Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

Föderationsratschefin Matwijenko bezeichnet Merkels Krim-Erklärung „heuchlerisch“

301536451.jpg


Als „heuchlerisch“ hat die Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Valentina Matwijenko, die jüngste Erklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgewiesen, wonach die Krim gesetzwidrig annektiert wurde.

„Warum spricht man nicht von Verstößen gegen die Nachkriegsordnung, als die Berliner Mauer fiel und sich die beiden deutschen Staaten wiedervereinigten?“, fragte Matwijenko in einer Sendung der russischen TV-Anstalt Erster Kanal. Warum spreche man nicht von solchen Verletzungen, als die Sowjetunion zerfallen sei und sich die Grenzen geändert hätten, oder „als Jugoslawien zerbombt und in mehrere Staaten zerstückelt wurde?“

„Möge der US-Präsident seinem Volk offen sagen, dass die USA bei der Machtergreifung (in der Ukraine) vermittelt sowie den verfassungswidrigen Staatsstreich unterstützt hatten… Möge er berichten, wie Washington (die Entwicklung) beeinflusst hat, wie fünf Milliarden Dollar in die Ukraine gepumpt wurden, in welche Organisationen und wofür.

Natürlich nicht dafür, dass die Ukrainer besser lebten, dass sich die Wirtschaft besser entwickelte. Aber dafür, um die Situation zu destabilisieren, um die Ukraine in die Sphäre der geopolitischen Interessen (Washingtons) einzubeziehen und sie von Russland loszureißen, koste es was es wolle, um ein den USA passendes Regime zu etablieren“, sagte Matwijenko.
- - - Aktualisiert - - -

Lawrow: Kiew verletzt mit jüngsten Beschlüssen zu Donbass das Minsk-Abkommen

300289503.jpg


Moskau bedauert die Beschlüsse des ukrainischen Parlaments über den Status der Region Donbass, die laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow die Minsker Vereinbarung in grober Weise verletzen.

Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem Amtskollegen aus Gabon, Emmanuel Issoze-Ngondet, sagte, „hat die Werchowna Rada auf Vorschlag von Präsident Poroschenko Beschlüsse gefasst, die im Grunde genommen die (Minsker) Vereinbarungen entstellen, einfach gesagt sie grob verletzen. Denn in diesen Beschlüssen wird die Annahme des Sonderstatus-Gesetzes mit der Notwendigkeit begründet, die genannten Territorien, die als besetzt bezeichnet werden, zu befreien und faktisch alle von der Bevölkerung dieser Territorien gewählten Personen durch andere abzulösen“, so Lawrow.

„Aus den Beschlüssen der Werchowna Rada geht hervor, dass die genannten Territorien nur von denjenigen verwaltet werden dürfen, die Kiew genehm sind, und das Sonderstatus-Gesetz nur in diesem Fall in Kraft treten kann“, ergänzte Lawrow.

Laut Lawrow hat Kiew nicht einmal versucht, den Dialog mit Vertretern der selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk über Wahlen aufzunehmen, wie das die Minser Vereinbarungen vorsehen. Das ukrainische Parlament hatte am Dienstag die Einführung einer besonderen Ordnung der Selbstverwaltung des Donbass bis zu einem Zeitpunkt verschoben, da in der Region lokale Wahlen nach ukrainischem Recht durchgeführt worden sind.





 
Parlament beschließt Gesetz über Sonderstatus für den Donbass
Parlament beschließt Gesetz über Sonderstatus für den Donbass

Parlament erkennt die von der Terroristen kontrollierten Gebiete als besetzte an

Parlament erkennt die von der Terroristen kontrollierten Gebiete als besetzte an

Stellvertretender Vorsitzender der Werchowna Rada Parubij heute über die Gesetze:

m734953.jpg


"Es ist nicht verwunderlich, dass heute alle offiziellen russischen Quellen buchstäblich schreien, dass wir dieses Gesetz nicht beschliessen dürfen. Und in der Werchowna Rada das Oppositionsblock besorgt ist, dass das Gesetz die Kapitulation einer Konfliktpartei vorsieht! Also auf welcher Seite steht die sogenannte "Opposition" im ukrainischen Parlament?! Der Besatzer wird gezwungen sich zu ergeben oder er wird von der ukrainischen Armee vernichtet!", sagte er.
ÂÇÃËßÄ / Ïàðóáèé: Íîâûå çàêîíû ïðåäóñìàòðèâàþò ïîëíûé êîíòðîëü Êèåâà íàä Äîíáàññîì

Jazenjuk: Wahlen im Donbass nur nach Abzug russischer Truppen möglich
Die Regionalwahlen im Donbass können nur dann stattfinden, wenn „die russischen Banditen aus dem Territorium der Ukraine verschwinden“. Das erklärte Regierungschef, Arseni Jazenjuk, bei einer Regierungssitzung am Mittwoch.
Jazenjuk: Wahlen im Donbass nur nach Abzug russischer Truppen möglich

Es wird in Donbass keine Wahlen nach ukrainischen Geschmack geben, ein Paar "russischen Banditen" lassen sich immer finden und laut Parubij "der Besatzer wird gezwungen sich zu ergeben oder er wird von der ukrainischen Armee vernichtet", damit ist der Minsk-2 am Ende. Was werden jetzt Merkel und Holland tun, war doch ihr Projekt
 
Zuletzt bearbeitet:
Jazenjuk: Wahlen im Donbass nur nach Abzug russischer Truppen möglich

Also wird es keine Wahlen geben, ein Paar "russischen Banditen" lassen sich immer finden und Parubij sagt dass "der Besatzer wird gezwungen sich zu ergeben oder er wird von der ukrainischen Armee vernichtet", von Frieden also keine Rede

Ich denke, demnächst werden wir in Deutschland in der Presse lesen, dass die Separatisten Minsk II gebrochen haben und Kiew deswegen aufgerüstet werden muss.

- - - Aktualisiert - - -

Der findet ja revolutionäre Gewalt wohlfeil - solange sie von seinen Freunden in Kiew ausgeübt wird. Aber wehe, in Deutschland protestieren Menschen gegen "das Regime" der EZB - das findet er gar nicht fein und mockt die "Terroristen":

https://twitter.com/steffendobbert

Da lohnt sich diskutieren nicht mehr - da kann man nur noch lachen.

ps: ich lehne die gewaltsamen Blockupy-Proteste persönlich auch ab - wenn auch aus anderem Grund

Die SPD scheint die Russland-Politk vom Merkel und den Grünen unter der Hand nicht mitzutragen. Gut so.

www.zeit.de/politik/deutschland/2015-03/gabriel-russland-putin-botschaft-heino-wiese-buch-krim-ukraine/seite-2

Man muss ja kein Freund von Putin sein um zu erkennen, dass es beim aktuellen "Konflikt" um mehr geht als die bestimmt berechtigte Kritik an der russischen Führung.
 

Anhänge

    Sie haben keine Berechtigung Anhänge anzusehen. Anhänge sind ausgeblendet.
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, demnächst werden wir in Deutschland in der Presse lesen, dass die Separatisten Minsk II gebrochen haben und Kiew deswegen aufgerüstet werden muss.

Wer denn sonst, doch nicht die demokratischen Freunde in Kiew :)

Der staatliche Rüstungskonzern "Ukroboronprom" ist bereit 300 T-72-Panzer, die sich in der Reserve befinden, auf NATO-Standards zu modernisieren.

PT-72U.jpg

modernisierter polnische PT-72U

"In der Ukraine, gibt es fast 300 dieser Panzer. Wir haben dem Verteidigungsministerium empfohlen sie auf das Niveau der polnischen PT-91 Panzer (modernisierte T-72) zu modernisieren, was einer modernisierung auf die NATO-Standards bedeuten würde. Das ukrainische Militär hatte bereits in Polen die Gelegenheit diese Technik zu testen gehabt." sagte der stellvertretender Generaldirektor Ukroboronprom Juri Paschenko
"?????????????": ????????????? ????? ??????????????? 300 ?????? ?-72 ?? ?????????? ???? - ??????, ????, ?????????, ???????, ?????????????, ???????????????????? ????????, "?????????????", ???????????? ?????? (18.03.15 14:44) « ???????? ??????? - ???.

Wenn Ukraine noch 300 intakte T-72 hat, wieso wurden dann bis jetzt in Donbass hauptsächlich T-64 verwendet obwohl ständig beklagt wird dass es ukrainischen Armee an Panzer mangelt? Polen hat aber etwa 600 T-72 in der Reserve, reichen ein paar Wochen für die "modernisierung"? ;)
 
Es wird in Donbass keine Wahlen nach ukrainischen Geschmack geben, ein Paar "russischen Banditen" lassen sich immer finden und laut Parubij "der Besatzer wird gezwungen sich zu ergeben oder er wird von der ukrainischen Armee vernichtet", damit ist der Minsk-2 am Ende. Was werden jetzt Merkel und Holland tun, war doch ihr Projekt

Was ich persönlich interessant finde ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt Poroschenko mit den Rumänen wegen Transnistrien verhandelt, und Zakarpatje (im Westen der Ukraine) die Verhandlungen über ein Autonomiestatus mit der Unterstützung der Tschechischen Republik und Ungarn vereinbart wurde?

Die Amerikaner berichten, dass es in der Gegend rund um Mariupul keinen organisierten Widerstand gibt (auch wenn die Quellen von VSN etwas anders deuten, dh., dass der Widerstand intern organisiert ist), bzw. was bedeutet, dass die ukrainische Armee nicht eine Offensive auf Mariupol starten werden, jedenfalls noch nicht bald.

Aber warum ist Poroschenko so dermassen interessiert daran, dass Transnistrien wieder in Moldawien reintegriert wird? Meine Einschätzung: er ist sich nicht sicher, ob er Odessa halten kann. Und wenn er schon dieses Register zieht ist es wohl mehr oder weniger klar, wo der nächste potentielle Konflikt stattfinden wird. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es während der Ostern dort wieder knallen wird.
 
Was ich persönlich interessant finde ist, dass zum jetzigen Zeitpunkt Poroschenko mit den Rumänen wegen Transnistrien verhandelt, und Zakarpatje (im Westen der Ukraine) die Verhandlungen über ein Autonomiestatus mit der Unterstützung der Tschechischen Republik und Ungarn vereinbart wurde?

Die Amerikaner berichten, dass es in der Gegend rund um Mariupul keinen organisierten Widerstand gibt (auch wenn die Quellen von VSN etwas anders deuten, dh., dass der Widerstand intern organisiert ist), bzw. was bedeutet, dass die ukrainische Armee nicht eine Offensive auf Mariupol starten werden, jedenfalls noch nicht bald.

Aber warum ist Poroschenko so dermassen interessiert daran, dass Transnistrien wieder in Moldawien reintegriert wird? Meine Einschätzung: er ist sich nicht sicher, ob er Odessa halten kann. Und wenn er schon dieses Register zieht ist es wohl mehr oder weniger klar, wo der nächste potentielle Konflikt stattfinden wird. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass es während der Ostern dort wieder knallen wird.

Wo, wann und von wem die Offensive starten wird kann man natürlich nicht wissen, beide Seiten bereiten sich für den heissen Frühling/Sommer vor, das werden wir bestimmt in höchstens ein paar Wochen sehen

Poroschenko: Ukraine und Rumänien wollen Transnistrien-Konflikt "auftauen"
Nach Worten des ukrainischen Präsidenten hat er sich mit der rumänischen Führung über Handlungen zu Transnistrien geeinigt, „um zum Auftauen dieses Konflikts beizutragen und dem souveränen und unabhängigen Moldau zu helfen, seine territoriale Integrität wiederherzustellen und die Region Transnistrien wieder einzubinden“.
Poroschenko: Ukraine und Rumänien wollen Transnistrien-Konflikt "auftauen" / Sputnik Deutschland - Nachrichten, Meinung, Radio

Transnistrien ist eine Insel umgeben von Ukraine und Moldavien, dort steht die russische Armee, was tut Russland wenn es dort knallt und Ukraine und Rumänien die Überflug- Überfahrtrechte verweigern und das werden sie bestimmt tun? Seine Armee und Transnistrien in Stich lassen kann sie nicht, offener Krieg Russland mit der Ukraine? Darauf freuen sich einige, aber da muss erst Moldawien mitspielen und die musst erst dazu gebracht werden. Und natürlich befürchtet auch Poroschenko dass wenn es in Odessa zum Aufstand kommt, kann die russische Armee aus Transnistrien zur Hilfe kommen
 
Wo, wann und von wem die Offensive starten wird kann man natürlich nicht wissen, beide Seiten bereiten sich für den heissen Frühling/Sommer vor, das werden wir bestimmt in höchstens ein paar Wochen sehen

Poroschenko: Ukraine und Rumänien wollen Transnistrien-Konflikt "auftauen"
Nach Worten des ukrainischen Präsidenten hat er sich mit der rumänischen Führung über Handlungen zu Transnistrien geeinigt, „um zum Auftauen dieses Konflikts beizutragen und dem souveränen und unabhängigen Moldau zu helfen, seine territoriale Integrität wiederherzustellen und die Region Transnistrien wieder einzubinden“.
Poroschenko: Ukraine und Rumänien wollen Transnistrien-Konflikt "auftauen" / Sputnik Deutschland - Nachrichten, Meinung, Radio

Transnistrien ist eine Insel umgeben von Ukraine und Moldavien, dort steht die russische Armee, was tut Russland wenn es dort knallt und Ukraine und Rumänien die Überflug- Überfahrtrechte verweigern und das werden sie bestimmt tun? Seine Armee und Transnistrien in Stich lassen kann sie nicht, offener Krieg Russland mit der Ukraine? Darauf freuen sich einige, aber da muss erst Moldawien mitspielen und die musst erst dazu gebracht werden. Und natürlich befürchtet auch Poroschenko dass wenn es in Odessa zum Aufstand kommt, kann die russische Armee aus Transnistrien zur Hilfe kommen

Soll er mal lieber lassen, der Schoko-Onkel.

Kann mir aber vorstellen, dass Russland zu einem Kuhhandel bereit ist - es lässt die Unterstützung des unabhängigen Transnistriens fallen, dafür werden Sanktionen fallengelassen und der Status Quo in der Ukraine anerkannt. Kommt drauf an, ob er sich das innenpolitisch leisten kann.
 
Russland setzt westliche Politiker auf Schwarze Liste

300977164.jpg


Russland hat mehr als 200 westliche Politiker auf die Schwarze Liste der Personen gesetzt, denen die Einreise in das Land verboten ist, schreibt die Zeitung "Iswestija" am Donnerstag.In erster Linie handelt es sich um Politiker aus den USA und den EU-Ländern, die ständig dadurch aufgefallen waren, harte Sanktionen gegen Russland zu fordern.


Auf der Schwarzen Liste stehen laut einer dem russischen Außenministerium nahe stehenden Quelle mehr als 60 Amerikaner, darunter mehrere Assistenten des US-Präsidenten, der Vorsitzende der Republikaner-Fraktion im Kongress, Harry Reid, der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, John Boehner, Senator John McCain usw. Auf der Schwarzen Liste stehen auch Personen, die darauf nach der Verabschiedung des so genannten amerikanischen Magnitski-Gesetzes im Dezember 2012 gesetzt worden waren. Bei anderen Ländern liegt die Zahl der Bürger, denen die Einreise nach Russland untersagt ist, zwischen zehn und 20.

Aus Kanada betrifft das beispielsweise 13 Politiker, darunter die für Außen- und Verteidigungspolitik zuständige Beraterin des Ministerpräsidenten, Christine Hogan, der Leiter des Apparats des Ministerpräsidenten, Jean-Francois Tremblay, und mehrere Parlamentarier.
Auch 15 ungarische Staatsbürger stehen auf der Schwarzen Liste.

Eine dem russischen Präsidialamt nahestehende Quelle schloss nicht aus, dass diese Liste erweitert wird. Das hänge allerdings von weiteren Handlungen des Westens ab, ergänzte sie. „Wir haben keine Lust auf solche Verbotsspiele. Aber falls sie (der Westen) in der Sanktionsfrage weiter aktiv bleiben, dann müssen wir neue Schwarze Listen erstellen.“

„Derzeit sind die Sanktionslisten des Westens und Russlands auf Augenhöhe“, findet der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses in der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Alexej Puschkow, der auf einer der westlichen Schwarzen Listen steht. „Auf unsere Liste wurden mehrere Politiker und Abgeordnete gesetzt. Das haben sie bereits zu spüren bekommen.“ (Mehrere europäische Politiker durften Anfang März nicht nach Russland reisen, um der Beisetzung des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow beizuwohnen.)

Puschkow sprach sich allerdings dagegen aus, dass Unternehmer auf die Schwarzen Listen gesetzt werden. „Das ist eine schlechte Praxis, denn Geschäftsleute machen Geschäfte und sind nicht verantwortlich für die politischen Aktivitäten ihrer Staaten. Falls sie in Russland investieren und arbeiten wollen, indem sie hier neue Arbeitsplätze schaffen, dann sollten sie dabei nicht behindert werden“, so der Abgeordnete.

Sein Stellvertreter im Auswärtigen Dumaausschuss, Leonid Kalaschnikow, zeigte sich überzeugt, dass viele europäische Länder bereits eingesehen haben, dass ihre Sanktionen gegen Russland ein Fehler waren. „Das hat die Position von sieben EU-Ländern, nämlich Italiens, Griechenlands, Zyperns, Spaniens, Österreichs, Ungarns und der Slowakei gezeigt, die unlängst gegen die Verlängerung der Russland-Sanktionen aufgetreten waren.“

„Weder der Westen noch Russland braucht diese Listen“, so Kalaschnikow weiter. „Die russischen Politiker, die darauf gesetzt wurden, hatten bzw. haben weder Immobilien noch Konten im Westen. Das einzige Ziel dieser Sanktionen war offensichtlich, uns die Möglichkeit zu nehmen, auf internationalen Parlamentsbühnen aufzutreten. Aber der Westen propagiert doch die Meinungsfreiheit als eine der wichtigsten Freiheiten. Warum versucht er dann, Politikern den Mund zu stopfen?“

- - - Aktualisiert - - -

Ausverkauf der Ukraine wird fortgesetzt.

Westliche Konzerne kämpfen um ukrainisches Ackerland

300296569.jpg


Nach Angaben der deutschen Wochenzeitschrift „DIE ZEIT“ greift der Westen nach den Schwarzerde-Gebieten in der Ukraine, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

Das Ringen um die Kontrolle über den ukrainischen Landwirtschaftssektor sei ein ausschlaggebender Faktor im größten Ost-West-Konflikt seit dem Kalten Krieg, heißt es in einem „DIE ZEIT“-Artikel unter Berufung auf einem Bericht des kalifornischen Oakland Instituts über die Investitionsaktivitäten der westlichen Konzerne in der ukrainischen Landwirtschaft. Zu den interessierten Konzernen gehören Monsanto, Cargill und DuPont.

Zuletzt hätten die Firmen ihre Investitionen erheblich erhöht, so sehr, dass es einer Übernahme der ukrainischen Landwirtschaft durch westliche Konzerne gleichkomme, sagte der Strategiedirektor des Oakland Instituts, Frédéric Mousseau. „Alle Aspekte der ukrainischen Agrarlieferkette – von der Produktion landwirtschaftlichen Inputs bis zum Export der Ware – werden auf diese Weise zunehmend von westlichen Firmen kontrolliert“, so Mousseau. Die Ukraine ist der drittgrößte Mais- und siebtgrößte Weizenexporteur der Welt. Das ukrainische Getreide geht vor allem in die Länder Nordafrikas und des Nahen Ostens. Insgesamt entfällt auf das ukrainische Ackerland rund ein Drittel des gesamten Ackerlands der EU – 32 Millionen Hektar. Dabei seien bereits rund 1,7 Millionen Hektar Ackerland in ausländischer Hand, schreibt „DIE ZEIT“.

„Und die Finanzinstitutionen des Westens, etwa die Weltbank und der Weltwährungsfonds, unterstützten die Interessen des Kapitals durch ihre Politik“, so Mousseau. Das Assoziierungsabkommen mit der EU sehe vor, dass die Ukraine ihre Landwirtschaft weiter für ausländische Investitionen öffnen solle.

Der US-amerikanische Wirtschaftsexperte Paul Craig Roberts hatte im TV-Sender Russia Today geäußert, dass das US-Unternehmen Monsanto, das wegen der Nutzung von gentechnisch verändertem Saatgut in der Kritik steht, am ukrainischen Ackerland interessiert sei. In den meisten EU-Ländern sei die Züchtung vom gentechnisch verändertem Getreide verboten – in der Ukraine ist das jedoch nicht der Fall. „Falls Monsanto dieses Getreide in der Ukraine züchten wird, kann es nach Russland und Europa billige Lebensmittel liefern, wobei die einheimischen Hersteller vom Markt gedrängt werden“, so Roberts.

Wladislaw Ginjko von der Russischen Akademie der Volkswirtschaft zufolge bildet die ukrainische Landwirtschaft nicht die Grundlage des Interesses des Westens an diesem Land. „Die geopolitischen Ambitionen der Nato sind wichtiger. Der weltweite Lebensmittelmarkt hat sich schon vor langer Zeit gebildet. Niemand will in der EU den Anteil der Ukraine absichtlich erhöhen. Dafür können aber die Felder der Ukraine von Interesse sein, doch hier gibt es mehr Geopolitik als Wirtschaft. Nach Angaben des vergangenen Jahres und von Anfang dieses Jahres erhöht die Ukraine die Exporte nach Europa nicht. Eine Erhöhung der Importe aus Europa würde mit der Zeit ein neuer Trend werden. Dafür wird auch ein Teil der Kredite ausgegeben, die die westlichen Partner der Ukraine geben“, so der Experte.

 
Gerade sprechen wir von Dorschi, da kommt bellingcat mal wieder zu Hilfe. Ich habe es aber noch nicht gelesen.

Russische Soldaten in Debalzewe: Welpen überführen Russland in Ukraine - n-tv.de

Hier ist der bellingcat report, kann sich jeder selbst ein Bild machen:

www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/03/11/vreditel-sobaka/#comment-11330


Ich habe gerade die entlarvende Kritik des MIT an den Darstellungen des bellingcat-Gründers Elliot Higgins bzgl. der Sarin-Geschichte in Syrien gelesen. Wen es interessiert, letzter Beitrag ganz unten.

Seymour M. Hersh · The Red Line and the Rat Line: Erdo?an and the Syrian rebels · LRB 17 April 2014

Wer weiss, wie es sich also mit den Berichten zu MH-17 und Debalsevo verhält - ähnliche Räuberpistolen?

Mich schockt jedenfalls, dass in deutschen Medien wie zB. ZON seine Behauptungen 1:1 übernommen werden, scheinbar ohne Überprüfung. Kann ich mir
nur mit Parteilichkeit in der Berichterstattung erklären.

Auszug:

"...Allinson is correct that the improvised rockets he calls Volcanoes each contained about fifty litres of sarin, but wrong in his claim that they were fired from a regime-held area ‘to the north’. These claims are not original, but repeat those of Eliot Higgins, a blogger who, although he has been widely quoted as an expert in the American mainstream media, has changed his facts every time new technical information has challenged his conclusion that the Syrian government must have been responsible for the sarin attack. In addition, the claims that Higgins makes that are correct are all derived from our findings, which have been transmitted to him in numerous exchanges..."

Richard Lloyd; Ted Postol
Spokane, Washington; Massachusetts Institute of Technology
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben