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FPÖ (Un)Wahrheiten, Hetze und Märchen

Nur mal so zur Dokumentation. Kunasek willl für die Steiermark Windräder
Die zwiespältige Windkraft-Politik der FPÖ
Die FPÖ hat in der Windkraft ein neues Feindbild gefunden: Sie sei ineffizient, zerstöre die Natur und mache krank. Doch in der Steiermark setzt die Regierung von FPÖ-Landeshauptmann Mario Kunasek voll auf Windenergie. Wie passt das zusammen?

Das Feindbild der FPÖ steht auf dem Acker. 150 Meter hoch, Stahlbeton, glasfaserverstärkter Kunststoff, tonnenschwere Rotorblätter. Ein Windrad deckt den Strombedarf von rund 1.400 österreichischen Haushalten. Sauber, kostengünstig und direkt vor der Haustür. Doch die „Heimatpartei“ FPÖ kämpft gegen den heimischen Energieträger: Windräder seien ineffizient, sie würden die Landschaft verschandeln und krank machen. Mancherorts hat Windenergie Migration als größte Bedrohung abgelöst.

 
Kickls verschwurbelter Öxit
Dass der Brexit dramatisch schiefging, stört den FPÖ-Chef nicht

Die Briten sind mehrheitlich sorry, dass sie vor zehn Jahren den Blödsinn gemacht haben und für den Austritt aus der EU gestimmt haben. Der Brexit war eine populistische Idiotie von ein paar Politikern, an der Spitze Boris Johnson und der Rechtspopulist Nigel Farage. Die beiden spielten mit Fantasien von den riesigen Chancen eines "global Britain" ohne Europa. Ergebnis: Die Wirtschaftsleistung von Großbritannien ist um ein paar Prozent gesunken.

Boris Johnson ist weg, Farage stärker denn je. Viele Menschen verzeihen eben Rechtspopulisten jeden Schwachsinn, solange es nur gegen "Ausländer" geht. Darauf setzte jetzt offenbar auch Herbert Kickl. Seine große Rede zur 70-Jahr-Feier seiner Partei war auch eine Tirade gegen die EU: wir lassen uns nichts vorschreiben und wir sind "souverän" und – überhaupt sind wir gegen die Unterstützung der Ukraine gegen Putin („Eukraine“ nennt er das). Aber austreten aus der EU – das nicht. Ein "Öxit" kam nicht in seiner Rede vor. So schlau ist Kickl schon, dass er weiß, wie unpopulär das wäre. Aber ein kurzer Blick zeigt: Was Kickl als "Souveränität" von der EU bezeichnet, käme einem Austritt gleich. Halt nur durch die Hintertür. Was die Kickl-FPÖ da fantasiert, ist ein Programm zur wirtschaftlichen Schädigung Österreichs (komplett mit Hinwendung zu Russland). Ein verschwurbelter Öxit, der genauso schiefginge wie der Brexit. (Hans Rauscher, 26.6.2026)

 
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