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Die AfD als Retterin des Abendlandes?

Nach dem AfD-Leak könnte es für Alice Weidel ungemütlich werden
Durch die geleakten AfD-Mails sieht sich Parteichefin Alice Weidel mit alten Vorwürfen neu konfrontiert. Es entsteht der Eindruck: Die AfD-Chefin will nicht die ganze Wahrheit sagen.
Am 10. Juli 2017, früher Nachmittag, schreibt Alice Weidel eine Mail an die Kreisschatzmeisterin in ihrem Wahlkreis. „Tust Du mir in Wahlkampfzeiten folgenden Gefallen?“, fragt sie da. „Kannst Du bitte das Konto vielleicht 2× wöchentlich im Blick haben für eventuelle Spendeneingänge? Es wurden mir Spenden avisiert, mit denen ich meinen Social-Media-Wahlkampf bestreiten muss.“

Es ist diese Mail und vor allem ihr Zeitpunkt, für die die AfD-Chefin sich gerade erklären muss. Öffentlich wurde sie durch Hacker, die die Daten erbeuteten und ins Netz stellten. Der Eindruck drängt sich auf, dass Alice Weidel nicht die ganze Wahrheit gesagt haben könnte.

Wie überrascht kann Weidel wirklich gewesen sein?
Worum geht es? Weidels Kreisverband hatte 2017 Spenden aus dem Nicht-EU-Ausland bekommen, 132.000 Euro von einem Immobilienmilliardär, der in der Schweiz lebte. Das Geld war aufgeteilt auf mehrere kleinere Beträge. Überwiesen hat es nicht der Milliardär selbst, der AfD ging das Geld über zwei Schweizer Pharmafirmen zu. Eine illegale Parteispende. Als alles aufflog, stand Weidel unter Druck. Damals beteuerte sie, erst Wochen später von den Spenden überrascht worden zu sein. .

 
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