Anscheinend ist 1933 schon zu weit weg
Gesichert rechtsextrem – warum 43,8 Prozent in Sachsen-Anhalt trotzdem AfD wählen
43,8 Prozent. Fast jeder zweite Zweitstimmenzettel in Sachsen-Anhalt trägt den Namen einer Partei, deren Landesverband der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch führt. Das reicht für 39 von 83 Sitzen im Landtag. Die CDU stürzt daneben auf 17,2 Prozent. Zur Wahl gingen 77,8 Prozent, 17,5 Punkte mehr als 2021, und das Ergebnis verschwand nicht in einer stillen Ecke der Politik. Am Morgen danach lasen sie es in Paris und Warschau als Warnung. In London und Brüssel klang es nicht anders.
Die schnellen Antworten erklären hier gar nichts. Das eine Wort „Migration“ trägt so wenig wie der Griff nach „Protestwahl“ oder „typisch Osten“. Ebenso billig ist die Gegenrichtung, die Behauptung, 43,8 Prozent der Sachsen-Anhalter hätten über Nacht geschlossen ein rechtsextremes Weltbild übernommen. Beide Antworten sparen die schwierigere Arbeit aus, die Erklärung, wie eine rechtsextreme Partei in einem deutschen Land so stark werden konnte, obwohl über ihre Radikalität seit Jahren offen gesprochen wird.
Beunruhigend ist das Ergebnis, weil die AfD nicht mehr allein dort gewinnt, wo man sie seit Langem erwartet. Teile ihrer Wählerschaft sehen in ihr inzwischen eine Partei der Wirtschaft und der sozialen Sicherheit. Sie trauen ihr die Energiefrage zu und den Frieden. Und sie hängen ihr die eigene Zukunft an. Eine Protestpartei lässt sich politisch aussitzen. Einer Partei aber, der Menschen tatsächlich zutrauen, ein Land zu regieren, ist mit Sitzfleisch nicht beizukommen.
kaizen-blog.org
Gesichert rechtsextrem – warum 43,8 Prozent in Sachsen-Anhalt trotzdem AfD wählen
43,8 Prozent. Fast jeder zweite Zweitstimmenzettel in Sachsen-Anhalt trägt den Namen einer Partei, deren Landesverband der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch führt. Das reicht für 39 von 83 Sitzen im Landtag. Die CDU stürzt daneben auf 17,2 Prozent. Zur Wahl gingen 77,8 Prozent, 17,5 Punkte mehr als 2021, und das Ergebnis verschwand nicht in einer stillen Ecke der Politik. Am Morgen danach lasen sie es in Paris und Warschau als Warnung. In London und Brüssel klang es nicht anders.
Die schnellen Antworten erklären hier gar nichts. Das eine Wort „Migration“ trägt so wenig wie der Griff nach „Protestwahl“ oder „typisch Osten“. Ebenso billig ist die Gegenrichtung, die Behauptung, 43,8 Prozent der Sachsen-Anhalter hätten über Nacht geschlossen ein rechtsextremes Weltbild übernommen. Beide Antworten sparen die schwierigere Arbeit aus, die Erklärung, wie eine rechtsextreme Partei in einem deutschen Land so stark werden konnte, obwohl über ihre Radikalität seit Jahren offen gesprochen wird.
Beunruhigend ist das Ergebnis, weil die AfD nicht mehr allein dort gewinnt, wo man sie seit Langem erwartet. Teile ihrer Wählerschaft sehen in ihr inzwischen eine Partei der Wirtschaft und der sozialen Sicherheit. Sie trauen ihr die Energiefrage zu und den Frieden. Und sie hängen ihr die eigene Zukunft an. Eine Protestpartei lässt sich politisch aussitzen. Einer Partei aber, der Menschen tatsächlich zutrauen, ein Land zu regieren, ist mit Sitzfleisch nicht beizukommen.
Gesichert rechtsextrem - warum 43,8 Prozent in Sachsen-Anhalt trotzdem AfD wählen
43,8 Prozent. Fast jeder zweite Zweitstimmenzettel in Sachsen-Anhalt trägt den Namen einer Partei, deren Landesverband der Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch führt. Das reicht für 39 von 83 Sitzen im Landtag. Die CDU stürzt daneben auf 17,2 Prozent. Zur Wahl gingen 77,8 Prozent...