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Die AfD als Retterin des Abendlandes?

Special Olympics warnt vor AfD: „Unsere Existenzberechtigung wird infrage gestellt“
Zwei Tage vor den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern schlägt Special Olympics Deutschland Alarm. Vizepräsident Andreas Silbersack sagt, die AfD wolle „die Inklusion abschaffen“ - für den Verband treffe das „mitten ins Mark“. Nach dem AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt fürchtet SOD um finanzielle Mittel und die Grundlagen seiner Arbeit. Im dortigen AfD-Wahlprogramm wird gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung als gescheitertes „Experiment Inklusion“ bezeichnet

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Frühestens im März: Wie die AfD Putins Sonderbeauftragten an den Gastisch bittet
Die Leitungen von Nord Stream kommen an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns an Land, teils im September 2022 durch Sprengungen zerstört. In genau diesem Land stimmen die Deutschen am Sonntag ab, und die Partei, die dort vorn liegt, möchte das Gas wieder anstellen. Wie eng Moskau und die AfD inzwischen zusammenrücken, zeigt sich an einem Termin, der gerade vorbereitet wird. Vertraut mit diesen Vorbereitungen sind zwei Personen, die von einem Treffen im nächsten Frühjahr berichten. Der wichtigste Wirtschaftsgesandte Wladimir Putins und die Führung der AfD bereiteten für frühestens März 2027 eine Zusammenkunft vor, bei der es um die Rückkehr russischer Gaslieferungen an die größte Volkswirtschaft Europas gehe. Kirill Dmitrijew, enger Berater Putins und Chef des russischen Staatsfonds, solle daran teilnehmen, dazu die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Ein Sprecher der AfD und ein Vertreter Dmitrijews äußerten sich auf keine Medien-Anfragen. Wenig überraschend.

Vor den Sanktionen, die nach dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 verhängt wurden, kam mehr als ein Drittel der deutschen Rohöleinfuhren aus Russland und mehr als die Hälfte des Erdgases. Von dem Schlag, den die Abschaltung der Röhren auslöste, hat sich die deutsche Wirtschaft bis heute nicht erholt. Zustande komme das Treffen nur, wenn zuvor ein Rahmen für Frieden zwischen Russland und der Ukraine stehe, sagte eine der Personen. Die Organisatoren hofften, AfD und Russland mit den Vereinigten Staaten an einen Tisch zu bringen. Als möglicher Ort gälten Israel oder die Vereinigten Arabischen Emirate, genannt werde auch Indien. Dmitrijew saß in diesem Monat in Moskau mit den amerikanischen Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zusammen. Auch sie sollten nach dem Wunsch der Organisatoren zur Gasrunde kommen, bei der die Wiederöffnung der Nord-Stream-Leitungen geprüft werden solle. Ein hoher Vertreter der amerikanischen Regierung sagte, Witkoff und Kushner seien über das geplante Treffen weder unterrichtet noch dazu eingeladen worden.

 
Wie FPÖ und AfD mit Nostalgie-Erzählungen an die Macht wollen
Rechtspopulisten befeuern die Sehnsucht nach einem Gestern, das es so nie gab. Damit treffen sie ein Gefühl – ein Programm ist das aber nicht

FPÖ-Chef Herbert Kickl neigt zu nostalgischen Gefühlen, zumindest auf der Bühne. Am vergangenen Wochenende, als Kickl mit einer Rede vor Parteifreunden in Innsbruck an Jörg Haiders Aufstieg zum FPÖ-Obmann vor 40 Jahren erinnerte, gedachte er auch eines Österreichs, das einmal besser gewesen sei. Mit ihm als Kanzler werde wieder ein schönes, warmes Gefühl in Österreich einziehen – "Geborgenheit". Schon bei seiner 1.-Mai-Rede am Urfahraner Markt in Linz sprach Kickl über ein Österreich von früher, in dem sich die Tüchtigen noch "eine kleine Wohnung" oder "ein eigenes Haus" leisten konnten. Kickl nennt es "das kleine Glück".

Bis in die 1990er-Jahre prägten Fortschrittsglaube und Zuversicht die Wahlkämpfe. Politikerinnen und Politiker sprachen vom Morgen. Wolfgang Schüssel (ÖVP) ließ noch 1999 plakatieren: "Reden wir über die Zukunft." Das ist vorbei. Heute propagieren Donald Trump, die FPÖ und die Alternative für Deutschland (AfD) die Wiederherstellung der "guten alten Zeit". Sie werben mit dem Gestern. Und gewinnen damit.

Die 2015 verstorbene Literaturprofessorin Svetlana Boym sagte einst, die Gegenwart leide an einer "globalen Nostalgie-Epidemie". Der Grund dafür sei die verzweifelte Sehnsucht nach Kontinuität in einer fragmentierten Welt. Nostalgie hat den Vorteil, dass man ihr schlecht widersprechen kann. Über die Zukunft lässt sich streiten, über die eigene Erinnerung nicht.

Abstiegsängste

 
Die Reichsten erzählen uns: `Migration ist das Problem.` Sie lenken so davon ab, dass sie genug Geld haben". Und: "Die AfD macht (...) Politik für die Reichsten". Starkes Video der Kolleg:innen der Berliner Krankenhausbewegung

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Ausgerechnet in der Moschee: AfD landet in besonderem Wahllokal auf Platz 1
Berlin. Zum zweiten Mal diente der Gemeinderaum der Moschee in Pankow als Wahllokal. Die AfD schnitt besonders stark ab. Was der Imam dazu sagt.
Alle waren sie da: die Deutsche Presse-Agentur (dpa), Reuters, diverse Berliner Lokalmedien und sogar Al Jazeera. Ein wenig pathetisch ließe sich sagen, dass am Wahlsonntag die Augen der Welt auch ein bisschen auf die Khadija Moschee im Pankower Ortsteil Heinersdorf gerichtet waren. Der Gemeinderaum, wo sonst Sitzungen und Koranunterricht stattfinden, war zum Wahllokal 504 umfunktioniert worden. Das Bild der Kaaba in Mekka hatten Gemeindevertreter abgenommen und passend zum Anlass die Fahnen Berlins, Deutschlands und der Europäischen Union aufgehängt.

 
Ohne Worte :lol27:

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AfD bereitet sich offenbar auf mögliche CDU/CSU-Minderheitsregierung vor
Die "Bild"-Zeitung berichtet von einem internen Papier, das eine Unterstützung der Unionsparteien vorsieht. Man wolle allerdings Bedingungen stellen

Berlin – Die AfD-Bundestagsfraktion bereitet sich einem Zeitungsbericht zufolge auf eine mögliche CDU/CSU-Minderheitsregierung in Deutschland vor und skizziert in einem internen Papier drei Szenarien für eine Zusammenarbeit. Dazu zählen eine punktuelle Kooperation bis zur nächsten Bundestagswahl sowie eine grundsätzliche Bereitschaft zur fallweisen Zusammenarbeit, berichtet die "Bild" unter Berufung auf Fraktionskreise.

Mehrere Bedingungen
Eine Unterstützung gebe es laut der Vorlage des Fraktionsvorstands jedoch nicht umsonst. Als Bedingungen fordere die AfD unter anderem einen Posten als Bundestagsvizepräsident, Ausschussvorsitze sowie eine stärkere Einbindung in parlamentarische Beratungen. Inhaltlich könne sich die Partei eine Kooperation etwa bei einer Verschärfung des Staatsangehörigkeitsrechts, der Rückkehr zur Atomkraft oder der Streichung des Bürgergelds für ukrainische Flüchtlinge vorstellen. (APA, red, 22.9.2026)

 
Moskau freut sich über die AfD: Der Kreml lobt ihre Gesprächsbereitschaft und stellt sie Merz gegenüber
Der Kreml findet Gefallen an der AfD. Sprecher Dmitri Peskow begrüßte am Dienstag ausdrücklich, dass die Partei den Dialog mit Russland suche. Anders als Bundeskanzler Friedrich Merz, von dem nach Peskows Darstellung ausschließlich konfrontative Äußerungen über Russland kämen, spreche die AfD davon, Beziehungen zu Moskau aufzubauen.
Sie sei derzeit in Deutschland beliebt und verzeichne wachsenden Zuspruch. Das könne Russland nur gefallen, sagte Peskow. Seine Freude über die politische Haltung der Partei äußerte er trotzdem. Im Hintergrund laufen nach Berichten bereits Vorbereitungen für ein Treffen zwischen der AfD-Führung und einem führenden Wirtschaftsbeauftragten von Wladimir Putin im kommenden Jahr.

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Warum AfD-Chefin Weidel wirklich behauptet, dass Hitler ein Linker wäre: Es ist eine billige Ablenkung. Darauf muss niemand hereinfallen.
AfD‑Chefin Weidel behauptet ernsthaft, Hitler wäre „ein Linksradikaler“ gewesen. Warum sie das tut – die Fakten!

Zu Beginn: Natürlich ist das unfassbarer Bullshit, die Nazis haben Millionen von Linken inhaftiert, gefoltert und/oder ermordet. Doch wir müssen vor allem verstehen, warum Weidel diesen Schwachsinn verbreitet.

Die AfD will ihre extrem rechte Politik salonfähig machen – doch da gibt es ein Nazi‑Problem in der deutsch‑österreichischen Geschichte. Wenn nun behauptet wird, dass Nazis Linke wären, soll von der eigenen Politik abgelenkt werden – und von auffälligen Nazi‑Übereinstimmungen. Motto: Wir können gar keine Nazis sein, die waren Linke.

Billig und durchschaubar. Darauf muss niemand hereinfallen.

Michael Bonvalot // standpunkt.press

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Wenn Rechtsextreme die neue Volkspartei sind
Die "Systemumstürzer" AfD und FPÖ stellen die Grundlagen von sozialem Frieden und Wohlstand infrage

Leute, vergegenwärtigt euch diesen schlichten Sachverhalt: In Deutschland fährt nun schon im zweiten Bundesland (nach Sachsen-Anhalt nun auch in Mecklenburg-Vorpommern) eine "in Teilen rechtsextremistische Partei" mit 44 bzw. 38 Prozent fulminante Wahlsiege ein. In Deutschland. 81 Jahre nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus. AfD-Führerin Alice Weidel sagte triumphierend: "Wir sind die neue Volkspartei in Deutschland!"

Gut, vorläufig nur in Ostdeutschland. Aber in Umfragen ist diese AfD bundesweit an erster Stelle. Der Übergang zu Österreich ergibt sich von selbst: 38 Prozent für die FPÖ in den Umfragen, bei der Wahl 2024 war sie mit 29 Prozent stärkste Partei. Und sie hat sich unter Herbert Kickl eindeutig radikalisiert – in Richtung "Systemumbau": Weg mit der liberalen Demokratie, völkisch-rassistisch, Anti-EU und Putin- freundlich.

Wiederum muss man das Offenkundige klar aussprechen: Das ist eine Absage an alles, was Europa, was besonders die beiden NS-Erben Deutschland und Österreich in den vergangenen Jahrzehnten an sozialen Frieden, Wohlstand, offene Lebensart, außenpolitische Sicherheit geschaffen haben. Das ist der Rückfall in nationalistische Finsternis.

Vielleicht etwas ruppig?
Das Problem ist, dass das große Teile der Bevölkerung nicht sehen wollen. Geh, wer wird denn gleich so braun malen!

Die FPÖ und die AfD sind inzwischen wahre Volksparteien, weil sie ihre früheren sozialen Beschränkungen – kaum Frauen, wenig Gebildete – längst abgelegt haben. Vor allem sind sie besonders stark bei den Erwerbstätigen. SPÖ und ÖVP sind Pensionistenparteien mit Restbeständen an (Wiener) Gemeindebediensteten, Bauern, mittleren Unternehmern und Beamten.

Breite Kreise der arbeitenden Bevölkerung akzeptieren die FPÖ hierzulande als normale, vielleicht etwas ruppige Partei. Ein Kern der FPÖ-Wähler und der Führung ist natürlich rechtsextrem bis nazioid. Die meisten Wähler der FPÖ haben die Nase voll von ÖVP und SPÖ und wollen etwas anderes, Schärferes, Rücksichtsloseres, Rüderes, das sie aus ihrer tiefen Unzufriedenheit erlöst. Die Unzufriedenheit sitzt übrigens auf dem größten Wohlstandssockel, den es je gegeben hat. Macht nichts, es gibt trotzdem so viel, dass uns nicht passt. Unsere Wut darüber wollen wir jetzt einmal loswerden. Das Undemokratische stört sie zunächst nicht so.

Nichts gelernt
Ein Teil der FPÖ- und AfD-Wähler weiß insgeheim, dass diese Parteien einen rechtsextremen und nazioiden Kern – und vor allem entsprechende Absichten – haben. Aber sie verschließen die Augen davor. Sie wollen aus der Vergangenheit nichts lernen. Der führende Politikwissenschaftler Ivan Krastev sagt, dass sich die politische Kultur geändert hat: mit Bezug "auf die Verantwortung für den Nazismus kann man Deutschlands politisches System nicht mehr länger stabilisieren".

 
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