Man merkt, dass das weltgrößte A....loch ein Vorbild für die FPÖ ist. An Peinlichkeit kaum zu überbieten
Haider als Heiliger, Kickl als Erbe: Die FPÖ feiert sich – und verdrängt ihre Brüche
Skandale, Spaltungen und Selbstinszenierung prägen die Geschichte der Freiheitlichen. Im Jubiläumsjahr übertönt die Partei ihre belastete Vergangenheit und zelebriert am Samstag ihren 70er mit einem "Volksfest" am Stephansplatz
Wenn die FPÖ in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiert, dann tut sie das nicht leise, nicht defensiv und schon gar nicht zurückhaltend. Die Partei inszeniert ihr Jubiläum vielmehr als Machtdemonstration: Jubiläumslogo, "Remigrationssong", Festakt in der Hofburg, "Volksfest" am Stephansplatz und Dauerbeschallung im Wahlkampfmodus.
Die Freiheitlichen feiern sich selbst – als patriotische Traditionsbewegung, als politische Heimat "des Volkes", als Kraft, die Österreich angeblich besser versteht als alle anderen. Sieben Jahrzehnte sollen gewürdigt werden, "Seite an Seite mit der österreichischen Bevölkerung", wie Herbert Kickl bereits beim Neujahrstreffen in Klagenfurt ankündigte.
Gegründet wurde die Partei am 7. April 1956, hervorgegangen aus dem Verband der Unabhängigen und der Freiheitspartei. Schon ihre Anfänge tragen eine schwere historische Hypothek: Die FPÖ der Nachkriegszeit war ein politisches Sammelbecken ehemaliger Nationalsozialisten. Erster Parteichef war Anton Reinthaller, einst NS-Minister und SS-Brigadeführer. Dieser Ursprung begleitet die Partei bis heute wie ein Schatten, den sie nie ganz abschütteln konnte – und oft auch gar nicht wollte.
Dass die FPÖ ihr Jubiläum dennoch mit demonstrativer Selbstgewissheit begeht, ist Ausdruck ihres gegenwärtigen politischen Selbstverständnisses. Die Partei befindet sich längst nicht mehr in einer Position, in der historische Altlasten möglichst klein gehalten werden müssen. Im Gegenteil: Die Freiheitlichen treten heute mit dem Anspruch auf, ihre Geschichte selbst zu definieren – und Brüche, Skandale und ideologische Wendungen in eine neue Erzählung einzubauen.
www.derstandard.at
Haider als Heiliger, Kickl als Erbe: Die FPÖ feiert sich – und verdrängt ihre Brüche
Skandale, Spaltungen und Selbstinszenierung prägen die Geschichte der Freiheitlichen. Im Jubiläumsjahr übertönt die Partei ihre belastete Vergangenheit und zelebriert am Samstag ihren 70er mit einem "Volksfest" am Stephansplatz
Wenn die FPÖ in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiert, dann tut sie das nicht leise, nicht defensiv und schon gar nicht zurückhaltend. Die Partei inszeniert ihr Jubiläum vielmehr als Machtdemonstration: Jubiläumslogo, "Remigrationssong", Festakt in der Hofburg, "Volksfest" am Stephansplatz und Dauerbeschallung im Wahlkampfmodus.
Die Freiheitlichen feiern sich selbst – als patriotische Traditionsbewegung, als politische Heimat "des Volkes", als Kraft, die Österreich angeblich besser versteht als alle anderen. Sieben Jahrzehnte sollen gewürdigt werden, "Seite an Seite mit der österreichischen Bevölkerung", wie Herbert Kickl bereits beim Neujahrstreffen in Klagenfurt ankündigte.
Gegründet wurde die Partei am 7. April 1956, hervorgegangen aus dem Verband der Unabhängigen und der Freiheitspartei. Schon ihre Anfänge tragen eine schwere historische Hypothek: Die FPÖ der Nachkriegszeit war ein politisches Sammelbecken ehemaliger Nationalsozialisten. Erster Parteichef war Anton Reinthaller, einst NS-Minister und SS-Brigadeführer. Dieser Ursprung begleitet die Partei bis heute wie ein Schatten, den sie nie ganz abschütteln konnte – und oft auch gar nicht wollte.
Dass die FPÖ ihr Jubiläum dennoch mit demonstrativer Selbstgewissheit begeht, ist Ausdruck ihres gegenwärtigen politischen Selbstverständnisses. Die Partei befindet sich längst nicht mehr in einer Position, in der historische Altlasten möglichst klein gehalten werden müssen. Im Gegenteil: Die Freiheitlichen treten heute mit dem Anspruch auf, ihre Geschichte selbst zu definieren – und Brüche, Skandale und ideologische Wendungen in eine neue Erzählung einzubauen.
Haider als Heiliger, Kickl als Erbe: Die FPÖ feiert sich – und verdrängt ihre Brüche
Skandale, Spaltungen und Selbstinszenierung prägen die Geschichte der Freiheitlichen. Im Jubiläumsjahr übertönt die Partei ihre belastete Vergangenheit und zelebriert am Samstag ihren 70er mit einem "Volksfest" am Stephansplatz