Hasspostings gegen Richter: Die Justiz wehrt sich – völlig zurecht
Was sich aktuell im Netz abspielt, ist daneben und mitunter kriminell. Auch vermeintlich sachliche Kritik blendet oft aus, dass die Justiz eigene Kontrollsysteme hat
Die Fülle an Hass, mit der einige Richterinnen und Richter aktuell konfrontiert sind, ist schwer erträglich. Nach Causen wie dem Fall Anna und zuletzt dem Fall rund um Kater Schmotzer wird in Online-Netzwerken übelst beleidigt, gedroht und zum Teil auch zu Gewalt aufgerufen.
Die Justiz selbst geht nun rigoros gegen Hassposterinnen und Hassposter vor. Im Fall Anna setzte es gegen eine Person etwa eine Geldstrafe von knapp 3000 Euro, viele weitere Strafen dürften folgen. Dass die Justiz zu diesen Maßnahmen greifen muss, ist bedauerlich, aber unausweichlich. Was sich aktuell im Netz abspielt, ist völlig daneben und in vielen Fällen schlichtweg kriminell.
Hohes Vertrauen
Was sachliche Kritik angeht, so muss diese gegenüber staatlichen Institutionen natürlich immer möglich sein. Wer Gerichte kritisiert, der sollte sich aber mehrere Dinge bewusst machen. Erstens: Richterinnen und Richter urteilen unabhängig – und zwar ausschließlich auf Basis der ihnen vorgegebenen Gesetze. Zweitens: Das Gerichtssystem hat interne Korrekturmechanismen vorgesehen. Gegen jedes erstinstanzliche Urteil kann ein übergeordnetes Gericht angerufen werden.
In Österreich funktioniert dieses System im Großen und Ganzen sehr gut. Internationale Untersuchungen stellen den heimischen Gerichten regelmäßig Bestnoten aus. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Unabhängigkeit der Justiz ist laut Erhebungen hoch – auch wenn so mancher Hassposter vom Gegenteil überzeugen will. (Jakob Pflügl, 16.8.2026)
www.derstandard.at
Was sich aktuell im Netz abspielt, ist daneben und mitunter kriminell. Auch vermeintlich sachliche Kritik blendet oft aus, dass die Justiz eigene Kontrollsysteme hat
Die Fülle an Hass, mit der einige Richterinnen und Richter aktuell konfrontiert sind, ist schwer erträglich. Nach Causen wie dem Fall Anna und zuletzt dem Fall rund um Kater Schmotzer wird in Online-Netzwerken übelst beleidigt, gedroht und zum Teil auch zu Gewalt aufgerufen.
Die Justiz selbst geht nun rigoros gegen Hassposterinnen und Hassposter vor. Im Fall Anna setzte es gegen eine Person etwa eine Geldstrafe von knapp 3000 Euro, viele weitere Strafen dürften folgen. Dass die Justiz zu diesen Maßnahmen greifen muss, ist bedauerlich, aber unausweichlich. Was sich aktuell im Netz abspielt, ist völlig daneben und in vielen Fällen schlichtweg kriminell.
Hohes Vertrauen
Was sachliche Kritik angeht, so muss diese gegenüber staatlichen Institutionen natürlich immer möglich sein. Wer Gerichte kritisiert, der sollte sich aber mehrere Dinge bewusst machen. Erstens: Richterinnen und Richter urteilen unabhängig – und zwar ausschließlich auf Basis der ihnen vorgegebenen Gesetze. Zweitens: Das Gerichtssystem hat interne Korrekturmechanismen vorgesehen. Gegen jedes erstinstanzliche Urteil kann ein übergeordnetes Gericht angerufen werden.
In Österreich funktioniert dieses System im Großen und Ganzen sehr gut. Internationale Untersuchungen stellen den heimischen Gerichten regelmäßig Bestnoten aus. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Unabhängigkeit der Justiz ist laut Erhebungen hoch – auch wenn so mancher Hassposter vom Gegenteil überzeugen will. (Jakob Pflügl, 16.8.2026)
Hasspostings gegen Richter: Die Justiz wehrt sich – völlig zurecht
Was sich aktuell im Netz abspielt, ist daneben und mitunter kriminell. Auch vermeintlich sachliche Kritik blendet oft aus, dass die Justiz eigene Kontrollsysteme hat