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Grönland News

Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland mit der Verhängung von Zöllen gedroht. „Ich werde möglicherweise einen Zoll gegen Staaten verhängen, die bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit“, sagte er heute im Weißen Haus bei einer Veranstaltung zur Gesundheitspolitik.

Trump hatte wiederholt erklärt, dass er Grönland den USA einverleiben möchte, und schließt auch einen Militäreinsatz nicht aus. Die an Rohstoffen reiche Insel ist ein autonomer Teil Dänemarks und gehört damit zur NATO. Deutschland hat auf Bitten Dänemarks gemeinsam mit anderen Nationen Soldaten nach Grönland entsandt.

Proteste erwartet
In Dänemark und Grönland werden morgen große Proteste gegen Trumps erhobenen Besitzansprüche auf Grönland erwartet. Tausende Menschen kündigten in Onlinenetzwerken an, an den von grönländischen Verbänden organisierten Protesten in Kopenhagen, Nuuk und anderen Städten teilzunehmen.

 
Next stop Island?
Der US-Botschafter hat einen Scherz über die Annexion der Insel gemacht. Wer muss sich noch fürchten?

Der amerikanische Botschafter in Island hat einen Scherz gemacht. Er sagte, er könne sich vorstellen, dass auch diese Insel im Nordmeer wie Grönland von den USA annektiert werden könne.

Der Herr Botschafter, Billy Long aus Springfield, Missouri, war lange republikanischer Abgeordneter, ehe er von Donald Trump zum Chef („Commissioner“) der US-Steuerbehörde IRS (Internal Revenue Service) ernannt – und 2025 nach zwei Monaten (!) wieder abgesetzt wurde. Long, der gerne mit Cowboy-Hut auftritt, scheint ein lustiger Kerl zu sein.

Die Isländer nehmen das aber nicht mit Humor, sondern es hat sich eine Initiative für seine Ablöse gebildet. Das wirft natürlich Fragen auf: Haben wir weiter mit (scherzhaften oder ernst gemeinten) Ansprüchen auf strategisch wertvolle Landstriche zu rechnen? Ist, sagen wir, in Österreich Salzburg in Gefahr, das sich durch den Film "Sound of Music" tief in die Herzen so vieler Amerikaner gegraben hat? Ist die prunkvolle Hochzeit, die Jeff Bezos voriges Jahr in Venedig feierte, nur ein Vorspiel zu einer Landung von "Marines" auf der Piazza San Marco gewesen? Oder hat es Trump bei seinem Empfang auf Schloss Windsor so gut gefallen, dass er die britische Königsfamilie ausquartieren will („This amazing building needs some renovation – a lot more gold !“).

Welches Land wird als nächstes Trumps "we need it!" hören? (Hans Rauscher, 16.1.2026)

 
Trump droht Gegnern seiner Grönland-Pläne mit Zöllen
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland mit der Verhängung von Zöllen gedroht. „Ich werde möglicherweise einen Zoll gegen Staaten verhängen, die bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit“, sagte er heute im Weißen Haus bei einer Veranstaltung zur Gesundheitspolitik.

Trump hatte wiederholt erklärt, dass er Grönland den USA einverleiben möchte, und schließt auch einen Militäreinsatz nicht aus. Die an Rohstoffen reiche Insel ist ein autonomer Teil Dänemarks und gehört damit zur NATO. Deutschland hat auf Bitten Dänemarks gemeinsam mit anderen Nationen Soldaten nach Grönland entsandt.

Proteste erwartet
In Dänemark und Grönland werden morgen große Proteste gegen Trumps erhobenen Besitzansprüche auf Grönland erwartet. Tausende Menschen kündigten in Onlinenetzwerken an, an den von grönländischen Verbänden organisierten Protesten in Kopenhagen, Nuuk und anderen Städten teilzunehmen.

 
Zehn Prozent Zwang – Wie Trump Europa mit Zöllen erpresst, um Grönland zu kontrollieren
Donald Trump hat am Wochenende eine Grenze überschritten, die selbst in der langen Geschichte amerikanischer Machtpolitik selten so offen praktiziert wurde. Acht europäische Staaten sollen ab Februar mit einem pauschalen Importzoll von zehn Prozent belegt werden, nicht wegen Handelsfragen, nicht wegen Dumping oder Subventionen, sondern weil sie sich weigern, die amerikanische Kontrolle über Grönland zu akzeptieren. Für den Fall, dass es bis Anfang Juni keine Einigung über den vollständigen Erwerb der Insel durch die USA gibt, kündigte Trump eine Erhöhung auf 25 Prozent an. Betroffen wären Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande und Finnland – also ein erheblicher Teil der europäischen Wirtschafts- und Sicherheitsarchitektur.

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Die Drohung ist kein Missverständnis, kein rhetorischer Ausrutscher, sondern ausdrücklich als Druckmittel formuliert. Trump erklärte, die Vereinigten Staaten seien sofort zu Verhandlungen bereit mit all jenen Ländern, die seiner Ansicht nach „so viel riskiert“ hätten, trotz dessen, was Amerika für sie getan habe. Der Ton ist eindeutig: Zölle werden hier nicht als handelspolitisches Instrument genutzt, sondern als Hebel, um geopolitische Unterordnung zu erzwingen. Grönland, ein selbstverwaltetes Territorium im Königreich Dänemark mit rund 57.000 Einwohnern, wird dabei behandelt wie eine verhandelbare Ware.

 

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Tausende Menschen versammelten sich vor der US-Botschaft in Kopenhagen, um gegen Trumps Plan zu protestieren, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen.
Die Demonstrierenden skandierten „Grönland ist nicht zu verkaufen“ und hielten Schilder mit der Aufschrift „Nein heißt Nein“ und „Hände weg von Grönland“.

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Trumps Handelskrieg um Grönland ist der Gipfel der Absurdität
Die angedrohten Zölle gegen acht europäische Staaten lassen sich nur mit dem Größenwahn des US-Präsidenten erklären

Immer öfter wirkt die US-Politik unter Präsident Donald Trump wie eine schwarze Filmkomödie. Aber ein Drehbuch, in dem ein Präsident seinen Verbündeten wegen Grönland den Krieg erklärt, hätten die meisten Studios wohl als zu absurd zurückgewiesen.

Dieser Tage kann das zur Realität werden. Noch ist es nur ein Handelskrieg, den Trump gegen Dänemark und sieben andere europäische Staaten, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, ausgerufen hat, weil sie sich gegen die Annexion der arktischen Insel stellen. Aber wenn man bedenkt, wie kurz der Weg von einem wirren Gedanken zur konkreten Drohung war, dann ist auch ein Militäreinsatz, der die Nato zerreißen würde, vorstellbar.

Die angedrohten Strafzölle sind schlimm genug. Sie würden fast sicher Gegenzölle der EU auslösen und damit eine Eskalationsspirale in Gang setzen, die die Wirtschaft auf beiden Seiten des Atlantik schwer belasten und sofort die Finanzmärkte erschüttern würde – die Börsen, den US-Anleihemarkt und den Dollar.

Todesstoß für Zolldeal
Es wäre auch der Todesstoß für das Zollabkommen mit der EU vom Vorjahr, das für die USA höchst vorteilhaft und für Europa ein peinlicher Kniefall war. Dass es wenig Sinn hat, einzelnen Staaten einer Zollunion, wie der EU, höhere Abgaben aufzuerlegen, versteht Trump ohnehin nicht.

 
Kopenhagen im Schock – Wie Trumps Griff nach Grönland ein treues Land ins Mark trifft
In diesen Tagen liegt eine bleierne Stimmung über Kopenhagen. Nicht nur wegen des Winters, sondern weil viele Menschen in Dänemark das Gefühl haben, dass etwas Grundlegendes zerbrochen ist. Ein Verhältnis, das über Jahrzehnte gewachsen war, getragen von Loyalität, militärischer Zusammenarbeit und dem festen Glauben, auf derselben Seite zu stehen. Die Drohung des amerikanischen Präsidenten, sich Grönland „auf die eine oder andere Weise“ einzuverleiben, hat dieses Vertrauen erschüttert wie kaum etwas zuvor. Dänische Soldaten hatten Seite an Seite mit US-Truppen im Irak und in Afghanistan gedient, Kameraden verloren, Einsätze durchgestanden, weil Washington darum gebeten hatte. Dass ausgerechnet dieser Verbündete nun Dänemarks Verteidigungsfähigkeit verhöhnt und das Land öffentlich herabsetzt, ist wie ein Schlag in den Magen. Dänemark hatte nie nein gesagt, man hatte Flugzeuge geschickt, Soldaten geschickt, Opfer gebracht. Die aktuellen Worte aus dem Weißen Haus treffen deshalb nicht abstrakt, sondern jeden Dänen persönlich.

Auch im Parlament ist die Verstörung greifbar. Rasmus Jarlov, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, spricht offen aus, was sonst niemand laut sagt: Natürlich wisse man, dass die USA militärisch überlegen seien. Aber sollte ein NATO-Partner ernsthaft einen anderen angreifen, dann werde man sich verteidigen. Dass er so etwas überhaupt aussprechen müsse, bezeichnet er selbst im nächsten Atemzug als bizarr. Es ist ein Satz, der zeigt, wie weit sich die Lage bereits von allem entfernt hat, was in Dänemark noch vor Kurzem vorstellbar war. Viele empfinden das Verhalten Washingtons wie den Bruch einer Beziehung, von der man glaubte, sie sei stabil. Man dachte, es funktioniere. Offenbar nicht. Dieses Gefühl zieht sich durch Gespräche, Kommentare, Fernsehsendungen. Grönland ist dabei nicht irgendein Territorium, sondern Teil der eigenen Identität, der Grund, warum ein kleines Land auf der Weltbühne Gewicht hat. Fünfzigmal größer als Dänemark selbst, arktisch, roh, symbolisch aufgeladen.

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