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Der Ukraine Sammelthread

➡️Die üblichen Verdächtigen 2022: „Die Ukraine #KANN diesen Krieg nicht gewinnen.“

➡️Die üblichen Verdächtigen 2024: „Die Ukraine #DARF diesen Krieg nicht gewinnen.“

➡️Die üblichen Verdächtigen 2026: „Die Ukraine #MUSS sofort aufhören, sich erfolgreich zu verteidigen.“


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Nach Treffer: IAEA fordert Zugang zu AKW Saporischschja
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat Zugang zu der von einer Drohne getroffenen Turbinenhalle im von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporischschja gefordert. Die Behörde sei über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden sei, teilte die IAEA auf der Plattform X gestern mit.

Laut IAEA handelt es sich um den ersten Drohnenangriff innerhalb des Kraftwerksgeländes seit April 2024. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi zeigte sich ernsthaft besorgt über den Vorfall. Angriffe auf Atomanlagen seien wie ein Spiel mit dem Feuer, sagte er.

Ukraine dementiert Schuld
Nach Angaben des russischen staatlichen Atomkonzerns Rosatom handelt es sich um eine ukrainische Drohne. Wichtige Anlagen seien bei der Explosion nicht beschädigt worden, es sei jedoch ein Loch in die Wand einer Turbinenhalle gerissen worden, erklärt Rosatom-Chef Alexej Lichatschow. Das ukrainische Militär wies die russische Behauptung zurück und bezeichnet diese als „Propagandatrick“.

 
Weil es von den Putin-Liebhabern anders dargestellt wird:
Rumäniens Staatschef: Drohne stammte aus Russland
Rumänien gibt die Herkunft der nahe der rumänisch-ukrainischen Grenze in ein Wohnhaus eingeschlagenen Drohne offiziell als russisch n. Es handele sich um eine russische Drohne vom Typ Geran-2, die am Donnerstagabend in der Stadt Galati eingeschlagen sei, erklärte Rumäniens Präsident Nicusor Dan gestern im Onlinedienst X.

Dies sei die „eindeutige Schlussfolgerung“ von Bukarests „Expertenbericht“. Das umfassende technische Gutachten belege die „alleinige Verantwortung“ Moskaus.

Durch den Einschlag waren in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein 14-Jähriger und eine 53 Jahre alte Frau verletzt und ein Feuer ausgelöst worden. Es war der erste Drohneneinschlag in einem Wohnhaus außerhalb der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022.

Rumänien machte für den Vorfall vollumfänglich Moskau verantwortlich. Die russische Botschaft in Bukarest beschuldigte dagegen die Ukraine, eine Provokation inszeniert zu haben.

 
Selenskyj wirbt im US-Fernsehen für Friedensgespräche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich in einem US-Fernsehinterview für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter ausgesprochen. In dem gestern ausgestrahlten Gespräch mit dem Sender CBS warb Selenskyj um die Unterstützung des US-Publikums und verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine.

„Es begann im Dezember 2025, Russland begann die Initiative auf dem Schlachtfeld zu verlieren“, sagte Selenskyj in der Sendung „Face the Nation“. „Wir haben also jetzt diese Zeitspanne vor dem Winter … vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen.“

Verhandelt werden könne auch mithilfe Europas oder bilateral mit Russland. Dies hänge auch vom Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin ab, sagte Selenskyj. Der Druck in der russischen Gesellschaft wachse, und der Druck durch Sanktionen müsse verstärkt werden.

 
Sanktionen lockern, Dialog nennen – und auf Wirkung hoffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Entscheidung der Trump-Regierung kritisiert, Sanktionen gegen russisches Öl zu lockern. Seine Argumentation richtet sich dabei nicht gegen Diplomatie als solche, sondern gegen die Annahme, wirtschaftliche Entlastung könne politischen Druck ersetzen. Selenskyj formulierte es deutlich. Wer Sanktionen lockert, unterstütze am Ende nicht nur russische Exporte, sondern indirekt auch die Strukturen, die den Krieg tragen. Geld aus Energieverkäufen bleibe ein wichtiger Teil der staatlichen Einnahmen und wirke damit auch auf die russische Rüstungsindustrie. Besonders scharf fällt seine Kritik an der wirtschaftlichen Begründung aus. Nach seiner Darstellung habe die Lockerung keine sichtbaren Effekte auf die internationalen Preise für Öl, Gas oder Diesel gebracht. Russland stehe nur für einen vergleichsweise kleinen Anteil des weltweiten Ölangebots. Daraus leitet Selenskyj die Frage ab, welchen praktischen Nutzen die Maßnahme überhaupt gehabt habe.

Für ihn liegt die Antwort woanders. Er vermutet hinter dem Schritt weniger eine Preisstrategie als den Versuch, Gesprächskanäle mit Moskau zu öffnen und politische Annäherung zu ermöglichen. Genau diesen Ansatz hält er jedoch für falsch. Russland reagiere aus seiner Sicht nicht auf Entgegenkommen oder politische Gesten. Jede Lockerung werde dort nicht als Einladung zu Verhandlungen verstanden, sondern als Zeichen dafür, dass Druck nachlasse. Deshalb fordert Selenskyj das Gegenteil. Nicht weniger Sanktionen, sondern mehr. Nicht wirtschaftliche Entlastung, sondern höhere Kosten. Die Aussage zeigt zugleich einen größeren Streit, der weit über die Ukraine hinausreicht. Die Frage lautet inzwischen nicht nur, wie Kriege beendet werden. Sondern ob wirtschaftlicher Druck ein Hebel für Verhandlungen ist – oder ob sein Abbau aus Sicht von Gegnern als Einladung verstanden wird, weiterzumachen.

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Historikerin Shore: "Die Menschen in Kyjiw weigern sich, gebrochen zu werden"
Schon mehrmals seit Kriegsbeginn ist die US-amerikanische Osteuropa-Expertin Marci Shore in die Ukraine gereist, wo sie stets auf "eine surreale Mischung aus normal und abnormal" stößt

Die US-amerikanische Osteuropa-Historikerin Marci Shore übersiedelte wegen der aktuellen politischen Lage in den USA nach Kanada. Dieser Tage nahm sie am ukrainischen Literaturfestival "Book Arsenal" in Kyjiw teil und schildert dem STANDARD ihre Eindrücke.

STANDARD: Welche Rolle hatten Sie bei dieser internationalen Veranstaltung?

Shore: Vergangenes Jahr hatte ich "Book Arsenal" gemeinsam mit der ukrainischen Autorin und Herausgeberin Oksana Forostyna kuratiert. Heuer nahm ich an mehreren Podiumsdiskussionen teil, so etwa an "Beyond the Victim Narrative", wo es um den bemerkenswerten Dokumentarfilm Traces von Alissa Kowalenko ging – um Frauen, die Opfer sexueller Gewalt in diesem Krieg wurden. Das diesjährige Schwerpunktthema, kuratiert von Maksym Butkewytsch, lautet "To Bear Your Freedom". Maksym ist eine wirklich außergewöhnliche Person: Er überlebte zwei Jahre und vier Monate in russischer Gefangenschaft und spricht äußerst selbstreflektiert über seine Erfahrungen.

STANDARD: Im Programm heißt es, in der Nähe sei ein Luftschutzbunker – und man dürfe im Fall eines Luftalarms das Ticket wiederverwenden …

Shore: Jeder hier ist gezwungen, nach dem Rhythmus der Luftalarme zu leben. Ich habe Gedichtlesungen im Bunker gehört, Exemplare meiner Bücher im Bunker signiert, an Gesprächen über Feminismus teilgenommen. In der Nacht gab es zwei Luftalarme, einer gegen Mitternacht dauerte etwa eine Stunde und ein weiterer war gegen drei Uhr. Und dann gab es heute (Freitag, 29.5., Anm.) drei Alarme – was leider alle Panels unterbrochen hat, an denen ich teilgenommen habe.

 
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Der polnische Präsident Nawrocki hat vorgeschlagen, Selenskyj den Orden vom Weißen Adler – Polens höchste Auszeichnung – abzuerkennen. Grund hierfür sei die Entscheidung, eine Einheit der ukrainischen Spezialkräfte (SOF) nach den „Helden der UPA“ zu benennen, wie das Portal Onet berichtet.

„Am 8. Juni findet eine Sitzung des Kapitels des Ordens vom Weißen Adler statt. Ich habe vorgeschlagen, die Aberkennung des Ordens für Wolodymyr Selenskyj als einen der Tagesordnungspunkte aufzunehmen. Indem er eine ukrainische Militäreinheit nach den ‚Helden der UPA‘ benannt hat, lieferte der ukrainische Präsident der russischen Propaganda erstklassiges Material und reichlich Sauerstoff. Ich betrachte diese Entscheidung in einem äußerst negativen Licht. Präsident Selenskyj hat damit gezeigt, dass die Ukraine – was die Mentalität und die Glorifizierung von Banditen und Mördern der UPA betrifft – noch nicht bereit ist, Teil der europäischen Familie zu sein“, erklärte Nawrocki gegenüber Journalisten.

Der Orden vom Weißen Adler war Wolodymyr Selenskyj im Jahr 2023 von Präsident Andrzej Duda verliehen worden.

Bereits zuvor hatte der ehemalige polnische Präsident Lech Wałęsa Selenskyj wegen der Umbettung von Andrij Melnyk – einem der Anführer der OUN – in der Ukraine kritisiert und diesen dabei als „Banditen der UPA“ bezeichnet.
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ist auch verständlich, die "Helden der UPA" haben im 2WK 200.000 polnische Zivilisten abgeschlachtet
 
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Bartosz Cichocki, der ehemalige polnische Botschafter in der Ukraine, hat den Verdienstorden zurückgegeben, den er 2022 von Selenskyj erhalten hatte; als Begründung nannte er die „Ehrung der UPA“, wie das polnische Medium RMF FM berichtet.

In einer an die Medien versandten Erklärung teilte Cichocki mit, dass er angesichts der Entscheidungen Selenskyjs – die „der UPA und den Kollaborateuren der deutschen Nationalsozialisten huldigen“ – die ihm verliehene Auszeichnung zurückgegeben habe.

Gleichzeitig fügte er hinzu, dass „jeder Ukrainer, der gegen die russischen Invasoren, historische Lügen und Korruption kämpft“, auf seine Unterstützung zählen könne.

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:lol:

Die Freundschaft zwischen den beiden ist wie die Freundschaft zwischen Hund und Katze
 
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Ukrainischer Stabschef: Kriegsende vor Winter realistisch
Der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Kyrylo Budanow, hält nach eigenen Angaben ein Abkommen zur Beendigung des Krieges noch vor dem Winter für machbar. Es sei die Anweisung des Präsidenten, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, wenn irgendwie möglich noch vor dem Winter, sagte Budanow gestern.

„Meiner Meinung nach ist das absolut richtig, rechtzeitig und realistisch.“ Er erwarte in Kürze den Besuch einer US-Delegation in Moskau und Kiew.

Nach Selenskyjs Worten ist die Lage an den Fronten derzeit stabil. Einen entsprechenden Rapport habe er von Oberkommandeur Olexandr Syrskyj bei einer Stabssitzung entgegengenommen, schrieb Selenskyj auf Facebook. „Die ukrainischen Positionen sind stark, und das ist ein Ergebnis, das unser Staat dringend benötigt“, betonte er. Das werde auf jeden Fall die diplomatischen Bemühungen Kiews um eine friedliche Lösung unterstützen.

 
Neue russische Angriffe: Wohnhaus in Kiew getroffen
Bei großangelegten russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind nach Angaben örtlicher Behörden in der Nacht auf heute mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew wurden mindestens drei Menschen getötet und Dutzende verletzt, in der Stadt Dnipro kamen nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben, mindestens 16 wurden verwundet. In Kiew schlug laut Augenzeugen eine Rakete in ein 24-stöckiges Wohnhaus ein, das daraufhin teilweise einstürzte.

Der Kiewer Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, es könnten Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein. Ein weiterer Angriff habe die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet. Zudem seien in mehreren Stadtteilen durch herabfallende Trümmerteile Brände in Gebäuden und an Fahrzeugen ausgebrochen.

 
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