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Balkaner
Skandal um Schweizer "Weltwoche"
Titelbild unter Rassismus-Verdacht
Das Titelblatt der aktuellen Ausgabe der Schweizer Wochenzeitung "Weltwoche" hat Empörung ausgelöst - in der Schweiz wie in Deutschland. Mehrere Organisationen und Personen stellten Anzeigen wegen Volksverhetzung und Beleidigung.
Das Titelbild zeigt ein Roma-Kind, das mit einer Pistole in der Hand auf den Betrachter zielt, dazu die Schlagzeile: "Die Roma kommen - Raubzüge in die Schweiz". Die "Weltwoche" hatte damit in den vergangenen Tagen in der Schweiz Empörung und heftige Reaktionen ausgelöst.
Leserin Michele Mayer erstattete Anzeige: "Es wird offen gegen eine Minderheit gehetzt. Für mich geht das gar nicht. Gestern die Moslems, heute die Roma - wer ist als nächstes dran? Ich bin Schweizerin, und wenn ein Schweizer Medium offen rassistisch publiziert, das möchte ich nicht."
Strafanzeige auch in Deutschland
Auch in Deutschland und Österreich haben Privatpersonen Strafanzeige gestellt. Der Zentralrat der Sinti und Roma will den Vertrieb der Weltwoche-Ausgabe in Deutschland stoppen lassen. Der Vorsitzende des Zentralrats, Romani Rose, sagt, die Schweizer Wochenzeitung stelle Sinti und Roma öffentlich unter Generalverdacht. Es werde der Eindruck erweckt, es gebe eine "abstammungsbedingte Kriminalität".
Anzeigen könnten Erfolg haben
Auch der Schweizer Medienrechtler Peter Studer verurteilt das Bild. Es überschreite eine Grenze: "Unten steht: Die Roma kommen - Raubzüge in die Schweiz. Das ist für mich diskriminierend gegenüber den Roma. Denn gewalttätige Kinder werden auch in dem Artikel nirgendwo erwähnt." Die Anzeigen gegen die Weltwoche könnten durchaus Erfolg haben. Medienrechtler Studer hält es für möglich, dass das Titelbild gegen das Schweizer Anti-Rassismusgesetz verstößt: "Es heißt Aufruf zu Hass und Diskriminierung und das geht aus dieser Kombination auf der Frontseite möglicherweise hervor."
Foto stammte aus dem Kosovo
Fotografiert wurde das Roma-Kind mit der Pistole in der Hand nicht in der Schweiz, sondern vor vier Jahren im Kosovo - nach Recherchen der "Neuen Zürcher Zeitung" auf einer Müllhalde, die Kinder als Spielplatz benutzen. Den stellvertretenden Chefredakteur der "Weltwoche", Philipp Gut, lässt die Aufregung kalt. Er könne die Empörung nicht nachvollziehen.
Blatt für Populismus bekannt
Die "Weltwoche" sorgt in der Schweiz immer wieder für heiße Diskussionen. Erst vor wenigen Wochen schrieb sie, die französischsprachigen Schweizer seien die "Griechen der Schweiz". Obwohl sie von den Deutschschweizern mit Milliarden unterstützt würden, fühlten sie sich immer benachteiligt und dominiert - genauso wie Griechenland in der EU.
Die Kritiker werfen der Wochenzeitung Rechtspopulismus vor. Die "Weltwoche" sei das Sprachrohr der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und wolle Auflage machen - mit gezielten Provokationen gegen Ausländer und Minderheiten.
Rassismus-Skandal um Schweizer "Weltwoche" | tagesschau.de
nur noch serben sind schlimmer als die raubenden cigos unglaublich!!:geil: