Aktuelles
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Der Ukraine Sammelthread

Ein Zug, vier Tote und ein Friedensgremium!
Mindestens vier Menschen wurden getötet und zwei weitere verletzt, als eine russische Drohne einen Personenzug in der nordöstlichen ukrainischen Region Charkiw traf. Der Zug war kein militärisches Ziel, sondern Teil des Alltags, ein Raum zwischen Abfahrt und Ankunft, gefüllt mit Menschen, die unterwegs waren, nicht vorbereitet auf Gewalt, nicht geschützt, nicht beteiligt an Entscheidungen. Der Einschlag beendete Leben abrupt und verwandelte eine gewöhnliche Fahrt in einen Tatort. Solche Angriffe sind keine Ausnahme, sie gehören zu einem Krieg, der immer wieder dort zuschlägt, wo Zivilisten sind. Zur gleichen Zeit wird über Frieden gesprochen, über neue Gesprächsformate, über Einladungen und Gesten. Nur wenige Tage zuvor hatte Donald Trump Wladimir Putin zu seinem sogenannten Board of Peace eingeladen. Während diese Worte im Raum stehen, fallen Drohnen. Während über Ordnung gesprochen wird, werden Menschen aus dem Leben gerissen. Für die Betroffenen in Charkiw zählen keine Gremien und keine Ankündigungen, sondern der Verlust von Menschen, die nicht zurückkehren. Der getroffene Zug macht sichtbar, wie groß die Distanz zwischen politischen Erklärungen und der Realität dieses Krieges ist.

 
Bericht: 325.000 russische Soldaten gefallen
Die russische Armee hat laut Berechnungen von US-Fachleuten in den fast vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren.

Ein Bericht der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington geht dabei von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote.

Das CSIS stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Militärs, Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. „In keinem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg hat eine Großmacht so hohe Verlust- und Todeszahlen erlitten“, schreiben die Autoren über die russische Seite.

 
Kiew bestellt Ungarns Botschafter ein
Das ukrainische Außenministerium hat den Botschafter Ungarns einbestellt, um gegen Vorwürfe der Einmischung in den ungarischen Wahlkampf zu protestieren. Das teilte das Ministerium in Kiew heute mit.

Die ungarische Regierung beschuldigt die Ukraine, die Opposition bei der anstehenden Parlamentswahl im April zu unterstützen. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Ukrainer ihre „offene und grobe Einmischung“ zugunsten der Oppositionspartei TISZA fortsetzen werde, kritisierte der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf Facebook.

Der seit 2010 regierende Ministerpräsident Viktor Orban sieht sich erstmals einem starken Herausforderer gegenüber. In Umfragen liegt die Mitte-rechts-Partei TISZA von Peter Magyar vor Orbans rechtsnationaler FIDESZ. Orban hatte seine Kritik an der Ukraine zuletzt verschärft und versucht, Magyar in die Nähe Kiews und der EU-Kommission zu rücken.

Geplänkel zwischen Orban und Selenskyj
Zwischen Orban und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj war es zudem zu einem öffentlichen Schlagabtausch gekommen. Selenskyj warf Orban indirekt vor, europäische Interessen zu verraten. Orban bezeichnete sein Gegenüber daraufhin als einen „Mann in einer verzweifelten Lage“.

 
Interfax: Neue Dreiergespräche am Sonntag
Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA über einen Waffenstillstand sollen am Sonntag fortgesetzt werden. Gastgeber für die Beratungen sei erneut Abu Dhabi, meldete heute die staatliche russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau.

Vergangene Woche fand die erste Runde dieser trilateralen Gespräche in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt. Diese Beratungen wurden auf Expertenebene abgehalten.

In der wichtigen Frage der von Russland geforderten Gebietsabtretungen gab es dort keine Fortschritte.

 
Ukraine-Krieg: Ins fünfte Jahr
Verluste der Russen 1,2 Millionen, der Ukrainer 500.000 bis 600.000

Wir gehen demnächst ins fünfte Jahr des Angriffskriegs Putins auf die Ukraine (Beginn 24. Februar 2022). Das US-amerikanische Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt auf der Basis von Expertenberechnungen, Geheimdienstinfos und verschiedenen offenen Quellen, dass bisher 325.000 russische Soldaten getötet wurden. Zusammen mit den Verwundeten machen die Verluste Russlands rund 1,2 Millionen Soldaten aus.

Für die Ukraine wurde eine Zahl von 100.000 bis 140.000 Toten Soldaten berechnet, mit den Verwundeten insgesamt 500.000 oder 600.000.

Relativ geringer Geländegewinn
Den enormen russischen Verlusten steht ein relativ geringer Geländegewinn gegenüber. Das versucht Putin wettzumachen, indem er die ukrainischen Städte mit Terrorangriffen aus der Luft überzieht, um durch Tötung von Zivilisten und Zerstörung der ukrainischen Energiequellen die ukrainische Bevölkerung und Führung doch noch mürbe zu machen. Ukrainische Militärs erklärten allerdings US-Journalisten kürzlich, dass eine neue Luftabwehr auf KI-Basis das ausgleichen werde.

 
Drei Tote bei russischen Angriffen in Südukraine
Bei russischen Drohnenangriffen in der südukrainischen Region Saporischschja sind nach Angaben des Regionalgouverneurs drei Menschen getötet worden. Zwei Frauen und ein Mann hätten bei den Angriffen auf Wohnhäuser in der Stadt Wilnjansk in der Nacht ihr Leben verloren, ein weiterer Mann sei verwundet worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow im Onlinedienst Telegram. Die Angriffe hätten Häuser zerstört und Brände ausgelöst.

Am Dienstag und gestern hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew 16 Menschen getötet. Sechs Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Passagierzug in Charkiw ihr Leben.

Die jüngsten Angriffe erfolgten vor dem Hintergrund der am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA. Das nächste Treffen zwischen ukrainischen und russischen Vertretern soll nach Angaben Kiews am Sonntag in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate stattfinden.

 
Ukrainischer Kampfroboter nimmt drei russische Soldaten gefangen
Die Produktion von Bodendrohnen in der Ukraine steigt. 2026 sollen über 20.000 Einheiten produziert werden

In einem pixeligen Video ist zu sehen, wie drei russische Soldaten aus einem Gebäude kommen und sich mit erhobenen Händen ergeben. Einer von ihnen ist offensichtlich verwundet und blutet. Derartige Szenen kommen im Ukrainekrieg häufig vor. Doch erstmals wurde gefilmt, wie menschliche Soldaten gegenüber einem Roboter kapitulierten. Entstanden sind die Bilder laut ukrainischen Angaben im Bereich der Pokrowsk-Front.

Das Video zeigt aber auch, wie wichtig Roboter mittlerweile für die Ukraine in der Abwehr des russischen Angriffs geworden sind. Der Krieg hat die Ukraine zu einem Weltmarktführer für bewaffnete Robotersysteme gemacht – und deren Streitkräfte wohl zu deren fähigsten Operateuren.

Ferngesteuerte Bodenroboter oder Bodendrohnen werden von westlichen Militärs als Uncrewed Ground Vehicles (UGVs) und in der Ukraine in der direkten Übersetzung als Bodenroboter-Komplexe bezeichnet. Diese sind seit Kriegsbeginn in geringer Zahl im Einsatz.

 
„Nie dagewesen seit 1945“: Russlands erschütternde Kriegsbilanz
Die Bilanz des Ukraine-Krieges nimmt historische Dimensionen an: Neue US-Berechnungen enthüllen schockierende Verlustzahlen auf beiden Seiten des Konflikts.

Fast vier Jahre nach Kriegsbeginn in der Ukraine zeigen neue US-Berechnungen ein erschütterndes Ausmaß an Verlusten: Laut einer Studie des Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington sollen auf russischer Seite etwa 1,2 Millionen Soldaten getötet oder verwundet worden sein – darunter rund 325.000 Gefallene. Diese Dimension übersteigt selbst historische Vergleichswerte deutlich. Für die ukrainische Seite beziffern die Experten die Gesamtverluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten, wobei zwischen 100.000 und 140.000 ihr Leben verloren haben sollen.

Die amerikanischen Berechnungen korrespondieren weitgehend mit den Einschätzungen des ukrainischen Generalstabs, der ebenfalls von etwa 1,23 Millionen russischen Verlusten ausgeht. Kiew stützt seine Zahlen unter anderem auf abgefangene russische Kommunikation, wobei eine vollständig unabhängige Verifizierung nicht möglich ist.

Alternative Erfassungsmethoden
Alternative Erfassungsmethoden wie die des russischen Portals „Mediazona“, das Beerdigungen, Nachrufe und Social-Media-Einträge auswertet, dokumentierten Mitte Februar 163.600 nachweislich gefallene russische Soldaten. Die ukrainische Plattform ualosses.org verzeichnet 87.000 getötete ukrainische Soldaten, 86.000 Vermisste und 4400 Kriegsgefangene in Russland. Beide Initiativen weisen darauf hin, dass ihre Erhebungen unvollständig bleiben, da zahlreiche Todesfälle nicht öffentlich bekannt werden.

 
Bewohner des Kiewer Stadtteils Trojeschtschyna blockierten aus Protest gegen die fehlende Heizung und Stromversorgung eine Straße. Die meisten der mehrstöckigen Gebäude in Kiew ohne Heizung befinden sich in Trojeschtschyna.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.

Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen wir die Zustimmung zum Setzen von Drittanbieter-Cookies.
Für weitere Informationen siehe die Seite Verwendung von Cookies.


Laut Kiews Bürgermeister Klitschko sind derzeit 454 Wohngebäude in der Hauptstadt ohne Heizung, die meisten davon im Stadtteil Trojeschtschyna. Am Morgen waren es noch 613 Gebäude in der Stadt. Im Laufe des Tages wurden die ersten über 100 Gebäude in Trojeschtschyna mit Heizung versorgt, fügte Klitschko hinzu.
 
Zurück
Oben