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Iran News....

Die vergessene Front des Iran-Krieges – Wie Russland über das Kaspische Meer Teherans Überleben sichert
Hunderte Kilometer nördlich der Straße von Hormus läuft inzwischen eine zweite Versorgungslinie des Iran-Krieges. Keine Fernsehkameras begleiten sie. Keine amerikanischen Zerstörer kontrollieren dort die Durchfahrt. Keine westliche Marine kann Schiffe stoppen. Genau deshalb wird das Kaspische Meer gerade zu einer der wichtigsten strategischen Zonen dieses Konflikts.

Als israelische Kampfjets im März den iranischen Marinehafen Bandar Anzali bombardierten, wirkte der Angriff für viele zunächst ungewöhnlich. Bandar Anzali liegt nicht am Persischen Golf, sondern am südlichen Rand des Kaspischen Meeres. Israel zerstörte dort laut eigenen Angaben mehrere iranische Marineschiffe und bezeichnete den Angriff als einen der bedeutendsten Schläge gegen Iran während der laufenden Kampfhandlungen. Erst langsam wird deutlich, warum dieser Hafen plötzlich so wichtig geworden ist.

 
Moskau plante offenbar Drohnenkrieg gegen amerikanische Truppen im Persischen Golf!
Mitten im Krieg um Iran tauchen jetzt immer mehr Informationen auf, die zeigen, wie weit die militärische Zusammenarbeit zwischen Moskau und Teheran offenbar bereits reicht. Laut einem geheimen Dokument des russischen Militärgeheimdienstes GRU soll Russland Iran tausende Kampfdrohnen für mögliche Angriffe auf amerikanische Truppen im Persischen Golf angeboten haben. Das Dokument scheint aus den ersten Wochen des aktuellen Krieges zwischen den USA, Israel und Iran zu stammen.

Demnach plante Moskau die Lieferung von 5.000 glasfaserbasierten FPV-Drohnen. Diese Systeme gelten als besonders gefährlich, weil sie kaum durch elektronische Störsysteme blockiert werden können. Zusätzlich soll Russland Iran Langstreckendrohnen mit Starlink-Satellitenverbindung angeboten haben. Laut weiteren Informationen enthalten die Unterlagen sogar Karten der iranischen Küste, Angriffspläne und konkrete Szenarien für mögliche amerikanische Landungen auf iranischem Gebiet oder Inseln im Persischen Golf.

Besonders brisant wirkt dabei ein Abschnitt über sogenannte Drohnenschwärme. Dort wird beschrieben, wie Gruppen aus fünf bis sechs Drohnen gleichzeitig aus versteckten Positionen gegen amerikanische Landungsschiffe eingesetzt werden könnten. Als möglicher Schwerpunkt taucht dabei auch die Insel Khark auf, Irans wichtigstes Ölterminal, das westliche Militärplaner offenbar seit längerem als strategisches Ziel betrachten.

Weiteren Details zufolge soll Wladimir Putin persönlich Unterstützung beim Aufbau iranischer Drohnenkapazitäten angeboten haben. Für die Ausbildung der Bedienmannschaften plante das GRU demnach ein Netzwerk aus iranischen Studenten in Russland, russisch- und persischsprachigen Tadschiken sowie Angehörigen der alawitischen Minderheit aus Syrien, die Verbindungen zum früheren Assad-Regime haben sollen. Insgesamt sei laut Dokument sogar über den Einsatz von rund 10.000 iranischen Studenten in Russland gesprochen worden.

Die Entwicklung zeigt, wie eng Russland und Iran militärisch inzwischen zusammenarbeiten. Während Iran Russland im Ukrainekrieg mit Shahed-Drohnen unterstützte, scheint Moskau nun moderne Drohnentechnik, Kampferfahrung und neue Angriffskonzepte zurückzugeben. Besonders die glasfaserbasierten FPV-Drohnen gelten inzwischen als eines der gefährlichsten Systeme auf dem modernen Gefechtsfeld, weil sie selbst unter massiver elektronischer Störung oft weiter steuerbar bleiben.
 
Iran droht offen mit Angriffen auf amerikanische Basen
Dubai – Die Waffenruhe zwischen Iran und den USA hält offiziell weiter. Gleichzeitig wird der Ton zwischen beiden Seiten immer gefährlicher. Nach amerikanischen Angriffen auf zwei iranische Öltanker drohten die iranischen Revolutionsgarden jetzt offen mit schweren Gegenschlägen gegen amerikanische Militärbasen und Schiffe in der Region. Jede Attacke auf iranische Tanker oder Handelsschiffe werde mit einem „massiven Angriff“ beantwortet, erklärte die Marine der Revolutionsgarden laut iranischen Staatsmedien. Der Hintergrund der Eskalation liegt erneut in der Straße von Hormus. Die Vereinigten Staaten kontrollieren dort inzwischen große Teile des Schiffsverkehrs. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden seit Beginn der amerikanischen Blockade im April dutzende Handelsschiffe zurückgedrängt oder gestoppt. Mehrere Schiffe seien sogar „deaktiviert“ worden. Washington wirft Iran vor, die Meerenge militärisch zu kontrollieren und internationale Schifffahrt massiv einzuschränken.

Iran wiederum spricht von amerikanischen Provokationen und warnt inzwischen auch andere Staaten in der Region. Besonders Bahrain gerät dabei unter Druck. Das Land beherbergt die fünfte US-Flotte und meldete jetzt die Festnahme von 41 Personen mit angeblichen Verbindungen zu den Revolutionsgarden. Laut den Behörden sollen Gelder für iranische Operationen gesammelt worden sein. Menschenrechtsgruppen werfen Bahrain dagegen vor, den Krieg als Vorwand für neue Repressionen gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit zu nutzen. Währenddessen wächst international die Sorge vor einer weiteren Explosion der Energiepreise. Iran blockiert große Teile der Straße von Hormus weiterhin faktisch militärisch. Gleichzeitig versuchen die USA, iranische Häfen wirtschaftlich abzuschneiden. Der weltweite Schiffsverkehr bleibt dadurch massiv gestört. Großbritannien verlegt inzwischen den Zerstörer HMS Dragon in die Region. Frankreich bereitet ebenfalls weitere Marineeinsätze vor. Beide Staaten arbeiten an einer möglichen internationalen Schutzmission für Handelsschiffe nach Ende der Kampfhandlungen.

Auch diplomatisch laufen die Gespräche hinter den Kulissen weiter. Pakistan erklärt, man stehe „Tag und Nacht“ mit Washington und Teheran in Kontakt. Russland und Saudi-Arabien drängen ebenfalls auf eine dauerhafte Vereinbarung. Wladimir Putin brachte erneut ins Spiel, angereichertes Uran aus Iran unter internationale Kontrolle stellen zu lassen. Ziel sei eine neue Vereinbarung über das iranische Atomprogramm und die Wiederöffnung der Straße von Hormus. Gleichzeitig bleiben viele Fragen offen. Noch immer ist Irans neuer oberster Führer Mojtaba Khamenei nicht öffentlich aufgetreten. Berichte über Verletzungen während der ersten Angriffe des Krieges verstärken die Unsicherheit innerhalb des Landes zusätzlich. Während offiziell von Waffenruhe gesprochen wird, wirkt die Lage im Persischen Golf inzwischen gefährlicher als noch vor wenigen Wochen.

 
Schifffahrtsbehörde: Frachter vor Katar von Projektil getroffen
Ein Frachter ist vor der Küste Katars von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall habe sich etwa 40 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Doha ereignet, teilte die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO heute mit.

Es sei ein kleines Feuer an Bord ausgebrochen, das jedoch gelöscht worden sei. Dem Kapitän zufolge gab es weder Verletzte noch Umweltschäden. Die Behörden untersuchten nun die Herkunft des Projektils, hieß es weiter. Schiffe in der Region seien zur Vorsicht aufgerufen worden.

 
Iran warnt USA vor weiteren Angriffen
Der Iran droht den USA im Falle von weiteren Angriffen auf iranische Handelsschiffe im Persischen Golf mit Vergeltung. Jeder Angriff auf iranische Schiffe werde eine Attacke auf eines der US-Zentren in der Region und feindliche Schiffe nach sich ziehen, warnte die iranischen Revolutionsgarde – die Elitestreitmacht der Islamischen Republik – laut Staatsmedien gestern am Abend.

Ob der Iran die von US-Präsident Donald Trump erwartete Antwort auf einen US-Friedensvorschlag mittlerweile übergeben hat, ist unbekannt. Weder die iranische Seite noch die US-Regierung äußerten sich dazu.

Am Freitag hatte das US-Militär trotz Waffenruhe zwei unter iranischer Flagge fahrende, unbeladene Öltanker angegriffen und außer Gefecht gesetzt. Sie hatten laut US-Armee versucht, einen iranischen Hafen am Golf von Oman anzulaufen und damit die Seeblockade der USA zu brechen.

Die Revolutionsgarde erklärte weiter, es würden keine Bedrohungen gegen ihre Schiffe oder Störungen ihrer Ölexporte und Handelsrouten geduldet. Die Handelsflotte werde geschützt.

Rubio traf Regierungschef Katars
Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren weiter. Gestern trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Krieges zu erreichen, wie das Portal Axios unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilte.

 
Iran beansprucht mehr Kontrolle und Trump droht
Bandar Abbas – Der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Iran ist offiziell in einer Feuerpause, aber niemand spricht so, als sei wirklich Frieden gemeint. Teheran hat nach Angaben iranischer Staatsmedien seine Antwort auf den jüngsten amerikanischen Vorschlag übermittelt, doch schon die wenigen bekannten Details zeigen, wie brüchig dieser Moment ist. Es geht vorerst nicht um einen großen politischen Ausgleich, nicht um Vertrauen, nicht einmal um eine vollständige Neuordnung der Beziehungen. Es geht um das schlichte Ende der Kampfhandlungen, um weitere dreißig Tage ohne offenen Krieg, um die Wiederöffnung der Straße von Hormus und um die Frage, ob die Weltwirtschaft noch länger an einer blockierten Meerenge hängen soll.

Iran übergab seine Position an pakistanische Vermittler. Pakistan hatte bereits die laufende Waffenruhe vermittelt und im April hochrangige amerikanische und iranische Vertreter zu Gesprächen empfangen. Donald Trump hatte noch am Freitag erklärt, er rechne mit einer iranischen Antwort. Nun liegt sie vor, doch ihr Inhalt bleibt weitgehend im Dunkeln. Genau das passt zu einer Lage, in der jede Seite öffentlich Härte zeigt und gleichzeitig Wege sucht, eine Katastrophe unter Kontrolle zu bringen, die sie selbst immer weiter angefacht hat.

 
Suche nach Kriegsende
Iranische Antwort für Trump „inakzeptabel“
Ein Ende des Angriffskriegs der USA und Israels gegen den Iran ist weiter nicht in Sicht: US-Präsident Donald Trump wies Sonntagabend die Antwort Teherans auf US-Vorschläge zu einem Kriegsende zurück. Die Antwort sei „völlig inakzeptabel“. Teheran reagierte prompt – und süffisant – auf Trump.

„Ich habe gerade die Antwort der sogenannten ‚Vertreter‘ des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht – völlig inakzeptabel“, schrieb Trump Sonntagabend (MESZ) auf seiner Plattform Truth Social. Weitere Details zu dem Vorschlag gab es nicht. Bereits Stunden zuvor hatte er in einem anderen Beitrag Teheran gedroht. „Die werden nicht mehr lange lachen!“, schrieb der US-Präsident.

Zuvor hatte der Iran eine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges an den Vermittler Pakistan weitergegeben, wie die staatliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Der Staatssender IRIB berichtete, der vom Iran vorgeschlagene Text konzentriere sich auf die Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt.

Iran: Keine Pläne, „Trump zu gefallen“
Ein namentlich nicht genannter iranischer Vertreter sagte gegenüber der halbstaatlichen Agentur Tasnim: Wenn Trump mit der iranischen Antwort nicht zufrieden sei, „ist das natürlich besser“. Niemand im Iran mache Pläne, „um Trump zu gefallen“. Und weiter: Trumps Reaktion spiele „überhaupt keine Rolle“.

 
Hormus-Blockade
Weltweite Düngerknappheit droht
Vor dem Krieg im Iran ist rund ein Drittel der weltweiten Düngerexporte über die Straße von Hormus abgewickelt worden. Durch die seit über zwei Monaten andauernde Blockade und aufgrund derzeit wieder aufflammender Gefechte in der Meerenge erreichen die Lieferungen aus den Golfstaaten die Landwirtinnen und Landwirte nicht mehr. London schickte am Samstag ein Marineschiff für den Einsatz an der Meerenge. Die Folgen sind Knappheit und Preissteigerungen auf dem Weltmarkt. Letztere treffen auch heimische Landwirtschaftsbetriebe.

Weltweit könnte die Unterbrechung der Lieferungen aus den Golfstaaten den Verlust von bis zu zehn Milliarden Mahlzeiten pro Woche bedeuten. Das schätzte der Chef des weltweit führenden Stickstoffdüngerproduzenten Yara, Svein Tore Holsether, im Interview mit der BBC zuletzt.

Großbritannien entsandte nun am Samstag einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus. Die „HMS Dragon“ werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London.

 
Tanker, Hunger, Explosionen – Die Zahlen zeigen: Hormus wird zum Zentrum der globalen Krise
Bandar Abbas – Die Straße von Hormus ist nur 34 Kilometer breit. An ihrer engsten Stelle wirkt sie auf Karten fast unscheinbar. Ein schmaler Streifen Wasser zwischen Iran und Oman, gekrümmt wie ein Ellenbogen. Doch genau dort entscheidet sich inzwischen nicht nur die Zukunft des Krieges zwischen den Vereinigten Staaten und Iran, sondern auch die Stabilität der Weltwirtschaft. Seit Wochen stauen sich im Persischen Golf Tanker, Containerschiffe und Frachter. Manche treiben nahezu bewegungslos vor Anker, andere warten auf neue Befehle, wieder andere versuchen verzweifelt, sichere Routen zu finden. Während Washington und Teheran über eine mögliche Vereinbarung sprechen, sitzen inzwischen 1.550 Schiffe aus 87 Staaten in der Region fest.

Die Zahlen zeigen, wie tief dieser Krieg längst in den Alltag weit entfernter Länder eingreift. Vor dem Krieg passierten täglich etwa 100 bis 130 Schiffe die Meerenge. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls lief durch Hormus, dazu enorme Mengen an Erdgas, Dünger und anderen petrochemischen Produkten. Seit Beginn der Kämpfe Ende Februar ist dieser Verkehr nahezu zusammengebrochen. Zwischen Kriegsbeginn und dem 6. Mai schafften laut Lloyd’s List Intelligence nur noch 542 Schiffe die Passage. Unter normalen Bedingungen wären es in derselben Zeit zwischen 6.500 und 8.450 gewesen.

Der Grund dafür liegt in einem Machtkampf, der sich immer weiter zuspitzt. Nachdem die Vereinigten Staaten und Israel Iran am 28. Februar angegriffen hatten, begann Teheran Schritt für Schritt, die Kontrolle über Hormus auszubauen. Hinzu kam die amerikanische Seeblockade iranischer Häfen. Wochen schwerer Luftangriffe und militärischer Operationen konnten Irans Einfluss auf die Wasserstraße bisher nicht brechen. Die iranische Führung macht deutlich, dass Hormus erst wieder vollständig geöffnet werde, wenn der Krieg endet und die amerikanische Blockade aufgehoben wird. Donald Trump fordert dagegen weitere Zugeständnisse, darunter Einschränkungen des iranischen Atomprogramms.

 
Teheran droht Paris und London
Die iranische Regierung hat Großbritannien und Frankreich mit einer „entschiedenen und sofortigen Antwort“ gedroht, falls deren Kriegsschiffe in der Straße von Hormus aktiv werden.

„Wir erinnern sie daran, dass sowohl in Kriegs- als auch in Friedenszeiten allein die Islamische Republik Iran in der Straße für Sicherheit sorgen kann und sie keinem Land erlauben wird, sich in diese Dinge einzumischen“, erklärt Vize-Außenminister Kazem Gharibabadi via X.
Der französische Präsident Emmanuel Macron betont unterdessen, seine Regierung habe „nie“ einen Einsatz von Kriegsschiffen in der Straße von Hormus geplant, sondern eine „mit dem Iran abgestimmte“ Mission zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge.
Gemeinsam mit Großbritannien habe Frankreich 50 Länder und internationale Organisationen zusammengeholt, um die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs abzusichern.
 
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