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Der Ukraine Sammelthread

Erstmals Schäden durch Drohnentrümmer in Rumänien
Nach russischen Luftangriffen auf die Ukraine meldet das benachbarte NATO-Land Rumänien erstmals Sachschäden durch Drohnentrümmer. Das Verteidigungsministerium in Bukarest teilte heute mit, in der südöstlich gelegenen Stadt Galati seien ein Strommast und ein Gebäude beschädigt worden. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Das Ministerium verurteilte Russlands Vorgehen als unverantwortlich: „Solche Vorfälle belegen den mangelnden Respekt der Russischen Föderation vor dem Völkerrecht und gefährden nicht nur die Sicherheit der rumänischen Bürger, sondern auch die kollektive Sicherheit der NATO.“ Rumänien teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine.

Wie üblich bei russischen Angriffen auf die Ukraine stiegen zwei britische Eurofighter-Kampfjets auf, die im Rahmen einer Mission zur Luftraumüberwachung in Rumänien stationiert sind. Zudem wurden die Bewohnerinnen und Bewohner des in der Nähe von Galati gelegenen Kreises Tulcea aufgerufen, Schutz zu suchen.

 
In Butscha eröffnete heute Morgen ein betrunkener 42-Jähriger das Feuer. Laut Polizeiangaben stieg der Betrunkene aus einem Taxi und schoss wahllos um sich. Es gab keine Verletzten, der Schütze wurde festgenommen.

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Russland beschoss heute die ganze Nacht und den ganzen Tag den Dnipro mit Raketen und Drohnen. Dabei wurden 8 Menschen starben, 49 wurden verletzt.
 
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Die Polizei veröffentlicht Aufnahmen der Festnahme von Mitgliedern der kriminellen Organisation Khimprom unter der Führung des Drogenbosses Jegor Burkin (alias „Der Mexikaner“). Laut Polizeiangaben wurden bei den Razzien auch Callcenter ausgehoben, die von Telefonbetrügern genutzt wurden, um europäische Bürger zu betrügen.

Die veröffentlichten Aufnahmen zeigen, wie Burkin die Bestechung von Strafverfolgungsbeamten bespricht, um den Schutz der Callcenter durch die Organisation zu gewährleisten; körperliche Gewalt gegen Polizisten und deren Familienangehörige, darunter Säureangriffe und Schüsse in die Knie; die Organisation betrügerischer Callcenter, die es auf europäische Bürger abgesehen hatten; und die Eröffnung von Geschäften, in denen die synthetische Droge U420 verkauft wurde.

Der „Mexikaner“ soll weitreichende Verbindungen zu Regierungsbeamten und der Polizei in der Ukraine unterhalten haben. Der Drogenboss selbst, Jegor Burkin (alias „Der Mexikaner“), hält sich seit 2019 in Mexiko auf und wird international gesucht.
 
Russland beschoss heute die ganze Nacht und den ganzen Tag den Dnipro mit Raketen und Drohnen. Dabei wurden 8 Menschen starben, 49 wurden verletzt.
Tote durch russische Angriffe auf Stadt Dnipro
Bei stundenlangen russischen Angriffen auf die ostukrainische Stadt Dnipro sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Die Bomben- und Drohnenangriffe begannen in der Nacht auf gestern und dauerten rund 20 Stunden lang, wie Bürgermeister Borys Filatow berichtete. Beschossen wurden Wohnhäuser, Unternehmen und Energieinfrastruktur.

Mindestens 49 Menschen wurden laut Filatow verletzt, darunter zwei Kinder. Auch sein Stellvertreter sei schwer verletzt worden, berichtete der Bürgermeister. Weitere zehn Menschen wurden in der Region Dnipropetrowsk verletzt.

Ein Wohnhaus wurde den Angaben zufolge zweimal in zeitlichem Abstand bombardiert. Das russische Verteidigungsministerium sprach von einem Angriff auf militärische Ziele in der Ukraine. Dnipro liegt mehr als hundert Kilometer von der Front entfernt.

Verletzte in Belgorod
Kiew greift als Reaktion auf die fortgesetzten russischen Angriffe immer wieder Ziele auf russischem Gebiet an. Auch dabei gibt es zivile Opfer. Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, teilte mit, bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Auto seien eine Frau getötet und ein Mann schwer verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die russischen Streitkräfte hätten in einer Nacht 127 ukrainische Drohnen abgefangen.

 
40 Jahre nach dem GAU macht der Krieg Tschernobyl erneut brandgefährlich
Vor 40 Jahren kam es an der heutigen Grenze zwischen der Ukraine und Belarus zur weltweit größten AKW-Reaktorkatastrophe. Nach der kurzzeitigen russischen Besatzung ist das radioaktiv verseuchte Gebiet auch noch vermint.

„Wir fanden das absurd, hatten das alles nicht für möglich gehalten", sagt Maksym Schewtschuk. Der Kiewer Spitzenbeamte für die Sonderzone rund um das einstige AKW Tschernobyl meint damit nicht den GAU vor 40 Jahren, sondern die russische Besatzung seiner 4600 Quadratkilometer großen, radioaktiv hochverseuchten Zone.

Gleich zu Kriegsbeginn besetzt
Das entvölkerte, sumpfige Gebiet im Norden von Kiew, direkt an der Grenze zu Belarus, war von den russischen Besatzungstruppen am ersten Tag ihrer Invasion vom 24. Februar 2022 weitgehend besetzt worden. Nur ein halbes Dutzend Dörfer mit jeweils ein paar meist hochbetagten Einwohnern entging diesem Schicksal, wie ein ukrainischer Offizier im ukrainischen Staatsfernsehen berichtet. Man habe versucht, sie zu verteidigen, doch keine Chance gegen mehrere Tausend russische Soldaten gehabt, sagt er.

Feuerwehroffizier Sergej Streltschenko hat aus seinem Büro in sicherer Entfernung die russischen Radpanzer gefilmt, die an seiner Feuerwehrwache von Tschernobyl-Stadt vorbeifuhren, 18 Kilometer vom Unglücks-AKW des sowjetischen Typs RBMK-1000 entfernt. Es waren wohl Hunderte, die allermeisten auf dem Weg in die rund 100 Kilometer südlich gelegene Hauptstadt Kiew, die der Kreml innerhalb von drei Tagen zu erobern hoffte.

 
Ukrainische Soldaten an der Front: „Wer sich besser versteckt, überlebt länger“
Die Nato verstehe nichts vom Krieg der Gegenwart, sagt ein ukrainischer Offizier. Wie die Armee der Ukraine Drohnen gegen russische Angreifer einsetzt und was es bedeutet, einen Monat lang unter der Erde zu leben. Eine Reportage von der Front.

Plötzlich tut sich etwas auf dem Bildschirm. Die Kamera der Aufklärungsdrohne zoomt das Bild heran. Drei Männer, die zwischen Häuserruinen herumlaufen. Verschwinden. Da sind sie wieder.

„Sind das Russkis?“, fragt Tolja.

„Nein, unsere“, antwortet Padre.

„Solche Kerle hast du“, sagt Tolja, der Presseoffizier. Er meint Kerle, die ein Gebiet sichern. Säubern, sagen sie.

Padre bleibt gelassen. „Solche gibt’s überall.“

„Und ich dachte, Mutige gibt’s nicht mehr.“

Tolja und Padre stehen in einem Haus, dort, wo es noch halbwegs sicher ist, und starren auf einen Bildschirm. Die Kamera einer Aufklärungsdrohne überträgt in Echtzeit, was ein paar Kilometer weiter östlich passiert. Sieht aus wie ein Videospiel, ist aber keines. Es ist eine Liveübertragung aus einer Gegend, die man hier die Killzone nennt: ukrainische Soldaten auf der Jagd nach russischen Soldaten.

 
Europa stellt sich auf Dauerkrieg ein – ohne Plan für ein Ende
Europa richtet sich auf einen langen Krieg in der Ukraine ein, während Washington den Fokus auf den Konflikt mit Iran legt. Damit fehlt der entscheidende Druck auf Moskau, und zugleich jede Dynamik für ernsthafte Gespräche zwischen den Kriegsparteien. Weder Russland noch die Ukraine stehen vor einem Durchbruch, militärisch wie politisch ist die Lage festgefahren. In Kiew wächst die Ernüchterung über die Rolle der USA. Präsident Selenskyj hat seine Erwartungen deutlich zurückgeschraubt, weil klare Unterstützung ausbleibt und zentrale Forderungen Russlands in Washington weiter Gehör finden. Gespräche finden nur noch im Hintergrund statt, offizielle Verhandlungen liegen praktisch auf Eis. Vorschläge für neue Formate wurden von Moskau abgelehnt.

Europa reagiert mit Geld und Sanktionen. Die Europäische Union stellt ein umfangreiches Darlehen bereit, gleichzeitig werden neue Strafmaßnahmen gegen Russland vorbereitet und bestehende verschärft. Das soll den Druck erhöhen, doch gleichzeitig wächst die Einsicht, dass dies allein keine Entscheidung herbeiführen wird. Militärisch hält die Ukraine ihre Positionen, während Russland trotz hoher Verluste nur begrenzte Fortschritte erzielt. Beide Seiten sehen deshalb keinen Grund, jetzt nachzugeben. Der Krieg verlagert sich immer stärker in einen Zustand, in dem Zeit, Ressourcen und Ausdauer entscheidend sind.

In europäischen Hauptstädten fehlt inzwischen eine klare Vorstellung davon, wie dieser Krieg beendet werden kann. Unterstützung für die Ukraine bleibt politisch gesetzt, doch eine Perspektive darüber hinaus gibt es nicht. Ohne aktive Rolle der USA bleibt jede Lösung in weiter Ferne, während sich der Konflikt weiter verlängert.

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Russland verstärkt Angriffe in Ostukraine
Das russische Militär hat seine Angriffsbemühungen im Osten der Ukraine verstärkt. Der Generalstab in Kiew teilte gestern mit, dass im Tagesverlauf insgesamt 161 bewaffnete Zusammenstöße von den Frontlinien gemeldet worden seien. Die meisten Angriffe erfolgten demzufolge bei Pokrowsk, dort seien 39 russische Angriffe registriert worden.

Bei Huljajpolje im südukrainischen Gebiet Saporischschja versuchten den Angaben zufolge russische Truppen 24-mal, die ukrainischen Stellungen zu durchbrechen. Bei Kostjantyniwka am Rande des Donbas habe es 15 Gefechte gegeben, teilte die Generalität in Kiew in ihrem Lagebericht mit. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Der ukrainische Armeechef Olexander Syrskyj sprach bei einem Treffen mit der kanadischen Oberbefehlshaberin Jenny Carignan von verstärkten offensiven Anläufen der russischen Streitkräfte praktisch entlang der gesamten Frontlinie.

 
Denkmal für einen fremden Krieg – Pjöngjang inszeniert gemeinsame Front
In Pjöngjang wird ein Komplex eröffnet, der mehr ist als Erinnerung. Kim Jong Un stellt nordkoreanische Soldaten in den Mittelpunkt, die an der Seite Russlands im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt wurden. Die Botschaft ist eindeutig: Man sieht sich nicht als Unterstützer, sondern als Teil des Konflikts. Zur Eröffnung reist eine hochrangige Delegation aus Moskau an, darunter Vyacheslav Volodin und Andrei Belousov. In einer Grußbotschaft von Vladimir Putin werden die Einsätze nordkoreanischer Soldaten ausdrücklich gewürdigt. Von Mut ist die Rede, von gemeinsamen Erfolgen, von enger Zusammenarbeit.

Der Ort selbst erzählt eine klare Geschichte. Museum, Gedenkwand, offizielle Worte, Blumen niedergelegt vor Kameras. Was gezeigt wird, ist ein gemeinsamer militärischer Einsatz, der öffentlich gemacht und dauerhaft festgeschrieben wird. Dabei geht es nicht um einzelne symbolische Beiträge. Tausende Soldaten aus Nordkorea sind in Russland eingesetzt worden, mit erheblichen Verlusten. Gleichzeitig liefert Pjöngjang Waffen und Munition in großem Umfang, während Moskau im Gegenzug Technologie weitergibt.

Der Komplex wird so zu einem sichtbaren Ausdruck dieser Verbindung. Was lange als verdeckte Kooperation lief, steht jetzt offen im Raum. Zwei Staaten, die militärisch enger zusammenrücken und das nicht mehr verstecken. Für den Krieg selbst bedeutet das keine Entspannung. Im Gegenteil, die Fronten werden stabilisiert, weil zusätzliche Ressourcen fließen. Und in Pjöngjang wird genau das gefeiert.

 
Die ukrainische Polizei gibt an, ein Netzwerk russischer Agenten aufgedeckt zu haben, die Terroranschläge und Attentate in der Ukraine und in EU-Ländern planten. Dem Netzwerk gehörten Staatsbürger der Ukraine, Russlands, Weißrusslands, Moldawiens, Georgiens, Lettlands und Griechenlands an. Laut Ermittlern bestand ihre Mission darin, namentlich nicht genannte ukrainische Journalisten, einen Offizier des Militärgeheimdienstes, einen russischen Oppositionellen und einen litauischen Unterstützer der Ukraine zu töten. Dreizehn Personen stehen unter Verdacht, neun von ihnen wurden in EU-Ländern festgenommen.

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Das ukrainische Verteidigungsministerium schätzt die Zahl der Wehrdienstverweigerer auf 1,6 Millionen. Dies teilte die Militärombudsfrau des Landes, Reshetilova, mit:

„Wir suchen derzeit nach Wegen, effektiv mit jenen Teilen der Gesellschaft zu kommunizieren, die sich dem Wehrdienst entzogen haben. Der Staat sucht nach Lösungen, und die Gesellschaft ihrerseits muss sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Meiner Meinung nach liegt diese Verantwortung nicht allein bei der Polizei, dem Verteidigungsministerium oder dem Oberkommando der Bodentruppen. Auch die Medien und die Öffentlichkeit müssen aktiv zu dieser Kommunikation beitragen. Die Informationslandschaft ist eindeutig zugunsten derjenigen verzerrt, die derzeit keinen Wehrdienst leisten. Laut Schätzungen des Verteidigungsministeriums könnten 1,6 Millionen Menschen jetzt zum Militärdienst eingezogen werden. Es ist daher offensichtlich, dass es zu einer Rotation kommen könnte.“
 
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