Ein Sofa, zwei Frauen, ein Foto – und der Schatten, der bleibt
Die jüngste Veröffentlichung aus dem Bestand der US-Justizbehörden bringt eine Konstellation ans Licht, die weniger durch neue Vorwürfe auffällt als durch ihre Schlichtheit. Ein Sofa, zwei junge Frauen, daneben Jeffrey Epstein – und am rechten Rand Brett Ratner, Regisseur des jüngst veröffentlichten Films über Melania Trump. Die Fotos stammen aus dem aktuellen Aktenpaket des Department of Justice. Die Gesichter der beiden Frauen sind geschwärzt, ihre Identitäten unklar. Ratner sitzt entspannt, die Arme um eine der Frauen gelegt, lächelt. Epstein sitzt daneben. Auch in einer weiteren Aufnahme lächeln beide in die Kamera.
Der Kontext dieser Bilder ist bekannt, aber nie neutral. Die Justiz veröffentlicht sie als Teil eines umfangreichen, aber unvollständigen, Aktenbestands, der das soziale Umfeld Epsteins dokumentiert. Es sind keine Anklagen, keine Urteile, keine Beweise für konkrete Taten. Dafür werden zu viele Informationen zurückgehalten, der Kontext ist gleich null. Es sind Momentaufnahmen. Genau darin liegt ihre Sprengkraft. Denn sie verankern Namen, Karrieren und Macht in einem Raum, der rückblickend nicht mehr unschuldig betrachtet werden kann. Für Ratner ist das Auftauchen der Fotos mehr als ein kleines Ereignis. Der Regisseur, der mit Blockbustern berühmt wurde, hat mit „Melania“ sein erstes großes Projekt seit den Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens aus dem Jahr 2017 vorgelegt. Mehrere Frauen hatten ihn damals beschuldigt. Ratner wies die Vorwürfe zurück, zog sich jedoch über Jahre aus der Branche zurück. Der Film über die First Lady markierte seine Rückkehr – finanziell erfolgreich, kritisch verrissen. Für die weltweiten Lizenzrechte zahlte Amazon einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, hinzu kam ein massiver Marketingeinsatz.
kaizen-blog.org
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Die jüngste Veröffentlichung aus dem Bestand der US-Justizbehörden bringt eine Konstellation ans Licht, die weniger durch neue Vorwürfe auffällt als durch ihre Schlichtheit. Ein Sofa, zwei junge Frauen, daneben Jeffrey Epstein – und am rechten Rand Brett Ratner, Regisseur des jüngst veröffentlichten Films über Melania Trump. Die Fotos stammen aus dem aktuellen Aktenpaket des Department of Justice. Die Gesichter der beiden Frauen sind geschwärzt, ihre Identitäten unklar. Ratner sitzt entspannt, die Arme um eine der Frauen gelegt, lächelt. Epstein sitzt daneben. Auch in einer weiteren Aufnahme lächeln beide in die Kamera.
Der Kontext dieser Bilder ist bekannt, aber nie neutral. Die Justiz veröffentlicht sie als Teil eines umfangreichen, aber unvollständigen, Aktenbestands, der das soziale Umfeld Epsteins dokumentiert. Es sind keine Anklagen, keine Urteile, keine Beweise für konkrete Taten. Dafür werden zu viele Informationen zurückgehalten, der Kontext ist gleich null. Es sind Momentaufnahmen. Genau darin liegt ihre Sprengkraft. Denn sie verankern Namen, Karrieren und Macht in einem Raum, der rückblickend nicht mehr unschuldig betrachtet werden kann. Für Ratner ist das Auftauchen der Fotos mehr als ein kleines Ereignis. Der Regisseur, der mit Blockbustern berühmt wurde, hat mit „Melania“ sein erstes großes Projekt seit den Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens aus dem Jahr 2017 vorgelegt. Mehrere Frauen hatten ihn damals beschuldigt. Ratner wies die Vorwürfe zurück, zog sich jedoch über Jahre aus der Branche zurück. Der Film über die First Lady markierte seine Rückkehr – finanziell erfolgreich, kritisch verrissen. Für die weltweiten Lizenzrechte zahlte Amazon einen hohen zweistelligen Millionenbetrag, hinzu kam ein massiver Marketingeinsatz.
Ein Sofa, zwei Frauen, ein Foto – und der Schatten, der bleibt
Die jüngste Veröffentlichung aus dem Bestand der US-Justizbehörden bringt eine Konstellation ans Licht, die weniger durch neue Vorwürfe auffällt als durch ihre Schlichtheit. Ein Sofa, drei Erwachsene, zwei junge Frauen, daneben Jeffrey Epstein – und am linken Rand Brett Ratner, Regisseur des...
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