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Der Ukraine Sammelthread

Mangott: Kriegsmüdigkeit in Russland „sehr groß“ (ganzes Interview im Link)
Die Ukraine hat die Lage am Schlachtfeld mit ihrer Drohnentechnologie „verändert“, sagt Russland-Experte Gerhard Mangott im ZIB2-Interview. In Russland nehmen indes die Zustimmungswerte für Präsident Wladimir Putin ab. Die Kriegsmüdigkeit in der Bevölkerung sei „sehr groß“.

 
Die Propaganda von Putins rechter Kreml-Diktatur ist so lächerlich und so durchschaubar. Darauf muss wirklich niemand hereinfallen

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Estland: NATO-Kampfjets schießen Drohne ab
NATO-Kampfjets haben über Estland eine Drohne abgeschossen, die in den Luftraum des baltischen EU- und NATO-Landes eingedrungen war. Nach Angaben von Verteidigungsminister Hanno Pevkur von heute handelte es sich um den ersten Abschuss dieser Art.

Rumänische F-16-Jets hätten die Drohne über dem Vortsjärv-See im Süden des Landes vom Himmel geholt. Sie stürzte in einem sumpfigen Gebiet ab, die Suche dauere noch an. Die estnische Sicherheitspolizei leite die Ermittlungen.

Laut Pevkur soll es sich vermutlich um ein ukrainisches Flugobjekt handeln, das mutmaßlich auf russische Ziele gerichtet war. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht.

Immer wieder Drohnen in baltischem Luftraum
Estland grenzt im Osten an Russland. Die Streitkräfte hatten zuvor Warnungen über eine mögliche Bedrohung für den Süden des Landes veröffentlicht. Auch im benachbarten Lettland wurde die Bevölkerung in mehreren Regionen nahe der Grenze zu Russland gewarnt.

 
Über Estland fällt eine ukrainische Drohne und Russland beginnt ungewöhnlich große Atomübungen
Der Himmel über Estland wurde innerhalb weniger Minuten zum Schauplatz zweier Entwicklungen, die weit über einen einzelnen Zwischenfall hinausreichen. Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges schoss die NATO über estnischem Gebiet eine Drohne ukrainischer Herkunft ab. Gleichzeitig kündigte Russland neue Atomübungen an, die selbst nach Einschätzung von Fachleuten deutlich größer ausfallen als gewöhnlich.

Nach Angaben des estnischen Verteidigungsministers Hanno Pevkur hatten Radarsysteme die Luftbedrohung bereits vor dem Grenzübertritt erkannt. Um 12:14 Uhr zerstörte ein rumänischer F-16-Kampfjet der NATO-Luftüberwachungsmission die Drohne über dem Vörtsjärv-See. Die Maschine gehört zur Baltischen Luftpatrouille und startet von der litauischen Luftwaffenbasis Šiauliai. Gesteuert wurde die Operation über ein Luftkommandozentrum in Lettland. Trümmerteile gingen später in einem sumpfigen Gebiet nahe dem Dorf Kablaküla nieder.

 
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Die ukrainischen Angriffe mit großer Reichweite auf den russischen Energiesektor haben laut einem dem Kongress vorgelegten Pentagon-Bericht bislang „keine signifikanten Auswirkungen“ gehabt.

Die US-Militärnachrichtendienstbehörde (Defense Intelligence Agency) kommt zu der Einschätzung, dass es diesen Angriffen „an der Koordination, dem Tempo und der Fokussierung auf kritische russische militärische Infrastruktur mangelte, um eine operative oder strategische Auswirkung auf Russlands Fähigkeit zur Durchführung militärischer Operationen zu haben.“

Gleichzeitig merkt der Bericht an, dass die ukrainischen Fähigkeiten im Bereich der Langstreckenangriffe zunehmen; zudem wurde kürzlich ein neuer Rekord aufgestellt, indem eine Tiefe von etwa 1.750 km in das russische Hoheitsgebiet hinein erreicht wurde.
 
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Das Land steht aufgrund einer Abwanderung ins Ausland vor einem kritischen Mangel an Schülern der Abschlussklassen, erklärte Michail Wyssozki, außerordentlicher Professor an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew.

„Die Klassen der 11. Jahrgangsstufe sind nur noch halb gefüllt, da die Schüler in ganzen Klassenverbänden ins Ausland abwandern. Die Situation hinsichtlich der Hochschulzulassungen für spezialisierte Fachbereiche ist äußerst schwierig. Einige Mütter bringen ihre Söhne derzeit außer Landes, da sie befürchten, dass diese später nicht mehr ausreisen können. Aktuell ist in fast allen ingenieur- und technikwissenschaftlichen Disziplinen ein Rückgang der Einschreibungen zu verzeichnen“, erläuterte Wyssozki.
 
„Todeszone“
Ukraine revolutioniert Kriegsführung
Die Ukraine setzt bei ihrer Abwehr gegen die russischen Invasoren stark auf autonome Waffensysteme und neuartige Drohnen. Viele davon werden im Land selbst hergestellt, die ukrainische Expertise ist längst international gefragt. Die technologischen Fortschritte führen dazu, dass weniger ukrainische Soldaten direkt an Kampfhandlungen beteiligt sind. Für diejenigen, die noch direkt an der Front stehen, birgt die neue Taktik aber auch Gefahren.

Von Robotersystemen, die in Zukunft die Kämpfe übernehmen würden, sprach der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow im Interview mit der „New York Times“ („NYT“) Mitte Mai. Der 35-Jährige, der erst seit Anfang des Jahres im Amt ist, gilt als Mastermind hinter der ukrainischen „Luft, Land, Wirtschaft“ Strategie. Durch die systematische Zerstörung von Ölexportterminals will man Russland wirtschaftlich schwächen.

Erst in der Nacht auf Dienstag meldeten russische Behörden einen Brand in einer Erdölverarbeitungsanlage nördlich von Moskau. Zudem hat der ukrainische Verteidigungsminister ausgerufen, dass mindestens 95 Prozent der russischen Drohnen und Raketen abgefangen und mehr russische Soldaten getötet bzw. schwer verwundet werden sollen, als Moskau rekrutieren kann.

 
Hochspannung im Baltikum nach Russlands Drohung mit Militärschlag
Am Mittwoch wurde in Vilnius Luftalarm ausgelöst. Die Ukraine wirft Russland vor, Drohnen gezielt von ihrem Kurs abzubringen und in Richtung des Baltikums zu lenken

Am Mittwoch gingen Bilder um die Welt, die man bisher kaum mit dem baltischen EU- und Nato-Mitgliedsland Litauen in Verbindung gebracht hätte. Dutzende Abgeordnete des Parlaments in Vilnius harrten nach einem Luftalarm in einem Schutzraum aus, der Luftraum über dem Flughafen wurde gesperrt. Man habe eine Drohne über Belarus im Anflug auf Litauen geortet und Alarm geschlagen, teilten die Behörden mit. Wo diese gestartet war und niedergegangen ist, sei bisher aber nicht bekannt.

Fast zeitgleich warnte auch die Armee des benachbarten Lettland, das sowohl an Russland als auch an Belarus grenzt, die Bevölkerung im Osten des Landes vor einer "möglichen Bedrohung" aus der Luft. Beide Alarme wurden nach kurzer Zeit wieder aufgehoben – die Anspannung bleibt aber weiter hoch.

Drastische Rhetorik
Neben den Drohnenvorfällen sind es vor allem Statements aus Moskau, die für Irritationen sorgen: Russlands Armee bereite "angemessene Schritte" vor, sollten weiterhin Drohnen vom Baltikum aus Richtung Russland fliegen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch. Der Auslandsgeheimdienst SWR habe erfahren, dass ukrainische Drohnentruppen bereits auf lettischen Militärbasen stationiert seien.

 
China hat kein Interesse am Ende des Ukrainekriegs – im Gegenteil
Zu glauben, Xi Jinping würde Wladimir Putin den Frieden schmackhaft machen, ist naiv. Je länger der Krieg dauert, desto besser für China

Den Bock zum Gärtner machen – auf kaum jemanden trifft das Sprichwort besser zu als auf Xi Jinping beim Thema Ukraine. Geht es nach dem deutschen Kanzler Friedrich Merz, sollte nämlich ausgerechnet Chinas Machthaber seinem russischen Kollegen Wladimir Putin bei dessen Besuch in Peking ein Ende des Krieges schmackhaft machen.

Hoffentlich ist Merz nicht wirklich so naiv, wie diese Hoffnung vermuten lässt. Wenn Xi eines nämlich nicht will, ist es ein rascher Frieden in Europa, aus dem Moskau – Stand jetzt – geschwächt hervorginge und die USA sich anderen Schauplätzen zuwenden könnten, etwa Taiwan.

Billiges russisches Öl
Je länger der Krieg dauert und Amerika beschäftigt ist, desto besser für Peking. Deshalb bemüht sich Xi nach Kräften, Putin nicht verlieren zu lassen, etwa, indem er ihm Munition und andere Güter liefert, die seine Armee gut brauchen kann. Ohne Chinas Hilfe bei der Umgehung der westlichen Sanktionen wäre Russlands Wirtschaft schon weit früher ins Trudeln geraten. Das billige russische Öl, das ihm Putin im Gegenzug liefert, nimmt Xi ohnehin gerne.

 
Sorge in Kiew vor möglicher russischer Offensive
Die Ukraine verlegt angesichts einer möglichen neuen russischen Offensive zusätzliche Truppen in den Norden des Landes. Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte heute mit, Geheimdienste hätten Pläne Moskaus für Angriffe in Richtung der Hauptstadt Kiew und der nördlichen Stadt Tschernihiw aufgedeckt. Es gebe fünf verschiedene Szenarien.

Zuletzt hatte die Ukraine mehrere Angriffe gestartet. Ihre jüngsten Drohnenangriffe haben nach verfügbaren Daten und Angaben von Insidern die Kraftstoffproduktion in fast allen großen Ölraffinerien in Zentralrussland gestoppt bzw. gedrosselt. Die betroffenen Anlagen machten mit einer Leistung von mehr als 83 Millionen Tonnen pro Jahr etwa ein Viertel der gesamten russischen Raffineriekapazität aus, hieß es laut Reuters. Ihr Anteil an der russischen Produktion belaufe sich bei Benzin auf über 30 Prozent und bei Diesel auf etwa 25 Prozent.

 
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