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Der Ukraine Sammelthread

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Im Jahr 2025 investierte die Ukraine rund 40 % ihres BIP in Verteidigung – den höchsten Wert weltweit. Russland hingegen gab laut einem Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (SIPRI) etwa 7,5 % seines BIP für Verteidigung aus.

Die Militärausgaben Kiews stiegen im vergangenen Jahr um 20 % auf 84,1 Milliarden US-Dollar, was 63 % des Staatshaushalts entsprach. Trotz ausbleibender neuer Militärhilfe aus den USA erhielt die Ukraine 52,2 Milliarden US-Dollar an externer Budgethilfe.

Russland erhöhte seine Militärausgaben im Jahr 2025 um 5,9 % auf rund 190 Milliarden US-Dollar. Der Anteil der Militärausgaben am Gesamthaushalt stieg auf 20 % – den höchsten jemals verzeichneten Wert.

Gleichzeitig nimmt die Geheimhaltung des russischen Haushalts zu: Rund 79 % der Verteidigungsausgaben sind geheim, und es wurde eine eigene Kategorie, „geheime Sozialpolitik“, geschaffen.

Russlands Militärausgaben verlagern sich hin zur Massenproduktion kostengünstigerer Waffensysteme, darunter Drohnen. Sanktionen treiben die Ausgaben ebenfalls in die Höhe und zwingen die Beschaffung zunehmend über Drittländer, was die Kosten erhöht.

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eigentlich ein wahrer Zombie-Staat, ein wandelnder Toter
 
https : // t.me/stranaua/233810#

Die Ukraine benötigt über 800 Milliarden US-Dollar für ihren Wiederaufbau. Die Beschaffung dieser Summe wird jedoch aufgrund hoher militärischer und wirtschaftlicher Risiken äußerst schwierig sein. Dies ist das Ergebnis einer Analyse der internationalen Unternehmensberatung McKinsey.

Der Bericht stellt fest, dass Investoren durch verschiedene Faktoren abgeschreckt werden: das Risiko der Zerstörung von Vermögenswerten durch Krieg und Projektunterbrechungen, politische Instabilität, Währungsschwankungen, wirtschaftliche Schwäche und regulatorische Unsicherheit. Auch nach Kriegsende werden diese Risiken voraussichtlich fortbestehen und die Kreditkosten hoch halten.

Die ersten fünf Jahre sind entscheidend für den Wiederaufbau. In diesem Zeitraum werden rund 360 Milliarden US-Dollar aus inländischen und ausländischen Quellen benötigt, um die Wirtschaft zu stützen und eine langwierige Stagnation zu vermeiden.

Das Hauptproblem ist der Mangel an inländischen Ressourcen. Der Staatshaushalt wird begrenzt sein, und inländische Unternehmen und der Finanzmarkt sind nicht in der Lage, die erforderlichen Investitionen zu tätigen. Daher wird die Ukraine auf externe Finanzierung angewiesen sein.

Allein in den ersten fünf Jahren wird das Land 120 bis 140 Milliarden US-Dollar an Auslandsschulden benötigen. Banken und Investoren werden jedoch aufgrund der niedrigen Kreditwürdigkeit und des hohen Gesamtrisikos des Landes zurückhaltend agieren, und Kredite werden teuer sein.

Die bestehenden Finanzierungsmechanismen der Ukraine sind für dieses Vorhaben unzureichend. Sie konzentrieren sich primär auf kleine und mittlere Unternehmen, während große Infrastrukturprojekte weiterhin vernachlässigt werden. Die Situation wird zusätzlich durch komplexe Verfahren und strenge Auflagen erschwert, die den Investitionsstart verlangsamen.

Selbst im optimistischsten Szenario wird das Volumen privater Investitionen in der Ukraine zu Beginn auf lediglich rund 2 Milliarden US-Dollar geschätzt – was bedeutet, dass die Erholung in hohem Maße von internationalen Institutionen abhängen wird, die in der Lage sind, deutlich höhere Mittel aufzubringen.
 
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Litauen gab die Aufdeckung eines Netzwerks mit Verbindungen zum GRU bekannt, dessen Mitglieder Attentate und Sabotageakte planten.
Laut Ermittlern sammelten die Verdächtigen Daten über Personen und militärische Infrastruktur und planten, für die Ukraine bestimmte Ausrüstung in Brand zu setzen. Ihre Aktivitäten wurden mutmaßlich im Interesse des russischen Militärgeheimdienstes koordiniert.

Die Ermittlungen begannen 2025 nach dem Fund eines Peilsenders in einem Auto. Im März desselben Jahres wurden Hauptverdächtige in Vilnius festgenommen. Weitere Festnahmen und Durchsuchungen folgten in Polen, der Ukraine und Griechenland. Dreizehn Personen sind in den Fall verwickelt; einige wurden festgenommen, gegen andere liegen europäische Haftbefehle vor.
 
Selenskyj sieht EU-Beitritt als Teil einer Friedenslösung
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht einen Beitritt seines Landes in die Europäische Union als wichtigen Teil einer Friedenslösung. Darüber hinaus nannte er gestern in einer Videobotschaft als Voraussetzung für einen „realen Frieden in Europa“ einen „Wiederaufbau unseres Landes nach dem Krieg“. Ebenso müssten die Grenzen und die Souveränität der Ukraine respektiert sowie ihr Sicherheitsgarantien gewährt werden.

Er erinnerte dabei daran, dass dem russischen Angriff vom Februar 2022 unter anderem die Besetzung der südukrainischen Halbinsel Krim voranging.

Zuvor hatte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine stärkere Einbindung der Ukraine in die Europäische Union als wichtige Basis für ein Ende des russischen Angriffskriegs bezeichnet. Gleichzeitig schloss Merz jedoch auch einen ukrainischen Gebietsverzicht nicht völlig aus. Für eine Zustimmung in einem Referendum müsse Kiew daher die Perspektive einer Vollmitgliedschaft in der EU erhalten.

Der Finanzbedarf für einen Wiederaufbau des kriegsversehrten Landes wird von der Weltbank auf umgerechnet rund 500 Milliarden Euro geschätzt. Kiew erhielt nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn allein für die Finanzierung seines Staatshaushaltes bereits rund 150 Milliarden Euro von ausländischen Geldgebern. Vergangene Woche machten die EU-Staaten den Weg für die Zahlung von weiteren 90 Milliarden Euro aus einem Kredit frei.

 
Wie sehr die ukrainischen Angriffe den russischen Ölsektor treffen – und warum Putin sich nun an Deutschland rächt
Mit den Drohnenattacken auf russische Ölexportanlagen will die Ukraine Putin eine wichtige Finanzquelle für den Ukraine-Krieg abdrehen. Der Kreml spürt das allerdings bislang kaum. Doch indem er ab 1. Mai die Öllieferungen nach Deutschland einstellt, will er Berlin auf seine Seite in dieser Eskalationsphase zwingen.

Der Iran-Krieg bringt mit seinen Auswirkungen auf den globalen Rohstoffhandel nicht nur die Weltwirtschaft zunehmend in Bedrängnis. Er hat auch im Ukraine-Krieg die Karten neu gemischt und diesen teilweise zu einem Rohstoffkrieg verändert. Da nämlich Russland durch die stark gestiegenen Preise für Erdöl, Erdgas und andere Rohstoffe als großer Profiteur gilt, versucht Kiew seit Wochen, die diesbezüglichen russischen Anlagen, insbesondere die Exportinfrastruktur, mit Drohnen zu treffen. In erster Linie geht es um den Ölsektor, sprich Raffinerien und Anlagen in den wichtigen Häfen Primorsk und Ust-Luga an der Ostsee. Es ist ein Wettrennen zweier Kriegsparteien – mit zuletzt neuen Wendungen.

Doch wie sehen die Zahlen in diesem Wettstreit aus? Wie die Nachrichtenagentur Reuters vor zweieinhalb Wochen kalkulierte, werde der russische Staat im April, wo der 73-prozentige Preissprung auf russisches Öl vom März steuerlich erstmals schlagend wird, diese Steuereinnahmen auf 700 Milliarden Rubel (9,3 Milliarden Dollar) verdoppeln können. Die Ölsteuereinnahmen machen etwa ein Viertel der gesamten Budgeteinnahmen aus und tragen somit auch wesentlich zum Kriegsbudget bei.

Die ukrainischen Erfolge wiederum bezifferte Präsident Wolodymyr Selenskyj dieser Tage selbst: Aufgrund der ukrainischen Angriffe würden sich Russlands Einnahmenverluste allein im März „schätzungsweise auf mindestens 2,3 Milliarden US-Dollar“ belaufen, sagte er in einer Videoansprache am 19. April. „Wir setzen diese Arbeit im April fort.“

 
Höchste US-Diplomatin in Ukraine tritt zurück
Die ranghöchste Vertreterin der USA in der Ukraine, Julie Davis, gibt Medienberichten zufolge ihren Posten nach weniger als einem Jahr auf. Die Diplomatin werde ihren Dienst in Kiew im Juni beenden und anschließend in den Ruhestand gehen, meldeten mehrere Medien gestern (Ortszeit) unter Berufung auf das US-Außenministerium.

Davis’ Abgang fällt in eine Phase festgefahrener Bemühungen um eine Waffenruhe zwischen der Ukraine und Russland. Berichte über einen Rücktritt aus Unzufriedenheit mit US-Präsident Donald Trump wies das Ministerium zurück. Es sei „falsch zu behaupten“, die Diplomatin trete „wegen Meinungsverschiedenheiten“ mit Trump zurück.

Bericht über Differenzen mit Trump-Regierung
Die „Financial Times“ hatte unter Berufung auf drei mit der Entscheidung vertraute Personen berichtet, Davis sei wegen Differenzen mit Trump über dessen nachlassende Unterstützung für die Ukraine „zunehmend frustriert“ gewesen und wolle ihre mehr als drei Jahrzehnte lange Karriere beenden.

 
Was hat Selenskyj gewusst?
Brisantes Enthüllungsbuch über die Sprengung der Nord Stream Pipeline

In einem Hamburger Gefängnis sitzt ein Ukrainer namens Serhij K. Sollte es zu einer Anklage kommen, wird das heiß. Denn der Ukrainer gilt als der Chef einer Gruppe von ukrainischen Patrioten, zum Teil aus dem Militär, die im September 2022 die Nord Stream II Gaspipeline in der Ostsee gesprengt haben.

Wie das genau gewesen sein soll, stellt Bojan Pancevski, der Chief-Korrespondent des Wall Street Journal, in einem intensiv recherchierten Buch (Die Nord-Stream-Sprengung, HarperCollins), das er auch in Wien vorstellt, dar: Es war eine Gruppe ukrainischer Patrioten, die "Deutschland von der russischen Energieumklammerung" befreien und damit dem eigenen, von Putin überfallenen Land helfen wollten. Was Pancevski ausdrücklich verneint: dass es sich um eine russische false flag operation gehandelt haben könnte. Brisant: etliche westliche Geheimdienste wussten von der geplanten Aktion, konnten die ukrainische Gruppe aber nicht abhalten. Kernfrage: hat Wolodymyr Selenskyj das gewusst oder gar befohlen? Selenskyj dementiert – und nach einer Version liegt die Verantwortung beim damaligen ukrainischen Oberkommandierenden General Walerij Saluschnyj, den Selenskyj im Februar 2024 als politischen Rivalen entlassen hat.

Wahrscheinlich kann all das die Unterstützung Europas für die Ukraine nicht entscheidend schwächen. Aber die Putin-Freunde haben Kirtag. (Hans Rauscher, 29.4.2026)

 
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Ein polnisches Gericht hat den ehemaligen stellvertretenden Finanzminister Krzysztof Tolwiński wegen öffentlicher Beleidigung von Ukrainern für schuldig befunden, wie die Gazeta Wyborcza berichtet.

In den ersten Kriegsmonaten äußerte sich Tolwiński unter anderem wie: „Bandera-Pöbel, Primitive, deren einziges Ziel die Zerstörung unserer Kultur und Ordnung ist!“ und „Wir müssen sie beseitigen, bevor diese ukrainische Plage unsere Gesellschaft vollständig infiziert!“

Das Gericht wertete dies als ein durch Nationalhass motiviertes Verbrechen. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren jedoch zweimal mangels Beweisen ein. Der ukrainische Journalist Ihor Kravets reichte daraufhin mit Unterstützung des polnischen Zentrums zur Beobachtung rassistischer und fremdenfeindlicher Handlungen eine neue Anzeige ein.

Tolwiński kritisierte das Urteil und bezeichnete es als „politische Angelegenheit“, die seinen politischen Lebenslauf aufwerte und ihm eine Ehre sei.
 
Selenskyj gab bekannt, dass die Ukraine mit Waffenexporten beginnt und alle Details auf staatlicher Ebene vereinbart wurden. Es wird das Format der Drohnenabkommen eingeführt, das die Lieferung von Drohnen, Raketen, Ausrüstung und Software sowie den Technologieaustausch umfasst. Exporte sind ausschließlich über zwischenstaatliche Abkommen möglich, wobei der Bedarf der ukrainischen Streitkräfte Priorität hat. Nur Überschüsse werden verkauft. Eine Liste von Ländern mit Beschränkungen aufgrund ihrer Verbindungen zu Russland wird erstellt.

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Selenskyj: Ukraine startet Waffenexporte

„Der Export ukrainischer Waffen wird Realität. Wir haben uns auf Ebene unserer staatlichen Institutionen auf alle Details geeinigt. Heute habe ich die Richtlinien für diese zwischenstaatliche Zusammenarbeit und die Entwicklung automatischer Genehmigungen für Waffenexportgeschäfte genehmigt“, erklärte der ukrainische Präsident.
 
Kiew als Innovationstreiber
"Beeindruckter" Pistorius will ukrainische Erfindungen für Deutschland nutzen
Die Bundesregierung will die Rüstungszusammenarbeit mit der Ukraine ausbauen, um von den Erfahrungen des im Krieg befindlichen Landes zu profitieren. Deutschland wolle Joint Ventures stärken, um selbst von den Innovationen der Ukraine zu profitieren.
Die Bundesregierung will die Rüstungszusammenarbeit mit der Ukraine ausbauen, um von den Erfahrungen des im Krieg befindlichen Landes zu profitieren. „Die Ukraine ist ein Land, das notgedrungen in eine unglaubliche Innovationsfähigkeit und Geschwindigkeit hineingewachsen ist“, sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag in Berlin.

Mehr Militär-Attachés nach Kiew
„Sie entwickeln Technologien nicht unter Laborbedingungen, sondern eben tatsächlich auf dem Gefechtsfeld.“ Sein Ministerium werde mehr Militär-Attachés an die deutsche Botschaft nach Kiew entsenden, um Ansprechpartner für eine engere Rüstungszusammenarbeit zu bieten.

Pistorius äußerte sich nach einer Gesprächsrunde in seinem Ministerium, an der neben deutschen und ukrainischen Regierungsmitgliedern auch Vertreter der deutschen Wirtschaft und des Finanzsektors teilnahmen. Deutschland habe großes Interesse an einigen Entwicklungen der ukrainischen Rüstungsindustrie, etwa Abfangdrohnen und Präzisionsraketen mit größerer Reichweite, sagte der Minister.

 
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