Aktuelles
  • Happy Birthday Balkanforum
    20 Jahre BalkanForum. Herzlichen Dank an ALLE die dieses Jubiläum ermöglicht haben
  • Herzlich Willkommen im Balkanforum
    Sind Sie neu hier? Dann werden Sie Mitglied in unserer Community.
    Bitte hier registrieren

Ein stabiles Kroatien ist nur mit einem geringen Anteil von Serben möglich

Und jetzt die Antwort für Buttermongo: Serben sollte man nach Sibirien ausweisen, nur dann gibt es Frieden!
 
Nur eine kurze Zwischenbemerkung @Chef de Cuisine.

Meiner Meinung nach hätte sich der Krieg im damaligen Jugoslawien vermeiden lassen können, wenn man die Krajina als eine autonome Republik Kroatiens erklärt hätte. Der damalige Präsident Kroatiens, Franjo Tudjman, hat den dortigen Serben jedoch den Status eines konstitunellen Volkes entzogen. Laut der damals gültigen jugoslawischen Verfassung war das jedoch illegal.

Für die Serben rund um Knin & Co. war 1991 eine Zugehörigkeit zu einem kroatischen Staat, der unabhängig von Belgrad ist, inakzeptabel. Insofern konnt man nichts proklamieren: Die schmissen die Baumstämme auf die Strasse, wurden von der jugoslawischen Armee unterstützt und markierten den dicken Larry, bis es zu spät war. Und was diese Nummer mit "Konstitutiv" angeht, zu einem war das ein Kunstgriff der Kommunisten, der in der Praxis bedeutungslos war. Zum anderen lässt sich darüber streiten, ob gemäß der Präambel der Verfassung der SR Hrvatska die Serben überhaupt konstitutiv waren.

"Socijalistička Republika Hrvatska je nacionalna država hrvatskog naroda, država srpskog naroda u Hrvatskoj i država narodnosti koje u njoj žive"

Gar keine Frage: Slobodan Milošević war mit seinem serbischen Nationalismus meiner Meinung nach der Hauptverursacher der Jugoslawienkriege. In Kroatien ist in dessen Folge dann Franjo Tuđman entstanden. Ohne Milošević hätte es aber vermutlich keinen Tuđman gegeben. Es wäre eine friedliche Einigung möglich gewesen wie seinerzeit (1993) zwischen Tschechen und der Slowakei.

Genau so ist es. Der serbische Nationalismus nahm 1986 an Fahrt auf, da war Tudjman noch nicht auf dem Radar.


Jugoslawien würde vermutlich heute noch bestehen - bis auf Slowenien und Kroatien. Auch die Bosniaken wollten im Grunde nicht aus dem jugoslawischen Staatenverbund austreten. Nachdem jedoch Radovan Karadžić Anfang 1992 im Parlament sagte er wolle die Bosniaken ausrotten war es klar, daß sich Bosnien und Herzegowina von Jugoslawien trennen muß.

Die letzte Friedenskonferenz in London sah eine "asymmetrische" Föderation zwischen Slowenien/Kroatien und dem Rest vor. Alle, sogar Montegegro, stimmten dieser Lösung zu. Bis auf Milosevic.....
 
Die letzte Friedenskonferenz in London sah eine "asymmetrische" Föderation zwischen Slowenien/Kroatien und dem Rest vor. Alle, sogar Montegegro, stimmten dieser Lösung zu. Bis auf Milosevic.....

Welcher Plan war das? Ich weiß, dass selbst Montenegro einem zustimmen wollte bis Milosevic zurückgepfiffen hat, ich dachte aber da ging es um eine Konföderation der sechs Republiken.
 
Die guten Serben wurden radikalisiert von Typen aus beograd und dann einfach fallen gelassen .

Die Serben wurden weder radikalisiert, noch wurden sie von Belgrad fallen gelassen.

Die Serben wurden vom Westen sanktioniert. Die Inflation hat die Wirtschaft Jugoslawiens, der Republika Srpska und der Republika Srpska Krajina lahmgelegt. Treibstoff musste rationiert werden. An Lebensmitteln hat es auch gemangelt.
Nun ist es so, dass Panzer Treibstoff brauchen und Soldaten Nahrung. Von Ersatzteilen, Wartung usw will ich garnicht erst anfangen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Knin und Belgrad nur über Brcko verbunden waren.
Sanktionsbedingte Resourcenknappheit in Kombination mit komplizierten geografischen Verhältnissen sind für militärische Logistik sehr schlecht.

Fazit: Die Sanktionen des Westens sind der Grund, weshalb die Krajina aufgegeben werden musste. Der Westen hätte sich komplett aus den Kriegen raushalten sollen.
 
Welcher Plan war das? Ich weiß, dass selbst Montenegro einem zustimmen wollte bis Milosevic zurückgepfiffen hat, ich dachte aber da ging es um eine Konföderation der sechs Republiken.

Im Rahmen der letzten Friedensrunde der von Lord Carrington geleiteten Jugoslawien-Konferenz, gab es den Vorschlag einer asymmetrischen Föderation. Das war Ende September 1991. Milosevic lehnte als einziger ab, weil ein Punkt in diesem Plan die AVNOJ-Grenzen als unantastbar definierte. Am 5. Oktober kam es in Belgrad dann zum faktischen Staatsstreich, in dem Serbien/Milosevic die Kontrolle über das Staaspräsidium übernahm. SR BiH & SR Mazedonien reichten dazu eine Klage vor dem jugosl. Verfassungsgericht ein. Zu einer Verhandlung kam es nicht, 6 Monate später sollte in BiH der Krieg ausbrechen.
 
Die Serben wurden weder radikalisiert, noch wurden sie von Belgrad fallen gelassen.

Die Serben wurden vom Westen sanktioniert. Die Inflation hat die Wirtschaft Jugoslawiens, der Republika Srpska und der Republika Srpska Krajina lahmgelegt. Treibstoff musste rationiert werden. An Lebensmitteln hat es auch gemangelt.
Nun ist es so, dass Panzer Treibstoff brauchen und Soldaten Nahrung. Von Ersatzteilen, Wartung usw will ich garnicht erst anfangen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Knin und Belgrad nur über Brcko verbunden waren.
Sanktionsbedingte Resourcenknappheit in Kombination mit komplizierten geografischen Verhältnissen sind für militärische Logistik sehr schlecht.

Fazit: Die Sanktionen des Westens sind der Grund, weshalb die Krajina aufgegeben werden musste. Der Westen hätte sich komplett aus den Kriegen raushalten sollen.
Nicht radikalisiert?Hast du die 80/90er verpennt ???
 
Zurück
Oben