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Iran News....

Iranische Drohne trifft Flughafen in Aserbaidschan
Eine im Iran gestartete Drohne hat laut aserbaidschanischen Angaben einen Flughafen in Aserbaidschan getroffen. Die Drohne sei in einem Terminalgebäude des Flughafens Nachitschewan eingeschlagen, erklärte das Außenministerium heute. Zwei Menschen seien dabei verletzt worden, hieß es weiter.

Das Ministerium bestellte den iranischen Gesandten in Baku ein, um „scharfen Protest“ einzulegen. Aserbaidschan behalte sich das Recht auf „angemessene Vergeltungsmaßnahmen“ vor.

Eine zweite Drohne sei in der Nähe in einer Schule im Ort Schekerabad niedergegangen, erklärte das Ministerium weiter. Nachitschewan ist eine Exklave von Aserbaidschan, grenzt an den Iran und wird durch Armenien vom Rest Aserbaidschans getrennt.

 
Israel beendet zwölfte Angriffswelle gegen Teheran
Israel hat nach Angaben eines Militärsprechers die zwölfte Angriffswelle gegen den Iran beendet. Neben Zielen in Teheran seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, heißt es. In Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarde angegriffen worden. Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.
 
Verwechslung in Kuwait
Drei F-15-Jets abgeschossen: USA verlieren viele Millionen Dollar
Der Abschuss dreier amerikanischer F-15-Kampfjets über Kuwait hat auch finanzielle Folgen für die Amerikaner. Die Verluste kosten eine hohe Millionensumme.
Der versehentliche Abschuss dreier amerikanischer Kampfjets über Kuwait hat nicht nur militärische Konsequenzen, sondern kommt die USA wohl auch finanziell teuer zu stehen.

Jede der betroffenen F-15E Strike Eagle hatte laut einem Newsletter der US Air Force einen Listenpreis von 31,1 Millionen Dollar, berechnet zu Preisen von 1998. Inflationsbereinigt liegt der tatsächliche Wert heute deutlich höher. Neuere Varianten der F-15 kosten laut dem griechischen Portal "Skai" inzwischen fast 100 Millionen Dollar pro Stück.

 
Der Krieg ohne Grenzen, der immer mehr Länder erfasst – „Ich muss zurückgehen und mir den Krieg ansehen“
Die Front dieses Krieges ist längst nicht mehr auf eine Region begrenzt. Raketenalarme ertönen in Jerusalem, Explosionen werden in Teheran gemeldet, Drohnen schlagen auf Militärbasen im Mittelmeer ein, und diplomatische Telefonleitungen glühen zwischen Europa, China und dem Nahen Osten. Während die Vereinigten Staaten und Israel ihre Luftangriffe gegen Iran fortsetzen, reagiert Teheran mit Angriffen auf amerikanische Stützpunkte, Schiffe und Verbündete in der gesamten Region. Die Folge ist ein Konflikt, der sich immer weiter ausdehnt und mittlerweile mehrere Kontinente berührt.

Trump: „Ich muss zurückgehen und mir den Krieg ansehen. Ich habe gerade sehr viele Dinge gleichzeitig am Laufen.“

Die Welt schaut zu, als würde sie einem langsamen Brand zusehen und diskutiert derweil die Farbe der Feuerwehrautos. Trump ist keine politische Anomalie mehr – er ist ein Systemfehler, der sich selbst zur Norm erklärt hat. Kriege, Menschenrechtsverstösse, zerstörte Klimaabkommen, Schäden in der Weltwirtschaft, gedemütigte Verbündete: jede Fehlhandlung wird nicht bestraft, sondern belohnt, weil die Institutionen gelernt haben zu kapitulieren statt zu korrigieren. Weltpolitiker, die sich verbiegen wie Gras im Wind, legitimieren täglich aufs Neue, was eigentlich undenkbar sein sollte. Die kommenden Generationen werden nicht fragen, warum niemand etwas gesagt hat – sie werden fragen, warum so viele zugeschaut haben, als wäre es Unterhaltung. Geschichte urteilt nicht über die Bösen allein – sie urteilt vor allem über die Schweigenden.

 
UNO: Zehntausende sitzen auf Schiffen im Persischen Golf fest
In den Gewässern des Persischen Golfs sitzen infolge der Iran-Krieges 20.000 Seeleute und 15.000 Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen fest. Das teilte die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen heute mit.
Generalsekretär Arsenio Dominguez erklärte, die IMO sei bereit, „mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um zur Sicherheit und zum Wohlergehen der Seeleute beizutragen“.
Tote und Verletzte bei Zwischenfällen mit Schiffen
Seit Kriegsbeginn am Samstag hat die UNO-Organisation sieben Vorfälle gezählt, in die Schiffe in der Straße von Hormus verwickelt gewesen seien. Dabei seien zwei Menschen gestorben und sechs verletzt worden. „Abgesehen von den wirtschaftlichen Auswirkungen dieser alarmierenden Angriffe handelt es sich hierbei um eine humanitäre Frage“, so Dominguez. „Kein Angriff auf unschuldige Seeleute ist jemals gerechtfertigt.“

 
Aliyew nach dem Drohneneinschlag in der Exklave Nachitschewan: "Die Ehrenlosen, die diese Tat begangen haben, werden es bitter bereuen". OK, jetzt wird es richtig interessant.
 
„Ein Krieg, den wir nicht gewählt haben“ – Emiratischer Milliardär greift Trumps Entscheidung an
Khalaf Al Habtoor gehört zu den einflussreichsten Unternehmern der arabischen Welt. Der Gründer und Vorsitzende der Al Habtoor Group steht für Hotels, Immobilienprojekte und Investitionen in mehreren Ländern des Nahen Ostens. Wenn jemand aus diesem Kreis öffentlich Kritik äußert, wird das in der Region sehr genau registriert. Genau das geschah jetzt. In einer Stellungnahme erklärte Al Habtoor, dass die Entscheidung von Donald Trump, den Krieg im Nahen Osten auszuweiten, die Staaten des Golfs in eine gefährliche Lage bringe, die sie selbst nicht gewählt hätten. Die Folgen dieses Krieges träfen nicht nur Iran oder Israel, sondern auch jene Länder, die mitten zwischen den Fronten liegen.

Der Unternehmer formulierte seine Kritik ungewöhnlich deutlich. Trumps Vorgehen habe den Golf und andere arabische Staaten „ins Zentrum einer Gefahr gestellt, die sie nicht gewählt haben“. Damit spricht er einen Punkt an, der in vielen Hauptstädten der Region diskutiert wird. Militärbasen, Energieanlagen und wichtige Handelsrouten liegen in unmittelbarer Reichweite möglicher Angriffe. Jede Eskalation zwischen Washington, Israel und Teheran macht diese Orte automatisch zu möglichen Zielen.

Al Habtoor ging noch weiter. Der Krieg, so seine Einschätzung, koste amerikanische Leben in einem Konflikt, der nicht der ihre sei. Diese Worte fallen zu einem Zeitpunkt, in dem die militärische Lage weiter eskaliert. In Kuwait wurden mehrere amerikanische Soldaten bei Raketenangriffen getötet, während iranische Vergeltungsschläge auf Einrichtungen abzielen, die mit amerikanischen Operationen in Verbindung gebracht werden. Die Kritik aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ist bemerkenswert, weil sie von einem Mann kommt, der nicht zur politischen Opposition gehört. Khalaf Al Habtoor steht für eine wirtschaftliche Elite, die normalerweise vorsichtig formuliert und selten offen amerikanische Präsidenten angreift. Seine Unternehmen arbeiten mit internationalen Partnern, investieren in Infrastruktur und Tourismus und sind eng mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Golfregion verbunden.

Gerade deshalb hat seine Stellungnahme Gewicht. Sie zeigt, dass der Krieg längst nicht nur als militärische Auseinandersetzung wahrgenommen wird. Für viele Länder der Region geht es um Stabilität, Handel und Sicherheit. Der Persische Golf ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt. Jede Eskalation bedroht nicht nur Städte und Militärbasen, sondern auch Ölterminals, Häfen und internationale Lieferketten. Al Habtoor spricht damit eine Sorge aus, die in vielen arabischen Staaten existiert. Der Krieg wird von großen Mächten geführt, doch die unmittelbaren Risiken liegen bei den Ländern der Region. Raketen, Drohnen und militärische Gegenangriffe erreichen zuerst jene Orte, an denen amerikanische Stützpunkte, Häfen oder Energieanlagen liegen.

 
Das Völkerrecht sollte nicht die Mullahs und deren Verbrechen schützen
Zweifel am Vorgehen Israels und der USA sind berechtigt. Aber eines darf nicht passieren: dass das Terrorregime mit Verweis auf die UN-Charta begünstigt wird

Tut Trump diesmal das Richtige? Diese Frage hebt Die Zeit mit zwei Leitartikeln dazu auf das Titelblatt: Nein, die Ziele der USA seien zu unklar, meint Jörg Lau; für das Regime in Teheran gehe es "nur" ums Überleben. Letzteres wäre "der finale Betrug an den mutigen Iranern, die sich im Jänner den staatlichen Mörderbanden entgegengeworfen haben". Ja, hält Jan Ross dagegen. Der US-Präsident stoße "eine politische Transformation an, die kaum noch umkehrbar ist".

Kosovokrieg ohne UN-Mandat
Wie der Krieg ausgeht, weiß niemand. Eines aber sollte jetzt nicht geschehen: Europa und die demokratische Welt dürfen dem Mullahregime nach dem Massenmord an zehntausenden Iranern indirekt nicht auch noch die Mauer machen. Diese Gefahr besteht durch vorschnelle Interpretation des Geschehens. Nicht der Iran, nicht die Hisbollah und die Hamas, seien die Kriegstreiber, sondern Israel und die USA, heißt es. Sie hätten das Völkerrecht gebrochen– da sind sich etwa Spaniens Pedro Sánchez und Russlands Wladimir Putin einig.

Aber ist es so einfach? Khamenei & Co führten seit Jahrzehnten de facto Krieg: gegen das eigene Volk und gegen Israel, das sie bedrohten und zerstören wollten. Wie schon 1999 beim Kosovokrieg der Nato sollte auch 2026 genauer diskutiert werden, ob die UN-Charta nicht doch das militärische Eingreifen auch ohne UN-Beschluss hergibt. Der Sicherheitsrat, der ein kollektives Eingreifen regeln müsste, ist durch die Mullahfreunde Russland und China leider gelähmt: ein Dilemma. (Thomas Mayer, 5.3.2026)

 
Na bravo
Bericht: Trump will bei iranischer Nachfolge mitreden
US-Präsident Donald Trump besteht dem Nachrichtenportal Axios zufolge darauf, persönlich an der Auswahl des nächsten iranischen Staatsoberhaupts beteiligt zu werden. „Ich muss an der Ernennung beteiligt sein, wie bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“, sagt Trump mit Verweis auf die Nachfolge des gestürzten Präsidenten Nicolas Maduro.

Trump habe bestätigt, dass Modschtaba Chamenei der wahrscheinlichste Nachfolger seines getöteten Vaters sei, dieses Ergebnis jedoch als inakzeptabel bezeichnet. Der 56-jährige Sohn des am Samstag bei einem Luftangriff getöteten Ajatollah Ali Chamenei gilt als Hardliner mit engen Verbindungen zu den Revolutionsgarden
 
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