Russland fordert von Schweden Abzug der Söldner aus den Ukraine
Russland fordert von Schweden, alle in der Ukraine kämpfenden Söldner unverzüglich zurückzurufen. Schweden selbst gibt die Anwesenheit der Kämpfer zu. Im Gegensatz zu schwedischen IS-Kämpfern in Syrien würden sie bei der Rückkehr in ihrer Heimat keine direkte Bedrohung darstellen, so Chef der schwedischen Sicherheitspolizei.
Bereits im November 2014 hatte der Chef der schwedischen Sicherheitspolizei (Säpo), Anders Thornberg, bestätigt, dass sich
30 Schweden in der Ukraine befinden, um an den Kampfhandlungen gegen die Rebellen teilzunehmen.
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Der deutsche Politologe und Nahost-Experte Michael Lüders sagt, dass derzeit auch 500 Söldner der Privat-Armee Academi, ehemals Blackwater, auf Seiten der Regierung in Kiew kämpfen würden. So kämpfen auch
rechtsradikale Söldner aus Kroatien, Balten, Dänen,
Finnen, Norweger, Polen, Italiener oder Franzosen aufseiten der Ukraine. Allerdings schließen sich auch internationale Söldner den Rebellen in der Ost-Ukraine an.
Diese kommen vornehmlich aus dem linken bis linksradikalen Lager.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat beim jüngsten Gipfel in Riga dem schwedischen Premier Stefan Löfven ausdrücklich für dessen Unterstützung in der Krise gedankt, berichtet die ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform.
Russland fordert von Schweden Abzug der Söldner aus den Ukraine | DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN
Carl Bildt, der ehemaliger Außenminister Schwedens
"Wir haben Putins Aggression nicht kommen sehen"
Vor anderthalb Jahren rückte Janukowitsch in Vilnius von der EU ab. Den Sturm in der Ukraine sahen wir kommen, erinnert sich der damalige Außenminister Schwedens, nicht aber Moskaus Expansionspolitik.
Während die EU-Vision einer Vergrößerung Europas auf sanfter Machtausübung, wirtschaftlicher Integration und langfristigem Aufbau von Institutionen beruht, setzt Putin bei seiner Politik einer Vergrößerung Russlands auf Einschüchterung und Gewalt. Die EU verfolgt geoökonomisch langfristige Ziele, während der Kreml kurzfristige, harte Weltpolitik betreibt.
Das Treffen in Riga hat keine schlagzeilenträchtigen neuen Initiativen hervorgebracht. Das ist auch nicht nötig. Angesichts der Tatsache, dass die Ostpartnerschaft seit 2013 gegen Hindernisse kämpfen muss, die von massiver Desinformation bis hin zu Panzern und Soldaten reichen, ist es bereits ein mächtiges Zeichen von Erfolg, wenn Europa einfach auf Kurs bleibt. Und im Interesse der langfristigen Stabilität in ganz Europa sollte dies begrüßt werden – sogar in Putins nationalistisch aufgepeitschtem Russland.
Osten: "Wir haben Putins Aggression nicht kommen sehen" - DIE WELT