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Iran News....

Hormus-Blockade
„Moskitos“ und Minen als iranisches Rezept
Nach den umfassenden Angriffen der USA und Israels gegen den Iran gilt die iranische Marine als schwer dezimiert. Dennoch gelingt es Teheran, die Blockade der Straße von Hormus aufrechtzuerhalten. Während zugleich die US-Marine im Zuge ihrer anhaltenden Seeblockade gegen Schiffe vorgeht, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, agiert die iranische Revolutionsgarde mit der „Moskitoflotte“, also zahllosen Schnellbooten.

Ein Sinnbild für das Vorgehen zeigte zuletzt das staatliche iranische Fernsehen: die Erstürmung eines Containerschiffs durch iranische Spezialkräfte. In den Aufnahmen ist zu sehen, wie maskierte Soldaten in einem grauen Schnellboot an die „MSC Francesca“ heranfahren, über eine Strickleiter zu einer Luke im Rumpf klettern und mit gezückten Gewehren an Bord springen.

Das mit dramatischer Musik unterlegte und unkommentierte Video zeigte ein weiteres Schiff, die „Epaminondas“. Der Iran erklärte, beide Schiffe gekapert zu haben, und warf ihnen vor, die Passage ohne Genehmigung durchqueren zu wollen. Am Donnerstag will der Iran damit begonnen haben, Mautgebühren für die Durchfahrt der blockierten Straße von Hormus zu kassieren.

 
Trump pfeift seine Unterhändler zurück
Der neue Anlauf für Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan scheint gescheitert: Am Samstag führte zwar der iranische Außenminister Abbas Araktschi in Islamabad Gespräche mit pakistanischen Vermittlern, reiste danach aber bald ab. US-Präsident Donald Trump blies daraufhin die angekündigte Reise seiner Unterhändler nach Pakistan ab.

Araktschi hatte in Islamabad Gespräche mit dem pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, und Premier Shebaz Sharif geführt. Der iranische Minister habe „die grundsätzlichen Positionen“ des Iran erläutert, hieß es auf Araktschis Telegram-Kanal. Der Besuch sei „sehr fruchtbar“ gewesen, schrieb der Minister später auf der Plattform X. Er habe die iranische Position hinsichtlich „eines praktikablen Rahmens zur dauerhaften Beendigung des Krieges“ übermittelt. Danach verließ Araktschi die pakistanische Hauptstadt wieder.

In weiterer Folge sollte die pakistanische Regierung der US-Seite, die am Samstag ebenfalls in Islamabad erwartet worden war, die Informationen bereitstellen. Doch Trump sagte die angekündigte Reise der US-Unterhändler, des Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns des Präsidenten, Jared Kushner, nach Pakistan kurzfristig ab.

 
Denn sie wissen genau, was sie tun – Trump sagt ab und demütigt Pakistan
Steve Witkoff und Jared Kushner standen bereit. Die Koffer waren gepackt, der Flug nach Islamabad eingeplant, Pakistan hatte seit fast einer Woche seine Hauptstadt im Ausnahmezustand gehalten, für Gäste, die kommen sollten. Dann sagte Trump: Nein. Ihr macht keinen 18-Stunden-Flug dorthin. Wir haben alle Karten. Sie können uns jederzeit anrufen, aber ihr werdet keine 18-Stunden-Flüge mehr machen, um dort herumzusitzen und über nichts zu reden.

Ein Satz, der sitzt. Und der mehr verrät als jede diplomatische Formulierung es könnte.

Zehn Minuten nach der Absage, sagt Trump vor Journalisten auf dem Weg zur Air Force One, habe Iran ein neues Angebot geschickt. Das erste Papier hätte besser sein können, sagt er. Das zweite sei viel besser gewesen. Sie hätten viel angeboten, aber nicht genug. Was genau angeboten wurde, sagt er nicht. Was er sagt, ist, dass eine seiner Bedingungen unveränderlich bleibt – Iran wird keine Atomwaffe haben. Der Rest bleibt im Nebel, absichtlich, weil Unklarheit in diesem Spiel ein Werkzeug ist und kein Versehen.

 
Iran kehrt nach Islamabad zurück – Gespräche laufen im Hintergrund weiter
Irans Außenminister Abbas Araghchi wird erneut nach Pakistan reisen. Nach einem Zwischenstopp in Oman und vor einem geplanten Besuch in Russland ist seine Rückkehr nach Islamabad bereits für Sonntag vorgesehen. Ein Teil seiner Delegation ist zuvor nach Teheran zurückgekehrt, um neue Anweisungen einzuholen, die sich direkt auf mögliche Schritte zur Beendigung des Krieges beziehen. Die Gespräche laufen damit weiter, auch wenn es nach außen keine klare Linie gibt. Pakistan bleibt dabei eine zentrale Anlaufstelle für diese Kontakte, während andere Formate ins Stocken geraten sind. Islamabad versucht, sich als neutraler Vermittler zu positionieren, der Gespräche überhaupt erst möglich macht.

Parallel dazu haben Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und Irans Präsident Masoud Pezeshkian telefonisch miteinander gesprochen. Sharif beschreibt den Austausch als konstruktiv und hebt hervor, dass Teheran weiterhin aktiv eingebunden bleibt. Für Pakistan geht es dabei um mehr als nur Diplomatie. Die Regierung betont, dass sie bereit ist, als ehrlicher Vermittler zu agieren, um Stabilität in einer zunehmend angespannten Region zu sichern. Während andere Akteure zögern oder eigene Interessen verfolgen, hält Islamabad die Kommunikationskanäle offen.
 
Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran sind festgefahren und eingefroren, berichtet Reuters. Der diplomatische Kanal zwischen Washington und Teheran ist praktisch zum Erliegen gekommen, und der bilaterale Verhandlungsprozess ist gescheitert. Die Absage des Besuchs der US-Unterhändler Jared Kushner und Steve Witkoff in Islamabad signalisiert das mangelnde Interesse Washingtons an der Fortsetzung der Gespräche.

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Donald Trump droht Iran erneut:
„Iran hat noch etwa drei Tage, bevor seine Ölinfrastruktur explodiert“, sagte der US-Präsident auf Fox News. Er bezeichnete die iranische Führung als „sehr seltsam“. „Manchmal hat man keine Ahnung, mit wem man es zu tun hat“, räumte Trump ein.

Die USA verlegen Dutzende Kampf- und Tankflugzeuge von ihren Stützpunkten in den Nahen Osten. Die Flugzeuge werden in Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien stationiert.
 
Pakistan will Iran-Gespräche retten
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag kurzfristig die Reise seiner Unterhändler nach Islamabad zu Gesprächen über den Iran-Krieg abgesagt, nun sind weitere Verhandlungen in der Schwebe. Das Vermittlerland Pakistan bemüht sich nun um die Wiederaufnahme der Gespräche, wie es am Sonntag hieß. Der iranische Außenminister Abbas Araktschi kam am Sonntag erneut nach Islamabad, die US-Seite aber schweigt.

Die politische und militärische Führung in Islamabad bemühe sich mit großem Eifer um die Rettung der Gespräche, wie zwei pakistanische Beamte der Nachrichtenagentur AP am Sonntag sagten. Sie wollten anonym bleiben, da sie nicht befugt waren, sich gegenüber Medien zu äußern.

Die Ungewissheit über eine mögliche neue Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Krieges ist groß. Für das Wochenende waren in Islamabad Verhandlungen geplant, wenn auch nicht unbedingt direkte Gespräche zwischen Araktschi und den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner.

 
Iranisches Präsidialamt rechtfertigt Internetsperren
Im Iran sieht sich das Präsidialamt nach heftiger Kritik an den Internetsperren im Land zu einer Rechtfertigung der Maßnahmen gezwungen. „Auch der Präsident ist strikt gegen eine eingeschränkte Internetnutzung für die Bevölkerung“, behauptete die Pressestelle des Präsidialamts gestern auf der Plattform X.

Das Projekt „Pro Internet“ – so werden die Einschränkungen in der Islamischen Republik genannt – sei nicht dauerhaft, sondern lediglich eine vom Sicherheitsrat verhängte vorübergehende Maßnahme. Diese gelte in der aktuellen Kriegssituation, hieß es weiter. Nach Ende der Konflikte werde der reguläre Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger wiederhergestellt.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar ist der Zugang zum Internet in der Islamischen Republik nahezu vollständig gesperrt. Der Zugriff ist seither auf das „nationale Internet“ beschränkt, in dem ausschließlich vom Staat genehmigte Websites verfügbar sind.

Millionen Iranerinnen und Iraner haben seit Beginn der Sperre daher praktisch keinen Kontakt mehr zu Angehörigen im Ausland. Auch wirtschaftlich sind die Folgen erheblich. Vor allem rund eine Million Onlinehändler leiden unter der Blockade.

Staatsnahe Institutionen haben weitgehend Zugriff
Zugleich können staatliche Institutionen, Anhänger des Machtapparats sowie Medien weiterhin weitgehend ungehindert das Internet nutzen: Das staatliche Projekt „Pro Internet“ gewährt bestimmten Berufsgruppen und staatlich ausgewählten Personen Zugang.

 
Stillstand unter Spannung – Iran und USA bleiben im Patt, während die Diplomatie weiterläuft
Abbas Araghchi landet in Islamabad, spricht mit pakistanischen Vertretern, telefoniert mit Katar, wird in Moskau erwartet. Bewegung ist da, sichtbar, eng getaktet, aber sie führt bislang zu keinem Durchbruch. Hinter den Treffen steht ein Zustand, der sich festgesetzt hat. Kein Krieg, aber auch kein Frieden. Ein Gleichgewicht, das nicht stabil ist, sondern jederzeit kippen kann. Pakistan versucht weiter zu vermitteln, Ägypten schaltet sich ein, Katar bleibt im Austausch mit Teheran. Badr Abdelatty spricht mit beiden Seiten, betont die Notwendigkeit, den Waffenstillstand zu sichern und in echte Verhandlungen zu überführen. Auch Araghchi setzt auf Abstimmung, verweist auf neue Initiativen, ohne Details zu nennen. Die Gespräche laufen, aber sie laufen nebeneinander, nicht aufeinander zu.

In Washington wird parallel eine andere Entscheidung getroffen. Donald Trump sagt eine weitere Gesprächsrunde in Islamabad ab. Sein Sondergesandter Steve Witkoff und Jared Kushner reisen nicht an. Die Begründung ist knapp. Iran werde die Zeit nur verschwenden. Gleichzeitig bleibt die amerikanische Blockade iranischer Häfen bestehen, ein zentraler Punkt, an dem sich alles festfährt.

Teheran reagiert entsprechend klar. Direkte Gespräche wird es erst geben, wenn diese Blockade aufgehoben wird. Ohne diesen Schritt bleibt jede Einladung nach Islamabad politisch wertlos. Damit stehen sich beide Seiten gegenüber, ohne sich zu bewegen. Jeder wartet darauf, dass der andere zuerst nachgibt. Im Inneren Irans wächst der Druck. Entlassungen nehmen zu, Produktionsprobleme bei Petrochemie und Medikamenten verschärfen die Lage. Prognosen gehen davon aus, dass die Inflation selbst im besten Fall auf fast fünfzig Prozent steigen könnte. Ohne Einigung droht ein weiterer Anstieg, im schlimmsten Fall auf Werte, die eine Wirtschaft kaum noch tragen kann. Gleichzeitig gibt es Einschätzungen, dass die politische Führung diese Phase dennoch mehrere Monate durchhalten kann.

 
Hormus zuerst, Atom später – Teheran bietet Deal, der Washingtons Druckmittel zerlegt
Teheran legt einen Vorschlag auf den Tisch, der den Konflikt in eine andere Reihenfolge zwingt. Die Straße von Hormus soll geöffnet werden, die Blockade fallen, der Krieg enden. Das Atomprogramm wird ausgeklammert und auf später verschoben. Genau an diesem Punkt liegt der Bruch. Denn was für Iran ein Weg aus der Eskalation ist, würde für Donald Trump den Hebel aus der Hand nehmen, den er gerade aufbaut. Der Plan kommt über Vermittler, vor allem aus Pakistan, und wird parallel in mehreren Hauptstädten besprochen. Abbas Araghchi trägt ihn vor, zuerst in Islamabad, dann in Maskat bei Gesprächen mit Haitham bin Tariq. Kurz darauf geht es weiter nach Moskau zu Vladimir Putin. Die Route zeigt, wie breit Iran die Rückendeckung sucht.

Inhaltlich ist der Vorschlag klar gebaut. Erst Entlastung auf See, dann politische Gespräche. Die Waffenruhe soll verlängert oder dauerhaft festgeschrieben werden. Die Blockade der Vereinigten Staaten würde aufgehoben. Erst danach sollen Verhandlungen über Urananreicherung und Bestände beginnen. Genau diese Reihenfolge widerspricht den Zielen aus Washington, die darauf abzielen, Iran sofort zu Zugeständnissen im Atomprogramm zu zwingen. Im Hintergrund zeigt sich, warum Teheran diesen Weg geht. Innerhalb der Führung gibt es keine Einigkeit darüber, wie weit man beim Atomthema gehen kann. Der Vorschlag umgeht diese Frage und verschiebt sie. Gleichzeitig würde er den wirtschaftlichen Druck entschärfen, der durch die Blockade bereits Wirkung zeigt.

Trump macht keinen Hehl daraus, dass genau dieser Druck gewollt ist. Er beschreibt offen, wie die Blockade Irans Ölexporte trifft und darauf abzielt, das System von innen unter Spannung zu setzen. Für ihn ist das der Punkt, an dem sich entscheidet, ob Teheran nachgibt.

Parallel laufen die Gespräche weiter, aber ohne klaren Rahmen. Ein Treffen in Pakistan kommt nicht zustande, nachdem Iran keine feste Zusage gibt. Trump sagt, er sehe keinen Sinn darin, Unterhändler für einen langen Flug zu schicken, wenn Gespräche auch telefonisch geführt werden könnten. Der direkte Austausch wird damit weiter ausgedünnt. Im Weißen Haus wird die Lage neu bewertet. Eine Sitzung im Lagezentrum steht an, bei der Optionen auf den Tisch kommen sollen. Gleichzeitig bleibt offen, ob Washington den iranischen Vorschlag überhaupt ernsthaft prüft. Aus dem Umfeld heißt es, man werde keine Verhandlungen über die Presse führen und nur einen Deal akzeptieren, der amerikanische Interessen sichert und Iran dauerhaft vom Besitz einer Atomwaffe abhält.

 
Plötzlich will Putin doch wieder der beste Freund der Mullahs sein
Der Kreml vollzieht in Hinblick auf den Irankrieg einen Spagat: Einerseits will man Trump nicht vor den Kopf stoßen, andererseits dem Westen so viel wie möglich schaden

Würde Zynismus wehtun, der Kreml wäre spätestens seit dem Beginn des Irankriegs ein einziges Lazarett. Russland könne nicht wegsehen, wenn internationales Recht gebrochen und Anführer fremder Länder getötet werden, hatte Wladimir Putins Sprecher Dmitri Peskow kurz nach den ersten US-Bomben auf Teheran getönt. Die Sperrung der Straße von Hormus durch die US-Marine gefährde außerdem die Energiesicherheit der Welt, legte er nach.

Dass sein eigenes Land seit Jahren einen Angriffskrieg in Europa führt, seine Energieressourcen als politische Waffe einsetzt und gleich zu Beginn versucht hat, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu ermorden, ließ Peskow nicht ohne Grund unerwähnt.

Auch abseits solcher Krokodilstränen vollzieht der Kreml dieser Tage einen bemerkenswerten Spagat, was Donald Trumps Irankrieg betrifft. Einerseits will man den US-Präsidenten weiterhin nicht mit allzu offener Parteinahme für Teheran verärgern – schließlich könnte er in der Ukraine noch nützlich sein. Zu militärischer Hilfe wäre Putins Armee derzeit ohnehin nicht in der Lage. Viel mehr als die Zieldaten von US-Militärbasen hatte Moskau für die verbündeten Mullahs bisher nicht übrig.

Umdenken im Kreml
Andererseits widersetzt sich das iranische Regime nun schon zu lange der Übermacht, um für Moskau nicht doch wieder interessant zu werden. Nur allzu gerne mischt Putin deshalb in dem diplomatischen Katz-und-Maus-Spiel mit, das sich Teheran mit Trump liefert. Der herzliche Empfang für Außenminister Abbas Araghchi in St. Petersburg am Montag macht das Umdenken deutlich. Berichten zufolge überlegt man im Moskau nun sogar Drohnenlieferungen für den Iran. Das Kalkül: Je länger das totgeglaubte Regime durchhält, desto stärker kann Putin dem Westen schaden, ohne offen in den Krieg ziehen zu müssen.

 
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