60 Millionen – Lena Kotré erklärt, wer verschwinden soll – und man fürchtet die Antwort, weil sie so still ist
Lena Kotré stellte sich am Donnerstag neben Martin Sellner und rechnete Deutschland klein. Rhetorisch mehr als bedenklich, unqualifiziert provokativ. 82 Millionen Menschen seien zu viel, sagte sie. 60 Millionen würden reichen. Mehr brauche dieses Land nicht. Es war ein rechts Gedankespiel, keine Ungenauigkeit. Es war eine bewusste Festlegung. Und sie wusste genau, was sie tat.mDenn im gleichen Atemzug sprach sie von rund 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Rechnung ergibt sich von selbst. Wer von 82 auf 60 Millionen herunter will und gleichzeitig eine klar definierte Gruppe nennt, markiert ein Ziel. Gemeint sind nicht nur Zugewanderte. Gemeint sind Menschen mit deutschem Pass. Menschen, die hier geboren wurden. Menschen, die dieses Land tragen. Kotré sprach nicht über Migration. Sie sprach über Ausschluss. Und dieser Ausschluss richtet sich ausdrücklich auch gegen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger.
Dass sie diese Aussagen auf einem sogenannten Remigrationsevent machte, gemeinsam mit Martin Sellner, ist kein Zufall. Sellner steht seit Jahren für genau diese Ideologie. Bevölkerungen werden nicht als Gesellschaft verstanden, sondern als veränderbare Größe. Wer nicht passt, soll gehen. Dass Kotré diese Logik übernimmt und öffentlich vertritt, zeigt, wie offen sich die AfD inzwischen an rechtsextremen Konzepten orientiert. Besonders perfide ist die wirtschaftliche Begründung, die Kotré nachschiebt. Künstliche Systeme würden Arbeitsplätze überrollen, sagt sie sinngemäß. Daraus leitet sie Überflüssigkeit ab. Menschen werden zu Zahlen. Dass technischer Wandel immer neue Arbeit geschaffen hat, interessiert sie nicht. Dass Pflege, Bau, Transport, Gesundheit, Erziehung schon heute ohne Millionen Beschäftigte mit Migrationsgeschichte zusammenbrechen würden, blendet sie aus. Diese Rechnung ist nicht naiv, sie ist der bewusste rechte Gedankengang, um die eigenen Wähler zu belügen..
Kotré spricht nicht über Qualifikation, nicht über Weiterbildung, nicht über gesellschaftliche Verantwortung. Sie spricht über Reduktion. Über Weglassen. Über ein Land, das man ausdünnt, bis nur noch die vermeintlich Richtigen übrig bleiben. Wer so denkt, verabschiedet sich von der sozialen und demokratischen Realität dieses Landes. Und hier gibt es nichts mehr zu relativieren. Wer öffentlich fordert, dass Deutschland Millionen Menschen nicht mehr braucht, wer diese Forderung mit ethnischen Kategorien verknüpft, wer sich dabei neben einen bekannten rechtsextremen Ideologen stellt, der überschreitet eine Grenze. Das ist kein konservativer Diskurs. Das ist eine politische Kampfansage an den Rechtsstaat und deren Bürger.
kaizen-blog.org
Lena Kotré stellte sich am Donnerstag neben Martin Sellner und rechnete Deutschland klein. Rhetorisch mehr als bedenklich, unqualifiziert provokativ. 82 Millionen Menschen seien zu viel, sagte sie. 60 Millionen würden reichen. Mehr brauche dieses Land nicht. Es war ein rechts Gedankespiel, keine Ungenauigkeit. Es war eine bewusste Festlegung. Und sie wusste genau, was sie tat.mDenn im gleichen Atemzug sprach sie von rund 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Die Rechnung ergibt sich von selbst. Wer von 82 auf 60 Millionen herunter will und gleichzeitig eine klar definierte Gruppe nennt, markiert ein Ziel. Gemeint sind nicht nur Zugewanderte. Gemeint sind Menschen mit deutschem Pass. Menschen, die hier geboren wurden. Menschen, die dieses Land tragen. Kotré sprach nicht über Migration. Sie sprach über Ausschluss. Und dieser Ausschluss richtet sich ausdrücklich auch gegen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger.
Dass sie diese Aussagen auf einem sogenannten Remigrationsevent machte, gemeinsam mit Martin Sellner, ist kein Zufall. Sellner steht seit Jahren für genau diese Ideologie. Bevölkerungen werden nicht als Gesellschaft verstanden, sondern als veränderbare Größe. Wer nicht passt, soll gehen. Dass Kotré diese Logik übernimmt und öffentlich vertritt, zeigt, wie offen sich die AfD inzwischen an rechtsextremen Konzepten orientiert. Besonders perfide ist die wirtschaftliche Begründung, die Kotré nachschiebt. Künstliche Systeme würden Arbeitsplätze überrollen, sagt sie sinngemäß. Daraus leitet sie Überflüssigkeit ab. Menschen werden zu Zahlen. Dass technischer Wandel immer neue Arbeit geschaffen hat, interessiert sie nicht. Dass Pflege, Bau, Transport, Gesundheit, Erziehung schon heute ohne Millionen Beschäftigte mit Migrationsgeschichte zusammenbrechen würden, blendet sie aus. Diese Rechnung ist nicht naiv, sie ist der bewusste rechte Gedankengang, um die eigenen Wähler zu belügen..
Kotré spricht nicht über Qualifikation, nicht über Weiterbildung, nicht über gesellschaftliche Verantwortung. Sie spricht über Reduktion. Über Weglassen. Über ein Land, das man ausdünnt, bis nur noch die vermeintlich Richtigen übrig bleiben. Wer so denkt, verabschiedet sich von der sozialen und demokratischen Realität dieses Landes. Und hier gibt es nichts mehr zu relativieren. Wer öffentlich fordert, dass Deutschland Millionen Menschen nicht mehr braucht, wer diese Forderung mit ethnischen Kategorien verknüpft, wer sich dabei neben einen bekannten rechtsextremen Ideologen stellt, der überschreitet eine Grenze. Das ist kein konservativer Diskurs. Das ist eine politische Kampfansage an den Rechtsstaat und deren Bürger.
60 Millionen – Lena Kotré erklärt, wer verschwinden soll - und man fürchtet die Antwort, weil sie so still ist - The Kaizen Blog
Lena Kotré stellte sich am Donnerstag neben Martin Sellner und rechnete Deutschland klein. Rhetorisch mehr als bedenklich, unqualifiziert provokativ. 82 Millionen Menschen seien zu viel, sagte sie. 60 Millionen würden reichen. Mehr brauche dieses Land nicht. Es war ein rechts Gedankespiel, keine...