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Der Ukraine Sammelthread

Zwei russischen Soldaten wollten von ihren Stellungen desertieren

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Die Angriffe auf den ukrainischen Energiesektor dienen derzeit als universelles und wirksames Mittel, um sowohl Kiew als auch Europa unter Druck zu setzen.

Der Zusammenbruch der Energienetze der drei größten und am dichtesten besiedelten Regionen – Kiew, Charkiw und Dnipro –, die im Visier stehen, wird mindestens 3–5 Millionen neue Flüchtlinge zur Folge haben und das Sozialsystem der Europäischen Union überlasten. Die verbleibenden 3–4 Millionen werden die Überreste der ukrainischen sozialen Infrastruktur zerstören. Der Geist von Anchorage hat sich stillschweigend in „den Geruch von Napalm am Morgen“ verwandelt.

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Das behauptet der russische Propagandist Sergej Mardan. Eigentlich war das Ziel der Angriffe schon klar, aber gut, dass der "ältere Bruder" den Ukrainern, und den Europäern es offen gesagt hat
 
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Ukraine-Gespräche: Selenskyj fordert „echte Ergebnisse“
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit Blick auf die nächste Runde der Ukraine-Gespräche am kommenden Wochenende „echte Ergebnisse“ gefordert. Moskau dürfe die Verhandlungen nicht als Verzögerungstaktik missbrauchen, um neue Sanktionen des Westens zu verhindern, sagte Selenskyj gestern in seiner abendlichen Ansprache.

Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA hatten am vergangenen Wochenende in Abu Dhabi erstmals direkt miteinander über den US-Plan zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine gesprochen. Die Gespräche in dem trilateralen Format sollen nach Angaben Washingtons und Kiews am 1. Februar in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fortgesetzt werden.

 
Wolodymyr Selenskyj – Die Rechnung der Gleichgültigkeit
„Am Ende bestraft die Geschichte jene, die wegsehen. Die Kriege des 20. Jahrhunderts entstanden nicht aus dem Nichts, sie wuchsen aus der Bequemlichkeit der Mächtigen des 19. Jahrhunderts, aus ihrem Zögern und ihrem Schweigen. Genau dieses Muster wiederholt sich heute. Russlands Krieg gegen die Ukraine steht nicht isoliert da, ebenso wenig die Gewalt gegen Moldau, Tschetschenien oder Georgien. All das ist die Folge davon, dass die Realität dieser Länder ignoriert wurde und dass ihre Stimmen als störend galten. Die Wahrheit ihrer Gesellschaften war spürbar, doch sie wurde übergangen. Stattdessen setzten führende Staaten nach dem Ende der Sowjetunion auf ein politisches Wunschdenken. In den 1990er Jahren und zu Beginn des neuen Jahrhunderts wurde auf Moskau gesetzt, auf einen angeblichen Neubeginn. Was als Neuausrichtung verkauft wurde, entwickelte sich zur Überlastung für ganz Europa. Verantwortung wurde vertagt, Risiken kleingeredet, Warnungen ignoriert. Die Folgen tragen heute Millionen Menschen. Geschichte ist kein fernes Lehrbuch. Sie reagiert. Und sie vergisst nicht“

 
Ukraine meldet schwere Angriffe auf Charkiw und Odessa
Russland hat die ukrainische Großstadt Charkiw mit Drohnen und Raketen angegriffen. In der Stadt und der umliegenden Region fiel laut offiziellen Angaben bei 80 Prozent der Bevölkerung der Strom aus. Getroffen wurden neben der Energieinfrastruktur auch Wohnhäuser, eine Schule und ein Kindergarten.

Viele Verletzte in Odessa
Viele Verletzte gab es nach russischen Drohnenangriffen auch in der Hafenstadt Odessa. Der Chef der Stadtverwaltung, Serhij Lyssak, berichtete auf Telegram von mindestens 22 Verletzten.

 
Bericht: US-Garantien für Ukraine nur bei Gebietsverzicht
Die USA knüpfen Sicherheitsgarantien für die Ukraine einem Zeitungsbericht zufolge offenbar an einen Gebietsverzicht. Die US-Regierung habe das der Ukraine signalisiert, berichtete die „Financial Times“ heute unter Berufung auf acht mit den Gesprächen vertraute Personen.

Ein Friedensabkommen würde wahrscheinlich die Abtretung der Donbas-Region an Russland erfordern. Washington habe zudem in Aussicht gestellt, der Ukraine mehr Waffen zu liefern, falls sich Kiew aus den noch kontrollierten Teilen der Ostukraine zurückziehe.

Moskau: Donbas-Rückzug der Ukraine „Weg zum Frieden“
Russland bezeichnete einen Abzug der ukrainischen Truppen aus der Donbas-Region als Möglichkeit für ein Kriegsende. „Ein Rückzug aus dem Donbas ist der Weg zum Frieden für die Ukraine“, schrieb der Sondergesandte des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Kirill Dmitrijew, auf der Onlineplattform X.

 
Ukraine-Gespräche: Putins Unterhändler weichen offenbar von harter Linie ab
Die russischen Unterhändler stimmen in den Ukraine-Verhandlungen offenbar pragmatische Töne an. US-Vertreter sprechen von einem Muster.
Laut US-Beamten, die die laufenden Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA begleiten, sollen die russischen Unterhändler hinter verschlossenen Türen deutlich pragmatischer auftreten, als es die öffentliche Rhetorik aus Moskau vermuten lässt.

Wie der „Kyiv Independent“ berichtet, betont der Kreml in offiziellen Erklärungen regelmäßig seine Maximalforderungen – etwa territoriale Zugeständnisse oder politische Bedingungen – während die eigentlichen Verhandlungsteams taktisch flexibel bleiben.

Ein US-Beamter erklärte der ukrainischen Zeitung, dies sei ein bekanntes Muster: Russland stelle öffentlich seine Maximalforderungen, lasse aber privat Spielraum für Verhandlungen. Auch die ukrainische Delegation beobachte diese Signale genau: Selbst Höflichkeit und respektvolle Gesprächsführung werde als positives Zeichen gewertet.

US-Vertreter enthüllt russische Strategie
Die russische Strategie wurde nach dem Besuch US-amerikanischer Gesandter in Moskau am 22. Januar deutlich. Kreml-Berater Juri Uschakow erklärte, dass ein Ende des Krieges „sinnlos“ sei, solange Kiew Moskaus territorialen Forderungen nicht erfülle. Außenminister Sergej Lawrow forderte öffentlich erneut die Absetzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj und brachte die „Entnazifizierung“ und Entmilitarisierung der Ukraine ins Spiel.

 
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In der Region Tscherkassy erschoss ein ehemaliger Soldat bei einer Festnahme vier Polizisten, wie die Polizei mitteilte.
Der 59-jährige Anwohner, der des Mordes verdächtigt wird, sah die Polizisten, griff sich eine kugelsichere Weste und eine Kalaschnikow und flüchtete aus seinem Haus in den Wald. Dort eröffnete er das Feuer auf die Beamten, tötete vier und verletzte einen fünften. Der Schütze wurde getötet.
 
In den sechs Monaten, seitdem Männer unter 23 Jahren wieder ins Ausland reisen dürfen, haben mehr als eine halbe Million junger Ukrainer die Ukraine verlassen, berichtete der Abgeordnete Nahornyak (Diener des Volkes).

Seinen Angaben zufolge unterscheiden sich Warschau und Kiew derzeit nur in der Stromversorgung in der polnischen Hauptstadt – so viele Ukrainer leben dort. Die meisten Taxifahrer und Servicekräfte sind junge Ukrainer.

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Der staatliche Grenzschutz dementiert Berichte, wonach 500.000 junge Ukrainer das Land in den vergangenen sechs Monaten verlassen haben. Grenzschutzsprecher Andrij Demtschenko erklärte, diese Information sei falsch und die Zahl der jungen Menschen, die die Ukraine verlassen haben, sei deutlich geringer.
 
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In der Region Charkiw griffen russische Drohnen einen Personenzug an und setzten einen Waggon und eine Lokomotive in Brand. Der Angriff wurde von drei Shahed-Drohnen durchgeführt. Sie trafen die Lokomotive und einen Personenwagen und verursachten so den Brand. Drei Menschen kamen bei dem Angriff ums Leben. Im Zug befanden sich über 150 Fahrgäste.
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Die regionale Staatsanwaltschaft meldet, dass Leichenteile von 5 Menschen gefunden wurden; die Identifizierung ist erst nach einer DNA-Analyse möglich.
 
Tote und Schäden an Energieanlagen durch russische Angriffe
Nach den Ukraine-Verhandlungen in Abu Dhabi am Wochenende hat die russische Armee die Ukraine weiterhin stark angegriffen. Die ukrainischen Behörden meldeten gestern zehn Tote sowie Schäden an der Energieinfrastruktur im Osten und Süden des Landes.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe würden die derzeit laufende Diplomatie „untergraben“. Die trilateralen Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über eine Beendigung des Krieges sollen am Wochenende fortgesetzt werden.

Selenskyj appelliert an Partner
„Jeder dieser russischen Angriffe untergräbt die laufenden diplomatischen Bemühungen und die Bemühungen unserer Partner, den Krieg zu beenden“, so der ukrainische Präsident. „Wir erwarten von den USA, von Europa und den anderen Partnern, dass sie nicht schweigen und sich daran erinnern, dass ein echter Frieden voraussetzt, dass Druck auf Moskau ausgeübt wird“, fügte Selenskyj hinzu.

Die Region Odessa wurde örtlichen Behörden zufolge von etwa fünfzig russischen Drohnen angegriffen, in der gleichnamigen Stadt wurden drei Tote gemeldet, rund 30 Menschen wurden zudem verletzt. Nach Angaben des örtlichen Gouverneurs Oleh Kiper sind zwei Kinder und eine schwangere Frau unter den Verletzten. Gouverneur Kiper sagte, die Drohnen hätten Dutzende Wohngebäude, eine Kirche, einen Kindergarten, eine Schule und ein Fitnesscenter beschädigt.

Angriffe auf Energieinfrastruktur
Das Energieunternehmen DTEK teilte mit, dass russische Streitkräfte eine seiner Anlagen stark beschädigt hätten. Odessa ist der größte ukrainische Schwarzmeer-Hafen. Die Energie- und Hafeninfrastruktur ist häufig Ziel russischer Angriffe.

Im Osten der Ukraine traf indes eine russische Gleitbombe die Stadt Slowjansk. Die Staatsanwaltschaft der Region Donezk gab den Tod eines Ehepaars bekannt, deren 20-jähriger Sohn zudem verletzt worden sei. Slowjansk liegt etwa 20 Kilometer von der Frontlinie entfernt und wird regelmäßig von russischen Streitkräften angegriffen.

Drohnenangriff auf Zug
In der Region Charkiw wurden drei Menschen bei einem Drohnenangriff auf einen Zug getötet, wie die örtliche Staatsanwaltschaft mitteilte. Insgesamt befanden sich demnach mehr als 150 Passagiere an Bord des Zuges.

 
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