Aktuelles

Der Ukraine Sammelthread

Nach den bislang schwersten Angriffen auf Kiev vor ein paar Tagen schlägt die Ukraine in Moskau zurück. Es wird gemunkelt dass Russland als Nächstes Regierungsgebäude in Kiev angreifen wird. Es ist auch eigenartig, dass Putin erst mit Angriffen auf Kiew droht falls die Ukraine seine Sieges-Parade stört. Die Ukraine stimmt zu und hält sich dran, und Putin trotzdem nach Ende der Parade zuschlägt als hätte die Ukraine ihr Wort gebrochen. Warum?

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Mal sehen wie weit sich das hochschaukelt. Ein Zerstörungskrieg gegen die Hauptstädte bringt ja eigentlich auch nichts. Ausser Russland sucht einen Vorwand um nochmal eskalieren zu können mit einem neuen Angriff von Belarus aus, vielleicht auch mit einer neuen Rekrutierungswelle.

Das bestätigt meine Erwartung, dass die russische Führung nicht flexibel genug ist, eine gesichtswahrende Einigung zu erzielen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie immer noch glaube, die Ukraine vollständig niederringen zu können. Sollen sie nur machen. Jeder weitere Tag kostet nur mehr Geld und mehr Tote. Russland wird in der Ukraine für nichts seine Zukunft verscherbeln
 
Ist leider fast unmöglich, viel Russische Firmen haben ,,Tochterfirmen,, in Zentralasien oder in China eröffnet. Wir verkaufen auch Industriewerkzeuge nach Kasachstan die dann nach Russland ,,verkauft,, werden.
Wieso leider? Gerade weil sie hier und da Waren bekommen, machen sie ja weiter. Ein schleichender Zerfall ist maßgeblich wirkungsvoller als die Einsicht, dass sie ihre Ziele nicht erreichen werden.
 
Neue Waffen: Selenskyj ortet veränderte Kriegslage
Die vergrößerte Reichweite der neuesten ukrainischen Waffen ändert nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj die Lage im Krieg erheblich. In seiner abendlichen Videoansprache hob er gestern die Wirkung der jüngsten Angriffe gegen Moskau und andere Ziele in Russland hervor.

„Die Entfernung zu den Zielen beträgt diesmal mehr als 500 Kilometer, was auch deshalb von Bedeutung ist, weil die Region Moskau am stärksten mit russischen Luftabwehrmitteln gesättigt ist.“ „Aber die ukrainischen Langstreckenwaffen überwinden dies bereits“, sagte er.

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die Ukraine habe Russland gestern mit fast 600 Drohnen angegriffen. Mehrere Menschen starben. Selenskyj sprach von einer „vollkommen gerechtfertigten“ Vergeltungsmaßnahme für Moskaus jüngsten Angriff auf die Ukraine mit 24 Toten. Der Krieg kehre nun nach Russland „in seinen Heimathafen zurück“, so Selenskyj.

 
Die ukrainische Bahn hat trotz Krieg 95% Pünktlichkeit! Bahnchef Perzowskyj sagt: Krieg ist keine Ausrede. Das Erfolgsrezept: Selbst jetzt werden nicht nur kriegsbedingte Reparaturen gemacht, sondern auch Modernisierungen und Infrastruktur-Upgrades.
Ukrainischer Bahnchef: "Krieg ist keine Ausrede für Verspätung"
In vielen europäischen Ländern sind Züge oft katastrophal verspätet. Die ukrainische Staatsbahn hält trotz Raketenangriffen eine Pünktlichkeitsrate von 95 Prozent. Wie das gelingt, erklärt Bahnchef Oleksandr Perzowskyj

STANDARD: Gab es in den vergangenen Jahren einen Moment, in dem Sie geglaubt haben, dass Sie den Betrieb nicht aufrechterhalten können?

Perzowskyj: Es war immer selbstverständlich, dass wir weitermachen. Aber natürlich sind wir oft gezwungen, Sicherheitsbedenken abzuwiegen, damit wir das Risiko mindern können.

STANDARD: Die Ukraine hat gerade den härtesten und kältesten Winter seit Kriegsbeginn hinter sich, als plötzlich selbst die Kyjiwer U-Bahn nicht mehr fuhr.

Perzowskyj: Wir haben unseren ersten Winterbereitschaftsplan bereits 2022 erstellt. Daher verfügen alle unsere großen Bahnhöfe stets über mehrere unabhängige Stromquellen. Im Winter haben wir unsere Bahnhöfe und manche unserer Waggons zu Orten umgewandelt, an denen sich die Menschen aufwärmen konnten. Für uns als Unternehmen begann tatsächlich erst nach dem Winter die schwierigste Phase: denn seit dem 1. März hat der Feind den Fokus von der Energieversorgung auf den Eisenbahnverkehr gelenkt. Allein seit dem 1. März gab es 470 Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur. Dabei wurden 106 Lokomotiven beschädigt, 119 Waggons, sieben Brücken, 47 Depots, 46 Umspannwerke und 20 Bahnhöfe. Es kommt also jede Nacht zu mindestens drei, vier Angriffen in verschiedenen Regionen.

 
Russische Angriffe auf Odessa und Dnipro
Russland hat die jüngsten ukrainischen Drohnenattacken auf Moskau in der Nacht mit Gegenangriffen beantwortet. Bei Drohnen- und Raketenangriffen auf Regionen im Zentrum und Süden der Ukraine wurden Behördenangaben zufolge mindestens zwölf Menschen verletzt.

In der Hafenstadt Odessa trafen Drohnen demnach ein Wohngebäude und verletzten einen Elfjährigen sowie einen 59-Jährigen. In Dnipro wurden mindestens neun Menschen verletzt, darunter ein Kind.

Drei Tote zuvor bei ukrainischem Angriff
In der Nacht auf gestern hatte die Ukraine russischen Angaben zufolge einen ihrer heftigsten Angriffe seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als vier Jahren auf die Region Moskau gestartet. Dabei wurden russischen Angaben zufolge mindestens drei Menschen getötet. Auch diese Angaben sind nicht unabhängig überprüfbar.

 
Brisanter Drohnen-Vorfall vor Putins China-Reise: „Ein schrecklicher Fehler, Genossen?“
Eine russische Drohne trifft ein chinesisches Frachtschiff im Schwarzen Meer. Selenskyj spricht von Absicht – sein Marinesprecher spottet.

Odessa – Vorfall kurz vor der China-Reise von Kremlchef Wladimir Putin: Bei einer Welle russischer Luftangriffe im Schwarzen Meer ist ein Frachtschiff von einer Drohne getroffen worden – mutmaßlich ein chinesisches. Dmytro Pletenchuk, Sprecher der ukrainischen Marine, berichtete auf Facebook über den nächtlichen Vorgang.

„Ich frage mich, was die Russen motiviert hat, als sie beschlossen, heute Abend eine Schahed- Drohne einzusetzen, um ein chinesisches Handelsschiff in unseren Gewässern anzugreifen“, schrieb Pletenchuk laut der Kyiv Post und fügte hinzu: „Es gab keine Opfer, aber das ist etwas Neues. Ist da etwa ein schrecklicher Fehler passiert, Genossen?“

 
Die Ukraine wehrt sich auch gegen ihre Feinde im Inneren
Der Fall Jermak zeigt, dass es Kyjiw ernst meint mit seinem Kampf gegen Korruption. Die Mächtigen sind in der Ukraine nicht unantastbar

Auf den ersten Blick kommt die mutmaßliche Korruptionsaffäre rund um Wolodymyr Selenskyjs früheren Bürochef jenen gerade recht, die immer schon gewusst haben wollen, dass Hilfsgelder in der Ukraine gerne einmal in dunklen Kanälen versickern. Und will Kyjiw nicht EU-Mitglied werden?

Dabei ist der Fall Andrij Jermak eigentlich gerade ein Indiz dafür, dass sich die Ukraine auf dem richtigen Weg befindet. Klar, Korruption ist dort nach wie vor ein riesiges Problem. In Umfragen wird sie meist als das zweitgrößte nach dem Krieg selbst genannt. Es verwundert deshalb nicht, dass selbst Wohlmeinende hellhörig werden. Schließlich sind es vielfach Steuergelder, die aus Europa nach Kyjiw fließen.

Vorbildlicher Umgang
Umso bemerkenswerter ist es, wie die Ukraine nun mit der Affäre umgeht. Anstatt die Vorwürfe zu vertuschen oder Jermak die Flucht zu erlauben, wurde der einst zweitmächtigste Ukrainer in U-Haft genommen und wartet – gegen Kaution auf freiem Fuß – auf seinen Prozess wegen angeblicher Geldwäsche. Kyjiws Antikorruptionsbehörden, geschaffen nach der Euromaidan-Revolution 2014, arbeiten ohne Rücksicht auf Macht und Posten.

 
Eine ukrainische Staatsbürgerin, die wegen ihrer mutmaßlichen Rolle in einem weltweiten Kryptowährungsbetrugssystem im Umfang von 340 Millionen US-Dollar angeklagt ist, ist nach ihrer Auslieferung aus Thailand an die USA vor einem Gericht in Oregon erschienen.

Olena Oblamska (42), auch bekannt als Lola Ferrari, wird vorgeworfen, eine der vier Gründerinnen der angeblichen Kryptowährungs-Investmentplattform Forsage gewesen zu sein; nach Ansicht der Staatsanwaltschaft handelte es sich dabei in Wahrheit um ein Ponzi- und Schneeballsystem. Gegen Oblamska liegt eine Anklage wegen Verschwörung zum Internetbetrug vor.

Das thailändische „Cyber Crime Investigation Bureau“ verhaftete Oblamska bereits im Februar in Phuket. Anfang Mai wurde sie an die USA ausgeliefert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war sie die selbsternannte „Göttin“ eines Systems, das Forsage im Internet fälschlicherweise als legitime, risikoarme und lukrative Investitionsmöglichkeit anpries, bevor den geschädigten Anlegern rund 340 Millionen US-Dollar gestohlen wurden.

Der in Dubai ansässige Russe Wladimir Ochotnikow soll die operativen Abläufe von Forsage geleitet, verwaltet und gesteuert haben. Ochotnikow – der zudem als Co-Produzent, Co-Autor und Darsteller an Kevin Spaceys neuem Film „Holiguards Saga - The Portal of Force“ beteiligt war – floh in die Vereinigten Arabischen Emirate, während er sich strafrechtlichen Ermittlungen der US-amerikanischen und georgischen Behörden ausgesetzt sah.

Das ICIJ (International Consortium of Investigative Journalists) hat Ochotnikows Geschäftsgebaren im Rahmen von „The Coin Laundry“ untersucht – einer Recherche darüber, wie die Kryptoindustrie von illegalen Finanzströmen profitiert hat, während die meisten der dabei geschädigten Personen ohne jegliche rechtliche Wiedergutmachung zurückblieben.
 
In Kropywnyzkyj wurden Mitglieder einer medizinischen Kommission vom SBU festgenommen, weil sie Männer gegen eine „lächerliche“ Summe von 2.000 bis 5.000 US-Dollar vom Militärdienst befreit hatten. Den Ermittlungen zufolge stellten der Leiter der Militärmedizinischen Kommission und seine Komplizen mehr als zehn gefälschte Atteste über eine Dienstuntauglichkeit aus. Sechs Ärzte wurden darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie unter Verdacht stehen.

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Ein weiterer Mann ist beim Versuch gestorben, die Ukraine illegal zu verlassen.
Eine Ukrainerin informierte rumänische Grenzschützer darüber, dass ihr Ehemann versucht habe, die Grenze zu überqueren, jedoch unterwegs erkrankt sei. Die Rettungskräfte fanden ihn bereits tot auf. Dies teilte der Staatliche Grenzdienst der Ukraine mit.
Seit Anfang 2022 wurden mehr als 70 Todesfälle von Männern registriert, die versucht hatten, die Grenze illegal zu überqueren.

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Seit Beginn des Krieges sind schätzungsweise 32.000 ukrainische Männer illegal nach Rumänien geflohen.
 
Geld für Putin
USA verlängern Lockerung von Sanktionen für russisches Öl
Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen für russisches Öl erneut um einen Monat verlängert. Das Finanzministerium in Washington erteilte gestern eine zeitlich begrenzte Ausnahmelizenz, die für weitere 30 Tage den Verkauf von russischem Rohöl und russischen Erdölprodukten erlaubt, die sich bereits auf Schiffen befinden.

Die Verlängerung biete „den am stärksten gefährdeten Ländern die Möglichkeit, vorübergehend auf russisches Öl zuzugreifen“, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent.

Die Lockerung der Sanktionen betrifft auch Schiffe der russischen „Schattenflotte“. Ausgenommen sind lediglich russische Öllieferungen an den Iran, Kuba und Nordkorea sowie von Russland besetzte Gebiete in der Ukraine, einschließlich der Krim.

 
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