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Dokumentationsstelle der Heldentaten des Präsidenten der Herzen nach seiner Ingakuracion

Er beleidigt Kanada, greift den Supreme Court an, nennt einen politischen Gegner einen Kommunisten, behauptet seine Wirtschaft sei die beste aller Zeiten und wiederholt eine ganze Reihe nachweislich falscher Behauptungen. Was Donald Trump in Las Vegas sagte, sprengt selbst für seine Verhältnisse den Rahmen
Vegas, Baby! Trumps Rede in Las Vegas: Er behauptet, nichts davon ist wahr
Las Vegas, (KB) – Es ist ein Casino, das Red Rock Resort in Las Vegas, und schon das ist die passende Kulisse. Noch ehe der Präsident ans Rednerpult tritt, spricht der republikanische Gouverneur Joe Lombardo und erinnert an einen Toten, den Beamten Austin Abdelnabi vom Las Vegas Metropolitan Police Department. Der 30-Jährige, ein Veteran der Marineinfanterie, wurde am Dienstag im Dienst getötet, als er einem Mann nachging, der vor einem Geschäft mit einer Waffe herumfuchtelte. Aus dem Publikum buht jemand laut, und Lombardo muss eigens klarstellen, dass hier niemand den toten Polizisten auspfeife. So beginnt der Abend, mit einem Buhruf, der ins Leere zielt und trotzdem etwas trifft. Trump wird den Gefallenen später zum Helden erklären und der Polizei danken, und zwischen diesem Buhruf und jenem Segen spannt sich alles, was an diesem Abend noch folgt.

Dann kommt der Präsident, und das Erste, was ihm zu Nevada einfällt, ist Kanada. Kanada sei widerwärtig, sagt er, wirklich widerwärtig, er liebe die Menschen dort, aber widerwärtig seien sie. Gemeint ist der Handelskrieg, den seine Zölle ausgelöst haben. Dass ausgerechnet Las Vegas darunter leidet, dessen Wirtschaft am Tourismus hängt, verschweigt er. Die Besucher aus Kanada, dem größten ausländischen Markt Nevadas, bleiben seit seinen Zöllen und Beschimpfungen aus, das sagt die Stadtspitze. Der Gastgeber beleidigt die Gäste und wundert sich, warum sie nicht mehr kommen.

An diesem Abend haben sich die Worte von den Tatsachen gelöst. Das ist nicht dasselbe wie Lügen, denn wer lügt, nimmt die Wahrheit noch ernst genug, um sie zu verstecken. Hier redet einer, dem gleichgültig ist, ob das Gesagte stimmt, solange es im Saal wirkt. Die Sätze müssen nicht wahr sein, sie müssen nur klingen. Und wo niemand mehr fragt, was der Fall ist, wird das Reden selbst zur einzigen Wirklichkeit, die im Raum noch zählt. Eine Behauptung braucht in diesem Zustand keinen Beleg, sie braucht Applaus. Wer später nachrechnet, findet einen leeren Platz, wo der Beweis hätte stehen sollen.

 
Die Trump-Chronologie: DER STANDARD dokumentiert den Umbau der USA
Strafzölle, Massenentlassungen, Kriege, Drohungen und Angriffe auf die eigene Justiz: Präsident Donald Trump verändert in seiner zweiten Amtszeit die USA radikal. Ein Überblick

Am 20. Jänner 2025 wurde Donald Trump zum zweiten Mal als US-Präsident angelobt. DER STANDARD sammelt in diesem Artikel die wichtigsten Entscheidungen, Ankündigungen, Aussagen und Vorfälle der US-Regierung. Ein chronologischer Überblick.

September 2026

25. September: Trump zieht für die Abschiebung von Menschen in Drittländer vor den Supreme Court.

24. September: Obwohl ein Gericht urteilte, dass das Weiße Haus den Journalisten von CNN, MS NOW und Politico Zutritt gewähren muss, wurde den Medien zwischenzeitlich dennoch der Zutritt verweigert. Die US-Regierung bekräftigt, gegen das Recht auf Staatsbürgerschaft bei Geburt in den USA mit Visa-Verschärfungen vorgehen zu wollen.

22. September: Trump drohte bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung mit der "Vernichtung" des Iran. Nachdem Trump mehrere Medien aus dem Weißen Haus verbannt hat, startete er den Sender "Trump TV". Nachdem der US-Präsident im Vorjahr der Uno "Sabotage" vorwarf, seien dieses Jahr die Rolltreppe und der Teleprompter "überprüft und noch einmal überprüft worden". Der von ICE-Beamten in Texas angeschossene Mann wurde laut dessen Anwältin mit Kugel im Körper in ein Abschiebezentrum gebracht.

21. September: Recherchen zeigen, welche Millionendeals hinter den Abschiebungen der Trump-Regierung stecken – in Länder, zu denen die Betroffenen keinen Bezug haben. In Texas wurde ein Mann durch Schüsse eines ICE-Beamten schwer verletzt.

20. September: Trump will den geplanten Triumphbogen in Washington zum Militärkomplex machen. Laut Medienberichten will die US-Regierung offenbar weitreichende Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof auf den Weg bringen.

19. September: Trump untersagt den Medien CNN, MS NOW und Politico den Zugang zum Weißen Haus und kündigt eine "AI Force" zur Überwachung der Künstlichen Intelligenz an.

18. September: US-Gesundheitsminister Robert Kennedy Jr. garantiert Impfgegnern einen "Freund im Weißen Haus".

17. September: Ein UN-Bericht sieht mögliche Kriegsverbrechen der USA im Iran.

 
Die Trump-Regierung ist nicht mehr als eine riesige Korruptionsmaschine. Und das ist das Vorbild von FPÖ, AfD und schwer rechten Konservativen. Das passiert, wenn Rechts regiert.

Donald Trump hat inzwischen ein Privatvermögen von sieben Milliarden Dollar!

Damit hat er sein Vermögen mehr als verdreifacht, seit er Präsident ist, wie die neuesten Daten von Forbes zeigen. Und sogar hier fehlen noch enorme Summen – etwa das Flugzeug um rund 400 Millionen Dollar, das Trump von der Diktatur Katar geschenkt bekam.

Die Trump-Regierung ist nicht mehr als eine riesige Korruptionsmaschine zur persönlichen Bereicherung. Und das ist das Vorbild von FPÖ, AfD und schwer rechten Konservativen. Das passiert, wenn Rechts regiert.

Michael Bonvalot // standpunkt.press



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Vollkommen irrer Trump in Nebraska: „Lasst sie Los Angeles auslöschen“
In Grand Island, Nebraska, stand der Präsident der Vereinigten Staaten am Montagabend vor seinen Anhängern und sprach über den Krieg mit dem Iran. Dann fiel ein Satz, den man zweimal lesen muss, um ihn zu glauben. „Sie können eine Stadt auslöschen. Lasst sie Los Angeles auslöschen. Lasst sie San Diego auslöschen. Das ist ein sehr kleiner Preis.“ Gemeint waren Millionen Menschen in Los Angeles und San Diego, und gemeint war, ihr Tod sei zu verschmerzen, solange er den Benzinpreis erklärt. Der Satz fiel nicht im luftleeren Raum. Über Trump wächst der Druck wegen der wirtschaftlichen Folgen des Krieges, und je schwerer ihm die Rechtfertigung fällt, desto größer gerät das Gespenst, mit dem er sie führt.

Trump: „Mit dem Krieg ist das alles nur künstlich. Es ist ein bisschen teuer. Das ist ein kleiner Preis, den man zahlen muss … sollen sie Los Angeles ausschalten, sollen sie San Diego ausschalten. Das ist ein sehr kleiner Preis, den man zahlen muss.“

Er wollte an diesem Abend begründen, warum die Amerikaner die hohen Preise des Krieges tragen sollen. Der Krieg sei weit weg, fast künstlich, die Kosten lägen eben etwas höher. Ein kleiner Preis, sagte er, für die Sicherheit der Welt und des eigenen Landes. Als Preis bot er diesmal nicht ein paar Cent an der Zapfsäule an, er bot Los Angeles und San Diego, und nannte auch das noch klein. Die Rechnung widerspricht sich selbst. Der Krieg halte das Land sicher, und im selben Atemzug dürfe der Gegner diese Städte dem Erdboden gleichmachen. Sicherheit, die den Verlust einer Millionenstadt einschließt, ist keine mehr. In einem Absatz, der beides zugleich behauptet, haben die Wörter aufgehört, etwas zu bedeuten.

Die Gefahr, mit der er hantierte, erfand er dabei selbst. Irans Raketen könnten eine amerikanische Stadt treffen, legte er nahe. Sie können es nicht. Die Reichweite dieser Waffen endet weit vor der amerikanischen Küste, kein Geschoss aus Teheran fällt auf Kalifornien. Er beschwört ein Feuer, das keine Stadt der USA erreicht, und reicht die Rechnung für die Angst davor an der Zapfsäule weiter. Erst die erfundene Bedrohung, dann der echte Aufschlag auf dem Kassenzettel. Die Angst ist bei ihm ein Werkzeug, kein Versehen. Ein Gegner, dessen Raketen die Küste nie erreichen, taugt trotzdem als Schreckbild, solange niemand nach der Reichweite fragt. So verkauft sich ein hausgemachtes Preisproblem als Überlebenskampf. Der Trick ist alt, jeder bedrängte Herrscher kennt ihn: Man male die Bedrohung groß genug, und die eigene Unfähigkeit verschwindet in ihrem Schatten. An die Stelle des Regierens tritt das Erschrecken.

 
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