Menschen, die ständig übertrieben und rabiat über das Kroatentum/Serbentum etc. reden, müssen es wohl, um sich überhaupt als irgendwas zu fühlen.
Euch fehlt die Distanz. Ihr verherrlicht Gewalt an Menschen. Im Grunde sind solche Menschen die Nazis, Faschisten sind, Menschen mit tiefgreifenden Ängsten. Arme Würstchen, die den ganzen Bohey brauchen, um eine innere Heimat und Stabilität zu haben.
Die müssten eigentlich alle auf die Couch.
Mich wundert eigentlich nicht so sehr, dass viele zunächst Ante Pavelic gut fanden. Dazu muss man sich doch mal die Geschichte der Kroaten anschauen.
Jahrhundertelang von Ungarn und von Österreichern dominiert, dann das Gefühl auch im jug. Königreich nicht das bekommen zu haben, was man sich erhofft hat.
Die politischen Entwicklungen und die Wahl entweder Kommunist oder Faschist zu werden. Und wenn ein katholisches Volk sieht, dass der Papst sich nur gegen Kommunsten wendet und scheinbar mit den Faschisten weniger Probleme hat... da liegt es ja doch recht nahe, sich einem Heilsversprecher wie Pavelic zuzuwenden.
Autoritäre Regierungsformen waren nichts Fremdes. Dann erzählt einem einer, dass endlich die goldene Zeit angebrochen sei... Es ging ja für viele ganz normal oder sogar besser weiter. Warum man auf einmal eine Stelle, eine Wohnung bekommen hat und dass dafür ein Serbe oder Jude rausgeschmissen wurde, hat man wohl nicht hinterfragt.
Ob man immer so offen ist, in einer nationalen Euphorie für das Schicksal anderer? Ich glaube nicht. Und bevor die Kroaten sich versahen, war nach vier Jahren der Zauber vorbei.
So sehr ich einen Kroaten von damals verstehe, dass er nicht alles verstanden und richtig eingeordnet hat, umso weniger verstehe ich, dass in unserer Zeit solche Holzköpfe immer noch rumrennen.
Ich frage mich wirklich was ihr Neu-Faschisten (nicht nur kroatische, sondern überhaupt) für Väter und Mütter habt: Haben die euch allen Ernstes beigebracht, es sei richtig andere aufgrund ihrer Herkunft zusammenzutreiben und abzuschlachten?
Verstehe ich nicht. Meine Eltern haben mich geliebt und haben mir die einfachsten Dinge beigebracht, die mich immun machen gegen so einen Scheiß:
Liebe deinen Nächsten, die Menschen sind gut und interessant, man vergreift sich nicht an Schwächeren, Gott hat die Welt bunt und schön gemacht, tu anderen Gutes, ansonsten wenigstens nichts Schlechtes.
Ich wette, ihr haltet euch auch noch für gute Christen, obwohl ihr genau das Gegenteil von dem macht, was die katholische Kirche und der Papst will.