Geld für schlimmste Hetze gegen queere Menschen: Meta lässt rechte und rassistische Hass-Accounts auf Facebook mitverdienen
Berlin (KB) – Mindestens 29 Facebook-Konten, die durch queerfeindliche Äußerungen aufgefallen sind, verdienen über ein Vergütungsprogramm des Meta-Konzerns Geld. Ein journalistisches Gemeinschaftsprojekt legt nun offen, wie ein Unternehmen, das öffentlich gegen Hass und Diskriminierung vorgehen will, ausgerechnet solchen Akteuren Zugang zu seinen Einnahmen verschafft. Das 2024 eingeführte Programm belohnt Veröffentlichungen nach ihrer Reichweite und den Reaktionen der Nutzer. Je mehr Menschen reagieren, desto attraktiver wird der Beitrag für das Geschäft. Ob die Aufmerksamkeit aus Zustimmung oder Empörung entsteht, ändert zunächst wenig an der wirtschaftlichen Rechnung.
Einzelne Teilnehmer berichten von monatlichen Einnahmen zwischen 20.000 und 30.000 Dollar, andere sogar von sechsstelligen Beträgen. Diese Summen sind allerdings keine nachgewiesenen Zahlungen an die 29 untersuchten Konten. Wie viel Geld die einzelnen Betreiber tatsächlich erhalten haben, bleibt unbekannt. Fest steht nach Auswertung der öffentlich zugänglichen Angaben, dass sie Zugang zum Vergütungssystem besitzen. Darunter befinden sich Personen, die gegen queere Menschen hetzen und unbelegte Behauptungen verbreiten. Die Aussicht auf Geld besteht also auch dort, wo Facebook nach seinen eigenen Regeln eigentlich einschreiten müsste.
Ausgerechnet die Regeln des Konzerns sehen Einschränkungen für Beiträge vor, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität in aufhetzender Weise behandeln. Auch Falschinformationen sollen von der Vergütung ausgeschlossen sein. Dennoch waren die untersuchten Konten nach dem letzten ausgewerteten Datenstand vom 15. September weiterhin in das Programm aufgenommen. Meta beantwortete die Anfragen zu diesen Widersprüchen nicht. Während der Konzern seine Einnahmen aus Werbung erzielt, können Betreiber solcher Seiten an der Aufmerksamkeit mitverdienen, die ihre Veröffentlichungen erzeugen. Die entscheidende Frage bleibt, weshalb die selbst gesetzten Grenzen offenbar so wenig Wirkung zeigen.
Von Libs of TikTok bis Candace Owens: Wer bei Meta mitverdienen darf
Chaya Raichik, Betreiberin von Libs of TikTok, hat wiederholt queere Lehrkräfte und Einrichtungen angegriffen. Am 14. September nahm sie eine Schule im US-Bundesstaat Washington ins Visier, weil diese auf ihrem Facebook-Profil eine Regenbogenflagge zeigte. In anderen Veröffentlichungen bezeichnete sie Menschen, die sich für die Rechte queerer Personen einsetzen, als gefährliche Einflussnehmer auf Kinder. Ihre Seite gehört zu den mindestens 29 Konten, denen Meta den Zugang zu seinem Vergütungsprogramm ermöglicht. Frühere Untersuchungen brachten Veröffentlichungen von Libs of TikTok mit zahlreichen anschließenden Gewaltandrohungen gegen Schulen und andere Einrichtungen in Verbindung.
kaizen-blog.org
Berlin (KB) – Mindestens 29 Facebook-Konten, die durch queerfeindliche Äußerungen aufgefallen sind, verdienen über ein Vergütungsprogramm des Meta-Konzerns Geld. Ein journalistisches Gemeinschaftsprojekt legt nun offen, wie ein Unternehmen, das öffentlich gegen Hass und Diskriminierung vorgehen will, ausgerechnet solchen Akteuren Zugang zu seinen Einnahmen verschafft. Das 2024 eingeführte Programm belohnt Veröffentlichungen nach ihrer Reichweite und den Reaktionen der Nutzer. Je mehr Menschen reagieren, desto attraktiver wird der Beitrag für das Geschäft. Ob die Aufmerksamkeit aus Zustimmung oder Empörung entsteht, ändert zunächst wenig an der wirtschaftlichen Rechnung.
Einzelne Teilnehmer berichten von monatlichen Einnahmen zwischen 20.000 und 30.000 Dollar, andere sogar von sechsstelligen Beträgen. Diese Summen sind allerdings keine nachgewiesenen Zahlungen an die 29 untersuchten Konten. Wie viel Geld die einzelnen Betreiber tatsächlich erhalten haben, bleibt unbekannt. Fest steht nach Auswertung der öffentlich zugänglichen Angaben, dass sie Zugang zum Vergütungssystem besitzen. Darunter befinden sich Personen, die gegen queere Menschen hetzen und unbelegte Behauptungen verbreiten. Die Aussicht auf Geld besteht also auch dort, wo Facebook nach seinen eigenen Regeln eigentlich einschreiten müsste.
Ausgerechnet die Regeln des Konzerns sehen Einschränkungen für Beiträge vor, die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität in aufhetzender Weise behandeln. Auch Falschinformationen sollen von der Vergütung ausgeschlossen sein. Dennoch waren die untersuchten Konten nach dem letzten ausgewerteten Datenstand vom 15. September weiterhin in das Programm aufgenommen. Meta beantwortete die Anfragen zu diesen Widersprüchen nicht. Während der Konzern seine Einnahmen aus Werbung erzielt, können Betreiber solcher Seiten an der Aufmerksamkeit mitverdienen, die ihre Veröffentlichungen erzeugen. Die entscheidende Frage bleibt, weshalb die selbst gesetzten Grenzen offenbar so wenig Wirkung zeigen.
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Chaya Raichik, Betreiberin von Libs of TikTok, hat wiederholt queere Lehrkräfte und Einrichtungen angegriffen. Am 14. September nahm sie eine Schule im US-Bundesstaat Washington ins Visier, weil diese auf ihrem Facebook-Profil eine Regenbogenflagge zeigte. In anderen Veröffentlichungen bezeichnete sie Menschen, die sich für die Rechte queerer Personen einsetzen, als gefährliche Einflussnehmer auf Kinder. Ihre Seite gehört zu den mindestens 29 Konten, denen Meta den Zugang zu seinem Vergütungsprogramm ermöglicht. Frühere Untersuchungen brachten Veröffentlichungen von Libs of TikTok mit zahlreichen anschließenden Gewaltandrohungen gegen Schulen und andere Einrichtungen in Verbindung.
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Berlin (KB) - Mindestens 29 Facebook-Konten, die durch queerfeindliche Äußerungen aufgefallen sind, verdienen über ein Vergütungsprogramm des Meta-Konzerns Geld. Ein journalistisches Gemeinschaftsprojekt legt nun offen, wie ein Unternehmen, das öffentlich gegen Hass und Diskriminierung vorgehen...