Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Gegenseitige Angriffe im Grenzgebiet
Die gegenseitigen Angriffe im russisch-ukrainischen Grenzgebiet haben sich heute fortgesetzt. In der russischen Region Belgorod kam laut Behörden ein Mann bei einem Raketen- und Drohnenangriff ums Leben, ein weiterer wurde verletzt.

Zudem sei die Energieinfrastruktur beschädigt worden, was zu Strom- und Wasserausfällen in der Stadt Belgorod geführt habe. In der südukrainischen Region Cherson gab es zwei Tote und 16 Verletzte aufgrund von russischen Angriffen.

In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurden den dortigen Behörden zufolge zudem drei Menschen verletzt. Im russisch kontrollierten Horliwka im Osten der Ukraine wurden dem russischen Staatsfernsehen zufolge fünf Menschen bei Drohnenangriffen verletzt. Die Angaben aus den Kampfgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

 
Russen empören sich über ukrainischen Angriff
Es ist schon erstaunlich, dass Russland scheinbar das Recht hat, 4 Jahre Krieg in der Ukraine zu führen und am laufenden Meter Menschen zu töten, sich aber empört, wenn sie den Krieg selbst zu spüren bekommen.
Seit geraumer Zeit greift die Ukraine militärisch wichtige Infrastruktur in Russland an. Jetzt gab es einen Angriff, bei dem im Umfeld Moskaus auch zivile Ziele getroffen wurden.
Die darauffolgende Empörung der russischen Bevölkerung lässt einen staunen.
„Der Krieg, den viele Moskauer jahrelang nur aus dem Fernsehen kannten, ist plötzlich hörbar geworden: Explosionen über Vororten, brennende Wohnhäuser und Menschen, die sich ohne Sirenenwarnung ins Badezimmer flüchten. Während russische Staatsmedien die ukrainischen Drohnenangriffe herunterspielen, zeigen Videos aus Moskau Schock, Wut - und erstmals auch leise Fragen nach der eigenen Rolle in diesem Krieg.
"Was soll das? Warum bombardieren die uns? Wir haben euch doch nichts getan!" Diese Worte eines Mannes mittleren Alters, der an einem sonnigen Tag im Mai 2026 auf dem Balkon eines Moskauer Hochhauses steht, gehen durch viele Telegram-Chats. Mit ausgestrecktem Arm filmt er den Himmel, seine Stimme klingt ehrlich verwirrt und fast verletzt.

Für einen großen Teil der Moskauer war der Krieg in der Ukraine vier lange Jahre ein abstrakter Vorgang - etwas, das im Fernsehen lief, irgendwo im Donbass, irgendwas im Rahmen von Wladimir Putins "Spezialoperation". Nun steht er plötzlich vor der eigenen Haustür: der Krieg. In Chatgruppen, Social-Media-Stories und auf Balkonen hört man immer wieder dieselben Sätze: "Warum jetzt wir? Wir sind doch Zivilisten. Der Krieg sollte doch dort bleiben. Wir haben damit nichts zu tun." Viele zeigen sich schockiert und empört, dass der Konflikt die Hauptstadt erreicht hat.“
Quelle: NTV
Die Fragen der betroffenen Zivilisten wirken absurd, die Frage nach dem Warum und die Aussage, wir haben doch nichts getan, wir sind doch Zivilisten wirken, als hätten die Russen seit 4 Jahren nicht mitbekommen, dass das eigenen Land Krieg gegen die Ukraine führt.
Jetzt wird auch noch der Ruf nach Vergeltung laut, einer Vergeltung für einen Angriff von Menschen, die seit über 4 Jahren mit Krieg überzogen werden.


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Russland kündigt neue Angriffe auf Kiew an
Russlands Außenministerium hat heute eine Reihe „systematischer Angriffe“ auf Einrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie in der Hauptstadt Kiew starten. Ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger wurden dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen.

In einer Erklärung hieß es laut Reuters, die Angriffe seien eine Reaktion auf einen angeblich absichtlichen Drohnenangriff der Ukraine auf ein Studentenwohnheim am Freitag. Das ukrainische Militär wies jegliche Verantwortung zurück und erklärte, es habe eine Eliteeinheit der Drohnenkommandoeinheit angegriffen.

 
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Russland hat den Beginn einer „systemische Angriffe“ gegen Kiew angekündigt und rät Ausländern, die ukrainische Hauptstadt so schnell wie möglich zu verlassen.
„Der Schlag gegen Starobilsk* hat unsere Geduld erschöpft. Unter den gegebenen Umständen leiten die Streitkräfte der Russischen Föderation eine aufeinanderfolgende Reihe systemischer Schläge gegen Einrichtungen der ukrainischen Rüstungsindustrie in Kiew ein – einschließlich spezifischer Standorte, die an der Entwicklung, Produktion, Programmierung und operativen Vorbereitung von Drohnen beteiligt sind. Diese werden vom Kiewer Regime unter der Assistenz von NATO-Spezialisten eingesetzt, welche für die Lieferung von Komponenten, die Bereitstellung von Geheimdienstinformationen sowie die Zielerfassung zuständig sind. Die Schläge werden sich zudem gegen Entscheidungszentren und Kommandoposten richten. Angesichts der Tatsache, dass die vorgenannten Einrichtungen über das gesamte Stadtgebiet von Kiew verteilt sind, warnen wir ausländische Staatsbürger vor der Notwendigkeit, die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen; zudem fordern wir die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt eindringlich auf, sich von militärischen und administrativen Infrastruktureinrichtungen fernzuhalten, die mit dem Selenskyj-Regime in Verbindung stehen“, erklärte das russische Außenministerium.

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* Russland behauptet ukrainische Drohnen haben vor einigen Tagen ein Studentenwohnheim in Starobilsk im Donbass angegriffen und dabei 21 Studenten getötet, die meisten von ihnen waren junge Mädchen. Der Angriff ereignete sich nachts, während die Studenten schliefen. Die Ukraine behauptet dagegen, dass in dem Gebäude Drohnenpiloten ausgebildet wurden.
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Wir werden bald sehen, wie ernst diese Drohungen tatsächlich sind; bis heute – während aller 4 Kriegsjahre – hat Russland es vermieden, ukrainische „Entscheidungszentren“ anzugreifen: Regierungsgebäude sowie die Staatsführung, die militärische Führung, usw.
 
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Der SBU erklärt, er habe „einen russischen Agenten festgenommen, der den Angriff auf Kiew am 24. Mai koordiniert hat“.
Der Koordinator erwies sich als 18 Jahre alt. Er wurde in der Nähe einer Einrichtung des Verteidigungsministeriums festgenommen. Allerdings koordinierte er nicht den eigentlichen nächtlichen Angriff auf Kiew selbst; sondern wurde am darauffolgenden Tag festgenommen, als er die Folgen der Einschläge fotografierte. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe, fügt der Geheimdienst hinzu.
 
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Auf Anweisung Putins informierte Lawrow Rubio darüber, dass die russischen Streitkräfte mit systematischen Angriffen auf Ziele in Kiew beginnen, die von den ukrainischen Streitkräften genutzt werden; dies teilte das russische Außenministerium mit. Zudem erinnerte der Außenminister die amerikanische Seite an die Vereinbarungen bezüglich des Ukraine-Konflikts, die auf höchster Ebene in Anchorage getroffen worden waren.

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Putin warnt Trump vor bevorstehenden Angriffen auf Kiew, es sieht so aus, dass die Russen es diesmal ernst meinen
 
„Drohung“ Moskaus: EU lädt russischen Gesandten vor
Die EU hat nach der russischen Aufforderung an Ausländerinnen und Ausländer und Diplomatinnen und Diplomaten in Kiew, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen, heute den Geschäftsträger der russischen Botschaft in Brüssel einbestellt.

Diese russische „Drohung“ sei eine „inakzeptable Eskalation“, schrieb EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper auf der Plattform X. Brüssel fordere Russland auf, den Beschuss von Zivilisten zu beenden und einer „vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe“ zuzustimmen, fügte sie hinzu.

Auch die deutsche Regierung bestellte den russischen Botschafter Sergej Netschajew ein. Es gebe Angriffe auf Krankenhäuser, Schulen, auf deutsche TV-Studios und Aufforderungen an ausländische Botschaften, Kiew zu verlassen, schrieb das Außenministerium in Berlin auf X zur Begründung. „Russland setzt auf Drohen, Terror & Eskalation. Deshalb haben wir heute Russlands Botschafter einbestellt.“

 
Litauen: Moskau baut Anlagen für GPS-Störung in Europa aus
Litauen sieht eine deutliche Ausweitung russischer Kapazitäten zur Störung von GPS-Systemen in Europa. Von der Exklave Kaliningrad aus könnten die Signale in einem Umkreis von bis zu 450 Kilometern verfälscht werden, sagte der Vizechef der litauischen Kommunikationsaufsicht, Darius Kuliesius, heute der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Zahl der entsprechenden Antennen in dem stark militarisierten Gebiet zwischen den NATO-Mitgliedern Litauen und Polen sei seit Anfang 2025 von drei auf nun 36 gestiegen. Die russische Botschaft in Vilnius reagierte bisher nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Regierung in Moskau wies ähnliche Vorwürfe in der Vergangenheit stets als Verleumdungskampagne zurück.

Die Reichweite der Störsignale ermittelte die litauische Behörde durch die Analyse von Unregelmäßigkeiten bei der Flugüberwachung. Einer Karte zufolge können die Manipulationen Estland, Lettland und Litauen sowie weite Teile Polens und Gebiete in Finnland, Schweden und Belarus erreichen.

Zahlreiche prominente Fälle von GPS-Störungen

 
Von der Leyen: Moskau will Europa „destabilisieren“
Nach wiederholtem Drohnenalarm in den baltischen Staaten hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Moskau heute vorgeworfen, die europäischen Demokratien „destabilisieren“ zu wollen. „Das ist eine bewusste Strategie Russlands“, sagte von der Leyen bei einem Treffen mit den baltischen Staats- und Regierungschefs in Vilnius.

„Doch ganz ähnlich wie auf den Schlachtfeldern der Ukraine scheitert Russland“, fügte sie hinzu. In den vergangenen Monaten nahmen Drohnenalarme in den baltischen Staaten zu, da die ukrainischen Angriffe auf russische Ziele in der nahe gelegenen Region St. Petersburg intensiviert wurden.

Letzte Woche hatte ein in Litauen stationierter NATO-Kampfjet über Estland eine offenbar verirrte ukrainische Drohne abgeschossen. Kiew beschuldigte Moskau, absichtlich ukrainische Drohnen in das Baltikum umzuleiten.

 
Die Ukraine hat Putins wunden Punkt getroffen – nun muss der Westen dranbleiben
Der Großangriff auf Kyjiw am Wochenende zeigt, wie frustriert Putin ist. Der Oreschnik-Einsatz war auch eine Warnung an den Westen

Wladimir Putin hat es nicht leicht dieser Tage. An der Front machen seine Truppen kaum noch Meter. Die russische Wirtschaft kracht. Die eigene Hauptstadt ist zunehmend schutzlos gegenüber Kyjiws Drohnen. Was bleibt dem Kriegsherrn also, wenn sonst schon nichts mehr geht? Richtig: Terror gegen die ukrainische Zivilbevölkerung.

Mit dem brutalen Luftangriff auf Kyjiw am Wochenende wollte der Kreml ein Zeichen der Stärke setzen: Seht her, wenn Russland will, kann es die Ukraine nach wie vor in die Knie zwingen. Dass in Kyjiw auch eine russische Oreschnik-Rakete einschlug, die für Nuklearschläge bis weit nach Europa hinein geeignet ist, sollte aber nicht nur den leidgeprüften Menschen vor Ort Angst einjagen – sondern auch den westlichen Partnern der Ukraine.

Hoher Preis für Putins Frust
Dass dem Kreml das gelingt, ist zumindest bei Ersteren unwahrscheinlich. Zwar ist es wieder einmal die ukrainische Zivilbevölkerung, die für Putins Frust büßen muss. Nach wie vor gibt es aber keine Anzeichen dafür, dass die Ukrainerinnen und Ukrainer klein beigeben wollen. Schon gar nicht jetzt, wo es an der Front und darüber hinaus endlich Hoffnung gibt und Russland so geschwächt ist wie noch nie in diesem Krieg.

 
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