daritus
Ultra-Poster
Vielleicht kann man jetzt schon besser verstehen, warum Trump zunächst gezögert und die Epstein-Files nicht veröffentlicht hat. Viele der Fälle liegen weit zurück. Manches ist nicht mehr justiziabel, die Aufklärung wird hingegen einen riesigen gesellschaftlichen Flurschaden verursachen. „Wir sind nicht bereit dazu.“ sagte er damals - und meinte Amerika. Da die Demokraten jedoch den Wahn hatten, über die Veröffentlichung ihren verhassten Präsidenten loszuwerden, ergibt sich mit der Freigabe durch den Kongress die Möglichkeit, endlich dort abzurechnen, wo alles seinen Anfang nahm: Im „tiefen Staat“, dem Filz von Militär, Politik und Establishment, vor dem schon Roosevelt gewarnt hatte. Das passiert nun Zug um Zug. Noch kann man kein Ende absehen. Aber der Anfangsimpuls von Trump war – wieder einmal – richtig. Warum?
In Deutschland wissen wir um das Böckenförde-Diktum, nachdem der Staat von Voraussetzungen lebt, welche er selbst nicht garantieren kann. Eine, vielleicht die wichtigste, ist Vertrauen. Vertrauen in Recht und Gesetz, in das Gewaltmonopol, in den Schutz der Gesellschaft und die Zukunft unserer Familien und Kinder.
Seit dem Mord an JFK, über 9/11, über etliche Geheimoperationen in aller Welt, die von den USA vom Zaun gebrochenen Angriffskriege im Irak und Afghanistan, Covid-19 und vielem mehr, leben wir alle als Zaungäste in einer Welt, in der die letzten Rückzugslinien unseres Vertrauens darin bestehen, dass wir nicht glauben wollen, was wir instinktiv schon lange fühlen. Wir hoffen, wenn zu solchen Coup’s Tausende von Mitwissern aller Ebenen nötig wären, Menschen, die aus persönlichen Gründen die ursprüngliche Verschwörung irgendwann verlassen, dass es dann andere, einleuchtendere Erklärungen geben müsse. Die Wahrscheinlichkeit des Verrats fungiert als Schutz. WTC 7 stürzt ohne ein sichtbares Zeichen von Fremdeinwirkung ein? Ein Silverstein schließt nur Wochen vor dem Einsturz der Türme eine Milliarden-Versicherung ab – und kassiert sie? Wenn das Pentagon den Irak angreifen will, werden Kriegsgründe, wie die Lüge über Massenvernichtungswaffen, einfach erfunden? Weil die Brutkasten-Lüge in Kuweit ja auch zum Ziel geführt hat? Fast immer kommen die Beteiligten damit durch.
Mit jedem Tag in den Akten zu Epstein wird nun klarer: Das Vertrauen war falsch, ist es bis heute. Epstein zeigt, es ist alles möglich. Die Rache macht weder vor Politikern halt noch vor Showstars. J.F. Kennedy und Michael Jackson sind vielleicht Teil von ein- und derselben Medaille. Die Monstrosität der Verbrechen ist so unvorstellbar gewaltig: Kinderhandel, Organ-Harvesting, das Schlachten von Kindern für den Organhandel, systematische Vergewaltigung und Sklaverei, Mord, Folter zum Spaß und Kannibalismus. Wer als Mitwisser ausbrechen wollte, wurde zur Strecke gebracht, hier wie dort. In Belgien erreichten von 27 Zeugen im Falle Dutroux 20 den Gerichtssaal nicht mehr lebend. In den USA offenbart sich das Grauen nun jeden Tag klarer in einer Verstrickung von Politik, höchster Wirtschaftskreise und brutalster Unterwelt. Gefügig gemachte Richter, untätige Polizeibehörden, willfährige Geheimdienste. Das alles, um eine zahlenmäßig ganz kleine Gruppe zu schützen. Leute, die das System dazu nutzen, ihren perversen und unstillbaren Interessen nachzugehen. Ungestört und außerhalb jeder menschlichen Norm. Manche wollen es noch immer nicht glauben. Aber immer mehr Menschen fragen sich: Wo war, wo ist der Staat? Was sind Verfassungen wert, die die Bürger nicht vor solchen Übergriffen schützen können?
Über diesen Rahmen ist es nun keineswegs mehr sicher, dass z.B. die britische Monarchie das hier überleben wird. Wenn dieses geschichtstriefende, aber sonst nutzlose Königshaus noch nicht einmal Vorbildwirkung entfalten kann, wenn der amtierende King Charles seinem Bruder die eigenen, auf Steuerzahlerkosten bezahlten, Bodyguards auf Epsteins Insel mitgab, wer braucht es dann noch? England ringsherum ist ein verfallendes Europa, dort werden jihadistische Terroristen mittlerweile Bürgermeister und Männerbanden halten sich minderjährige Sexsklavinnen im Hundert – alles vor den Augen der Welt.
Epstein bestellte immerhin regelmäßig Schwefelsäure in ausreichenden Mengen. So ähnlich wie die SS, die mitunter die hastig verscharrten Massengräber noch einmal ausgrub, um sie ordentlich zu verbrennen. Einen Rest Unbehagen vor dem eigenen Tun ist offenbar jedem Menschen in seiner DNA verblieben.
Apropos: Wenn sich die Ausläufer des Bebens jetzt immer weiter in Richtung Europa bewegen, wenn Epstein mit dem Berater von Sarkozy darüber schreibt, Frauen seien wie Shrimps, man müsse nur den Kopf abbeißen und sich den Körper gefallen lassen, wenn erste Opfer zitternd vor der Kamera berichten, es gäbe Täter bis in höchste Stellen deutscher Politik, wenn Soldaten von Häusern in der Ukraine berichten, „da werden Kinder hineingeführt, sie müssen sich im 1.Stock ausziehen und im 2. Stock werden ihnen die Organe entnommen, heraus kommen gekühlte Kisten und schwarze Säcke.“ – wenn das also nun ans Tageslicht kommt, wo stehen dann unsere Werte? Unsere christlichen, die vielbeschworene regelbasierte Ordnung, das Völkerrecht? Konstruieren wir daraus Einzelfälle und ignorieren den systematischen Betrug westlicher Staaten an ihren Schutzbefohlenen weiter? Ist die Rolle der Kirche dabei Teil der Lösung oder Teil des Problems? Vielleicht wird gerade uns Deutschen schmerzlich klar, dass selbst die Shoah nur ein Menschheitsverbrechen unter vielen weiteren gewesen ist.
Erfundene und initiierte Pandemien zur gezielten Bevölkerungsreduktion, Eugenik – die Spur zieht sich von Kalergi über Attali und Lagarde bis heute – über all das erzählen die Akten. Gewählte Regierungen gewähren diesem Treiben bis heute Schutz. Ist die Aufklärung, Aufarbeitung, am Ende Befriedung überhaupt noch im derzeitigen Setting möglich? Nach dem zweiten Weltkrieg hieß es, jedem Deutschen, der noch einmal zur Waffe greift, solle die Hand abfallen. Das war die aktuelle Version der biblischen Weisheit, nach der man immer nur die Splitter im Auge des Anderen, aber nicht dem Balken im eigenen erkennt.
quelle: Prof. Matthias Moosdorf MdB