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Der Ukraine Sammelthread

Selenskyj hält Europa den Spiegel vor
Wolodymyr Selenskyj hat in Davos ungewöhnlich scharf mit Europas Führung abgerechnet. Statt selbst Verantwortung zu übernehmen und Freiheit zu verteidigen, wirke Europa orientierungslos. Während sich der Fokus der USA verlagere, versuche man vor allem, den US-Präsidenten umzustimmen. Doch Selenskyj machte klar, dass dieser Kurs ins Leere läuft. Er werde sich nicht ändern. Europas Zögern, so der Vorwurf, ersetze keine eigene Haltung. Führung entstehe nicht durch Bitten, sondern durch Handeln. In einer Phase wachsender Unsicherheit fehle es an Entschlossenheit. Der ukrainische Präsident formulierte damit weniger eine Kritik an Washington als eine an Brüssel. Wer Freiheit sichern wolle, müsse sie selbst tragen. Andernfalls werde Europa zum Zuschauer seiner eigenen Schwäche.

 
EU sendet Hunderte Stromgeneratoren in Ukraine
Die EU hat angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine angekündigt, 447 Notgeneratoren in das kriegsgebeutelte Land zu liefern.

Russlands Vorgehen beraube Zivilisten und Zivilistinnen mitten in einem harten Winter „absichtlich“ der Wärme, Licht und Grundversorgung, sagte heute die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, Hadja Lahbib. Die Generatoren seien bereits auf dem Weg in die Ukraine.

Den Angaben zufolge lieferte die EU bereits 9.500 Generatoren in die Ukraine. Die neue Lieferung solle „Krankenhäuser, Notunterkünfte und kritische Dienste“ mit Strom versorgen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte in der vergangenen Woche den „Notstand“ für den Energiesektor erklärt. Russland greift derzeit täglich die Wärme- und Stromversorgung in der Ukraine an. Die Temperaturen in dem Land sanken zum Teil auf minus 20 Grad Celsius.

Tausende Menschen weiter ohne Strom
Nach russischen Angriffen in dieser Woche haben dem Bürgermeister von Kiew, Witali Klitschko, zufolge immer noch 1.940 Wohnungen in der Hauptstadt keine Heizung. Sie müssten bereits zum zweiten Mal wieder an die Versorgung angeschlossen werden, schrieb Klitschko auf Telegram.

 
USA und Russland verhandeln über Frieden in der Ukraine – und Europa schaut zu
Von Davos über Moskau nach Abu Dhabi: Der Krieg in der Ukraine bleibt trotz der Aufregung um Grönland ein prioritäres Thema der Geopolitik

Vielleicht rückt der Frieden ja tatsächlich näher. Und wenn, dann würde es einer werden, der der Ukraine sehr viel abverlangt, der für den russischen Präsidenten Wladimir Putin akzeptabel ist, der den USA unter Donald Trump Profite bringt und der für die Europäer vor allem eines wird: teuer.

Das dickste Brett aber muss noch gebohrt werden. Von der Forderung nach Gebietsabtretungen in der Ostukraine wird Russland nicht abrücken. Darüber sollte am Freitag auch explizit in Abu Dhabi verhandelt werden. Moskau sei ernsthaft daran interessiert, "die Ukrainekrise auf politischem und diplomatischem Wege zu lösen", sagte Putins Präsidentenberater Juri Uschakow. "Bis dahin wird Russland jedoch die Ziele der militärischen Spezialoperation (…) weiterhin konsequent verfolgen."

In Abu Dhabi sollten die beiden US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner gemeinsam mit US-Heeresstaatssekretär Daniel Driscoll auf hochrangig besetzte Delegationen treffen. Igor Kostjukow, der Chef des Militärgeheimdienstes und der russischen Delegation. Für die Ukraine dort: Rustem Umjerow und Kyrylo Budanow, der Leiter der Präsidialverwaltung. Am Plan: Trilaterale Verhandlungen zwischen Ukrainern, Russen und Amerikanern.

 
In Kiew fand eine Abschiedszeremonie für Alexey Brecht, Vorstandsmitglied von NEC Ukrenergo, statt.
Brecht starb am 21. Januar durch einen Stromschlag in einem der angegriffenen Umspannwerke. Er koordinierte die Reparaturarbeiten zwei Tage hintereinander persönlich.

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Bis 18:00 Uhr sind in Kiew weitere 1.200 Hochhäuser (von 12.000) ohne Heizung, die zum zweiten Mal nach den Anschlägen vom 9. und 20. Januar angeschlossen werden, sagte Bürgermeister Klitschko.
 
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Russische Ärzte brannten einem ukrainischen Gefangenen, der verwundet und bewusstlos gefangen genommen wurde, ein Brandmal auf den Bauch mit der Aufschrift „Ruhm für Russland!“

Wer hat einem ukrainischen Kriegsgefangenen „Ruhm für Russland“ auf den Bauch gebrannt? „Schemes“ nannte die Namen von Ärzten, die dies tun könnten

Im Sommer 2025 kehrte der ukrainische Soldat Andrei Pereverzev aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurück. Sein Foto verbreitete sich auf der ganzen Welt: Die Inschrift „Ehre sei Russland“ und der Buchstabe Z, eines der Hauptsymbole der russischen Invasion in der Ukraine und überhaupt ein Symbol der russischen Militäraggression, wurden in den Körper des Gefangenen eingebrannt. Andrei sagte, dass die Operation, nach der dieses Mal auf seinem Körper erschien, von einem russischen Arzt in einem der Krankenhäuser in Donezk durchgeführt wurde.

Das Untersuchungsprojekt „Schemes“ des ukrainischen Dienstes von Radio Liberty fand heraus, wo Andrei Pereverzev genau operiert wurde, benannte das Krankenhauspersonal und lud Chirurgen aus Russland ein, die in das Geschehen mit dem ukrainischen Kriegsgefangenen verwickelt sein könnten. Menschenrechtsaktivisten glauben, dass das Vorgehen dieser Ärzte als Kriegsverbrechen angesehen werden könnte.
 
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Die Ukraine steht am Rande einer humanitären Katastrophe und braucht dringend einen Waffenstillstand im Energiesektor, sagte Maksym Timchenko, CEO des Energiekonzerns DTEK*, in Davos. Seine Worte wurden von Reuters zitiert.

„Wir brauchen einen Waffenstillstand im Energiesektor. Einen Waffenstillstand bezüglich der Energieanlagen … Wir stehen kurz vor einer humanitären Katastrophe. Die Menschen haben 3 bis 4 Stunden Strom, dann 10 bis 15 Stunden lang keinen. Wohnhäuser sind seit mehreren Wochen ohne Heizung“, sagte Timchenko.

Ihm zufolge hat DTEK 60 bis 70 % seiner Erzeugungskapazität verloren und Schäden in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar erlitten. Timchenko erklärte, die Wiederherstellung des Energiesektors werde 65 bis 70 Milliarden Dollar kosten und in vielen Fällen den Bau völlig neuer Anlagen erfordern.
Es geht hier nicht nur um den Wiederaufbau, sondern um die Schaffung eines komplett neuen Energiesystems in der Ukraine“, sagte er.

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* DTEK gehört dem Milliardär Rinat Achmetow, es ist der größte private Energiekonzern der Ukraine, und der größte Arbeitgeber des Landes mit rund 70.000 Mitarbeitern, 27,3 % der Stromerzeugung und 39,6 % des Stromtransports.
 
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Trilog unter schwierigen Vorzeichen
In Abu Dhabi haben am Freitag Verhandlungen zwischen der Ukraine, den USA und Russland begonnen. Die Gespräche, die am Samstag fortgesetzt werden sollen, laufen auf Verhandlerebene, der Kreml schickte nur Militärs. Spekuliert wird über Russlands Kompromissbereitschaft – denn es spießt sich weiterhin an der Hauptfrage der Gebietsansprüche.

Am Freitag dauerten die trilateralen Gespräche in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) knappe vier Stunden. Man kam überein, am Samstag weiterzusprechen. Im Mittelpunkt stehen territoriale Fragen, vor allem, wer künftig die ostukrainische Industrieregion Donbas kontrollieren wird. „Die Frage des Donbas ist eine Schlüsselfrage“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Vorfeld. Auch der Kreml nannte den Donbas als wichtigsten Punkt des Treffens.

Die USA werden erneut durch den Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und Steve Witkoff sowie durch den Berater des Weißen Hauses, Josh Gruenbaum, vertreten.

Die Verhandler
Die ukrainische Delegation besteht aus jenen Personen, die seit Wochen vor allem mit den USA verhandeln. Geführt wird sie vom Sekretär des Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, und dem neuen Leiter des Präsidialamtes, Kyrylo Budanow.

 
Erneut russische Luftangriffe auf Kiew und Charkiw
Bei russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in der Region Charkiw im Osten des Landes sind Behörden zufolge mindestens 15 Menschen verletzt worden. „Kiew wird vom Feind massiv angegriffen. Verlassen Sie die Schutzräume nicht“, erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Samstagmorgen auf Telegram. Es seien mehrere Gebäude getroffen worden, bei denen es sich jedoch nicht um Wohngebäude handele.

In einem späteren Beitrag fügte Klitschko hinzu: „Vier Verletzte in der Hauptstadt. Drei von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert“.

Der Bürgermeister von Charkiw meldete einen Angriff mit Schahed-Drohnen aus iranischer Produktion, der mehrere Wohngebäude in zwei Stadtteilen nahe der russischen Grenze beschädigt habe. Es gebe „mehr als elf Verletzte“, erklärte Ihor Terechow auf Telegram.

Die nächtlichen Angriffe erfolgten ungeachtet der zweitägigen Dreier-Verhandlungen zwischen der Ukraine, Russland und den USA über den US-Plan für ein Ende des Kriegs, die gestern in Abu Dhabi begonnen hatten.

 
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Das Vermögen des Rüstungsmagnaten Strnad stieg beim Börsengang auf 37 Milliarden Dollar
Das Vermögen von Michal Strnad stieg nach dem Börsendebüt des Rüstungsmagnaten auf 37 Milliarden US-Dollar, was etwa 10 % der tschechischen Wirtschaftsleistung entspricht.

Der 33-jährige Eigentümer der in Prag ansässigen Czechoslovak Group AS konnte sein Vermögen über Nacht nahezu verdoppeln, nachdem die Aktie bis 9 Uhr morgens in Amsterdam um rund 28 % zulegte. Das Unternehmen und sein Eigentümer nahmen bei einem Börsengang zu einem Preis von 25 Euro pro Aktie 3,3 Milliarden Euro ein. Strnad, der das Unternehmen 2018 von seinem Vater geerbt hatte, verfügt laut Bloomberg Billionaires Index über ein Nettovermögen von 36,9 Milliarden US-Dollar.

Strnads wichtigstes Vermögen ist die Holdinggesellschaft Czechoslovak Group (CSG), ein Waffenlieferant der Ukraine, die zu den Hauptprofiteuren des starken Anstiegs der Militärausgaben seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine gehört. 2024 wurde CSG ein wichtiger Teilnehmer der tschechischen Initiative zum Kauf von Munition für die ukrainischen Streitkräfte.
 
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