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Die AfD als Retterin des Abendlandes?

AfD-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt: Chrupalla und Siegmund singen russische Nationalhymne

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Dessau-Roßlau (dpo) - Kurioser Moment auf einer AfD-Veranstaltung in Dessau: Zum Abschluss ihrer Diskussionsrunde mit dem Kabarettisten Uwe Steimle stimmten AfD-Bundeschef Tino Chrupalla und Landtagswahl-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund spontan die russische Nationalhymne an.

Zunächst hieß es von Seiten des Veranstalters: "Und nun die Nationalhymne." Doch anstatt "Einigkeit und Recht und Freiheit" begannen Steimle, Siegmund und Chrupalla damit, "Россия – священная наша держава" zu singen. Auch Teile des Publikums stimmten in das Lied ein, in dem die geheiligte Macht Russlands von den südlichen Meeren bis zum Polargebiet besungen wird.

Nicht wenige Menschen in Ostdeutschland denken nostalgisch an die Zeit zurück, in der sie unter russischer Herrschaft standen. Die AfD fällt immer wieder durch ihre Verbindungen nach Russland auf.

Erst im Anschluss wurde auch die deutsche Nationalhymne gesungen – sogar alle drei Strophen.

 

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Ein guter Rat

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Nach Auftritt bei der AfD wird gegen deutschen Kabarettisten Steimle ermittelt
Stauffenberg für Merz und Merkel an der Wand: Die Aussagen des deutschen Kabarettisten Uwe Steimle bei einer AfD-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt haben ein juristisches Nachspiel

An seinen jüngsten Auftritt bei einer AfD-Veranstaltung hat der Kabarettist Uwe Steimle nur gute Erinnerungen. "Toll" sei es dort gewesen, sagt er im Internet-Radiosender Kontrafunk über den Abend in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt).

Steimle stand mit zwei prominenten AfD-Politikern auf der Bühne: Bundesparteichef Tino Chrupalla und Ulrich Siegmund. Der ist Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und will dort am 6. September mit der AfD die absolute Mehrheit erreichen. In Umfragen liegt die Partei klar auf dem ersten Platz.

Weniger "toll" allerdings fanden andere, was Steimle bei dieser Veranstaltung so von sich gab – etwa die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau. Sie ermittelt nun gegen Steimle und hat ein Verfahren nach Paragraf 126 des Strafgesetzbuches eingeleitet. Gemäß diesem droht Strafe, wenn jemand den öffentlichen Frieden durch Androhung von Straftaten stört.

Merz im Visier
Steimle, der auch als ehemaliger Kommissar Jens Hinrichs aus dem Polizeiruf 110 bekannt ist, hatte bei der Veranstaltung den deutschen Kanzler Friedrich Merz und Ex-Kanzlerin Angela Merkel im Visier. Mit Blick auf Merz sagte er: “Mittlerweile muss ich sagen, wenn ich Friedrich Merz sehe, frage ich mich manchmal, wo ist eigentlich Stauffenberg, wenn man ihn mal wirklich braucht?"

 
Machtkampf in NRW-AfD eskaliert: „Parteitag der Schande“
Das Lager hinter Bundespartei-Chefin Weidel ging bei Listenplätzen weitgehend leer aus. Weidel verließ aus Protest den Saal.
Begleitet von heftigen Tumulten und lauten Beschimpfungen ist der Machtkampf in der nordrhein-westfälischen AfD weiter eskaliert. Das Lager um Landeschef Martin Vincentz hat bei einem Parteitag erreicht, dass ein Großteil der aussichtsreichen Listenplätze für die Landtagswahl in dem deutschen Bundesland im kommenden Jahr mit eigenen Leuten besetzt wird.

Das Lager hinter der deutschen Bundesvorsitzenden Alice Weidel ging weitgehend leer aus. Auch die Forderung des Bundesvorstands, die Aufstellung der Landesliste abzubrechen und später neu zu beginnen, lehnten die Delegierten mit klarer Mehrheit ab.

Das Weidel-Lager verließ daraufhin unter Protest den Saal. Der stellvertretende Landesvorsitzende Christian Zaum sprach von einem „Parteitag der Schande“. Im Bundesvorstand der Partei wird Berichten zufolge darüber nachgedacht, Vincentz und den NRW-Landesvorstand des Amtes zu entheben.

 
AfD und FPÖ erneut Opfer des Woke‑Wahnsinns
Fusionsgespräche abgebrochen:
GEMEINSAMER PARTEINAME SEIT 1945 VERBOTEN

GEBRÜDER MOPED

(Fotos bearbeitet, Originale von Steffen Prößdorf (li) CC BY‑SA 4.0, C. Stadler/Bwag (re) CC‑BY‑SA 4.0)

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Sachsens CDU-Ministerpräsident hält Brandmauer zur AfD für obsolet
Während der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auch mit der AfD reden will, versucht die Bundes-CDU ihre Mitglieder zum Kampf gegen die AfD zu mobilisieren

Es ist eine Debatte, die dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nicht gefällt. Aber sie hört nicht auf. Im Gegenteil. Gerade erst hat sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu Wort gemeldet und ein Ende der strikten Abgrenzung zur AfD gefordert.

"Wer noch über Brandmauern redet, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Wir müssen mit jedem reden, der reden will", sagte der Sachse im Handelsblatt. Merz hingegen sieht es anders, er will strikt keine Öffnung zur AfD. Vorige Woche hat er bei seiner traditionellen Sommerpressekonferenz noch einmal bekräftigt: "Wir haben hier klare Parteitagsbeschlüsse, und ich habe keinen Anlass daran zu zweifeln, dass wir die einhalten.”

Merz meint damit den Unvereinbarkeitsbeschluss seiner Partei vom Dezember 2018. „Die CDU Deutschlands lehnt Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit sowohl mit der Linkspartei als auch mit der Alternative für Deutschland ab”, heißt es in diesem.

 
Sachsen-Anhalt wäre besonders betroffen: Wähler der AfD würden am stärksten unter deren Politik leiden
Würden die Rechtspopulisten ihr Wahlprogramm umsetzen, hätte das verheerende wirtschaftliche Folgen, so eine Studie des DIW. Am schlimmsten käme es ausgerechnet dort, wo viele Menschen die AfD wählen.

Regionen mit hohem AfD-Stimmenanteil würden wirtschaftlich besonders stark unter einer Bundesregierung unter Führung dieser Partei leiden. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, über die der „Spiegel“ vorab berichtete. Die Politik der Rechtsextremen träfe demnach insbesondere die Menschen in Sachsen-Anhalt hart.

„Durch die von der AfD geforderte Politik würden Menschen dort im Durchschnitt jährlich rund 1600 Euro pro Kopf an Einkommen verlieren“, schreibt DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem Nachrichtenmagazin zufolge. „Zudem könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen.“

Bei Fratzschers Berechnungen handle es sich allerdings nicht um eine präzise Prognose, sondern um ein Szenario auf der Basis von Zahlen aus verschiedenen wissenschaftlichen Studien. Der Wirtschaftswissenschaftler hat untersucht, welche Folgen es bundesweit hätte, wenn die AfD ihr Wahlprogramm tatsächlich umsetzen würde – etwa einen Ausstieg aus der EU und dem Euro.

 
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