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Iran News....

Iran kann Nachbar Irak nicht mehr mit Gas versorgen
Der Iran kann im Zuge seiner Energiekrise seinen mitunter wichtigsten Abnehmer für Erdgas, den Irak, nicht mehr versorgen. Der Iran habe die Gaslieferungen komplett eingestellt, teilte das irakische Ministerium für Elektrizität gestern in Bagdad mit.

Das irakische Netz verliere damit 4.000 bis 4.500 Megawatt Strom, hieß es der Staatsagentur INA zufolge.

Die iranische Seite habe das Ministerium in Bagdad über den Schritt in einer schriftlichen Note informiert. Als Begründung habe Teheran „unvorhersehbare Umstände“ genannt. Eine weitere Erläuterung zu den Ursachen gab es nicht. Der Irak habe in Absprache mit dem heimischen Ölministerium „alternative Maßnahmen“ ergriffen, um die Krise an den Kraftwerken zu mildern.

Gasexporte reduziert
Der Irak ist zusammen mit der Türkei das wichtigste Abnehmerland für Gasimporte aus dem Iran. Die Einfuhren decken im Irak etwa ein Drittel des landesweiten Stromverbrauchs.

Der Iran hatte die Gasexporte an das Nachbarland in den vergangenen Jahren bereits reduziert, um die gestiegene heimische Nachfrage zu bedienen. Öl aus dem Iran geht dagegen größtenteils nach China.

Möglicher Zusammenhang mit Politik Trumps
Der Iran verfügt über einige der größten Öl- und Gasreserven weltweit, steckt aber in einer schweren Energiekrise. Als Gründe werden Sanktionen gegen das Land, mangelnde Investitionen in die Infrastruktur, aber auch Korruption und Misswirtschaft genannt. Für Teheran gilt der Irak als strategisch wichtiger Partner.

 
Drohungen ohne Nachweis
Donald Trump hat dem Iran erneut mit harten Konsequenzen gedroht, ohne belastbare Hinweise vorzulegen. Der Iran könne sich derzeit „schlecht verhalten“, sagte Trump, fügte jedoch hinzu, dass dies bislang nicht bestätigt sei. Sollte sich der Verdacht erhärten, wisse Teheran, was folge. Die Konsequenzen wären „sehr stark“, möglicherweise sogar „stärker als beim letzten Mal“. Auf die direkte Nachfrage, ob es dafür konkrete Beweise gebe, verneinte Trump dies. Es handele sich lediglich um das, „was man hört“. Eigene Erkenntnisse oder überprüfbare Informationen nannte er nicht. Damit steht eine Eskalationsdrohung im Raum, die ausdrücklich auf Hörensagen basiert. Zwischen Behauptung und Beleg bleibt eine Lücke. Außenpolitische Konsequenzen werden angedeutet, ohne dass die Grundlage benannt wird. Der Vorgang zeigt, wie schnell aus Vermutungen politische Drohungen entstehen. Es müssen ja nicht immer die „üblichen Verdächtigen“ sein.

 
Grad gehts im Indopazifik ab. China hat gestern eine Militärübung abgehalten, wie es Taiwan besetzen will und hat Nachbarn vor Einmischung gewarnt. Wäre mal lustig zu sehen, wie Trump dort reagieren würde :lol:
 
Grad gehts im Indopazifik ab. China hat gestern eine Militärübung abgehalten, wie es Taiwan besetzen will und hat Nachbarn vor Einmischung gewarnt. Wäre mal lustig zu sehen, wie Trump dort reagieren würde :lol:
Vucic hat schon reagiert. Er sieht Taiwan als China an.

 
Mullahs unter Druck
Im Iran baut sich die nächste Protestwelle der Verzweifelten auf
Die iranische Wirtschaft liegt am Boden, die Währung verfällt, die Menschen können sich das Leben nicht mehr leisten und gehen in den Städten auf die Straße

Diesmal geht der Protest vom "Bazar" aus. Gemeint ist aber nicht das reiche und mächtige Business-Powerzentrum in Teheran, das sich 1979 auf die Seite der Opposition stellte und damit die Monarchie stürzte. Derzeit gehen in mehreren iranischen Städten eher die kleinen und mittleren Geschäftsbesitzer und Händler auf die Straße. Sie fürchten gemeinsam mit ihrer Kundschaft – die nichts mehr kaufen kann, weil alles zu teuer ist – zugrunde zu gehen.

Größe und Tragweite der neuen Demonstrationswelle im Iran sind noch nicht absehbar. Die iranischen Behörden scheinen entschlossen, sie im Keim zu ersticken; Augenzeugen berichteten von Tränengaseinsatz gleich am ersten Tag. Gut drei Jahre, nachdem im September 2022 der Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini eine von Frauen angeführte Protestbewegung auslöste, ist das Regime alarmiert. Der unvollendeten "feministischen Revolution" vor drei Jahren schlossen sich auch andere Gesellschaftssektoren an, sie konnte nur mit größter Brutalität niedergeschlagen werden.

 
Präsident reagiert auf starke Proteste
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat am Dienstag auf die Proteste in der Hauptstadt Teheran mit einem Appell zum Dialog reagiert und Maßnahmen gegen die grassierende Wirtschaftskrise versprochen. Zunehmend sollen sich die Proteste aber auch gegen die politische Führung des Landes richten – und das nicht mehr nur in Teheran. Die Sicherheitsorgane des Landes haben die Vorgänge genauestens im Blick.

Peseschkian schrieb in der Nacht auf Dienstag auf X: „Ich habe den Innenminister angewiesen, mit Vertretern der Protestbewegung zu sprechen und ihre Forderungen zu berücksichtigen.“ Das sei notwendig, „damit die Regierung mit all ihrer Kraft handeln kann, um die Probleme zu lösen und verantwortungsvoll zu handeln“.

Die Sicherung der Lebensgrundlage der Bevölkerung sei ein zentrales Anliegen und stehe täglich auf seiner persönlichen Agenda, schrieb Peseschkian, der im Iran die Rolle des Regierungschefs innehat, weiter. Daher wolle er Reformen des Geld- und Bankensystems vorantreiben sowie Maßnahmen zum Erhalt der Kaufkraft einleiten. Beobachter gehen jedoch davon aus, dass der Dialogaufruf von den Demonstrierenden höchstwahrscheinlich abgelehnt wird, da sie Peseschkians Politik als Ursache der Misere betrachten.

 
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Protestwelle in Iran verstärkt sich
Den fünften Tag in Folge sind am Donnerstag Menschenmassen im Iran angesichts der schweren Wirtschaftskrise gegen die autoritäre Staatsführung auf die Straße gegangen. Während Augenzeugen zufolge Sicherheitskräfte mit einem großen Aufgebot in die Metropolen einrückten, ging der Staat vor allem auf dem Land mit Härte gegen Demonstrationen vor.

Mehrere Menschen kamen bei den Protesten bereits ums Leben. Vor allem in den ländlichen Regionen kam es seit Mittwochabend zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Mindestens zwei Demonstranten wurden in Lordegan im zentralen Süden getötet, wie die Menschenrechtsgruppe Hengaw berichtete.

Auch die staatsnahe Nachrichtenagentur FARS meldete zwei Tote bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Protestteilnehmern und Sicherheitskräften in der Stadt.

Angeblicher Angriff auf Polizeistation
Laut der staatsnahen Nachrichtenagentur FARS wurden am Donnerstag drei Menschen bei einem mutmaßlichen Angriff auf eine Polizeiwache getötet. In der Provinz Lorestan seien drei „Randalierer“ bei dem Versuch, in eine Wache einzudringen, getötet worden. 17 weitere Menschen seien verletzt worden.

 
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