachwissen im Bereich der Minenräumung leisten, sagte Premierminister Andrej Plenković heute nach einem Treffen mit dem Präsidenten des ukrainischen Parlaments, Ruslan Stefanchuk, in Zagreb.

„Kroatien steht fest an der Seite der Ukraine und leistet weiterhin politische, diplomatische, militärische und humanitäre Hilfe sowie unternehmerisches Know-how im Bereich der Minenräumung“, schrieb Plenković auf X.

Stefančuk nahm am parlamentarischen Gipfeltreffen der Drei-Meere-Initiative teil, das am Dienstag und Mittwoch in der kroatischen Hauptstadt stattfand.

Die Initiative begann 2015 als kroatisch-polnisches Projekt und vereint heute dreizehn EU-Mitgliedstaaten zwischen drei Meeren sowie strategische Partner – die Europäische Kommission, die Vereinigten Staaten, Deutschland, die Türkei, Spanien und Japan.

 
GB erlaubt Beschlagnahmung von russischer Schattenflotte
Die britische Regierung hat der Armee des Landes die Erlaubnis erteilt, sanktionierte Schiffe der russischen Schattenflotte beim Durchqueren britischer Hoheitsgewässer zu entern und zu beschlagnahmen.

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer habe zugestimmt, „dass die britischen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden nun Schiffe stoppen können, die vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurden und britische Gewässer durchqueren“, teilte die britische Regierung gestern mit.

Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland unter anderem das Öl-Embargo umgeht.

 
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Ein Mann lief in Frauenkleidern und mit Perücke durch Saporischschja: Die Polizei nahm ihn fest.
Er wollte so der Mobilisierung entgehen. Der Leiter des regionalen Polizeipräsidiums in Kisko bemerkte, der Mann sei „ain ein Café gegangen, um Kaffee zu trinken“. Der Festgenommene wurde zum Wehrdienstmeldeamt seines Bezirks gebracht.
Verkalkuliert, aber wo?
 
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Ein Mann lief in Frauenkleidern und mit Perücke durch Saporischschja: Die Polizei nahm ihn fest.
Er wollte so der Mobilisierung entgehen. Der Leiter des regionalen Polizeipräsidiums in Kisko bemerkte, der Mann sei „ain ein Café gegangen, um Kaffee zu trinken“. Der Festgenommene wurde zum Wehrdienstmeldeamt seines Bezirks gebracht.
Verkalkuliert, aber wo?

Zuviel Bart zu wenig Brust :mrgreen:
 
Selenskij: Trump fordert für Sicherheitsgarantien Rückzug der Ukraine aus dem Donbass
Washington verlange, dass die Ukraine den gesamten Donbass an Russland abtrete, so Selenskij.

Die USA machen ihre ⁠für ein Friedensabkommen ⁠zugesagten Sicherheitsgarantien nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij von großräumigen Gebietsabtretungen abhängig. Die Regierung in Washington verlange, dass der gesamte Donbass im Osten der Ukraine an Russland abgegeben werde, sagte Selenskij in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Präsident Donald Trump dränge auf ein schnelles Ende des vor vier Jahren durch die russische Invasion ausgelösten Krieges. Dies liege an dem Konflikt der USA mit ‌dem Iran. „Der Nahe Osten hat definitiv Auswirkungen auf Präsident Trump und, wie ich glaube, auf seine nächsten Schritte“, erklärte Selenskij. Trump wähle bedauerlicherweise weiterhin eine Strategie, die den Druck auf die ukrainische Seite erhöhe.

 
Abgeordnete machen in USA Stimmung für Kreml
Im Schatten des Iran-Krieges nähern sich Russland und USA weiter an. Kreml-nahe Parlamentarier führen derzeit Gespräche in den Vereinigten Staaten. Kiew befürchtet, dass Washington Rüstungsgüter in den Nahen Osten umleitet.

Der Kreml kommentierte die aufsehenerregende Visite mit nur wenigen Worten: „Es entsprach den Interessen sowohl Russlands als auch der Vereinigten Staaten“, sagte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow hinsichtlich des ersten Besuchs von russischen Abgeordneten in Washington seit Beginn der russischen Ukraine-Vollinvasion. Zuvor hatten russische Medien von der Ankunft der Delegation in den USA berichtet. Die Politiker sollten am Donnerstag Kongress-Mitglieder und am Freitag weitere US-Beamte treffen.

Washington vom „Sieg Russlands“ überzeugen
Das russische Medium „Wedomosti“ hatte bereits vor zwei Tagen Details über das geplante Zusammentreffen veröffentlicht. Anführen soll die russische Delegation demnach der Duma-Abgeordnete und Vize-Vorsitzender des außenpolitischen Komitees, Vjatscheslaw Nikonow. Nikonow, Enkel des unter Stalin amtierenden sowjetischen Außenministers Wjatscheslaw Molotow und Mitglied der Putin-Partei „Einiges Russland“, spreche ausgezeichnet Englisch und solle die Kongress-Mitglieder vom „Sieg Russlands“ in der Ukraine überzeugen, schrieb „Wedomosti“ unter Berufung auf Duma-Kreise.

 
Die Polizei deckte fast 500 Fälle von kriminellen Machenschaften auf, bei denen mithilfe gefälschter ärztlicher Atteste der Einberufung entgangen war. Die Operation „Guardian“ wurde durchgeführt. Allein in dieser Phase wurden 115 Durchsuchungen vorgenommen und 87 Verdächtige festgenommen.

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Norwegen plant, die Schutzbestimmungen für ukrainische Männer zwischen 18 und 60 Jahren zu verschärfen und den automatischen Anspruch auf vorübergehenden kollektiven Schutz abzuschaffen. Neuankömmlinge können Asyl künftig nur noch im regulären Asylverfahren beantragen.

„Seit Herbst 2025 (als die Grenzen für Männer unter 23 Jahren geöffnet wurden) sind zu viele junge Männer nach Norwegen gekommen. Norwegen hat bereits die größte ukrainische Bevölkerungsgruppe in Skandinavien, und norwegische Kommunen berichten von überlasteten Sozialsystemen und Wohnungsnot. Daher verschärfen wir die Bestimmungen“, erklärte die norwegische Regierung.

Der norwegische Justizminister betonte, es sei wichtig, „dass möglichst viele Menschen in der Ukraine bleiben, um zur Verteidigung und zum Funktionieren der ukrainischen Gesellschaft beizutragen“. Die Änderung tritt in Kürze in Kraft.
 
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