8.360 Quadratmeter Macht – Trumps Ballsaal wächst, Kritik bleibt außen vor
Ein von Trump ernannter Ausschuss für Bildende Künste hat den Bau eines gigantischen Ballsaals am Weißen Haus endgültig genehmigt. Das Gebäude entsteht dort, wo bis Oktober der Ostflügel stand. Ohne breite öffentliche Debatte ließ Trump den historischen Gebäudeteil abreißen, noch bevor alle zuständigen Stellen entschieden hatten. Nun stimmten fünf der sieben Mitglieder für die finale Freigabe des Entwurfs. Zwei nahmen nicht teil. Die Abstimmung kam schneller als angekündigt. Eigentlich sollte zunächst nur über das Konzept beraten werden. Stattdessen wurde durchgewunken.
Der geplante Saal misst rund 8.360 Quadratmeter und wäre damit fast doppelt so groß wie das eigentliche Weiße Haus. Etwa 1.000 Gäste sollen dort Platz finden. Trump begründet das Projekt mit dem Ende provisorischer Zelte auf dem Südrasen bei Staatsdinners. Die Vereinigten Staaten sollten die Welt nicht in Zelten empfangen, sagte der Vorsitzende des Gremiums. Öffentliche Rückmeldungen fielen jedoch überwältigend negativ aus. Über 2.000 Stellungnahmen gingen ein, mehr als 99 Prozent lehnten das Vorhaben ab. Kritisiert wurden der Abriss des Ostflügels, fehlende Transparenz bei Finanzierung und Vergabe sowie die schiere Größe des Neubaus. Trump veranschlagt Kosten von etwa 400 Millionen Dollar und spricht von privaten Spenden. Eine vollständige Liste der Geldgeber liegt bislang nicht vor. Parallel prüft die Nationale Planungskommission der Hauptstadt das Projekt weiter. Eine Klage der Denkmalpflegeorganisation läuft noch vor Gericht. Das Weiße Haus verweist auf bauliche Mängel am Ostflügel und erklärt dessen Erhalt für unzumutbar. Während Kräne über dem Amtssitz stehen, stellt sich eine andere Frage: Wie viel architektonische Selbstverwirklichung verträgt ein Gebäude, das nicht einem Präsidenten gehört, sondern einer Republik.
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Ein von Trump ernannter Ausschuss für Bildende Künste hat den Bau eines gigantischen Ballsaals am Weißen Haus endgültig genehmigt. Das Gebäude entsteht dort, wo bis Oktober der Ostflügel stand. Ohne breite öffentliche Debatte ließ Trump den historischen Gebäudeteil abreißen, noch bevor alle zuständigen Stellen entschieden hatten. Nun stimmten fünf der sieben Mitglieder für die finale Freigabe des Entwurfs. Zwei nahmen nicht teil. Die Abstimmung kam schneller als angekündigt. Eigentlich sollte zunächst nur über das Konzept beraten werden. Stattdessen wurde durchgewunken.
Der geplante Saal misst rund 8.360 Quadratmeter und wäre damit fast doppelt so groß wie das eigentliche Weiße Haus. Etwa 1.000 Gäste sollen dort Platz finden. Trump begründet das Projekt mit dem Ende provisorischer Zelte auf dem Südrasen bei Staatsdinners. Die Vereinigten Staaten sollten die Welt nicht in Zelten empfangen, sagte der Vorsitzende des Gremiums. Öffentliche Rückmeldungen fielen jedoch überwältigend negativ aus. Über 2.000 Stellungnahmen gingen ein, mehr als 99 Prozent lehnten das Vorhaben ab. Kritisiert wurden der Abriss des Ostflügels, fehlende Transparenz bei Finanzierung und Vergabe sowie die schiere Größe des Neubaus. Trump veranschlagt Kosten von etwa 400 Millionen Dollar und spricht von privaten Spenden. Eine vollständige Liste der Geldgeber liegt bislang nicht vor. Parallel prüft die Nationale Planungskommission der Hauptstadt das Projekt weiter. Eine Klage der Denkmalpflegeorganisation läuft noch vor Gericht. Das Weiße Haus verweist auf bauliche Mängel am Ostflügel und erklärt dessen Erhalt für unzumutbar. Während Kräne über dem Amtssitz stehen, stellt sich eine andere Frage: Wie viel architektonische Selbstverwirklichung verträgt ein Gebäude, das nicht einem Präsidenten gehört, sondern einer Republik.
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